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Frage zum Windows Backup

Der_Milchmann / 3 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo,

ich versuche schon seit gestern Abend mich durch das Sicherungsprogramm von Windows 2000 zu
hangeln.

Eigentlich dachte ich mir das so: Ich sichere einmal komplett alle Daten, danach nur noch inkrementell.
Egal aber ob ich jetzt wähle "dateien anhängen" oder "dateien überschreiben" - er speichert dann tatsächlich nur
die Daten, die sich geändert haben, die anderen löscht er einfach, bzw. speichert er nicht mit, wenn ich sage
"dateien überschreiben" - bei "dateien anhängen" habe ich dann am ende Tausende Verzeichnisse und so weiter, das ist nicht
sonderlich sinnvoll.

Gibts eine möglichkeit, wirklcih ein Verzeichnis beizubehalten und dann nur die Daten die sich geändert haben, zu überschreiben
Also ohne gleich eine neue Session anzulegen etc etc?

Gruss Milchmann

-----------------------------------Zu Hartz4 kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass ich einen Job habe
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Tilo Nachdenklich Der_Milchmann „Frage zum Windows Backup“
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Es hängt natürlich alles am Archiv-Bit der jeweiligen Windows-Dateien. Wenn Windows da schlammt und hineinregiert, wenn lausige Anwendungen Mist bauen oder die Hardware schon vereinzelt floppt, wenn die Backupsoftware mit neuen Dateiformaten eh nix anfangen kann dann kommen in diesen Mechanismus Fehler rein, Archivbit hin oder her. Da kommen immer wieder Dinge zum Vorschein, die scheinen der Logik zu trotzen. Bei den einfachsten Microsoft-Zertifikaten für die Computerausbildung spielen diese Fragen anscheinend (praktisch) die Hauptrolle. Es gibt dazu Foren...die Adresse habe ich gerade verschlammt.

In der Regel solltest Du kompliziertere Prozeduren vermeiden, nur Vollbackups machen oder wenn's nicht anders geht Vollbackup + differenziell und mehre Differenzielle Backups ungelöscht liegen lassen, bis zum nächsten Vollbackup. Damit bist Du eher auf der sicheren Seite. Bei inkrementellen Backups kommt man leicht mit der Reihenfolge durcheinander und ein einzelnes missratenes inkrementelles Backup bringt das Kartenhaus zum Einsturz. Das sind alles nur Notlösungen, weil Zeit und Hardware knapp ist, da vertraut man dann halt einem gut ausgegebildeten Fachmann...Daten gehen troztdem verloren und von Zeit zu Zeit werden diese Leute entlassen und finden nicht so schnell wieder einen Job. Ca. 30% der Unternehmen verlieren beim Einspielen eines Backups einen Teil ihrer Daten. Na vermutlich hatten sie Streamer im Einsatz.

Ich weiß nicht wie gut Du gearbeitet hast, die Windows-Hilfe bringt es nicht, man braucht ein gutes Buch. Windows unterscheidet - entlang dem Faktischen - zwischen den Einstellungen beim Backup selber (Vollbackup, diffenrenziell, inkrementell) und der Wiederherstellungsprozedur. Bei der Wiederherstellung ist es immer fehlerträchtig in eine bestehende Installation hineinzuschreiben; immerhin hat man die Wahl nix ersetzen, alte Dateien ersetzen, alles ersetzen. Fragt sich blos auf was sich da die Registry einstellt. Die Prozedur von NT-Backup soll da ja Geniales leisten...absolut fehlerfrei kann sie es bestimmt nicht hinbekommen. Beim Backup der Systempartition musst Du natürlich die Registry mit sichern. Wenn wesentliches am System geändert wird, ist mit differenziellen Backups nix gewonnen, da muss die Registry und die Systempartition mit gesichert werden. Insofern macht es auch keinen Sinn Programme jenseits der C-Partition aufzuspielen.
Wenn Du partitionsweise arbeitest (sehr zu empfehlen, eine sinnvolle Partitionierung), dann kannst Du natürlich die Partition voll löschen (z.B. mit PartitionMagic) und dann das Vollbackup zurückspielen und dann das letzte differenzielle Backup einspielen.

Man benutzt die komplizierteren Varianten trotz Fehleranfälligkeit eben aus Zeitgründen und Platzgründen. Wenn die Hardware genug Reserven hat (Tempo, Platz), wird sich das niemand antun.

Man sollte den Festplatteninhalt sinnvoll in Partitionen organisieren und man hofft, dass die Partition mit den sich oft ändernden Daten nicht zu groß für häufige und mehrfach vorhandene Vollbackups wird.
Ich habe z.Z. 3 Partitionen. Window + Progamme, Daten (Internetseiten, downgelodete Bücher usw., E-Mail, Texte, Favoriten, downgeloadete Programme). Und eine dritte Partition wo nur gelegentlich Daten dazukommen, immer große Blöcke wie Jahrgangs-CDs von Computerzeitschriften. In der Regel muss ich nur meine Partition 2 häufig backuppen (Vollbackup), weil da dauernd umorganisiert wird und das Ganze für händisches Backup per Dateimanager zu unübersichtlich ist. Ein Backupprogramm hat ev. schon ein fürchterliches Dilemma, wenn sich die Ordnerstruktur ändern (umsortiert wird), wie soll es dann eigentlich ein differenzielles Backup anlegen? Ist auch unklar wie ein differnzielles Backup (oder ein inkrementelles) mit Windows-Wiederherstellungspunkten (erfolgte Rückkehr) oder mit Aktualisierungen (Online-Update) der Firewall umgeht. (Da wird dann langsam klar, für professionellen Umgang mit Computern braucht es eine teure Ausbildung.),
Für mein Vollbackup (2. Festplatte) nehme ich zumeist DriveImage (ist mit Busmastering sehr schnell) und nur gelegentlich NT-Backup (sichere ich auf die 3. Festplatte).

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