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News: Abspecken und Ausmisten

Google entrümpelt sich selbst

Redaktion / 2 Antworten / Flachansicht Nickles

Mit der Suchmaschine fing es an, dann bastelte Google viele weitere Internetdienste, kaufte gründlich ein um sich in allen Ecken breit zu machen. Jetzt hat Google mitgeteilt, seine Dienste zu entrümpeln. Recht selbsterklärend ist das beschlossene Ende von Google Video, das ehemals eine Konkurrenz zu Youtube sein sollte.

Nachdem Google Youtube 2006 gekauft hat, erwies sich das Weiterbestehen von Google Video als witzlos. Auch gab es keine erfolgreichen Ideen, um Google Video von Youtube abzugrenzen. Im Blog teilen die Google Video Leute mit, dass es bald keine Möglichkeit mehr geben wird, Videos auf Google Video upzuloaden. Der aktuelle Bestand der Videos auf Google Video soll allerdings belassen werden - Google Video wird also nicht komplett ausgeschaltet.

Für künftige Video-Upload empfiehlt Google Youtube. Komplett in die Tonne wandert Googles ehr unbekannter Dienst "Catalog Search". Der wurde ehemals als Suchmaschine für Warenkataloge konzipiert, macht heute aber keinen Sinn mehr, weil längst die Google-Standardsuche die Kataloge von Online-Anbietern erfasst.

Auch der Rest der Ausmist-Kandidaten ist ehr unbekannt oder bedeutungslos: Mashup Editor (ein Spezialtool für AJAX_Entwickler), Dodgeball (ein Handy-basiertes soziales Kommunikationsnetzwerk), Google Notebook (ein Online-Tool zum Speichern persönlicher Internet-Links und Infos).

Eingestellt wird auch Googles Dienst Jaiku, ein Twitter-ähnliches Community-System um mit Bekannten im Kontakt zu bleiben. Das Ende von Jaiku ist sicherlich am überraschendsten. Google hat Jaiku erst 2007 gekauft. Zeitgleich mit der Ankündigung der Dienste-Entrümpelung, hat Google auch das Streichen von Arbeitsplätzen mitgeteilt.

Da Google künftig voraussichtlich weniger neue Mitarbeiter einstellen will, kann die Personalabteilung um rund 100 Angestellte geschrumpft werden. Auch plant Google, seine weltweiten Entwicklungszentren abzuspecken.

Ob Google-Entwickler dabei nur "umpositioniert" werden oder auch Entlassungen stattfinden, ist noch nicht klar.

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