Linux 14.989 Themen, 106.456 Beiträge

Pentium III untertakten

TimmintoR 2°°4 / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo,
ich möchte meinen Server mit P3 800 MHz gerne ein wenig runtertakten, wie mach ich das am besten? Unter Mandriva gab es ein Utility names cpufreq o. Ä. damit ging das problemlos, unter Debian hab ich das Programm nicht gefunden...


Gruß und guten Rutsch :)

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
bei Antwort benachrichtigen
the_mic TimmintoR 2°°4 „Pentium III untertakten“
Optionen

Den genauen Mainboard-Typen rauszufinden ist schwierig unter Linux, aber die verbauten Komponenten kannst du mit lspci sicher mal auflisten lassen.

Falls das Chipset ein Untertakten unterstützt, kannst du das bequem per Software machen. Linux bringt alles notwendige mit:
modprobe -l | grep cpufreq
Listet die verfügbaren CPU-Frequency-Scaling Treiber auf. Für den P3 wird das wohl irgend eines der speedstep-xxx Module sein. Ausserdem brauchst du noch einen governor nach Wahl, ich empfehle den ondemand, da der keine Userpace-Software braucht, erstmal aufs Minimum runtertaktet und bei Bedarf bis ans Maximum hochgehen kann.

Lade also mal:
modprobe cpufreq_ondemand
Und teste danach die Treiber:
modprobe speedstep-smi
Prüfe auf positive Meldungen im Kernel-Log
dmesg | tail
Falls kein Erfolg, kannst du das Modul wieder entladen:
modprobe -r speedstep-smi

Falls du Erfolg hast, kannst du noch etwas Feintuning in /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/ machen. Liste die dortigen Dateien auf (ls). Was sie machen, ist anhand des Dateinamens erkennbar. Mit cat dateiname kannst du die gesetzten Werte auslesen, mit echo wert > dateiname kannst du die Werte verändern.



Neben cpufreq gibt's auch noch andere Tools, z.B. powernowd, cpudyn, cpufreqd. Allerdings finde ich die Kernel-basierte Lösung etwas eleganter.

cat /dev/brain > /dev/null
bei Antwort benachrichtigen