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Mandrake 10.1 ein Erfahrungsbericht

Dune Lord / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo Leute!

Testobjekt: Mandrake 10.1 Official Downloadversion, bestehend aus 4 CDs. Installation erfolgte auf einem Rechner, dessen Komponenten komplett Linux-kompatibel sind. Abgesehen vom Drucker, da ist ein wenig Handarbeit angesagt.
Die Hardware:
Mainboard: Elitegroup K7S5A mit AMD Athlon 1200 MHz
Grafikkarte Nvidia GeForce 256 32 MB Ram
Soundkarte Creative Labs Soundblaster 512 PCI
TV-Karte Hauppage WinTV PCI
Scanner Mustek 1200 CU
Maus Logitech Trackman Marble (mit Srollrad und 3 Tasten)
2 Festplatten Maxtor 40 und 60 GB
CD-Brenner Memorex
DVD-Brenner MSI
Drucker Canon i250 (ein weing Handarbeit, da er von cups
nicht automatisch erkannt wird)

Erstmal an alle, die darüber nachdenken, Mandrake 10.1 einsetzen zu wollen: Lasst es sein.
Hier meine Erfahrungen:
Installation, wie immer bei Mandrake, unproblematisch und selbsterklärend. Die Hardwareerkennung ist gut. Die Hardwarekonfiguration auch. Bis auf die Netzwerkinstallation. Da stürzte seltsamerweise das Setupprogramm ab. Naja, der Rechner startete trotzdem, kam aber nur bis zum Starten von "hotplug" und stand. Erstmal gewartet; nach 10 min dann "STRG-ALT-ENTF" und Neustart. Ok, neuer Versuch, diesmal "failsafe", damit ich wenigstens eine Konsole kriege und "hotplug" ausmachen kann. Das klappte auch nur ist "failsafe" jetzt nicht mehr Boot in Runlevel 3 sondern Runlevel 1 (Singleuser Rettungskonsole). Nagut, was soll sein, "hotplug" aus, Neustart. Es ging. Booten bis zum grafischen Login. Da durfte ich dann feststellen, das meine Maus nicht mehr ging, bei der Installation funktionierte sie seltsamerweise. Nagut, erstmal so. Angemeldet, rein ins Mandrake Kontrollzentrum und die Maus aktiviert. Nach vielen Versuchen klappte es endlich. Aus irgendeinem Grund mußte ich zuerst eine "USB 3-Tasten-Maus mit Rad-Emulation" wählen, dann ließ sich das richtige Modell einstellen (PS2 3-Tasten Maus mit Rad). Wie auch immer, nach dem nächsten Neustart war die Maus wieder nicht funktionsfähig. Mandrake startete sowieso nur jedes dritte Mal, Erster Versuch: Freeze bei "Wechsel in den nichtinteraktiven Modus", zweiter Versuch: Start in "failsafe", sofortiger Neustart, dann klappte es. Dachte ich mir, hast du vielleicht was falsch gemacht, also Mandrake nochmal drauf, diesmal im Expertenmodus. Die Netzwerkkonfiguration stürzte wieder ab, immerhin aber nicht das ganze Setupprogramm. Diesmal war es "nur" einmal nötig, "failsafe" zu booten, danach ging es. Die Maus funktionierte auch auf Anhieb. Nur der Nvidia-Treiber will irgendwie nicht.
Nebenbei, der "K-Menü-Bug" existiert immer noch. Für alle, die es nicht wissen: seit Mandrake 9.2 muß nach einer Softwareinstallation das "K-Menü" neu aufgebaut werden, sonst sind die neu installierten Programme dort nicht zu finden.
Achja, wer auf KDE 3.3 hofft, der ist erstmal nicht dabei. KDE 3.3 wird auf einer separaten CD mitgeliefert und kann nachträglich installiert werden. Ebenfalls nichts, was von einem Einsteiger mal so mit links erledigt wird.
Soviel also zum Thema "bestens geeignet für Linux-Neulinge".

Mal sehen, werde mir am Wochenende einen neuen Kernel backen, vielleicht klappt es ja dann mit dem Nvidia-Treiber. Dann gibt es Teil 2 meines Berichts.

Wie eingangs gesagt, wenn ihr darüber nachdenkt, Mandrake 10.1 zu benutzen, laßt es sein. Entweder bei der 10.0 bleiben oder auf die nächste Version warten. Für Einsteiger ist Mandrake 10.1 gar nichts. Eher für fortgeschrittene Benutzer.

Wer andern eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.
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KarstenW Nachtrag zu: „Linux und intuitive Benutzerführung ist ein Widerspruch an sich. Ich weiß...“
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Probier mal Debian aus. Die Sarge Version (testing) ist momentan so stabil und fehlerfrei, das man Sarge schon auf dem Desktop einsetzen kann. Wenn Sarge als stabil gekennzeichnet wird, kann man Sarge auch auf einem kleinen Server einsetzen. Die Entwickler bei Debian lassen sich mehr Zeit um die ganzen Programmierfehler zu beseitigen, damit das System stabil läuft.
Die Konfiguration ist nicht schwieriger als bei SUSE oder Mandrake, nur nicht eben so schön bunt gemacht wie das Administrationstool yast.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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