Linux 14.983 Themen, 106.385 Beiträge

Sicherung auf USB-Festplatte

sharth3 / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen,
ich möchte eine Datensicherung auf zwei externe USB-Festplatte ausführen (WD-MyBook). Aus Sicherheitsgründen werden zwei Platten verwendet, die jeden Tag abwechselnd verwendet werden sollen. Wie stelle ich sicher, dass die Festplatten automatisch erkannt werden und unter /media/usbdisk eingehängt werden, wenn ich Sie über einen USB-Port anschließe. Bisher sind folgende Probleme aufgetreten:

1. Wenn ich versuche die erste Platte auszuhängen kommt die Fehlermeldung "device busy" (als root)
2. Wenn ich die zweite Platte einhängen will wird sie nicht automatisch erkannt. Muss ich da noch irgendwelche Einträge in der etc/fstab machen?

Sorry für die einigermaßen blöden Fragen aber bin noch relativ neu bei Linux. Nutze Debian als Betriebssystem.

Danke im Voraus für eure Hilfe.

Gruß

sharth

bei Antwort benachrichtigen
KarstenW sharth3 „Sicherung auf USB-Festplatte“
Optionen

Festplatten werden mit dem mount Befehl in die verzeichnishierachie eingehängt und mit dem umount Befehl wieder rausgehangen.
Der Mount Befehl stammt noch aus den Zeiten der Mainframe Rechner. Da mußten die Magnetbänder aufmontiert werden, also mount.
Das ursprüngliche Unix wurde auf einer PDP-11 von Digital in den Bell Labs entwickelt ;-).
Du kannst die datei /etc/fstab bearbeiten um den Befehl mount bei der Eingabe zu verkürzen.

Welche Debian Version verwendest du ?

Für USB Geräte ist eventuell Debian testing die bessere Wahl. Da bei Debian Testing nun auch udev unterstützt wird. Vorraussetzung dafür ist ein Kernel >= 2.6.15.
Die Gerätdateien werden bei Debian stable in der Reihenfolge vergeben , wie die USB Geräte angesteckt werden.
Das soll sich mit udev verbessern, aber erst in Debian etch (momentan testing).

Du mußt als erstes herausfinden welche gerätedatei deine USB Festplatte hat. USB Festplatten sind unter Linux SCSI Festplatten und werden mit Gerätedateien /dev/sda1 oder so ähnlich angesprochen.
Gerätedateien sind eine Art Gerätkontext (um es mal mit Windows zu vergleichen), in die oder aus die ein Programmierer Daten schreibt oder liest. Der Programmierer muß sich nicht um die Ansteuerung der Geräte kümmern. Das macht das Betriebsystem für ihn.

Du kannst die Datei /etc/fstab folgendermaßen anpassen (nachdem du herausgefunden hast, welche Gerätedatei deine Festplatte hat.
Du fügst ein ähnliche zeile wie diese ein:

/dev/sda1..... /media/usbdisk...... ext3..... rw,noauto,,,,,, 0...... 0

(Bitte ohne Punkte diese Zeile einfügen).

ext3 ist das Dateisystem ext3. rw,noauto sind mount Optionen. Kannst du in der Manpage nachlesen "man mount" Die letzen beiden Felder kannst du auf 0 (Null) setzen.
Debian verwendet nach wie vor das Universaldateisystem ext3. Ich würde für diese USB Festplatten auch dieses Dateisystem empfehlen.

Für backups, so wie du es machen willst, gibt es schon das Programm rsnapshot bei Debian :



local and remote filesystem snapshot utility
rsnapshot is a filesystem snapshot utility. It can take incremental
snapshots of local and remote filesystems for any number of machines.
rsnapshot makes extensive use of hard links, so disk space is only used
when absolutely necessary.

Homepage: http://www.rsnapshot.org/

Mounten kannst du die festplatte dann mit "mount /media/usbdisk"
Raushängen kannst du die festplatte dann mit "umount /media/usbdisk"


PS: Ob diese USB Festplatten unterstützt werden, hängt davon ab ob dein USB Port unterstützt wird. Ich kann nicht einschätzen ,in wie weit USB Ports bei der PC Hardware standardisiert sind und ob dafür ein Linux Standartreiber reicht oder nicht.
Ich baue meine Rechner immer linuxkompatibel zusammen und habe deshalb keine Probbleme mit Linuxtreiber.
Der Befehl "dmesg | less" zeigt alle Kernelmeldungen vom Bootprozess an und gibt detalierte Meldungen über erkannte Hardware aus. Mit den Cursortasten kannst du hoch - und runterscrollen.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
bei Antwort benachrichtigen