Hallo ihr alten Säcke :P
ich hab mal eine Frage:
Wie seid ihr rückblickend auf euer fachbezogenes Wissen gekommen?
Meint ihr es war größtenteils die Ausbildung/das Studium und Bücher
oder
ist es die jahrelange Erfahrung?
Also worauf ich hinaus möchte ist, dass hier im Forum ja meistens Fragen zu Problemen gestellt werden, die nicht einfach so mit einer 0815-Antwort gelöst werden können.
Ich frage deshalb, weil ich je mehr ich hier im Forum lese, desto mehr merke ich dass ich ein verdammter Lamer bin ;) Ich kann kaum Fragen beantworten und wenn ich sie beantworten kann, dann sind sie aber schon von 1000 anderen beantwortet worden.
gruß
korny boy
Off Topic 20.548 Themen, 228.203 Beiträge
Hi!
Die Ü30 haben die Computerentwicklung oft seit der Homecomputerzeit mitgemacht. Selbst wenn man nicht jedes modell mitgenommen hat, ist man irgendwann zur i286-i486-Zeit im Bereich der PCs aufgeschlagen und da war jede aufrüstung und Installation mit Basteilei verbunden.
Davor, in der Homecomputerzeit, musste man tiefer in die Materie der "Kisten" einsteigen, wenn man damit irgendetwas erreichen wollte, was über das Starten eines Spieles herausging. Es gab' allerdings auch etliche wirkliche hervorragende Computermagazine, die sehr viel Grundlagenwissen rüberbrachten. Ich denke da an das 64er-Magazin und an die HappyComputer. Die hatten die richtige Mischung aus Unterhaltung, Tests und (Programmier)Wissen. Ohne Programmierung konnte man die Homecomputer nicht vernünftig ausnutzen.
Das 64er-Magazin hatte z.B. über mehrere Ausgaben eine Artikelserie zu Grundlagen von Sortier- und Mischalgorithmen - soetwas habe ich später nie wieder in einem Computermagazin gelesen. Die 64er-Sonderhefte zur Programmierung (z.B. 64er-basic oder Assembler&Co) könnte man heute noch zum Einstieg in das Thema verwenden, auch die Sonderhefte zur Programmierung von Textadventures waren wirklich gut.
Spätestens mit dem Amiga kamen dann Hardwareerweiterungen in Mode und damit musste man dann auch Kompatibilitätsprobleme lösen. Im PC gehört das Bestaeln und Fluchen soweiso spätestens seit 286er-Zeiten zwangsweise dazu. ;-)
Ich hab' mich unter DRDOS eine Zeitlang mit Hintergrund-Festplattenkomprimierern herumgeschlagen (die den Plattenplatz halt ungefähr verdoppelten - war bei 40MByte-Platten durchaus nützlich), bis ich einen Totalausfall hatte. Seither wiess ich, dass Komprimierer zwar irre praktisch sind, aber bei kleinen Fehlern zu kompletten Datenverlusten führen. Das ist "learning by error".
Wer sich beim C64 intensiver mit der Floppy beschäftigt hat, der hat zwangsweise den Aufbau und die Speicherung der Daten auf der Diskette mitbekommen. Ist man noch tiefer eingedrucken hat man dann sogar mitbekommen, dass die Daten zum Schreiben auf der magnetscheibe speziell codiert werden. Später hat man dann mitbekommen, dass teilweise noch Prüfsummen eingesetzt werdne, um zu prüfen ob die daten auf der Magnetscheibe korrekt sind.
Die Technik dreht sich zwar weiter, aber die Grundlagen bleiben gleich, der berühmt-berüchtigte CRC32-Fehler beim lesen von heuten PC-laufwerken, kommt aus den Tiefen der Datenspeicherung auf der Platte. Mit dem Wissen aus C64-tagen kann man sich da wenigstens vorstellen, aus welcher Ecke der sache diese Meldung kommt.
Das der C64 Geräte wie Drucker, Plotter und Floppylaufwerke über ein serielles Kabel angesteuert hat, kennt ja der ein oder andere - USB war da für mich irgendwie nichts wirklich neues. Das man damals an den Geräten schon Geräteadressen einstellen musste, weiss man dann auch. Und schon ist Jumpern und ID-Eisntellen bei SCSI und IDE-Geräten nichts Neues mehr. ;-)
Das wurde dann natürlich alles richtig schön verständlich im 64-er-nag oder in der HappyComputer erklärt, gell?
Ach ja: "machen sie ihrern Rechner schneller!" war damals auch schon ein thema. Mit der happyComputer und dem 64er-Mag hat das aber wirklich funktioniert: die haben Schnellader für Kassette und Floppy abgedruckt, die dann wirklich etwas brachten, nicht nur beim nachmessen mit der Stoppuhr. :-D
Der Nachteil war, dass sich womöglich eine ganze Generation beim Abtippen von seitenlangen Hexcodes an winzigen limmernden SW-TVs im 40 Zeichen-Mode die Augen ruiniert hat. ;-)
man hat damals auch noch mehr exoerimentieren können. Immerhin sind Bootzeiten von
Bis dann
Andreas
