Hallo zusammen!
Zwei Arbeitskolleginnen von mir haben das gleiche Problem: Beide haben vor längerer Zeit einen Komplett-PC mit vorinstalliertem Windows XP und Recovery-CD gekauft. Jetzt sind die Festplatten hoffnungslos vollgemüllt, die Registries - vermutlich! - mit verwaisten Einträgen überfrachtet, die Rechner laufen mitunter quälend langsam und machen allerlei Zicken. Möglicherweise sind auch Viren drauf. Leider sind die Festplatten in beiden Fällen nur einfach partitioniert, so dass nicht einmal eine Trennung von Betriebssystem und Daten möglich ist.
Um den beiden zu helfen, würde ich am liebsten so vorgehen: Daten sichern, Platte in mehrere Partitionen aufteilen und neu formatieren, dann System und Programme installieren und die Daten auf die 2. und evtl. weitere Partitionen zurücksichern.
Mit einer Recovery-CD sollte all dies nach meinem Verständnis nicht möglich sein bzw. wenn, dann nur mit Glück. Deswegen wäre es besser, wenn wir mit meiner System-Builder-OEM-CD installieren. Die Frage ist nur: Wird dann der Product Key von der Recovery-CD noch funktionieren, oder wird Windows meckern, weil der Product Key zu einer Recovery-CD gehört, das System aber von einer Systembuilder-CD installiert wurde?
Erschwerend kommt hinzu: Jetzt ist Windows "ab Werk" aktiviert, schon vor dem Kauf. Ist es mit Hilfe eines Recovery-Productkeys überhaupt möglich, neu zu aktivieren, oder würde der Key gar nicht akzeptiert werden?
Diese Fragen müssen unbedingt im Vorwege geklärt werden - wenn erstmal alles platt gemacht ist, dann ist es dafür zu spät. Da ich mit dem Verhalten von Recovery-CDs überhaupt keine eigenen Erfahrungen habe, wäre es nett, wenn ihr mir helfen könntet.
CU
Olaf
Archiv Windows XP 25.916 Themen, 128.567 Beiträge
Es gibt offensichtlich verschiedene Recovery-Versionen. Ich kenne eine XP Home Recovery, die konnte ich problemlos auf meiner völlig anderen HW-Basis installieren und sie lief auch. Eine Eingabe eines Product Keys war bei der Installation seltsamerweise nicht erforderlich. Allerdings zählten die Tage rückwärts bis zur Aktivierung.
Ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, den Key mit entsprechenden Tools auszulesen. Als die Aktivierung fällig war, habe ich die gesamte Installation gelöscht.
Die Datei-Größe der Setup.exe auf dieser Version ist 2520kB. Soweit mir bekannt ist, ist die Setup.exe auf Recovery-CDs üblicherweise wesentlich größer (modifiziert). Ich hatte allerdings bisher nicht die Möglichkeit, mir "richtige" XP Home/XP Pro Recovery-CDs anzusehen.
Schau Dir mal die betreffenden Recover-CDs genauer an ...
rill
Hi rill,
danke für deinen Erfahrungsbericht.
> Ich kenne eine XP Home Recovery, die konnte ich problemlos auf meiner völlig anderen HW-Basis installieren und sie lief auch.
Ja, das habe ich auch schon öfter hier gelesen. Das Dumme ist nur, dass ich das nicht vorher weiß - zumindest nicht mit allerletzter Sicherheit. Es wäre ein Alptraum, wenn ich die Rechner meiner Kolleginnen erst platt mache und später feststellen muss, dass nichts mehr geht...
Schade, dass du die Installation gelöscht hast, als die Aktivierung fällig wurde. Das hätte mich jetzt am meisten interessiert, ob der Product Key der Recovery-CD eine "manuelle Aktivierung" ermöglicht hätte. Dass der Key während der Installation gar nicht abgefragt worden ist, finde ich einen Hammer!
CU
Olaf
Ich hab auch schon eine Microstar-Recovery auf einem anderen PC installiert-keine Produktkeyabfrage.Jedoch auf einem System auf dem schon Win98 installiert war wollte die selbe Recovery-CD dann einen Key-ich hab dann meinen von einer Vollversion genommen und es ging.Jedoch ging dann die Onlineaktivierung nicht(diese Nummer ist nicht Verifiziert oder so..)
> Jedoch ging dann die Onlineaktivierung nicht(diese Nummer ist nicht Verifiziert oder so
Hmmm, das sind genau die Folgen, die ich befürchtet habe :-/
Übrigens habe ich genau das umgekehrte Problem: Ich möchte ja gerade nicht von der Recovery-CD installieren, um die einschlägig bekannten Probleme zu umschiffen, sondern von meiner Systembuilder CD, mit der man auf jeder beliebigen Hardware installieren kann. Bis hierhin ist auch alles gut... nur, wenn die Aktivierung fällig wird, dann stellt sich die Frage, wie Windows ohne Eingabe eines Product Keys überhaupt eine Installationskennung erstellen will?
Ich fürchte, dann kommen genau solche Fehlermeldungen wie oben zitiert...
CU und danke!
Olaf
Hallo Olaf
Ich habe eine Win XP Pro Recovery-CD von Compaq. Bei dieser läuft die Installation folgendermassen ab:
- Auf der Festplatte wird eine Partition erstellt, auch wenn sich vorher mehrere Partitionen auf der Platte befanden. Es gibt keine Möglichkeit während des Recovery-Vorgangs eine andere Partitionierung zu wählen.
- Die Platte wird mit FAT32 formatiert, auch keine Wahlmöglichkeit.
- Die Betriebsystemdateien werden kopiert, auch keine Wahlmöglichkeit.
- Das System startet neu und konvertiert die Platte nach NTFS, auch keine Wahlmöglichkeit.
- Der Recovery-Vorgang ist abgeschlossen.
Einen Produkt-Key brauche ich nicht einzugeben, es wurde auch keiner mitgeliefert.
Das Windows braucht nicht aktiviert zu werden.
"Mit einer Recovery-CD sollte all dies nach meinem Verständnis nicht möglich sein"
Doch, aber nur umständlicher. Ich habe mir wie folgt geholfen:
- Eigene Daten, Mails usw. auf CD gesichert.
- Recovery-Installation ausgeführt.
- CD-Laufwerksbuchstaben auf F geändert, um Platz für weitere Patitionen mit Kennung D und E zu erhalten (ich möchte einfach alle Partitionen im Alphabet hintereinander haben).
- Mit einem Partitionierungstool die Partition C verkleinert und die Partitionen D und E erstellt.
- Installation weiterer Programme.
- Rückspielen der Eigenen Dateien usw.
Grüsse Kelo
Hi Kelo,
danke für deine ausführliche Antwort. Der von dir beschriebene Recovery Vorgang läuft in etwa so ab, wie ich ihn mir vorgestellt hätte. Man hat demnach kaum Eingriffsmöglichkeiten; dass man immer nur eine Partition erstellen kann, die erst FAT32 formatiert und später nach NTFS gewandelt wird, finde ich auch etwas merkwürdig...
Zum letzten Absatz: Okay, wenn man die Recovery-CD benutzt, mag das so ablaufen. Aber ich wollte ja meine System-Builder-CD benutzen und ganz von vorn beginnen mit dem Aufsetzen des Systems. D.h. während der Installation werde ich irgendwann aufgefordert, den Product Key einzugeben. Wird diese Eingabe überhaupt akzeptiert?
Verdammt, das fällt mir jetzt erst auf. Ich hatte mir nur Gedanken wegen der Aktivierung gemacht - was aber, wenn es gar nicht so weit kommt, weil der Product Key während der Installation nicht funktioniert?!
CU
Olaf
Hallo Olaf
Über die Fat32 Formatierung mit anschliessender NTFS Konvertierung habe ich mich auch gewundert und mir entsprechende Gedanken gemacht.
Eine mögliche Erklärung: Die Recovery-CD bootet ins DOS. Eventuell werden die Daten einfach mit xcopy auf die Festplatte kopiert. Dafür spricht auch, dass nur die Daten kopiert werden und dannach das Betriebssystem (mit Ausnahme der NTFS-Konvertierung) installiert ist. Der typische Installationsvorgang mit Hardwareerkennung, Auswahlmöglichkeiten, Konfiguartion usw. findet nicht statt.
Auf Deine letzte Fragen weiss ich leider keine Antwort, da ich noch nie versucht habe, eine SB-Version mit Recovery-Key zu installieren.
Was spricht aber dagegen, die Recovery-CD zu verwenden?
Die Installation mit nachträglicher Partitionierung dauert vielleicht 20 Minuten länger, dafür hast Du keine Probleme zu erwarten.
Wenn die Installation mit der SB-Version, aus welchen Gründen auch immer, nicht funktioniert, hast Du viel mehr Zeit verloren.
Grüsse Kelo
Tja - wenn's mein eigener Rechner wäre, würde ich sagen, ich probiere es einfach mal aus... aber wenn es bei anderen dann nicht so funktioniert wie in deiner Beschreibung, sähe ich "alt" aus :-)
CU
Olaf
ach Leuts, das ist doch der Sinn einer Recovery..
;~))
Key hin Recovery her....
So ziemlich alle PCs die mit XP ausgeliefert wurden, haben einen Aufkleber, wo der Produktkey drauf ist. Auch wenn der bei der Installation nicht abgefragt wird.
Wie sich die CDs deiner "Kolleginnen" verhalten muss man probieren. In einem nackten Fremdsystem die CD reinstecken und Installation bis zum Schluss. Vorher natürlich ein paar Partitionen machen.
Wenn zum Schluss nur die Aktivierung übrig bleibt ist es gut so......
Gruß Holger
Soweit OK - nur was mache ich, wenn der ProductKey bei der Aktivierung herumzickt, d.h. keine gültige Installationskennung erstellt werden kann? Oder noch schlimmer: Die Installation bricht ab, weil der Product Key nicht akzeptiert wird. Das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn diese "Recovery-Installationen" sollen ja gar nicht ein zweites Mal neu installiert, sondern nur bei Bedarf repariert werden.
Deswegen hatte ich gehofft, dass evtl. jemand schon Erfahung mit der Kombination "Installation von SB-OEM, aber Product Key von Recovery Version" hat.
CU
Olaf
P.S. Wie sich die CDs deiner "Kolleginnen" verhalten muss man probieren
Hmmm... was spricht denn dagegen, dass ich meine eigene CD mit dem Systembuilder verwende? Und was wollen mir die Anführungszeichen bei Kolleginnen sagen?! *g*
Was sind dies für Rechner Hersteller
Wenn Siemens hast Du schlechte Karten.Dort ist ein festeingestellte Prozedur eingestellt.Eine Änderung der Partitionen führt dann soweit daß sicher Rechner nicht mehr recovern lässt.
Ist Tatsache.Wenn Du so Spielchen machen willst,dann schreib Dir die genauen Größen der Partitionen auf.Ansonsten fällt Dir die Klappe herunter.
Hi Conqueror,
das müsste ich nochmal in Erfahrung bringen, um welche Rechnerfabrikate es sich handelt... das Wichtigste ist mir, dass ich kein Risiko eingehe bei PCs, die mir nicht gehören. Das Beste wird wohl sein, eine ganz schlichte Recovery vorzunehmen, so wie vom Hersteller vorgesehen. Dann wird man sehen, ob die Probleme dadurch schon behoben sind. Wenn nicht, bleibt immer noch der Umstieg auf einen System-Builder.
Bei der Gelegenheit: Danke an alle :-)
CU
Olaf
AArgh, warum Frauen sich immer so einen Müll andrehen lassen müssen, aber so sind se halt unsere Frauen. Hab ich im Bekanntenkreis auch ein paar, die sich mit solchen PCs rumärgern müssen, weil se halt am falschen Ende sparen!
Lösungsvorschlag 1:
Installier ganz normal die Recovery-Version. Dann mach nachträglich mit PartitionMagic oder Vergleichbarem deine Festplatteneinteilung und installiere dann den Rest.
Lösungsvorschlag 2:
Lass dir die Nummer der RecoveryVersion geben und teste es mit der Testversion von VirtualPC bei dir am eigenen Rechner. Kannste bei MS unter http://www.microsoft.com/germany/virtualpc/testversion.mspx saugen, das hat 45Tage "Laufzeit" damit kannste den Aktivierungsprozess simulieren, in dem Du einfach das Datum vordrehst. Zum Testen reicht ja die Trial aus und hast noch 15 Tage über :-)
Wenn es dann klappt, dann kannste denen die Version aufbügeln.
ABER.... Nur das die beiden strenggenommen dann keine legale Version auf dem Rechner haben, sollte schon klar sein, falls Du die Systembuilder installieren willst.
Lösungsvorschlag 3:
RecoveryCDs waren schon immer ein rotes Tuch für mich, hab da auch schon einiges erlebt.
Überrede die beiden, das sie besser dran sind, eine eigene Systembuilder oder normale hardwareunabhängiger OEM holen, Vorteil: sie funktioniert mit jeder Hardware. Was ist, wenn einer der beiden irgendwann sagt, er will sich ein neues Mobo oder Festplatte holen, dann ist das auch wieder mit Risiko verbunden. Ebay sollte dein Ansprechpartner sein. So teuer ist XP ja auch nicht mehr, die Home schon gar nicht. Wobei ich wiederum zur Pro raten würde, kommt halt auf den Geldbeutel der beiden an. Also... Ich rate ganz klar zu einem Neukauf von XP. Die ReoveryCDs kannste ja mit der neuen "verrechnen" also auch bei Ebay verkloppen und in die neue investieren.
DIGIXP
Hmmm, ich denke Lösungsvorschlag Nr. 1 ist am Sichersten. Klingt ganz vernünftig :-)
Danke und CU
Olaf
Ich hab mal über ebay 10 original verpackte Fujitsu-Siemens XP Prof. Recovery CDs günstig ersteigert. Die Lizenzen waren nicht dabei. Habe probeweise mal eine aufgespielt, um
zu sehen obs reibungslos funktioniert. Wie oben schon erwähnt gabs keine Key-Abfrage.
Irgendwie komisch. Aktivieren ließ sich das ganze trotzdem nicht. Den Key konnte ich
auslesen. Hab dann mal probiert mit diesem Key meine Version zu installieren, hat nicht
funktioniert. Was den Rückschluss zulässt, dass es anders herum auch nicht geht.
Das bestärkt mich in meinem Vorhaben, solche Experimente zu unterlassen... Danke!
CU
Olaf
@Olaf
Also... was bleibt übrig? Lösung 3 Conqueror's Warnung sollte nicht ausser Acht gelassen werden.
Erzähl denen das es besser ist ne Systembuilder neu zu kaufen und gut ist. Dann können die aktivieren, und partitionieren und wieder neu installieren, das die Schwarte kracht und gleich nochmal von vorne. Riskiere den Ärger nicht! Frauen können in der Richtung sehr fies sein. Ich durfte mir auch schon mal so etwas anhören, als ich was "versucht" habe. Auch im Zusammenhang mit Recoverys
Ich finde solche Bevormundungen der Hersteller absolute Sch.... Aber besonders Frauen fallen auf so "Schnäppchen" gerne rein, ist ja billig!
Sollte ich bei einem PC sowas finden, verkaufe ich diese Versionen sofort und besorge mir die richtigen Versionen ala SB oder OEM, Recovery, ich glaub ich spinne!
Ich finde den Grundsatz nicht verkehrt: dein PC gehört Dir, also mach was! (frei nach M.N.)
Also ich würde den zwei sagen, entweder Systembuilder neu oder nix iss. Denn sonst kannst Du dir den drückenden Schuh anziehen, nur weil die ggf.sparen wollten
Denk mal darüber nach.
DIGIXP
Naja, ich sehe das nicht so frauen-spezifisch, aber grundsätzlich ist schon was dran. Vor allem wenn es hinterher - egal ob nach einer Recovery oder eine Neuinstallation - aus irgendwelchen Gründen nicht so läuft, ist man als Helfer schnell der Dumme...
CU
Olaf
