Allgemeines 21.967 Themen, 148.254 Beiträge

Dias digitalisieren, ein Erfahrungsbericht, angeregt durch die c

schnaffke / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo, da ich nicht recht weiß wohin mit dem Posting, jetzt mal hier auf "Allgemeines". Es geht um das Digitalisieren von Dias. Vor etwa 3 Jahren habe ich mir einen Epson Scanner zugelegt mit Durchlichtaufsatz, um irgendwann mal meine ganzen Dias einzuscannen. Der Scanner hat 2400 dpi, sollte eigentlich reichen, aber die Ergebnisse waren eher unbefriedigend und so schlummern die Dias immer noch in ihren Kästen.
Nun war in der letzten ct´ (12/2003) ein Bericht, wie man Dias auch mit einer Digitalkamera abfotografieren kann. Und da hab ich dann gleich zu experimentieren angefangen.
Hier also ein Aufbau, der bei mir prima funktioniert hat:
Meine Digitalkamera (Casio mit 3,3 MegaPixeln) hab ich an ein Stativ geschraubt, so dass die Kamera mit ihrem Objektiv nach unten "guckt". Darunter hab ich den Durchlichtaufsatz vom Scanner gelegt, mit der beleuchteten Mattscheibe nach oben. Auf die Mattscheibe hab ich ein Dia gelegt und direkt auf das Dia ein 55mm Normalobjektiv einer Spiegelreflexkamera, Objektivöffnung nach unten, Kameraöffnung nach oben. Dann von oben mit der Digitalkamera direkt durch das Objektiv durch fotografiert. Dabei hat die Digitalkamera fast das andere Objektiv berührt.
Ich hoffe, ihr könnt euch das in etwa vorstellen.
Die Ergebnisse waren jedenfalls für mich überraschend gut. Die Bilder waren wesentlich schärfer und brillanter in den Farben als mit dem Scanner mit dem Durchlichtaufsatz bei 2400 dpi eingescannt. Um noch einen weiteren Vergleich zu bekommen, hab ich noch Leinwand und Diaprojektor aufgebaut, und dann von der Leinwand abfotografiert. Aber am Besten waren immer noch meine Ergebnisse mit dem o.g. Aufbau.
Und hier nun auch die Nachteile: Die Formate (Dia und Digitalkamera) stimmen nicht ganz überein. Wenn ich das Dia so zurechtzoome, dass es rechts und links bündig ist, hab ich oben und unten den Rand des Dias im Bild. Zoome ich so, dass es oben und unten bündig ist, fehlt rechts und links ein Teil. Außerdem hatte ich bei mir eine geringe Kissenverzerrung.
Ich fand das jedenfalls sehr interessant, und wenn man an den Feinheiten noch etwas arbeitet, ist das auf jeden Fall eine einfache, zeitsparende und billige Methode Dias zu digitalisieren. Mit einem "richtigen" Diascanner können die Ergebnisse wohl nicht mithalten (oder vielleicht doch?), aber bei einer guten Vorlage wurden die Bilder so gut, dass man sie von einem (digital) fotografierten Bild kaum unterscheiden konnte.
So, jetzt hab ich aber genug erzählt, vielleicht bekommt der eine oder die andere jetzt auch Lust, damit zu experimentieren.


Gruß Schnaffke


PS: Das waren jetzt die ersten Erfahrungen mit meinem eher bescheidenen Equipment, also Fotoprofis nicht gleich meckern.... 8-)))

bei Antwort benachrichtigen
Amenophis IV schnaffke „Dias digitalisieren, ein Erfahrungsbericht, angeregt durch die c“
Optionen

Hallo Schnaffke,

Drei oder vier Nummern vorher war in der c't ja auch ein Bericht über das abfotografieren (statt scannen) von Büchern; die scheinen da einen Fan sitzen zu haben.

Ähnlich wie Du dachte ich "prima, probieren" und war von dem Ergebnis mehr als enttäuscht. Von wegen schneller - und besser auch nicht. Alleine das auslesen der Speicherkarte dauert nach dem fotografieren ja fast schon so lange, wie ein ordentlicher Scanner braucht. Und danach jede Seite durch ein Grafikprogramm nudeln.

Mit Dias hab ich's noch nicht versucht, aber einfacher ist es ja gewiß nicht.

Dein Versuch, ein normales Objektiv quasi als Linse zu verwenden, ist schon originell; wird wohl von vielen Faktoren (Brennweite etc.)abhängen, ob das klappt. Jedenfalls wäre ich auf so eine Idee nicht gekommen.

Mein Fazit in dieser Richtung war jedenfalls: Mal wieder eine interessante Bastel-Erfahrung gemacht, aber im Alltag lass ich's lieber bleiben...

Gruß
A4.
bei Antwort benachrichtigen