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Laden einer Autobatterie

BIT+BYTE / 12 Antworten / Flachansicht Nickles

Habe meine Autobatterie über nacht in der Garage eingebauterweise geladen. Am Anfang zeigte das Ladegerät ca 3 Ampere an. Am morgen waren es dann 5 Ampere. Wie geht denn sowas ?
Es ist eine normale Autobatterie die im täglichen Gebraucht steht. DA müsste doch der Ladestrom über Nacht zurückgehen und nicht steigen.


Wo sind die Elektroobertechniker ?


cu
Bit+Byte

auch Männer können durch ihr Verhalten zu Weibern werden
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Einfach und wirkungsvoll! jueki
Tilo Nachdenklich jueki „Soweit ich das verstehe, behauptet er keinesfalls, eine Regelung geschaffen zu...“
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Hallo jüki,

Der Widerstand der Akkus sollte tunlichst nicht auf Null fallen... .

Dicksen hat geschrieben:
"alle Akkutypen, egal ob Blei-, NC- oder andere haben die Eigenschaft, zum Ladeende den Ladestrom ansteigen zu lassen"
Diese Aussage ist katastrophal falsch! Sie gilt nicht für Bleiakkus und sie gilt für die beiden anderen Akkutypen nur für Spannugen über 1,45 Volt pro Zelle und bei Erwärmung.

Machen wir es nochmal ausführlich:

Dicksen schreibt also auch noch was zur Strombegrenzung, das stimmt tendenziell auch. Für NiCd und NiMH-Akkus wird man eine gewisse Lösung hinbasteln können.
Hintergrund, ein Widerstand begrenzt den Strom. Die Lampe hat Regeleigenschaften, wenn der Strom zu groß wird, beginnt sie zu glimmen. Sobald sich die Heizwendel etwas erwärmt steigt ihr sehr geringer Kaltwiderstand um den Faktor 10 bis 20 auf ihren Nennwert bei Betrieb (leuchten) an.

NiCd-Akkus und NiMH-Akkus erwärmen sich, wenn sie vollgeladen sind, ihre Ladeschlussspannung bricht ein, ihr Widerstand sinkt und sie ziehen noch mehr Strom, Folge noch mehr Erwärumung usw.. Ein sehr instabiles Verhalten.

Eine Birne kann - richtig dimensioniert - das Schlimmste verhindern, aber eine besonders lange Akkulebensdauer stellt man mit dieser Simpelmaßnahme auch nicht her. Eine solche "Regelung" muss genau auf die verwendeten Teile (Akkus, Trafo - dazu passende Birne) ausbalanciert sein und geht davon aus, dass das Ladegerät Überspannung bereit stellt (mehr als 1,45 Volt, das wäre die Ladeschlussspannung für kalte NiCD- oder NiMH-Akkus). Diese Überspannung tritt zunächst beim Laden nicht am Akku auf, weil die Trafospannung unter der Last des Ladestroms deutlich einbricht. Wenn bei vollem Akku die Spannung ansteigen könnte, stellt sich Erwärmung ein, sodass der Akku vermehrt Strom zieht, Folge die Spannung erhöht sich nicht. Wenn man NiCd-Akkus mit 30% C (Zahl des Stromes bei 30% der Akkukapazität) Ladestrom versieht, dann ergibt sich kurzzeitig eine Erhöhung auf ca. 1,54 Volt (temperaturabhängig). Bei NiMH-Akkus ist der Effekt weniger ausgeprägt. Beim Laden mit 10% C stellt sich etwa 1,45 Volt Ladeschlussspannung ein (temperaturabhängig). Bei 10% vertragen die Akkus zumeist längeres Überladen, weil sie nicht durch erhöhte Temperatur leiden.

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Mail von dicksen zoro