Hallo und hallöle,
ich weiss es ist die älteste Frage der Welt und es scheiden sich die Geister, aber es geht wieder um die alte Frage: Was ist die beste Distri für meine Zwecke?
Grundvoraussetzung ist: Kostenlos - Suse fällt damit also raus.
Doch mit welchem Linux kann man schnell und einfach eine Workstation aufsetzen die folgendes kann:
1. Als vollwertiger Internet-Rechner herhalten.
2. Office-Anwendungen ordentlich laufen lassen
3. Gut mit Multimedia insbesondere MP3 und DIVX umgehen (hier fällt Fedora etwas durchs Sieb)
Sprich: alles was ich so täglich mit Windows erledige auch erledigen, doch dabei eine gute Performance und Sicherheit liefern.
Dabei solls natürlich
4. Anwenderfreundlich vom Setup bis zum Arbeiten sein
5. Leichte zu Updaten (ähnlich Yast)
6. Aktuelle Versionen alsbald unterstützen
7. Deutsch sein (natürlich)
Ausprobiert habe ich seinerzeits bereits einmal:
Knoppix 3.4 als HD-Install
... hat mir nicht schlecht gefallen, nur fand ich es überhaupt nicht anwenderfreundlich und da mein Grafikbeschleuniger wieder einmal nicht erkannt wurde und Knoppix praktisch keine Hilfestellung bot, brauchte ich 2 Stunden um diesen zu installieren.
Der Hit war jedoch, dass das automatische Paketupdate dazu führte, dass ich nicht etwa neuere Pakete sondern durch die Bank weg alte Versionen installiert bekam, da das zu grunde liegende Scriptfile leider hier noch nicht wirklich "auf dem neuesten Stand" war.
Die Dümmste antwort kam von Nickles.de:
"Ist völlig okay, da die alten Versionen stabil sind, die neuen aber nicht!"
Also ich empfand KDE2.2 nicht als stabil!
Fedora Core1
... war damals so buggie wie ne Messiwohnung. Ich konnte nicht glauben dass dieses unkonsistente, schlecht bedienbare und ständig mit Fehlern überhäufte etwas tatsächlich mal Redhat gewesen sein soll!
Mandrake 9.1
... Hat mir spontan recht gut gefallen, wirkte auf mich jedoch überladen und wenn man dies versuchte etwas zu lindern, durch manuelle Paketauswahl, so liefen wieder die Hälfte alle Programme nicht.
Selbst mit konservativsten Standartsettings verschlinkt Mandrake 900 MB und ist damit nicht wirklich "schlank und schnell".
Das highlight war jedoch, dass nach der installation Mandrake mal eben Abstürzte und nach dem Neustart die Partitionstabelle der betroffenen Festplatte untauglich war.
Nach Nachfrage in den Foren konnte dies ja gar nicht sein und ich hätte da was falsch gemacht. Einige Tage Später kam von MDK selbst der Fix raus.
Suse9.0
Nach der Installation des Bootloaders bootete weder Suse noch Windows. Installierte man Suse9 jedoch auf einem System ohne Windows war alles einwandfrei. Ein Nebeneinander war mir auch nach der MDK-Geschichte zu heiss. Suse find ich nicht schlecht, aber kostet halt.
Nun wieder die Frage: Gibt es eine Linux-Distri, die euch so richtig als Anwender glücklich macht. Ich meine nicht als "Fummler am System" sondern wirklich als Surfer, Tipper, Musikhörer und Videogucker?
Vielen dank für alle, die hier keinen Flamewar anfangen
PCO wm_orthy.de
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Wenn es so komfortabel sein soll, dann bleib doch bei Windows. Nichts gegen Windows, aber bei Linux muß man nunmal in das Handbuch schauen. Das ist doch gerade der Vorteil von Linux: mehr Transparenz und Kontrolle über den Rechner.
Viele Firmen programmieren keine Treiber für Linux, also ist man auf die Treiber angewiesen die bei der jeweiligen Distribution dabei sind. Die Treiber für die Hardware sind im Kern. Deshalb braucht man für einen neuen Rechner auch eine neue Kernelversion.
Die Disribution ist völlig egal. Man kann mit jeder Distribution eine Linux-Workstation aufsetzen.
Die Hardwareerkennung ist unter anderen dafür da, um einen Treiber automatisch zur Laufzeit zu laden. Dazu muß aber auch ein passender Treiber vorhanden sein !
Man kann jederzeit einen Treiber, ein Kernelmodul, manuell mit dem modprobe- oder insmod-Befehl für Testzwecke laden.
Ich benutze Debian, weil sich Debian länger Zeit läßt die ganzen Laufzeitfehler von Programmen zu beseitigen. Andere Distributionen können auch sehr stabil sein und fehlerfrei programmiert sein. Das ist alles nur eine Frage der Zeit und des Arbeitsaufwandes.
Dann kann man aber nicht erwarten alles umsonst wie bei Debian zu bekommen.
Kommerzielle Unixes, wie SCO-Unix oder Unixware, sind deshalb auch so teuer.
