Linux 15.009 Themen, 106.786 Beiträge

News: Säge am letzten Stuhlbein

Google bringt eigenes Betriebssystem

Redaktion / 30 Antworten / Flachansicht Nickles

Erst war es nur die Suchmaschine mit der Google Microsoft überrumpelte, dann kamen viele Internet-Dienste von Mail bis "Youtube". Inzwischen hat Google auch einen eigenen Browser ins Rennen geschickt und Microsoft im Handy-Betriebssystemmarkt mit dem kostenlosen Android angegriffen.

Jetzt der Mega-Schock für Microsoft: Google hat ein eigenes Betriebssystem angekündigt: "Chrome OS". Damit ist die Säge am letzten noch intakten Stuhlbein von Microsoft angesetzt. Chrome OS wird Open Source sein und als Basis einen Linux-Kernel verwenden. Bereits der Name macht klar, dass Chrome OS die Idee des Chrome-Browsers fortsetzen wird. Leute sollen mit Chrome OS schnell und simpel ins Internet kommen.

Das System soll extrem schnell starten und binnen Sekunden bereit zum Surfen im Internet sein. Laut Google wird es "harmlos" losgehen und Chrome OS wird erstmal für Netbooks kommen, mit ersten Geräten ist in der zweiten Jahreshälfte 2010 zu rechnen.

Alle aktuellen Details zu Chrome OS finden sich hier im offiziellen Google-Blog: Introducing the Google Chrome OS

Michael Nickles: Das Konzept ist selbsterklärend. Google schafft eine kostenlose Basis, mit der jeder schnell ins Netz kommt, seine Anwendungen dann im Netz fährt und auch dort seine Daten ablegt. Google betont, dass Anwendungen aus dem Internet natürlich auch mit jedem anderen Betriebssystem und Browser genutzt werden können.

Chrome OS soll halt damit locken, dass es besonders schnell und sicher ist. Auch Microsoft bastelt ja inzwischen an einem "Windows der Zukunft", das enger mit dem Internet verbunden ist. Mit Chrome OS ist Google Microsoft allerdings einen ordentlichen Schritt voraus.

Tatsächlich ist es natürlich eigentlich nicht Google, das am letzten Stuhlbein sägt. Es ist Linux.

bei Antwort benachrichtigen
Markus Klümper KarstenW „@kjuh Was ich brauche ist ein Office, welches die Funktionen von MSO besitzt und...“
Optionen

MSO für Linux... also nachdem Microsoft sich schon bemüht, diverse Updatefunktionen unter Firefox zu realisieren, halte ich überhaupt nix mehr für unmöglich.
Im übrigen bin ich überrascht, daß ausgerechnet aus dem Officeanwender-Lager ernsthafte Probleme mit Linux kommen. Ich komme selber mit Open Office gut klar, nutze aber auch nur Grundfunktionen. Tatsächlich sind insbesondere bei der Tabellenkalkulation die Formatierungsfunktionen gegenüber Excel nicht der Brüller. Das ist wirklich noch etwas primitiv, womit ich aber durchaus gut leben kann. Office-Poweruser dürften das aber wohl noch etwas anders sehen.
Mir gefällt aber die recht klassische OO-Bedienung erheblich besser als MSO 2007.
Warten wir mal ab. In spätestens 10 Jahren läuft Windows auch mit Linux-Kernel... ;-)
Wozu wir so viele verschiedene Distri´s benötigen ist mir allerdings schleierhaft.

bei Antwort benachrichtigen