Habe folgenden Artikel in der News-Group alt.linux.suse, geschrieben von Jens Kellermann am 02.01.2005,19:32 Uhr, gefunden :
Hallo NG !
Auf Heise.de wird nun schon seit 2 Tagen vor den
trojanerverbreitenden, spywareverbreitenden .info Domains gewarnt,
die bei Google als Top-Treffer gelistet werden bei der Suche nach
"Preisvergleich" "Kreissparkasse-Haar" und so weiter.
Als Linux-User fühlte ich mich sicher und probierte die Seite aus.
Firefox hat mich gewarnt, dass aus Sicherheitsgründen die Seite daran
gehindert wurde, ein Programm zu installieren und trotzdem
findet antivir ein trojaner in meinem Home-Verzeichnis.
/home/meinhome/.java/deployment/cache/javapi/v1.0/jar/loader?????.idx
Also ein Java-Trojaner.
Ich gehe doch wohl recht in der Annahme, dass sowas auch Linux-Usern
gefährlich werden kann, oder ?
Ich habe diesen natürlich sofort gelöscht, aber es hat doch mein Weltbild
verletzt.
Wer kann mehr dazu sagen ?
Linux 15.061 Themen, 107.387 Beiträge
Wenn man einen Virus als normaler Benutzer (keine root-Rechte) einschleppt, bekommt der Virus keinen Zugriff auf wichtige Systemdateien. Der Virus kann maximal die Dateien im /home-Verzeichnis des Benutzers löschen oder manipulieren.
Deshalb ist Unix oder auch Linux schon immer ein Mehrbenutzerbetriebsystem gewesen. Da hätte sich Microsoft mal was abschauen können. Dann hätten vielleicht viele Windowsbenutzer keine solchen großen Probleme mit Dialern gehabt.
Größere Probleme bereiten rootkits. Diese rootkits manipulieren den Betriebsystemkern und öffnen Ports, damit sich ein Angreifer als root im System anmelden kann. Monolitische Kerne sind schwerer angreifbar als modulare Betriebsystemkerne. Deshalb gehören auf sicherheitsrelevanten Systemen keine Kernelmodule und auch kein XServer. Linux-und Unixserver werden auf der Konsole über ssh konfiguriert !
Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber man kann es den Angreifern schwerer machen !
