Linux 15.004 Themen, 106.699 Beiträge

News: Patentstreits mit Folgen

Linux-Foundation fordert Verzicht auf FAT

Redaktion / 15 Antworten / Flachansicht Nickles

Kürzlich hat Microsoft den Navigationsgeräte-Hersteller TomTom wegen Patentsverletzungen verklagt (siehe Zoff wegen Trivial-Patenten. Kurz darauf verklagte TomTom als Antwort Microsoft - ebenfalls wegen Patentverletzungen. Die Einigung kam dann recht rasch, mit TomTom als Verlierer.

TomTom muss künftig Lizenzgebühren an Microsoft blechen und es Microsoft außerdem gestatten, seine Patente zu nutzen. Der große Zoff ist damit einerseits vom Tisch, andererseits geht er jetzt aber erst richtig los. Neben Trivial-Patenten, wie "einem kleinen PC-Gerät im Auto", ging es Microsoft auch um das FAT-Dateisystem. TomTom verwendet für seine Navigationsgeräte zwar Linux als Betriebssystem nutzt dabei allerdings Funktionen des vergreisten Microsoft-Dateisystems FAT.

Zwar hat die Linux-Welt eigene freie Dateisysteme, verwendet allerdings unter anderem auch FAT um Kompatibilität zur Microsoft-Welt zu bieten. Experten streiten inzwischen darüber beziehungsweise bezweifeln, dass Microsofts Patentansprüche bezüglich FAT überhaupt gültig sind. Dennoch fordert Jim Zemlin von der Linux-Foundation in seinem Blog jetzt Konsequenzen.

Um zu verhindern, dass Linux-Nutzer weiterhin wegen FAT-Zeugs verklagt werden können, fordert Zemlin den kompletten Verzicht auf FAT. Entwickler sollen sich unter Linux nach Alternativen umsehen beziehungsweise welche schaffen. Die Linux-Foundation bietet diesbezüglich ihre Unterstützung an.

Das wird sicherlich problematisch. Das alte Microsoft FAT-Dateisystem ist bei mobilen Datenträgern wie Speicherkarten und USB-Sticks der wichtigste Standard. Zwar lassen sich mobile Datenträger auch mit einem Linux-Dateisystem formatieren, aber die lassen sich dann nur mit Verrenkungen auch unter Windows lesen und schreiben. Unter Windows müssen dazu spezielle Tools installiert werden, die dann die Nutzung von Linux-Dateisysteme ermöglichen.

bei Antwort benachrichtigen
KarstenW Acader „Die Industrie macht viel zu viel Brühe mit M . Einfach M ignorieren ist der...“
Optionen

"Wenn die Industrie mitzieht braucht kein Mensch M$ Windows."
Genau das ist aber das Problem.
Einem Manager ist es völlig egal wie ein Betriebsystem funktioniert (er ist eben nur Betriebswirt und hat von Informatik leider keine Ahnung) , er sieht nur Verkaufszahlen.
Wenn ich von Hewlett Packard einen Linuxtreiber für meinen Scanner bekommen würde und noch dazu als Open Source , dann würde ich auch Windows entsorgen.
Aber denkst du ehrlich ein Verkaufsleiter bei HP interessiert was ich mir wünsche ?
Deswegen gibt es auch Linux, weil die Anwender ein anderes Betriebsystem wollen.
So lange die ihre Scanner verkaufen können ist es denen völlig egal was die Kunden wollen.

Freie Marktwirtschaft , das ich nicht lache.
Noch nie hat ein Markt irgendwas reguliert. Das war immer nur das Kapital. Wer die Kohle hat bestimmt was gemacht wird. Ich halte überhaupt nichts von diesem Wirtschaftssystem.

"Der Verbraucher wird dann schon schnell lernen und begreifen was
Sache ist. Schließlich mußte man das bei der Einführung von M$ Dos und Windows vor 20 Jahren auch"

Du hättest auch GNU nutzen können. Das gibt es schon seit 1984 (zumindest ansatzweise) ;-)

http://www.gnu.org/

Der Linux Foundation wird nichts anderes übrig bleiben als Microsoft aufzukaufen ( und hinterher platt zu machen) . So läuft das nunmal in diesem Kapitalismus.
Ich würde auch einen beträchtlichen Geldbetrag spenden, wenn die Linux Foundation Microsoft platt machen würde ;-).
Man kann Microsoft nur mit seinen eigenen Waffen schlagen, eben mit Kohle !







Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
bei Antwort benachrichtigen