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Prozezzorlüfter in beide Richtungen verwendbar?

warsteiner / 25 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo.

Eigentlich eine Frage, die schon so lange durch das Internet geistert, seit es Computer gibt. Mein 6 Jahre alter Athlon PC macht mir Kummer, seit dieser extremen Hitzewelle fährt er zwar brav hoch. Wenn er längere Zeit nicht aktiv war, läuft er auch ca. eine Stunde bis er dann die Arbeit einstellt. Nach einem Neustart fällt er von da an alle 5 Minuten ins Wachkoma, was sich durch einfrieren des Bildschirms bemerkbar macht, oder Bildschirm wird schwarz.

Bisherige Maßnahmen: Neues Netzteil, Bios resettet, Sicherrungsbatterie gewechselt. Stromabnehmer auf ein Minimum reduziert. Andere Grafikkarte eingesetzt. RAM`s alle in Ordnung. Prozessor samt rausnehmbarem Sockel ausgebaut, gereinigt und neue Wärmeleitpaste aufgetragen.

Meine Grafikkarte ist passiv gekühlt, sodass in meinem PC insgesamt nur 2 Lüfter (Netzteil und CPU) arbeiten. Übrigens tritt dieses "Absturzphänomen" bei jeder von meinen 3 Festplatten auf. Ein Kollege von mir sagte, der Lüfter muss ja auch von der CPU wegführen. Ich sofort, google aktiviert und recherchiert.

Führte aber zu keinem Ergebnis. Die Meinungen waren zweigeteilt. Meine These ist folgende. Da sich im PC nur ein einziger (CPU)-Lüfter befindet, also keine Unterstützung von anderen Gehäuselüfter bekommt, kann er doch die warme Gehäuseluft nicht auch noch auf die CPU knallen. Die CPU erwärmt sich und gibt die Wärme an die Kühlrippen weiter. Der Lüfter wiederum sorgt dafür, dass sie ins Gehäuseinnere abgeführt wird. Könnt ihr das bestätigen?

Na jedenfalls habe ich den Lüfter gedreht und der PC läuft jetzt schon über eine Stunde. O.K. bis auf das Motherboard habe ich alles ausgetauscht, abgeklemmt und was weiß ich nicht noch alles. Meine abschließende Frage. Kann das Motherboard grundsätzlich auch die Quelle für die beschriebenden Probbleme sein oder machen sich Defekte beim Board anders bemerkbar? Denn jetzt gerade nach 75 Minuten Laufzeit stürzte er wieder ab.

Gruß

Warsteiner

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Amenophis IV jueki „Ich hab mir das auch mal einige Gedanken gemacht und diese hier zusammengefaßt:...“
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Hallo Jürgen,

Zum Problem der Ventilatornabe findest du recht interessantes auf der Site von Verax - das war einer DER Ansatzpunkte dieses Herstellers.

Bezüglich blasen oder saugen - seltsamerweise kenne ich selber keine systematische Untersuchung. Es wurden aber früher, als es sie noch gab, durchaus Saug-Cooler mit Blas-Coolern verglichen. Und damals waren die Sauger tendenziell schlechter.

Einer der Gründe war, was ich mal als den "Nebenlufteffekt" bezeichne: Es wird am meisten an der Stelle des geringsten Widerstands angesaugt, die angesaugte Luft strömt ggfs. keineswegs über die heißen Zonen, so wie benötigt würde, sondern wird ziemlich direkt wieder ausgeblasen. Die Luftführung am Kühlkörper scheint bei den Saugern also hochdiffizil. Beim blasen dagegen gelangt (durch den Druckstau) durchaus auch Luft dahin, wo sie (durch die Nabe) nicht direkt hingefördert wird.

Wenn ein Hersteller einen echten Vorteil der Sauger 'herbeikonstruieren' könnte, würde er schnell marktbeherrschend - trotz des von dir beschriebenen psychologischen Effekts. Ein Cooler mit entscheidenden Leistungsvorteilen - und dann noch mit einem so simplen Trick billig hergestellt - er fände seinen Markt. Aber selbst als innovativ bekannte Unternehmen sind den Weg nicht gegangen. Ich nehme an, weil er nichts bringt, alles andere wäre in der Marktwirtschaft Schwachsinn. Auf mögliche Einnahmen verzichtet kein Unternehmen feiwillig...

Gruß
K.

PS: Mal selber messen wäre ja recht einfach - aber nicht repräsentativ. Drum hab ichs immer gelassen.

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Therapiebedürftig warsteiner