Hallo,
jetzt wende ich mich nochmals an euch, bevor mir graue Haare wachsen.
Ich habe ein Intel Matrix Raid System mit 2 Festplatten die per hardware ein Raid0 und ein Raid1 bilden (siehe auch http://www.nickles.de/static_cache/538160571.html).
Nun habe ich gelesen, dass Festplatten manchmal in einen langsamen Übertragungsmode herunter schalten - über Nero Info Tool sehe ich das:
Primary IDE Channel (SATA)
- Master MatrixRaid0
-- DMA on
- Slave Matrix Raid1
-- DMA off
JMicron JmB36X Controller
- ID 0 (0) Hl-DT-StDVDRAM GSA- (DVD Brenner)
-- Autorun on
- ID 1 (0) Maxtor 6B200P= (IDE Festplatte am IDE Port)
Mein Matrix Storage Manager gibt mir dies zurück (siehe unten im Anhang)
Ist das so ok? Gibt es - wenn nicht ok - ein Tool mit dem ich das umstellen kann (Nickles empfiehlt den IDE Treiber zu entfernen, aber das mag anders bei einem SATA Raid Verband sein) - oder muss ich noch etwas umstellen?
Herzlichen Dank wie immer für eure geduldige Hilfe! :-)
Bemero
--- Anhang ---
Systeminformationen
Kit installiert: 6.0.0.1022
Kit-Installationsverlauf: 6.0.0.1022
Shell Version: 6.0.0.1022
Betriebssystemname: Microsoft Windows XP Professional
Betriebssystemversion: 5.1.2600 Service Pack 2 Build 2600
Systemname: BER-DUALCORE
Systemhersteller:ASUSTeK Computer INC.
Systemmodell: P5B-Deluxe
Prozessor: Intel(R) Core(TM)2 CPU 6600 @ 2.40GHz
BIOS-Version/Datum: American Megatrends Inc. 0804 , 10/20/2006
( ...)
Array_0000
Status: Keine aktive(n) Migration(en)
Festplatten-Schreibcache aktiviert: Ja
Gesamtgröße: 596.1 GB
Freier Speicherplatz: 0 GB
Anzahl der Festplatten: 2
Festplatten-Mitglied 1: ST3320620AS
Festplatten-Mitglied 2: ST3320620AS
Anzahl der Volumes: 2
Volume-Mitglied 1: MatrixRaid0
Volume-Mitglied 2: MatrixRaid1
MatrixRaid0
Status: Normal
Systemvolume: Ja
Volume-Rückschreibcache aktiviert: Nein
RAID-Level: RAID 0 (Striping)
Streifengröße: 128 KB
Gesamtgröße: 140 GB
Anzahl der Festplatten: 2
Festplatten-Mitglied 1: ST3320620AS
Festplatten-Mitglied 2: ST3320620AS
Hauptarray: Array_0000
MatrixRaid1
Status: Normal
Systemvolume: Nein
Volume-Rückschreibcache aktiviert: Nein
RAID-Level: RAID 1 (Spiegelung)
Gesamtgröße: 228 GB
Anzahl der Festplatten: 2
Festplatten-Mitglied 1: ST3320620AS
Festplatten-Mitglied 2: ST3320620AS
Hauptarray: Array_0000
Festplatte 0
Verwendung: Array-Mitglied
Status: Normal
Geräteanschluss: 0
Geräteanschlussposition: Intern
Derzeitiger Serial ATA-Übertragungsmodus: Generation 1
Modell: ST3320620AS
Seriennummer: 3QF0Q6MT
Firmware: 3.AAE
Native Command Queuing-Support: Ja
Festplatten-Schreibcache aktiviert: Ja
Gesamtgröße: 298 GB
Anzahl der Volumes: 2
Volume-Mitglied 1: MatrixRaid0
Volume-Mitglied 2: MatrixRaid1
Hauptarray: Array_0000
Festplatte 1
Verwendung: Array-Mitglied
Status: Normal
Geräteanschluss: 1
Geräteanschlussposition: Intern
Derzeitiger Serial ATA-Übertragungsmodus: Generation 1
Modell: ST3320620AS
Seriennummer: 3QF0NTZW
Firmware: 3.AAE
Native Command Queuing-Support: Ja
Festplatten-Schreibcache aktiviert: Ja
Gesamtgröße: 298 GB
Anzahl der Volumes: 2
Volume-Mitglied 1: MatrixRaid0
Volume-Mitglied 2: MatrixRaid1
Hauptarray: Array_0000
Unbelegter Anschluss 0
Geräteanschluss: 2
Geräteanschlussposition: Intern
Unbelegter Anschluss 1
Geräteanschluss: 3
Geräteanschlussposition: Intern
Unbelegter Anschluss 2
Geräteanschluss: 4
Geräteanschlussposition: Intern
Unbelegter Anschluss 3
Geräteanschluss: 5
Geräteanschlussposition: Intern
Datenträger - Festplatten, SSDs, Speichersticks und -Karten, CD/ 19.544 Themen, 109.479 Beiträge
Immer wieder gern! (*rotwerd*)
Bei den SATA-Modi ist mal wieder ein wenig Begriffsklärung angesagt, das wird mit den Bezeichnungen bald so schlimm wie bei den Speichermodulen.
Derzeit gibt es für interne Festplatten zwei SATA-Standards: SATA-1 und SATA-2. Diese Standard definieren Dinge wie Übertragungsprotokolle, Steuerkommandos, Kabeleigenschaften, Stecker und, am bekanntesten, Übertragungsraten. (Für externe Festplatten gibt es zusätzlich e-SATA, dabei werden zusätzliche Kabelabschirmungen und Steckerspezifikationen definiert). Dabei ist SATA-2 abwärtskompatibel zu SATA-1, d.h. schließt man z.B. eine SATA-1-Platte an ein Motherboard an, daß SATA-2 beherrscht, einigen sich beide Geräte selbstständig auf SATA-1. Ausführliches (und sehr interessantes) zu dem Thema siehe z.B. dieser Wikipedia-Artikel.
Da große Zahlen sexy klingen, bezeichnen die Marketingstrategen der Festplattenhersteller die SATA-Anschlüsse gern mit den maximalen Übertragungsraten, die die Schnittstelle (! siehe unten) zuläßt. Bei SATA-1 sind das 150MB/s, deshalb "SATA150", bei SATA-2 300MB/s ("SATA300"). Und weil Gigabit noch sexier klingt als Megabyte (jedenfalls wenn man die Abkürzungen Gb/s und MB/s geschickt verwendet), spricht man auch von SATA 1,5 [Gb/s] und SATA 3,0 (gemeint sind wiederum SATA-1 bzw. SATA-2).
Bei Seagate ist zu erfahren, daß es die Barracudas mit deiner Kennummer mit drei verschiedenen Anschlußtypen gibt, ATA-100, SATA-1 und SATA-2. Da ich deinem Mainboard ohne weiteres SATA-2 zutraue, vermute ich mal, daß du SATA-1-Exemplare erwischt hast. Das kann dir aber herzlich gleichgültig sein, da die maximalen Übertragungsraten der diversen SATA-Standards genau das sind: die maximal erreichbare Datenübertragungsgeschwindigkeit, die die Schnittstelle unterstützt! Ob die Festplattenmechanik ebenfalls imstande ist, solche Übertragungsraten zu liefern, ist eine ganz andere Frage, und die Antwort darauf lautet: "Machen Sie Witze?!?". Im Ernst: der Rekord für Festplattengeschwindigkeit liegt, einem aktuellen Test in der c't zufolge, bei 90MB/s Spitzengeschwindigkeit (bzw. 75MB/s im Durchschnitt) - und das ist eine SCSI-Festplatte mit 15 000 U/min. Die Barracudas von Seagate erreichten im gleichen Test Spitzengeschwindigkeiten um die 78MB/s.
Langen Postings kurzer Sinn: Es wird noch eine ganze Weile ziemlich egal sein, ob man seine Platten unter SATA-1 oder SATA-2 betreibt - es sei denn, man möchte spezielle Eigenschaften des neueren Standards nutzen (Port multiplier, staggered Spinup), die SATA-1 nicht bietet.
Gruß
Herid Junior
