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0190-Problem - Panikmache durch die Telekom?

NeoZeroCool / 5 Antworten / Flachansicht Nickles

Hi,
ein Kumpel von mir hat jetzt einen neuen ISDN-Anschluss mit dem er auch ins Internet geht. Als er seine erste Rechnung studierte, bemerkte er eine 0190-Nummer, die er nicht gewählt hatte. Als er bei der Telekom nachhackte, erzählten sie ihm dort, es gebe seit einem halben Jahr Webseiten, die im Hintergrund unbemerkt eine 0190-Nummer wählen und so den Surfer abzocken. Je länger der Surfer auf der Seite verbleibt, umso teurer wird es. (Es soll auch schon 4stellige Beträge gegeben haben)
Man riet meinem Kumpel, sich für einmalige 15,- die 0190-Nummer-Unterdrückung freischalten zu lassen.

Meine Frage an alle: Handelt es sich hier um reine Panikmache der Telekom (um selber 15,- vom ängstlichen Laien abzuzocken) oder gibt es solche Fälle tatsächlich?
Ist es technisch überhaupt möglich, von einer Website aus über die freie zweite Leitung (oder wie bei meinem Kumpel über die Leitung, die ins Internet gewählt hat) irgendwelche Nummern zu wählen?

Für mich klingt das alles sehr unwahrscheinlich! Aber vielleicht wissen hier andere ja mehr.

HtM
NZC

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Herman Munster NeoZeroCool „0190-Problem - Panikmache durch die Telekom?“
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Es gibt Fälle, bei denen unter dem Sitzfleisch des im Unwissenden belassenen User die Standard-Einwahl-Telefonnummer gegen eine 0190er ausgetauscht wird. Bzw, die Einverständniserklärung dafür ist vorsätzlich nebulös abgefaßt (Juristen-anti-deutsch) oder der Text kommt erst auf Seite 53 oder im Sub-Micro-Gedruckten...

Es wird dann mit viel geheimnisvollen Brimborium eine Datei zum Download angeboten ("Nur Zugang mit dieser Datei...") und wenn die gestartet wird, dann wird der Austausch vollzogen. Dem Vernehmen nach ist es alles andere als einfach, sowas im Falle des Falles auch wieder loszuwerden, d.h. die Standardnr. wieder einzurichten. Häufig wird noch ein Programm in den Autostartordner, versteckt natürlich, reingepackt, das verhindern soll, daß die ursprüngliche Nr. wiederhergestellt werden kann, indem die gleich wieder überschrieben wird.

Wer sich bei der Einwahl die gerade gewähnlte Anschlußnummer nicht anzeigen läßt, blecht. Also die Optionen für "Einwahlnummer zeigen" und "Einwahlfortschritt anzeigen" aktivieren. Das verhindert zwar nicht den Austausch unterm Ar..., man bemerkt es dann aber wenigstens. Allerdings bist Du wohl auch ein bißchen selber Schuld, hast einmal zu schnell geklickt. Es sei denn, Du bist der erste, bei dem es gänzlich ohne Anklicken einer Bestätigung abgeht.

Die Sache mit den 15 DM ist eher überflüssig, wenn, ja wenn man aufpaßt, was da für eine Telefonnummer gewählt wird. Wenn Dein Kumpel eine ISDN-Anlage hat, vielleicht ist die 0190-Unterdrückung schon im Serviceteil des Telefonbetriebssystems bzw. der Telefonanlage mit drin? Dafür noch extra zu löhnen, halte ich für übertrieben.

Ich habe einen Artikel in einer Zeitschrift (oder war es ein Beitrag in einer Fernseh-Verbrauchersendung?), daß man gegen solxche Manipulationen relativ gut juristisch vorgehen kann. Mußte ja nich gleich tun, es in Aussicht stellen, damit drohen, reicht schon. Die Lumpis, die sowas tun, wollen sicher nicht, daß das einem größeren Personen- sprich: Opferkreis bekannt wird...

Das mit dem Nummernaustausch ist ganz real, das passiert tatsächlich. Hier in diesem Forum haben schon mehrfach Opfer solcher Machenschaften ihr Leid geklagt.

Einzig mögliches Gegenmittel: Glasauge, bleib wachsam! Paßt gottsverdammich auf, was Ihr anklickt.

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