Hallo Digi-Engel,
der Netzwerkzugriff von und zu einem von 4 vernetzten Computern ist kaum mehr möglich (extrem langsam oder Abbruch mit "Netzwerk ausgelastet" oder "Netzwerkressource nicht mehr zur Verfügung") Nur der Internetzugriff funktioniert einwandfrei. Kommunikation der anderen Rechner untereinander einwandfrei.
Alle Rechner sind Win98SE oder WinME-Rechner. Alle Netzwerkeinstellungen gleich.
Virenscans lokal mit A-Squared, AVG und Antivir und online mit Trendmicro Housecall waren erfolglos.
Aufbau des Netzwerks:
Zwei Leitungen von Teledat Router 630 zu zwei Switches - an einer Switch hängen drei, an der anderen der Problem-Rechner. Austausch der beiden Switches ergebnislos, ebenso Kabel- und Port-Tausch. Netzwerkkarte (Realtek 8139 A, full duplex): Treiberupdate und Diagnoseprogramm von Realtek ohne Ergebnis.
Netstat Viewer liefert keine Auffälligkeiten, soweit ich das beurteilen kann. Routerdiagnose und -einstellungen ebenfalls nicht.
Allerdings zeigte Netstat gestern abend für einen Moment plötzlich sechs Verbindungen zu Außen-IPs, obwohl ich den Browser nicht mal offen hatte. Eine Überprüfung ergab, dass die IPs zu Domains z. B. vom Bundesaußenministerium, der Stadt Zagreb oder einer Internetagentur gehörten - alles Domains, die keiner hier je aufgerufen hat oder das tun würde. Ähnliches ließ sich bis dato nicht wieder reproduzieren, Netstat zeigte bis jetzt keine solcher "Geisterverbindungen" mehr an. Sollte da doch irgendwo so ein Backdoor-Dings agieren? Aber wo?
Bin mit Nerven und Ideen am Ende. Könnt ihr helfen?
Merci vielmals
Armin
Heimnetzwerke - WIFI, LAN, Router und Co 16.536 Themen, 81.374 Beiträge
Hallo,
puh, seit gestern funktioniert der Netzwerkzugriff wieder wie gewohnt.
Was ist passiert?
Ehrlich gesagt, ganz genau weiß ich es nicht.
Ich habe eine ganze Reihe von Dingen gemacht: u. a. alles von der C-Platte geschmissen, was problemlos wieder regeneriert werden konnte und dann nochmal Scandisk und Defragmentierung laufen lassen.
Entscheidend war aber, glaube ich, etwas anderes - zur Erklärung muss ich etwas ausholen:
Am Teledat-Router blinkten die LEDs der beiden Ports (1 und 2 von 4), an denen zum einen der Problemrechner und zum anderen die drei anderen Rechner hängen, immer schnell. Ich bin davon ausgegangen, dass das bedeutet, dass beide Ports aktiv sind, im Sinne von "in Betrieb". Tatsächlich unterscheidet die Anzeige aber in
1. Stetig leuchtend = Verbunden
2. Schnell blinkend = Daten werden mit 100 Mbit übertragen.
Der Router zeigte mir also an, dass ständig auf beiden Ports Daten übertragen wurden, auch wenn die Rechner gar nicht im Netz aktiv waren.
Zog ich den Stecker vom Port mit den drei funktionierenden Rechnern, erlosch dessen LED, während die vom Problemrechner-Port weiter schnell blinkte.
Zog ich den Stecker vom Problemrechner-Port, erlosch dessen LED und die LED für die drei anderen Rechner wurde augenblicklich ruhig und blinkte nur noch, wenn tatsächlich willentlich Daten übertragen wurden.
Dies hätte jetzt also die These bestärkt, dass der Problemrechner botmäßig gekapert worden war, die anderen Rechner allerdings nicht.
Ich habe dann den Problemrechner an den letzten Port (Nr. 4) umgesteckt.
Daraufhin blinkte die entsprechende LED wieder schnell, die LED am Port für die anderen Rechner aber zuckte nur noch kurz in längeren, relativ regelmäßigen Abständen. Und: Der Netzwerkzugriff funktionierte wieder!
Abgesehen von der Tatsache, das der Rechner laut LED-Anzeige ja jetzt immer noch scheinbar pausenlos Daten überträgt, verstehe ich folgendes nicht:
Sowohl in der ursprünglichen Steck-Konfiguration, wie auch jetzt, sind die LED-Anzeigen immer wie beschrieben aktiv - auch wenn sämtliche Rechner ausgeschaltet sind...
- Kann ein gekaperter Rechner auch im ausgeschalteten Zustand botmäßig benutzt werden?
- Kann allein der Router gekapert und benutzt werden? Macht das Sinn?
Kann sich irgendwer einen Reim drauf machen?
Noch traue ich dem Frieden nicht so recht.
Vielen Dank aber jedenfalls an alle für das Engagement und die vielen Tipps!!!
LG
komasurfer
