Vielleicht interessiert ja den einen oder anderen Mitleser (wir haben ja doch einige Musikfreunde hier), was ich heute der Tageszeitung entnehmen mußte.
Wie es aussieht, plant eine Arbeitsgruppe der EU-Kommission derzeit, die Voraussetzungen für den Betrieb von drahtlosen Mikrofonen im UKW-Bereich abzuschaffen. Die davon belegten Frequenzen wären für die Anbieter von TV für's Handy begehrt, die bei einer Versteigerung dafür einiges an Geld lockermachen könnten. Die aberwitzige UMTS-Versteigerung für - im Prinzip - so gut wie gar nicht genutzte Technik läßt grüßen.
Lösungen wie z. B. Anlagen, die automatisch freie Frequenzen suchen, wären laut dem Chef eines der führenden Anbieter solcher Systeme zwar denkbar, was aber bedeutet, daß in komplett neue Anlagen investiert werden muß. Anonsten können Moderatoren wie Thomas Gottschalk, Interpreten von A-Z, Musical-Interpreten etc. bald wieder ein Kabel hinter ihrem Mikro herziehen. Technik auf der Produktionsseite wie in den Fünfzigern, damit vielleicht ein paar Neureiche auf ihren 4,5-cm-Handydisplays unterwegs Richterin Barbara Salesch bewundern dürfen.
Schöne neue Welt. Man darf gespannt sein, ob die Industrie doch noch eine Lösung findet, über die während der IFA im Herbst beraten werden soll.
Off Topic 20.358 Themen, 225.972 Beiträge
Na prima... ich sehe allerdings in dem Artikel steht die Bezeichnung "UKW" nicht präzise genug.
UKW kenne ich als Rundfunk und das alles liegt in einem s.g. VHF Frequenzbereich, der bis ca 250 Mhz.breit ist.
Danach erfolgt UHF-Bereich und geht bis ca 3 Ghz.
Ich denke, mit der Bezeichnung "UKW Funkmikrofone" hat jemand in dem Artikel ganz billige Infos rausgeworfen.
Allerdings harmlos für die entspr. und bestehende Tontechnik.
---Gruß
