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Eigenartiges Startverhalten

jueki / 8 Antworten / Baumansicht Nickles

Ich habe wieder mal einen PC neu installiert, wie schon mehrmals, immer mit meiner Methode - nach "C" nur das OS, Programme nach "D" und Dateien nach "E". Und der "läuft" auch tadellos - bis auf eines:
Plötzlich, ohne erkennbare Ursache bootet er normal, der Bildschirm zeigt das normale Erscheinungsbild aber es dauert plötzlich bis zu drei Minuten, bis ich arbeiten kann. Man erkennt das auch an "AntiVir" - erst, wenn der Schirm aufgeht, gehts los. Und ich kann ganz normal arbeiten.
Es werden keinerlei Programme automatisch mit gestartet - der Taskmanager läßt sich aufrufen - und zeigt keinerlei Speicher- oder Prozessorlast an während dieser Zeit. Neuinstallation von AntiVir brachte keine Ergebnisse. Habt Ihr einen Tipp, wo ich nachschauen könnte?
Danke - Jürgen

Tilo Nachdenklich jueki „Eigenartiges Startverhalten“
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Das ist ein Fall für BootVis.
Vor dem BootVis-Einsatz defragmentieren und danach nochmals defragmentieren. Erst danach wird er beim nächsten Start etwas umgänglicher sein. D.h. auch beim Einsatz von BootVis ist Geduld angesagt, blos nicht zu früh eingreifen, das dauert schon mal mehr als 5 Minuten. Ev. sogar die BooVis-Aktion wiederholen.

Es gibt ein komplexes Zusammenspiel der Windows-Defragmentieren mit den Aktionen von BootVis bzw. der Prefetching-Prozedur, die Windows alle paar Tage bei längerer Nicht-Aktivität durchzieht.

www.pqtuning.de/winxp/tools/tools2.htm
(Auf der Seite nach "Startvorgang optimieren mit BootVis" suchen. Der Download-Link bringt es nicht)
Download:
www.heisig-it.de/pages/bootVis-tool.exe

jueki Tilo Nachdenklich „Das ist ein Fall für BootVis. Vor dem BootVis-Einsatz defragmentieren und...“
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Danke, Tilo -aber leider, ich möchte solche Tools nicht anwenden. Das ist keine Überheblichkeit oder so - ich mag einfach keine Programme, die mir mehr oder weniger unerkannt -sozusagen hinter meinem Rücken- irgendwelche Eingriffe durchführen.
Ich bin der Meinung, das alles, was ein solches Tool macht, auch per Hand in den Diensten, der Registry usw erledigt werden kann. Das suche ich - denn da werden keine von mir begangenen Fehler einfach mal so schnell ausgebügelt - sondern ich kann erkennen (oder es zumindest versuchen) was ich evebtuell falsch gemacht habe und daraus lernen. Darauf kommt es mir an.
Ja und dann - ich spreche leider nicht englisch. Also bin ich mit einem solchen Tool schon gehandicapt, weil ich Bedienvorgänge und Reaktionen erraten muß. Da kann dann leider von einer souveränen Beherrschung eines solchen Tools -was ja immerhin in den Kern des Betriebssystems eingreift- keine Rede sein.
Übrigens: defragmentiert ist das System mit O&O Defrag, die Registry mit NTRegopt.
Danke, @Tilo - nimms mir bitte nicht krumm.
Jürgen

jueki Nachtrag zu: „Eigenartiges Startverhalten“
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Übrigens, ich hab mich mal umgeschaut. Und das waren die Resultate:
Microsoft hat das Tool vom Server genooem - aus zwei Gründen
- Es optimiert ab und an den PC so, das eine Neuinstallation erforderlich sein kann und
- BootVis ist nicht für XP mit SP2 gedacht. Im SP2 sind die Optimierungsparameter von BootVis bereits enthalten.
Jürgen

Tilo Nachdenklich jueki „Übrigens, ich hab mich mal umgeschaut. Und das waren die Resultate: Microsoft...“
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Den Tipp habe ich nicht so nebenbei vorgekramt, sondern der Tipp hat Hand und Fuß. Hatte mich gerade heute mit dem Problem beschäftigt.

1) BootVis arbeitet bei mir und bei vielen anderen Leuten problemlos mit ServicePack2. Wenn Du eine Neuinstallation machst und hast ein Image-Backup, kannst Du es riskieren. BootVis hat auch auf einer ServicePack2-Installation erhebliche Auswirkungen. BootVis ergänzt die Wirkung der Defragmentierung.
2) Du kannst BootVis in ein Temopräres Verzeichnis installieren und gelegentlich beim Aufräumen des Temp-Verzeichnisses löschen. BootVis selber ist klein und in Null-Komma-Nichts installiert. Allein die Protokolldateien können sich über die Jahre und bei häufiger Anwendung (nach jeder Installation womöglich??) aufblähen. Aber wie gesagt => Temporäres Verzeichnis. Etwa unter Benutzername, Lokale Einstellungen. In der c't 21/2005 (aktuell ist die Nummer 22/2005) auf S.184 wird das Zusammenwirken von BootVis und Windows-Defragmentierung erklärt. Es geht um die verschiedene Defragmentierungsprogramme und die optimale Defragmentierung von Windows. BootVis und die normale Windows-Defragmentierung sind durchaus das Optimum. Ich habe gerade heute die Sache auch nochmal mit DiskView und PageDefrag gescheckt. Mein Zusatztipp: Unbedingt eine Extra-Partition für Auslagerungsdatei und Browser-Cache anlegen und gelegentlich diese Partition formatieren.
3) BootVis macht das Gleiche (das erklärt einige Deiner Infos/Einwände) was Windows stets nach 3 Tagen machen würde. Du sparst Dir nur Wartezeiten, wenn Du jetzt viel installierst und dauernd den PC neu starten musst.
4) BootVis beseitig auch Probleme beim Runterfahren. Auch PartitionMagic-Batch-Jobs die verunglücken (logische Beschädigung der Festplatte!) werden vermieden.
5) Nach c't (Quelle habe ich gerade nicht parat) hat eine aufgeblähte Windows-Installation oder eine aufgeblähte Registry seit WinXP keinen Einfluss mehr aufs Tempo. Gut, ich bin da eher skeptisch...sind wir wohl alle. Spätestens bei der Defragmentierung stimmt das ja nun ganz und gar nicht mehr.
www.heise.de/ct/05/21/links/184.shtml

jueki Tilo Nachdenklich „Den Tipp habe ich nicht so nebenbei vorgekramt, sondern der Tipp hat Hand und...“
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Tilo - noch mal: mir gehts nicht um "etwas riskieren" - ich mache grundsätzlich vor jeder Änderung ein Image und benutze dazu diskussionslos TrueImage v8. Und mir geht es auch nicht vordergründig darum, den PC endlich mal richtig zum Laufen zu bekommen. Nein - mir geht es ausschließlich darum, so exakt wie möglich festzustellen, welcher Reg- Eintrag fehlerhaft war, oder welcher Dienst nicht exakt konfiguriert. Und diese anspruchvolle Frage beantworten mir keine automatisch ablaufenden Vorgänge.
Weiter lautet der erste Satz meines Startpostings
"Ich habe wieder mal einen PC neu installiert" - es sollte also nichts irgendwie "aufgebläht" sein. Noch dazu, das ich alles, was an Temps, Cookies, Caches und Temps so in Windows herumgeistert, in eine Datei "E:\Auslagerungen\*.*" verlege.
Das betrifft bei den Temp sowohl die Windows Temp, als auch die bei den Benutzern.
>>...was Windows stets nach 3 Tagen machen würde >>...eine Extra-Partition für Auslagerungsdatei Trifft auch nicht zu - meine Auslagerungsdatei hat nur Alibi- Größe (128MB) - da lohnt sich das nicht. Und übrigens konnte ich bei Tests keinerlei Vorteile einer extra Partition für die Pagefile erkennen. Hab ich sein gelassen.
Aber trotz meiner Großspurigkeit "...ich möchte solche Tools nicht anwenden." - ich habs trotzdem mal erprobt. Das Ergebnist war exakt Null. Es ergaben sich keinerlei irgendwie sichtbare Veränderungen.
Ich werde wohl noch mal von (fast) vorne anfangen. Hab ja Images...
Danke für den Hilfeversuch!
Jürgen

Tilo Nachdenklich jueki „Tilo - noch mal: mir gehts nicht um etwas riskieren - ich mache grundsätzlich...“
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Auf die Gefahr hin, dass Du schon abgeschlossen hast...und ich etwas nerve:

Wenn es Dir gelingt die pagefile.sys klein zu halten, hast Du natürlich das Problem kaum.
Im Allgemeinen (groß geschrieben nach der wunderbaren Neuen Rechtschreibung...ich liebe das) gilt ja, die pagefile.sys defragmentiert ziemlich stark und kann die Zeiten für Programmzugriffe verdoppeln. (Man kann das wieder halbieren indem man das Akustik-Management der Festplatte abstellt.)
Windows-defrag ist nicht in der Lage diese Fragmentierung zu beheben. Wenn man gegen diese Dinge nichts unternimmt (also BootVis einsetzen und pagefile.sys defragmentieren bzw. von Zeit zu Zeit löschen), dann kann die Windows-Defragmentierung relativ volle Partitionen überhaupt nicht mehr defragmentieren. Die Defragmentierung ist dann ohne jeden Erfolg nach ein paar Sekunden erledigt oder sie bricht gleich mit Fehlermeldung ab. Das habe ich alles schon erlebt und exakt das beschreibt der zitierte c't Artikel.

Mit dem Hinweis, das Windows das alle 3 Tage macht, meinte ich das BootVis kein Feld-Wald-und-Wiesen-Optimierungstool ist. Es hat mit diesen etwas zweifelhaften Programmen nichts gemein.

Wenn Du mit der Maßnahme keinen Erfolg hattest, kann es auch die Suche nach einer Netzwerkkarte sein oder nach verschwunden Festplattenpartitionen auf einer zweiten Festplatte/Wechseldatenträger. Auf jeden Fall könnte man den umfassenden BootVis-Logs entnehmen, womit sich der Computer in der störenden Wartezeit beschäftigt. Das ist der zweite Vorteil von BootVis, es ist DAS DIAGNOSEWERKZEUG.

jueki Nachtrag zu: „Eigenartiges Startverhalten“
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- den Fehler noch nicht.
Bitteschön: Klick!

jueki Nachtrag zu: „- den Fehler noch nicht. Bitteschön: Klick!“
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- nun ist auch der Fehler erkannt. Bitteschön:
http://www.nickles.de/static_cache/537966633.html
letzter beitrag meines Monologes.
Jürgen