Ich nutze noch immer das allerste STEINBERG CLEAN! 1.00 von 1998 wegen des damals noch integrierten, hervorragenden Enhancers (Brilliance), mit dem man frei regelbar dumpfen Aufnahmen durch wieder Draufrechnen des Obertonspektrums etwas Brillianz verleihen kann.
Angeblich ist diese Version nicht unter XP lauffähig. Upgrades gibt's mal wieder von STEINBERG dafür nicht (passend zu dem recht inkulantem Laden).
So läuft CLEAN! 1.00 aber bei mir (XP-Home inkl. SP2) trotzdem rund:
1. Virtuelles CD-Laufwerk mit Install-CD-Image, da STEINBERG als ungekrönter Kopierschutzweltmeister intervallweise den Betrieb von CLEAN einstellt, bis die Original-Intall-CD eingelegt wird. (Kommt Freude auf beim Arbeiten)
2. Hierüber auf Festplatte installieren
3.Programm im Kompatibilitätsmodus für WINDOSW NT4.00 SP5 ausführen, sonst verweigert es sich mit Fehlermeldung weg. nicht originaler DLL.
4.Für die Audiodaten eine kleine, eigene FAT32-Partition anlegen und hier Projektdateien und die Tracks abspeichern. Bei meinen beiden vorher testweise dazu benutzten 60GB NTFS-Partitionen kam es sonst zu Abstürzen und Fehlermeldung, dass der Speicherplatz nicht ausreichend sei. Ich habe die Partition zum Endberechnen der Audiotracks vor dem Brennen auf unter 2GB angelegt (Quasi zusätzlich noch eine FAT16 kompatible Größe eingebuat, wobei aber unter WIN98 mein CLEAN auch mit einer 20 GB FAT32-Partition klar kam)).
CLEAN 1.00 hat also vornehmlich unter XP Probleme mit (größeren?) NTFS-Partitionen klar zu kommen. Im richtigen Kompatibilitätsmodus mit FAT32-Datenpartition geht's jedoch. Daher das alte CLEAN blos nicht ausmustern, es ist klanglich das beste, dass es je gab!
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Hi nochmal,
ein Equalizer bzw. eine "Höhen-Anhebung" ist in der Tat kein Ersatz für einen Enhancer / Exciter, denn damit werden ja nur die bereits vorhandenen, beschnittenen "Höhen-Stumpen" angehoben. Es werden aber nicht durch künstliche Obertöne neue Höhen hinzugefügt, so dass das Ergebnis klanglich eher schlechter wird.
> vielmehr wurden die Filter, wie Decrackler, Denoiser und später "Dehummer" (Rumpelfilter) und ein "Dehisser" [...] propagiert
Im Grunde alles nützliche Werkzeuge: Decrackler für knisternde Platten, Denoiser/Dehisser für verrauschte Tapes und Dehummer für alle Quellen - nur: all diese Tools haben eins gemeinsam: Sie meißeln in Bildhauermanier etwas aus dem Klang heraus, aber sie fügen nichts hinzu. Ohne "hinzugedichtete" Höhen, wie sie ein Enhancer produziert, wird der Klang immer "muffig" bleiben.
Nee, also da hat entweder jemand nicht nachgedacht, oder die Marketing-Abteilung wollte tatsächlich - wie du vermutest - ein zusätzliches VST-Plugin an den Mann bringen. Schade!
Auch für dich ein schönes und erfolgreiches 2006!
CU
Olaf
