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VW möchte 30000 Arbeiter entlassen

Tilo Nachdenklich / 12 Antworten / Flachansicht Nickles

Schließung der Komponentenwerke geplant.
Man möchte Getriebe, Motoren usw. wo anders einkaufen.
www.abendblatt.de/daten/2006/02/10/532251.html
www.haz.de/politik/285003.html

Globalisierung. So wird eine leistungsfähige Volkswirtschaft (Exportweltmeister) Stück für Stück abgewickelt. Wenn es so weiter geht, gibt es nicht die Rente mit 67, sondern gar keine Rente. Sozialverträgliches Frühableben ist angesagt. Ja wo ist es denn geblieben, das erwirtschaftete Geld?

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Anonym Hardcore1 „Daß es mit VW so kommen wird haben viele vorhergesagt und ist keine...“
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Die Löhne bei VW (und anderen PKW-Herstellern) sind sicher überzogen hoch und stammen aus einer Zeit, als es den PKW-Herstellern noch gut ging, das steht außer Frage. Die Arbeitnehmer der Region hier können von solchen Löhnen sicher nur träumen. Trotzdem glaube ich kaum, dass der Lohnfaktor als Ursache für die überzogene Preispolitik bei den PKW-Herstellern zu sehen ist. VW ist da beileibe kein Einzelfall.

Allein solche unsinnigen Prestige-Objekte wie der Phaeton und der Touareg von VW z. B. kosten unnötig Kohle, welche von den Brot-und-Butter-Modellen erwirtschaftet werden muss. Als VW den Fox auf den Markt brachte, welcher ja in Brasilien produziert wird, sollte das das Einstiegsmodell für den kleinen Geldbeutel sein. Eine Gegenrechnung einer Autozeitung (ich glaube es war die ADAC-Zeitung, will es aber nicht beschwören) ergab, dass dieser Winzling eine Mogelpackung ist. Unterm Strich kam heraus, dass der Fox teurer als der Polo sein soll.

Man sieht ja auch wie unflexibel die deutschen PKW-Hersteller sind. Siehe Ruß-Filter z. B. Es ist ungeheuerlich wie lahmarschig die deutschen Auto- und LKW-Hersteller sind. Hochnäsig und selbstherrlich und mit Sicht auf die Aktionäre, immer auf den allergrößten schnellen Euro bedacht.

Ich glaube fest, dass ein PKW-Hersteller, welcher einen kostengünstigen R4 der Neuzeit, der allen Umwelt und Sicherheitsbelangen Rechnung trägt, wie frisch geschnittenes Brot verkaufen würde. Anstatt Gewinnmaximierung auf kurze Sicht, wäre meiner Meinung nach (als Nichtwirtschaftsfachmann) eine Gewinnkontinuität über die Jahre hin gesehen viel nachhaltiger und effizienter. Selbst wenn man einen PKW mit minimalen Gewinn produzieren würde, wäre das immer noch besser, als die Menschen zuhauf auf die Straße zu setzen. Nebenbei bemerkt, benötigt man für solche PKW auch Zubehör und Ersatzteile, was ja auch ein Markt ist.

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