Debian Sarge installiert Gnome 2.8. Gibt es die Möglichkeit auf Gnome 2.10 upzudaten? Unter Synatptic habe ich nichts gefunden. Oder gibt es nachteilige Erfahrungen?
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Solaris ist ein Unixderivat, benutzt auch einen modularisierten , monolitischen Betriebsystemkern (soweit ich weiß). Es gibt eine Variante für Sparc-Prozessoren und eine Version für AMD/Intel Prozessoren (32 bit Version). Auf einem 64 bit AMD Opteron Prozessor läuft Solaris 10 im echten 64 bit Modus. Es gibt zwei Desktops , den CDE-Desktop (KDE gefällt mir besser bei Linux) und den Java-Desktop. Der Java-Desktop baut auf Gnome 2.10 auf und sieht auch so aus wie Gnome.
Ich habe Solaris nur mal installiert, ich benutze lieber Debian. Die Hardwareerkennung ist bei Solaris viel besser programmiert . Das ist aber auch normal, weil alle Programmierer hauptberuflich daran programmieren. Die haben dann auch viel mehr Zeit, ausgereifte Installationsroutinen zu programmieren. Beispielsweise wird der X-Server fast automatisch konfiguriert, man muß nur noch die Auflösung des Monitors einstellen.
Es sind schon ein paar Programme kostenlos mit dabei, Star Office 7.0, gcc-Compiler noch ein paar andere Programmiersprachen wie Java. Man kann angeblich sogar Linux-Programme unter Solaris 10 starten. Bei Unix gibt es nicht mal ein einheitliches Binärformat. Man kann kein Solaris Programm unter AIX-Unix starten. Das ist im Desktopbereich nicht sinnvoll und sehr teuer durch den mehrfachen Programmieraufwand.
Mit Treibern sieht es genau so schlecht aus wie bei Linux. NVidia programmiert auch Treiber für Solaris. Man muß sich also auch bei Solaris vorher erkundigen, ob passende Treiber verfügbar sind.
Das Problem bei Unix ist eben, das es zu viele Unterschiede gibt. Es gibt noch SCO-Unix, HP-Unix, AIX-Unix, Solaris hieß früher mal SunOS ( oder immer noch).
Das einzige Problem ist bei Solaris, das es kein Open Source ist. Man kann keinen eigenen Kern kompilieren, also speziell für den verwendeten PC. Ich weiß ehrlich nicht wo man sich über Treiber informieren kann, da man keinen Zugang zum Programmcode des Betriebystemkerns hat.
Linux ist vielleicht nicht ganz perfekt, aber durch Open Source gibt es im Desktopbereich Standards die es bei den verschiedenen Unixvarianten nicht gibt. Außerdem wird das Programmieren sehr teuer, weil man immer für die jeweilige Unixvariante das Programm schreiben muß. Bei Linux gibt es die Linux Standard Base , die garantieren soll, das wenn man ein Programm unter SUSE programmiert, es auch unter Red Hat oder Debian laufen soll, ohne Neukompilierung.
Ich denke mal das Unix nur noch im Serverbereich eine Chance hat, da es im Serverbereich nur auf Stabilität und fehlerfreien Programmcode ankommt. Im Desktopbereich wird Linux weiter zulegen.
Ich mache selbst mit Solaris eigentlich nichts , aber ich dachte ich könnte es mal installieren. Der Lernaufwand für die Administration des Systems müßte bei Debian und Solaris gleich sein, nur die Installation läuft bei Solaris automatischer ab.
Ich finde Debian mindestens genau so gut programmiert wie irgendein Unix.
Der Umstieg lohnt sich nicht. Bei Linux gibt es viel mehr Treiber und Programme als unter Solaris (denke ich zumindest).
