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REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität

Michael Nickles / 29 Antworten / Baumansicht Nickles
Windows 10 Updates: Ständig Warten bis zum Erbrechen.

Microsoft hat damit begonnen das Ende von Windows 7 (in 3 Jahren) anzukündigen und empfiehlt den Umstieg auf Windows 10. In der Microsoft Mitteilung wird so ein Umstieg zu Windows 10 sehr schmackhaft beschrieben. Um es kurz zu machen: bei Windows 10 soll halt alles besser und produktivitätssteigernd sein.

Aber es gibt ein fatales Problem über das endlich geredet werden muss: Windows 10 ist der gruseligste Produktivitätskiller den Microsoft jemals verbrochen hat. Ich fahre Windows 10 auf meinem Desktop PC (parallel zu älteren Windows-Versionen), meinem Laptop und habe inzwischen auch ein (sehr neues) Tablet mit Windows 10.

Ein Neustart geht noch...

Mal schnell was erledigen...

Die Idee ein Windows 10 Gerät mal auf die Schnelle hochzufahren um damit etwas zu erledigen habe ich hingeschmissen. Der Dreck geht fast immer schon beim Start eines Rechners los. Windows 10 startet nicht durch, sondern es kommt ein Hinweis, dass irgendwas "vorbereitet" oder "aktualisiert" werden muss.

Hinweise wie "es dauert nur ein paar Minuten" bedeuten in Klardeutsch: in ein paar Minuten geht es mit dem nächsten Schritt weiter, der weitere Minuten Wartezeit erfordert. Die wenigen Minuten summieren sich dann rasch zu einer gefühlten Ewigkeit. Sind bei der endlosen Aktualisierungsorgie nur 1 bis 2 Neustarts fällig, dann ist das schon ein ausgesprochener Glücksfall.

Immerhin haben diese "Aktualisierungen" beim Start des Rechners einen irren Vorteil: man weiß sofort, dass man mal wieder die Arschkarte hat, an ein baldiges Arbeiten gar nicht zu denken ist. Ich möchte nicht wissen, wie viel verplemperte Arbeitszeit Unternehmen durch Warten auf Windows 10 entsteht und was das kostet.

Gleich geht es weiter - vielleicht.

Update-Terror im Hintergrund...

Noch viel fieser ist die Situation, wenn Windows 10 im Hintergrund Updates runter lädt um die nächste Update-Orgie vorzubereiten. Man kriegt das eigentlich nur dadurch mit, wenn ein Rechner beziehungsweise dessen Internetverbindung plötzlich arschlahm wird. Ein manuelles Aufrufen von Update zeigt dann in der Regel, dass Windows 10 schwer am Saugen ist.

Bei einer schnellen Internetverbindung fällt das nicht so arg ins Gewicht, fatal wird es aber bei mobiler Nutzung, beispielsweise in einem Hotel mit WIFI-Verbindung oder bei einem WIFI-Hotspot. Da kriegt man meist nur "wenig" Bandbreite und wenn der Windows 10 Update-Mechanismus diese weg frisst, ist halt Schluss mit nebenbei "Surfen". 

Windows 10 bietet natürlich "Updateeinstellungen". Da lässt sich beispielsweise festlegen, dass Windows 10 zu einer vorgegebenen Nutzungszeit für Aktualisierungen keine automatischen Neustarts durchführt. Das löst das Kernproblem der ewigen Warterei aber nicht, verschiebt das Ärgernis nur bis zum nächsten Neustart. Recht sinnlos ist auch die Option, den Zeitpunkt für Neustart und Aktualisierung auf einen Termin festzulegen, zu dem der Rechner nicht benötigt wird. Gerade mobile Geräte lässt man halt ungern "die Nacht durchlaufen".

Die Zeitfresserei durch ständige Updates und Neustarts hängt von weiteren Faktoren ab - konkret der Leistungsfähigkeit der verfügbaren Hardware und vor allem auch der verfügbaren Internetbandbreite. Im Idealfall hat man einen Highend-Rechner und mindestens 100 MBit/s Internet-Speed, besser 200 MBit/s oder ein GBit/s. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, dann wird es verdammt brutal, Windows 10 Aktualisierungen können "ewig" dauern.

Knackpunkt Leistungsvoraussetzungen...

Leider erfüllt die Masse der Windows 10 Geräte diese Leistungsvoraussetzungen vermutlich nicht und mindestens 100 MBit/s Internet-Saft hat man auch nicht rund um die Uhr und an jedem Ort. Über Microsofts Verarschung bezüglich der Mindestvoraussetzungen für Windows 10 (die soweit mir bekannt erforderliche Internetbandbreite gar nicht berücksichtigen) reden wir an dieser Stelle besser nicht.

Auch fies: Microsofts Offensive, Windows 10 auf mobilen Geräten durchzudrücken. Im Fall von ehr schwach ausgestatten mobilen Geräten, kriegen deren Hersteller Windows 10 Lizenzen praktisch geschenkt. Das hat dazu geführt, dass es zig sehr preiswerte Geräte mit Windows 10 gibt (ab ca 60 Euro) die ein "Windows 10 Erlebnis" suggerieren. Exakt auf solchen Geräten dürften die Windows 10 Updates eine ganz besondere Folter sein.

Produktivität statt Folter...

Glücklicherweise arbeite ich kaum noch mit Windows 10 beziehungsweise Microsoft-Krempel überhaupt. Die Masse der Aufgaben kann ich längst problemlos mit meinen Android-Geräten erledigen. Auch mein neues Tablet (Bericht folgt) ist Dualboot-tauglich und ich verwende fast nur noch Remix OS (ein Android-Ableger mit Fenstertechnik) darauf.

Wenn ich eines meiner Android-Geräte einschalte, dann kann ich sofort damit arbeiten. Ich habe noch niemals auf irgendeine Aktualisierung warten müssen und ich wurde auch noch nie unerwartet zu Neustarts gezwungen. Android bzw Google erledigt das "Linux-typisch" ganz bequem rasch und generell im Hintergrund. Fürs "Grobe" (Multimedia-Streaming, NAS usw) sind im Haushalt im 24-Stunden-nonstop-Betrieb zwei spottbillige Raspberry Pi Einplatinenrechner im Einsatz. Auf denen ist natürlich Linux drauf und sie laufen einfach durch.

So geht Produktivität heute! Microsoft hinkt da restlos hinterher und mit Windows 10 ist es im Vergleich zu früheren Windows-Versionen noch schlimmer geworden.

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STAR-Z Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Hallo Michael,

genauso geht's mir auch! Die Windows-Updateritis hat mich zum Schluß so genervt (schon vor Win 10), daß ich auf Linux umgestiegen bin. Fast alle Rechner bei uns laufen jetzt unter Xubuntu. Leider wird ein Windows bei uns noch gebraucht, zum Spielen und weil mein Sohn dazn.com streamen will (was ich unter Xubuntu 16 nicht zum laufen bekommen habe). Da habe ich ihm den Tip gegeben, den Windows-Rechner schon 1 Stunde vorher zu starten!

Grüße

Star-Z

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mi~we Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Geht es hier um die Insider-Version von Windows 10? Wenn ja: selber Schuld! Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine Probleme absolut nicht nachvollziehen. Das installiert einmal im Monat am Patchday Updates und ansonsten herrscht da Ruhe im Karton.

"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
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Michael Nickles mi~we

„Geht es hier um die Insider-Version von Windows 10? Wenn ja: selber Schuld! Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine ...“

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Es geht um die reguläre Originalversion, keine Insider-Version.

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Hamburger19 Michael Nickles

„Es geht um die reguläre Originalversion, keine Insider-Version.“

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bei mir läuft eine reguläre Pro Orginalversion. Bei Windows 7 habe ich die Updates erst am Sonntag heruntergeladen. Bei Windows 10 funktioniert das auch.

https://www.deskmodder.de/wiki/index.php/Automatische_Updates_deaktivieren_oder_auf_manuell_setzen_Windows_10

Gruß

Qualität statt Quantität
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winnigorny1 Hamburger19

„bei mir läuft eine reguläre Pro Orginalversion. Bei Windows 7 habe ich die Updates erst am Sonntag heruntergeladen. Bei ...“

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Ganz genauso ist es bei mir auch. - Nur dass ich die Win10Updates wg. der Dauer ganz abgeschaltet habe und sie von Winfuture ziehe. - Das geht zack, zack.

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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habus21 mi~we

„Geht es hier um die Insider-Version von Windows 10? Wenn ja: selber Schuld! Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine ...“

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Genau so ist es bei mir auch! Ich hab auch keinen Update-Terror. Und ich weiß halt auch, wenn der Läppi beim runterfahren schon meldet "Windows wird vorbereitet...", dann braucht er beim Einschalten auch ein bißchen länger. Keine Ahnung, was Mike da für komische Probleme hat.

Gruß Habus

http://wetter-aus-teltow.de
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Viridis habus21

„Genau so ist es bei mir auch! Ich hab auch keinen Update-Terror. Und ich weiß halt auch, wenn der Läppi beim runterfahren ...“

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Also, ich verwende in der Firma, bei mir zu Hause im Büro seit knapp einem Jahr Win10 Pro und habe die Probleme mit den Updates nicht. Natürlich werden immer wieder Updates gemacht, aber ich hab dafür noch nie einen Rechner während der Arbeitszeit neu starten müssen. Zu Hause fahre ich den PC sowieso abends immer runter und der in der Firma wird von Zeit zu Zeit in der Nacht neu gestartet, wobei MS Anwendungen  wieder den Zustand vor dem Start herstellen.

Ich weiß nicht, was ihr alle für ein gejammere habt. Vielleicht sollte ihr mal die Neustartoptionen ausschalten!

Gruß Viridis

Viridis Software
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mawe2 mi~we

„Geht es hier um die Insider-Version von Windows 10? Wenn ja: selber Schuld! Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine ...“

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Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine Probleme absolut nicht nachvollziehen.

dto.

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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winnigorny1 mi~we

„Geht es hier um die Insider-Version von Windows 10? Wenn ja: selber Schuld! Bei meinem regulären Windows 10 kann ich deine ...“

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...... kann ich deine Probleme absolut nicht nachvollziehen

Geht mir wie dir, mi-we! Von der Updaterei kriege ich höchstens etwas mit, wenn ich morgens den Rechner hochfahre und die Mitteilung: "Schalten Sie den Rechner nicht aus.........." kommt.

Das juckt mich jedoch in keinster Weise, da ich nach dem Druck auf den "ON-Button" gleich ins Bad zum Zähneputzen gehe......

Und auch das juckt mich nicht, weil bei mir ne schnelle Samsung 850 pro/1TB als "Systemplatte" "läuft". Das ist so was von ratzfatz erledigt....

Und ich habe "nur" eine 50MBit-Leine ins Netz.....

Was mache ich falsch? Unschuldig

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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gelöscht_266722 Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Immerhin haben diese "Aktualisierungen" beim Start des Rechners einen irren Vorteil: man weiß sofort, dass man mal wieder die Arschkarte hat,

Ist und war das nicht schon immer so bei Windows,allen Versionen!Bloß es wird immer schlimmer.

Wenn das Update eingespielt wird hat der Nutzer Handschellen.Ich bin noch mehr sauer,das, das gezetere sich nicht nur über Minuten,sogar über Stunden hinzieht.

Außerdem kratzt das W10 an der Akkuleistung meines Laptops,welcher fast neu ist.

Gruß

         rk49

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mawe2 gelöscht_266722

„Ist und war das nicht schon immer so bei Windows,allen Versionen!Bloß es wird immer schlimmer. Wenn das Update ...“

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Ist und war das nicht schon immer so bei Windows,allen Versionen!

Nein.

Bei allen Versionen vor Windows 10 konnte der Benutzer selbst entscheiden, ob und wann Updates installiert werden. Da hatte man also das Problem der Updates im unpassenden Moment höchstens, wenn man sich selbst um diese Einstellungen nicht gekümmert hat.

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apollo4 Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Microsoft hinkt da restlos hinterher und mit Windows 10 ist es im Vergleich zu früheren Windows-Versionen noch schlimmer geworden.

Genau so sehe ich das auch. Schlimmer geht immer.

Auf denen ist natürlich Linux drauf und sie laufen einfach durch.

Stimmt und ich bin damit auch mit Linux  zufrieden weil da einfach alles erledigt werden kann was ich auch schon unte Windows gemacht habe.

Win10 ist ja für mich nicht Modern wie MS und das Glauben machen will.Ich würde Win 10 auch nie als Produktives System einsetzen. Da sind noch viele Baustellen wie das Halbjährliche Upgrade ja zeigt.

Ein Computer ist dafür da, Dir die Arbeit zu erleichtern, die Du ohne Computer nicht hättest.
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Borlander Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Der mit Abstand größte Produktivitätskiller sind die nicht verschiebbaren Systemneustarts für Updates. Die erfolgen regelmäßig auch unerwartet nachts und kosten mich dann jedes mal mindestens eine halbe Stunde um dort weiterarbeiten zu können womit ich am Vortag aufgehört habe.

Abgesehen davon sehe finde ich es auch mehr als unschön, wenn das Notebook dann irgendwann ohne mein Zutun gut in der Tasche verpackt aus dem StandBy* aufwacht und damit dann gefühlt nicht mehr viel fehlt bis die Tasche in Flammen aufgeht :-|

* (Runterfahren und Neustarten nach dem Einschalten tue ich mir schon lange nicht mehr freiwillig an)

Angeblich soll es aber nun in Zukunft zumindest möglich werden die Neustarts um bis zu 35 Tage zu verschieben.

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mawe2 Borlander

„Der mit Abstand größte Produktivitätskiller sind die nicht verschiebbaren Systemneustarts für Updates. Die erfolgen ...“

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Die erfolgen regelmäßig auch unerwartet nachts

Du kannst doch Deine übliche Nutzungszeit definieren. Die Updates werden dann außerhalb Deiner Nutzungszeiten installiert.

Und die Zeit für den Neustart kann man nochmal extra definieren.

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Borlander mawe2

„Du kannst doch Deine übliche Nutzungszeit definieren. Die Updates werden dann außerhalb Deiner Nutzungszeiten ...“

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Die Updates werden dann außerhalb Deiner Nutzungszeiten installiert.

Und genau dies führt zum Update und Neustart Nachts. Und am nächsten Tag stelle ich dann als erste Aktion fest, dass das System gegen meinen Willen neu gestartet wurde. Nach öffnen der üblichen Office-Anwendungen habe ich erst mal 20-30 wiederhergestellte Dokumente und da fängt das Ärgernis schon an.

Und die Zeit für den Neustart kann man nochmal extra definieren.

Die Optionen beschränken sich auf "Jetzt sofort" (was eigentlich niemals praktikabel ist wenn man gerade am System arbeitet), oder außerhalb der Nutzungszeiten. Die Nutzungszeiten können übrigens nicht mehr als 12h umfassen. Fazit: Die aktuelle Umsetzung ist eine Frechheit von Microsoft.

Es gibt wohl sogar ein Tool, dass nichts anderes macht um die Nutzungszeiten rollierend zu verschieben um der Automarik entgegenzuwirken.

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mawe2 Borlander

„Und genau dies führt zum Update und Neustart Nachts. Und am nächsten Tag stelle ich dann als erste Aktion fest, dass das ...“

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Und jetzt die Frage: Wieso nutzt Du dann überhaupt Windows 10?

Dein Nutzungsszenario spricht doch ganz klar dafür, so lange wie möglich bei Windows 8.1 zu bleiben.

Es gibt wohl sogar ein Tool, dass nichts anderes macht um die Nutzungszeiten rollierend zu verschieben um der Automarik entgegenzuwirken.

Ist ja hübsch! :-)

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Borlander mawe2

„Und jetzt die Frage: Wieso nutzt Du dann überhaupt Windows 10? Dein Nutzungsszenario spricht doch ganz klar dafür, so ...“

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Dein Nutzungsszenario spricht doch ganz klar dafür, so lange wie möglich bei Windows 8.1 zu bleiben.

Das meinst Du hoffentlich nicht ernst?

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mawe2 Borlander

„Das meinst Du hoffentlich nicht ernst?“

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Das meinst Du hoffentlich nicht ernst?

Doch, natürlich meine ich das ernst.

Du beklagst Dich doch genau über den Nachteil von Win 10, den Win 8.1 nicht hat.

Welche Vorteile von Win 10 nutzt Du denn, die es Dir erträglich erscheinen lassen, den beschriebenen Nachteil in Kauf zu nehmen?

Win 8.1 ist momentan das ideale Windows für Produktivsysteme, da es einerseits alle Vorteile von Win 7 hat, dazu aber eine doppelt so lange "Restlaufzeit".

Win 10 läuft im Moment bei mir nur auf Testsystemen. Und dort habe ich keine Probleme mit dem Updateverhalten. Aber wenn Du solche Probleme ständig erlebst, ist doch die Frage gerechtfertigt, warum Du Win 10 überhaupt nutzt?

Dass der Update-/Upgradezwang bei Win 10 der Hauptnachteil gegenüber Win 8.1 ist, war ja schon vor der finalen Veröffentlichung bekannt.

Gruß, mawe2

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Borlander mawe2

„Doch, natürlich meine ich das ernst. Du beklagst Dich doch genau über den Nachteil von Win 10, den Win 8.1 nicht hat. ...“

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Wenn Du Dein Testsystem regelmäßig herunterfährst (kann das nicht verstehen, aber es gibt immer noch erstaunlich viele Menschen die das machen) und neu startest, dann wirst Du mit dem Zwangsneustart wohl keine großen Probleme haben…

Am Ende ist es ziemlich genau dieser eine Nachteil, bei dem aber wie oben geschrieben eine Abhilfe in Sicht ist.

Insgesamt ist die UI von Win10 weniger schlecht als bei Win8(.1) und bringt spürbare Vorteile beim Umgang mit sehr vielen Fenstern (u.A. Multidesktop).

Win 8.1 ist momentan das ideale Windows für Produktivsysteme, da es einerseits alle Vorteile von Win 7 hat, dazu aber eine doppelt so lange "Restlaufzeit".

Die konsistente UI (nur Desktop) hast Du seit Win8 nicht mehr, da gibt es keinen Spielraum für Interpretationen. Die Vorteile von Win 8.1 muss der großen Mehrheit der Nutzer wohl entgangen sein. Wahrscheinlich bist Du der einzige der die zu erkennen vermag. Und beim Argument Restlaufzeit hast Win10 ganz deutlich die Nase vorne.

Abgesehen davon finde ich es sehr interessant, dass Du "mein Nutzungsszenario" besser kennst als ich…

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mawe2 Borlander

„Wenn Du Dein Testsystem regelmäßig herunterfährst kann das nicht verstehen, aber es gibt immer noch erstaunlich viele ...“

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Die konsistente UI (nur Desktop) hast Du seit Win8 nicht mehr

Genau.

Aber das gilt für Windows 10 umso mehr. Mit jedem Upgrade wird mehr von der ursprünglichen klassischen UI in die Modern-UI verpflanzt.

Das ist also ganz gewiss kein Argument für Windows 10.

Die Vorteile von Win 8.1 muss der großen Mehrheit der Nutzer wohl entgangen sein.

Ja, das sind sie offensichtlich. Die Lügenpresse und postfaktische Blogs haben ganze Arbeit geleistet und den Leuten den Unfug von einem angeblich "problematischen" Windows 8.x erzählt. Und eine Mehrzahl von auch ansonsten schlecht informierten Nutzern haben das dann auch geglaubt.

Jeder, der sich vorurteilsfrei damit beschäftigt wird feststellen, dass Windows 8.1 ein besseres Windows 7 ist aber ohne die massiven Nachteile von Windows 10.

Und dass Du hier Windows 10 an diesem Punkt verteidigst, während Du genau diese Nachteile beklagst, die es für Dich hat, ist schizophren.

Abgesehen davon finde ich es sehr interessant, dass Du "mein Nutzungsszenario" besser kennst als ich

Ich kenne nur das, was Du hier dargstellt hast. Und as spricht eindeutig für Windows 8.1 und gegen Windows 10.

Nach den Vorteilen von Windows 10, die für Dich maßgeblich sind, habe ich Dich ja gefragt. Genannt hast Du sie bis jetzt nicht...

Gruß, mawe2

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Borlander mawe2

„Genau. Aber das gilt für Windows 10 umso mehr. Mit jedem Upgrade wird mehr von der ursprünglichen klassischen UI in die ...“

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Mit jedem Upgrade wird mehr von der ursprünglichen klassischen UI in die Modern-UI verpflanzt. Das ist also ganz gewiss kein Argument für Windows 10.

Genau damit bekommst Du aber immerhin eine konsistentere UI. Finde ich nicht toll, aber weniger störend als etwas zusammengewürfeltes.

Nach den Vorteilen von Windows 10, die für Dich maßgeblich sind, habe ich Dich ja gefragt.

Doch. Ich habe z.B. auf die verbesserten Möglichkeiten zum Umgang mit vielen Fenstern incl. Multi-Desktop-Funktion hingewiesen. Und auch wenn ich mich damit wiederhole: Abgesehen von den unerwünschten Neustarts gibt es bislang keine anderen Probleme die mich in meiner Produktivität einschränken. Ich verstehe nicht wie man daraus nun eine Diskussion vom Zaun brechen kann um mich davon zu überzeugen, dass Win8.1 viel besser für mich wäre. Vor allem auch weil nur diesen kleinen (für den Thread relevanten) Teilaspekt kennst den ich hier genannt habe…

Die Lügenpresse und postfaktische Blogs haben ganze Arbeit geleistet und den Leuten den Unfug von einem angeblich "problematischen" Windows 8.x erzählt.

Mit "Lügenpresse" als Argument zu kommen ist einfach nur noch absurd. Du willst offensichtlich nicht, dass man Dich ernst nehmen kann.

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mawe2 Borlander

„Genau damit bekommst Du aber immerhin eine konsistentere UI. Finde ich nicht toll, aber weniger störend als etwas ...“

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Mit "Lügenpresse" als Argument zu kommen ist einfach nur noch absurd.

Ich wusste, dass Du das schreibst.

Die "Presse", die der breiten Mehrheit eingeredet hat, Windows 8.x wäre schlecht (also auch schlechter als Windows 7), hat eben einfach gelogen.

Es gab natürlich genau so auch sachliche Artikel zum Thema, aber die wurden eben weitaus weniger wahrgenommen als die ungerechtfertigten Verrisse.

Du willst offensichtlich nicht, dass man Dich ernst nehmen kann.

Wenn Du mich bei sachlichen Fragen nicht ernst nimmst, ist das allein Dein Problem!

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greb Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Ja, fine ich auch die absolute Hölle und jedes Mal wird wieder am Update Mechanismus geschraubt, so dass Tools, die den Update über Tage oder Wochen verhindern wollen wieder ausgehebelt. 

Zudem habe ich jedes Mal danach wieder ungefragt neuen Mist (z.B. Candy-Crush und irgendwelche MS Tools). Auch habe ich das Gefühl, dass danach jedes Mal viele Defaults (Browser, JPG viewer usw.)  wieder auf MS Produkte (oder solche, die MS viel Geld zahlen) zurückgestellt worden sind. 

Sobald es eine valable Alternative zu Win gibt, bin ich weg - garantiert, aber die sehe ich im Moment leider nicht ... ich spreche hier von produktivem Office-Einsatz mit allen Treibern und sonstigen Interfaces und nicht nur WWW Browsen und Mails beantworten ...

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RW1 Michael Nickles

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Noch viel fieser ist die Situation, wenn Windows 10 im Hintergrund Updates runter lädt um die nächste Update-Orgie vorzubereiten.

Ja soll das denn beim normalen Betrieb erfolgen und du kannst dann nichts anderes machen?

Ich verstehe manchmal nicht so ganz was du (ihr) wollt. W10 läuft bei mir auf 4 Rechnern mit unterschidlichsten Hardwareausstattungen ohne nennenswerte Probleme. MS patcht jeden 2. Dienstag im Monat seine Systeme. Das als "Uptadteterror" zu beszeichnen finde ich etwas stark übertrieben. Dann musst Du auch die ganzen Werbeeinblendungen hier auf Nickles als "Werbeterror auf der Nickles Seite" verschlagzeilen.

Gruß vom weißen Hunsrück

Ralf

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mawe2 RW1

„Ja soll das denn beim normalen Betrieb erfolgen und du kannst dann nichts anderes machen? Ich verstehe manchmal nicht so ...“

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Ich finde auch, dass man den Begriff "Terror" (gerade heutzutage) etwas überlegter verwenden sollte.

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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presla Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Hallo Michael, da mich dies auch stört, Updates zu einem ungünstigen Punkt,also wenn ich etwas auf die Schnelle PC-technisch durchführen will,habe ich automatische Updates mit wushowhide.diagcab blockiert.Updates installiere ich zu einem mir genehmen Zeitpunkt und vor Allem nach Hinweisen das die Updates keine Probleme verursachen.

Grüße aus NRW von Presla....... Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut. Kurt Tucholsky
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Nichtsnutz Michael Nickles

„REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Hallo,

das kann ich noch steigern,hab ein Laptop(i5 mit 8GB) mit Win 10 den brauch ich nur alle paar Monate z.b

Update Fernbedienung,Smartphone,Steuer also alles was ich nicht einfach so mit Linux machen kann.

Das ganz ist fast so wie früher mit einem 9 Nadeldrucker und einem aus Druck von 50 Seiten,ich werde durch WIndows eines Tages an einer Kaffeevergitung sterben.

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mike_2006 Michael Nickles

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Entmündigung

Irgendwie muss ich mich gerade mal wieder daran erinnern, dass man bis einschließlich zu Windows XP den Dienst "Geplante Tasks" ohne Probleme abschalten konnte. Bei Windows 10 besteht für den Administrator im normalen Modus für gewisse Dienste jedoch keine Möglichkeit, diese zu beenden oder gar zu deaktivieren.

Ich als Besitzer des Geräts kann der darauf installierten Software, welche ich ebenso als Lizenz besitze, somit nicht hinreichend Befehlen, was sie zu tun und zu lassen hat. So etwas ist eigentlich nur dann zu tolerieren, wenn es sich um sicherheitsrelevante Bereiche in der Anlagensteuerung handelt. Bei einem Werkzeug wie einem allgemeinen Computer hingegen muss es immer ein sudo geben und die Sache hat erledigt zu sein.

Im Hinblick auf Windows 10 ist zu attestieren, dass ein geplantes Nutzungszeitfenster von maximal zwölf Stunden, ebenso wie der Systemsteuerungs-Dualismus, nicht unbedingt seriös rüberkommen. Aber das sind oberflächliche Probleme, die sich eigentlich recht einfach beheben lassen. Seit XP ist 10 die erste Ausgabe, welche keinen behäbigen Eindruck mehr macht: Die Grundlage des Betriebssystems ist sehr solide und performant geworden. Schön wäre es allerdings, wenn mehr alternative Öberflächen für Windows erhältlich wären: Die Möglichkeit, sich von der (ehemaligen?) Schreckenszentrale "explorer.exe" zu lösen, hat bei Windows theoretisch schon immer bestanden.

Ressourcenverschwendung

Das System selbst hat eine Menge an geplanten Aufgaben, die anhand gewisser Startkonditionen ausgeführt werden, wie Beispielsweise der Idle-Condition. Nicht zu vergessen ist selbstverständlich der integrierte Virenscanner, welcher manchmal einfach einem unbeherrschbaren Such/Updatezwang unterliegt. Alternativen hierzu sind selten besser. Hinzu kommt mittlerweile für fast jede installierte Software ein eigener Eintrag zum Update der solchen.

Unabhängig ob es sich um System-Interne oder Drittanbietertasks handelt, kann deren rigorose Ausführung abhängig vom Nutzungsszenario aus einer SSD eine gefühlte HDD aus Mitte 2000 machen. Selten vergehen Nutzungsstunden, ohne dass irgendein Dienst im Hintergrund irgendetwas machen "muss".

Ein Schalter, welcher dem System mitteilt, dass eine kurze Pause eben keine Idle-Condition zum Start irgendeiner geplanten Aufgabe darstellt, wäre prinzipiell recht einfach zu implementieren. So einfach wie dem System Caffeine zu geben ist es allerdings dann doch nicht. Wenn also jemand gerade den entsprechenden Registry-Key zur Hand hätte, wo die systemweiten Bedingungen an Idle-Conditions definiert sind, würde ich mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

Sehr erfreulich sind auch solche Situationen, in denen man auf einen mobilen Hotspot zurückgreift (anstelle von x einzelnen Simkarten): Diese Hotspots bieten oftmals keine hinreichende Möglichkeit zur Verbrauchserfassung bzw. zur Unterbindung ungewollter Kommunikation. Sobald ein modernes Betriebssystem dann das WiFi riecht, werden alle Aufgaben wie gewöhnlich, volles Rohr, durchgeführt. Wären die Softwareanbieter mit den TK-Anbietern verbandelt, so könnte man ein verschwenderisches Datennutzungsverhalten mit marktregulierenden Maßnahmen bekämpfen. Da dem nicht so ist lässt sich übermäßige Datennutzung nur mit Ignoranz in der Entwicklung erklären.

Ganz vergessen hatte ich ja diese ganzen tollen Synctools der Cloudspeicheranbieter: Selbstverständlich ist es normal dass eine Anwendung, die technisch gesehen nichts weiteres ist als ein verpackter rsync, dauerhaft um die 100MB sowie am liebsten einen ganzen eigenen Prozessor in Anspruch nimmt. Besonders schön ist es dann, wenn sich irgendwann herausstellt, dass zur Darbietung von Features mit diskutierbarem Nutzen trotz deren Deaktivierung dauerhaft weitreichende und somit potentiell gefährliche Berechtigungen für die Anwendung hinterlegt werden. Warum brauchen eigentlich so viele Programme, welche prinzipiell rein auf der Benutzerebene ablaufen, administrative Berechtigungen bei der Installation oder gar dauerhaft einen eigenen Dienst? Genauso wie animierte Webinhalte aufgrund unsicherer Wiedergabesoftware gefährlich sein können, so können im Allgemeinen alle Nutzerdaten gefährlich sein und sollten daher vorsichtshalber nur von Prozessen mit beschränkten Zugriffsrechten gehandhabt werden!

Leider ist es nicht möglich, Ressourcenverschwendung bei Computern hinreichend auf einzelne Anwendungen zurückzuführen. Allerdings hatte ich irgendwann auch mal eine Bachelorarbeit durchgelesen, in der die Unterdrückung von Werbung beim Surfen zu einer messbaren Stromersparnis geführt hat. Ich selbst hatte aus versehen einmal die standardmäßig eingestellte Startseite des standardmäßig eingestellten Webbrowsers unter einem frisch installierten Windows 10 durchladen lassen - und bin nach einem Blick in den Taskmanager, Stichpunkt Speicherverbrauch, fast vom Stuhl gefallen.

Gerne rechne ich bei den Kraftstoffpreisen die Ökosteuer heraus: Wie viel kostet das eigentliche Benzin? Wie viel Geld bezahle ich neben meiner jährlichen KFZ-Steuer dafür, dass die Straßen in Ordnung sein sollten?

Genauso wäre es doch eine super Idee, wenn man hinreichend präzise bestimmen könnte, wie viele Ressourcen durch Prozesse verbraucht werden, welche nicht zur Erfüllung der Aufgaben des Nutzers beitragen, sondern ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen des Anbieters dienen, um genau diese Verschwendung den Dienstanbietern in Rechnung stellen zu können. Im Klartext sehe ich es nicht ein, warum der übermäßige Einsatz des vergleichsweise ineffizienten Javascript durch Webseiten meine Zeit und meinen Strom kostet.

Ebenso verstehe ich es einfach nicht, warum moderne Browser des Öfteren Probleme mit der effizienten Verwaltung von Webprozessen haben: Während ich auf einem mobilen Einkerner aus 2005 unter XP auch gerne mal hundert Tabs offen hatte, wird es heute trotz neuerer Hardware bereits ab ca. 70 Tabs eng. Kein Wunder: Jedes Tab erhält heute ja seinen eigenen Prozess, welcher ohne nennenswerte Überwachung im Hintergrund einfach weiterläuft. Allerdings sollte es doch bei korrekter Implementierung von Nebenläufigkeit de facto nie zu Aufhängern in der Oberfläche kommen, wenn ich mich recht an die CS-Zweitsemestervorlesung erinnere.

Im Vergleich gesehen

Ist leider eine überwältigende Ignoranz der "großen" kommerziellen Anbieter im Hinblick auf Personen ohne Hochgeschwindigkeitsanbindung festzustellen. Interessant ist insbesondere, dass das erforderliche Übertragungsvolumen moderner Betriebssysteme und Anwendungen teilweise schneller wächst als die verfügbare Bandbreite in durchaus als "modern" zu betrachtenden Regionen der Welt (zu Beachten sind mittlere erforderliche Übertragungszeit und ggf. Volumenpreise!). Wenn man nun die preisliche Entwicklung im Postversand betrachtet, so ist es in manchen Regionen der Welt derzeit durchaus nicht unwirtschaftlich, sich seine Updates einmal im Monat auf Scheibe per Post zukommen zu lassen. Vielerorts freut man sich nämlich mangels brauchbarer Landline darüber, ein ganzes GB im 3G-Netz für "nur" umgerechnet 10€ zu erhalten (Nach Wechselkursumrechnung ist das verglichen mit dem länderspezifischen Durchschnittseinkommen durchaus nicht wenig!). Die Verfügbarkeit eines preislich adäquaten Internetzugangs mit hinreichender Bandbreite ist maßgeblich abhängig davon, ob der TK-Markt in dem entsprechenden Land hinreichend reguliert wird. In Deutschland ist man da mittlerweile recht weit. Aber die Menschen aus jenen Ländern mit teurem Internet werden durch die massive, rücksichtslose Fokussierung auf Internetdienste in ihrem Nutzungserlebnis, und somit in Ihrem Potential bei der Nutzung moderner Technologien, eingeschränkt. Ich finde das unfair.

Stellen wir es einmal anders dar: Wenn in Deutschland in 2016 noch die Hälfte des Umsatzes der Musikindustrie von der Scheibe kommt, obwohl Musikdownloads über das Internet technisch gesehen schon seit mehr 16 Jahren machbar sind, dann muss man sich Fragen, ob dies maßgeblich durch die Präferenz der Verbraucher über das Speichermedium gekaufter Inhalte beeinflusst ist oder durch reale Nachteile bei der Nutzung von nicht-offlinefähigen digitalen Inhalten (Stichwort: Kopierschutz) bedingt wird. Vor diesem Hintergrund mag einem ein halbes Lachen und ein halbes Weinen im Gesicht stehen, wenn man archivierte Pressemitteilungen mit Aussagen aus der Medienindustrie zum Thema Streaming liest: Fehlender Mut zur Modernität und paranoide Angst vor Piraterie hat sowohl Anbietern als auch Nutzern seit Jahren geschadet. Für jedes eröffnete, "legale" Streamingportal existierte bereits seit Jahren irgendein "illegales" Portal, welches zumindest denselben inhaltlichen Umfang geboten hatte. Und auch heute noch gibt es für jedes existierende, "legale" digitale Medienangebot mindestens ein "illegales", zumeist kostenloses Angebot, welches abseits qualitativer Kriterien aufgrund größerer inhaltlicher Vielfalt oder aufgrund fehlender Einschränkungen in der Nutzung als mindestens gleichwertig anzusehen ist.

Ich persönlich habe mir einen Nano mit IR-Diode gebastelt, damit mich Netflix nicht immer fragt, ob ich noch zuschaue. Um meine Inhalte ohne übermäßigen Aufwand synchron in Küche und Esszimmer sehen zu können, habe ich letzen Endes im Jahre 2016 auf eine 1987 eingeführte Schnittstelle von Big Blue zurückgegriffen. Das Umschalten zwischen Medienquellen dauert hierbei interessanterweise nur halb solange wie bei der aktuellen höchauflösenden Medienschnittstelle. Wie schön war das noch als die alten Röhren-TVs innerhalb von einer halben Sekunde den Kanal gewechselt haben!

Aber ist es nicht unfair, dass jene Verbraucher, die nicht über das erforderliche Know-How oder Geld verfügen, der Nutzungsdoktrin von Anbietern schutzlos ausgeliefert sind?

Kopierschutzmaßnahmen sind aufgrund hinreichender Sicherheit des Auftretens von Problemen bei der Nutzung durch berechtigte Personen als disnützliche Produktattribute anzusehen. Nicht-Kopiergeschützte Inhalte müssten demnach teurer sein oder andere Nachteile mit sich bringen. Back to basics wäre ein 1000facher Scheiben-Wechsler in Schrankform langfristig eigentlich gar keine so schlechte Idee!

Insgesamt

Ist an der Response zum ursprünglichen Beitrag bereits zu erkennen, dass sich unter den hier aktiven Nutzern eine vermutlich nicht vollständig aufzuklärende Lücke in der gespürten Effizienz der individuellen Installationen desselben Betriebssystems findet.

Für eine so weitreichende Entscheidung wie der Wahl des Betriebssystems sollte man seine persönliche Frustrationsgrenze gut kennen und sorgfältig abwägen. Die Aussicht, dass irgendwann in der Zukunft einmal alle Probleme weggepatcht sein werden, ist heute wenig hilfreich. Die Frage ist somit eher, wie viel persönliches Know-How man sich langfristig aneignen möchte, um sich auf absehbare Zeit die üblichen Querelen bei der Computernutzung vom Hals zu halten - die meisten Probleme sind sehr individuell aufgrund der vorliegenden Hard- und Softwarezusammenstellung. Prinzipiell einfache Prozesse werden für den geübten Anwender auch heute noch regelmäßig zur Geduldsprobe - und für den unerfahrenen Anwender zum Fiasko. Zwar ist seit Anfang des laufenden Jahrtausends ein Trend der Besserung zu erkennen - der Tag allerdings, an dem mir die nächste wirklich abgerundete, vollständige Software vor die Nase kommt, wird garantiert rot im Kalender angekreuzt.

So richtig häßlich wird es aber erst, wenn man sich überlegt, wie viel Arbeitszeit und Freizeit über alle Anwender der Welt hinweg bereits dabei draufgegangen ist, teilweise identische Probleme bei der Computernutzung zu beheben. Sehr viele Ressourcen, die sehr viel besser hätten eingesetzt werden können. Aber ähnlich wie bei der globalen Erwärmung lassen sich auch hier die verursachenden Akteure nur schwer identifizieren.

In dem Sinne noch einen schönen Sonntag und:

So wirklich gute Software muss sicherlich nicht zwölf mal im Jahr gepatcht werden! ;)

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Michael Nickles

Nachtrag zu: „REPORT: Windows 10: Update-Terror verursacht mangelhafte Produktivität“

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Lesetipp: Die c't hat in der aktuellen Ausgabe 3/2017 (Seite 101) einen recht umfassenden Beitrag zur Update-Quälerei bei Windows 10 veröffentlicht. Darin auch zu lesen: Mit dem "Creators Update" (voraussichtlich im März/April 2017) lässt sich die Nutzungszeit von Windows 10 auf 18 Stunden verlängern. Microsoft scheint also ein klein wenig zu kapieren, dass der Update-Mechanismus ein nerviger Zeitfresser ist.

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