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Wursttheke ??? ... TAsitO
@mr.escape Olaf19
dirk42799 luttyy „Ja wird denn die Welt jetzt langsam verrückt.....“
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Hallo zusammen,

mich persönlich "wundert" heutzutage nichts mehr:
weder daß ein 12-jähriger eine 6-jährige vergewaltigt, noch daß ein 16-jähriger einen 7-jährigen erschlägt, noch sonst was...

Ich durfte mal in Kriminologie eine Seminararbeit über das Thema "Restaussetzung freiheitserziehender Sanktionen" schreiben unter besonderer Berücksichtigung von Sexualstraftätern.
Konkret ging es um die Taten an den beiden Mädchen (Levke und ... istmirentfallen).
Die Grundfrage war da: wie kann man es rechtfertigen, Wiederholungstäter, die einschlägig vorbestraft sind, wieder auf die Straße zu lassen?

Grundsätzlich gebe ich Dir recht, Lutty, insbesondere bei einem persönlichen Bezug zu derartigen Taten, daß es in den vergangenen Jahren ganz klar zu einer starken Verrohung der Gesellschaft gekommen ist.
Mich selber schreckt diese zunehmende Verrohung auch sehr und frage mich letztlich persönlich auch, was da schief gelaufen ist.

Die Gründe dafür sind m. E. mannigfaltig:
persönlich sehe ich die Schuld dafür in erster Linie bei den Eltern. Sie haben durch Ihre Erziehung maßgeblich auf den Werdegang der Kinder Einfluß zu nehmen. Jedoch hat nicht jedes Kind das Glück, wie Du und ich vielleicht mit einem soliden Elternhaus aufzuwachsen, die auch mal mit der nötigen elterlichen Strenge Dinge verbieten. Bestes Beispiel für den fehlenden pädagogischen Willen sind die "Super Nanny"-Shows, wo sich 7-jährige in keinster Weise ihren Eltern unterordnen, sprich: gehorchen.
Dann muß man sich aber fragen, warum die Eltern sich nicht um ihre Kinder kümmern. Zum einen mag das vielleicht an einer eigenen depressiven Haltung liegen: selber keine Perspektiven zu haben und vielleicht arbeitslos zu sein, führt u. U. dazu, daß einem auch die Kinder dann egal sind. Am anderen Ende der Gesellschaftsskala gibt´s die Fälle, daß intelligente Kinder mit dem Wunsch nach Kontakt zu den Eltern diesen nicht bekommen, weil beide Eltern karrieregeil 6 Tage die Woche von 8 bis 20 h arbeiten. Solche "Kandidaten" ticken dann mit Waffen in Gymnasien aus oder knallen vom Fenster Passanten ab.
Dann gibt´s evtl. auch noch die, die ggf. kriminell veranlagt sind und keinen äußeren Einflüssen ausgesetzt sind, die solche Taten aus Neugier oder Langeweile begehen.
Da hab ich den Eindruck, daß sich derartige Täter zu sicher vor der deutschen Strafverfolgung fühlen. Ersttäter bekommen häufig stets gemilderte Strafen, Jugendliche sogar zur Bewährung. Grund hierfür (endlich der Brückenschlag zu meiner Seminararbeit) ist die hoffnungslose Überlastung der deutschen Justiz und der Gefängnisse. Ein Teufelskreis, denn um diese Überlastungen abzubauen, wären die Politiker gefragt, die von uns Bürgern gewählt werden. Doch in keinem Parteienprogramm liest man: "mehr Richter, mehr Staatsanwälte, mehr Finanzen für den Strafvollzug".

Die große Quizfrage ist nun: wie kann man das ändern?
Das Volk - also wir alle - haben dazu den ersten Schritt zu tun und laut auf solche Mißstände hinzuweisen. Diese müssen aber von allen gehört werden: Wirtschaft (Schaffung der Arbeitsplätze) und Politik (finanzielle Begünstigungen/Unterstützung) müssen reagieren.
Ich persönlich beklage mich ernsthaft über die Dominanz der Politik bzw. des Staates in der Kindererziehung. An zu vielen Ecken und Enden werden die Eltern ihrer Rolle als Erziehungsberechtigte und Aufsichtspflichtige entmündigt. Diese lassen das mit Sicherheit auch mal gerne mit sich machen (s. o.).
Als Beispiel: rennt einem ein 6-jähriges Kind vor´s Auto, ist grundsätzlich und einschränkungslos der Autofahrer Schuld. Er trägt die gesamten Genesungskosten des Kindes, muß u. U. eine lebenslange Rente zahlen und sein Auto auch noch reparieren lassen.
Begründet wird das damit, daß dem Kind die Einsicht fehlt, wie es sich im Straßenverkehr zu verhalten hat. Wieso erhöht man dann nicht die Aufsichtspflicht für Eltern? Diese hätten m. E. dafür zu sorgen, daß, wenn sich ihr Kind auf Straßen aufhält, sich angemessen benimmt. Nötigenfalls müßten sie ihre Kinder zum Spielplatz begleiten.
Auf jeder Baustelle steht: Eltern haften für ihre Kinder.
Demnächst mache ich mir einen Aufkleber auf´s Auto wo drauf steht: "Eltern haften für ihre Kinder" und hoffe einfach mal, daß mir - toi toi toi - nie ein Kind vor´s Auto läuft; denn sonst wird´s teuer für die Eltern.

Gruß,

Dirk

P.S.: Ich bin mir bewußt, daß jetzt heftige Kritik kommen kann. Für sachliche (!) Auseinandersetzungen bin ich aber gerne zu haben.
Im übrigen bedaure ich den Vorfall und spreche den Eltern mein Beileid aus!

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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TE? Was ist das? D. dirk42799