Man kann ja bei Steganos zum Beispiel extrem lange Passwörter bei der Verschlüsselung eingeben. Es steht dann, dass auch Geheimdienste dieses nicht knacken könnten. Aber jetzt mal im Ernst: Steganos kennt doch sein Programm und weiss, wie die Verschlüsselung funktioniert. Und auch das Passwort muss ja irgendwo in irgendeiner Form in der verschlüsselten Datei gespeichert sein. Die Frage nun: ist es denn tatsächlich nicht möglich, eine so stark passwortgeschützte Datei zu entschlüsseln? Gibt es kein Hintertürchen, das Steganos kennt und bei Bedarf (eben zum Beispiel wenn der Geheimdienst oder sonstige staatlichen Organe darum beten) auch helfen kann? Oder kann ich davon ausgehen, dass bei einem Passwort von über 20 Zeichen (Sonderzeichen, Zahlen, Gross- / Kleinschreibung) eine Entschlüsselung definitiv nicht mehr möglich ist?
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Aber nicht deinen schlüssel.
Bsp.: ich gebe dir das produkt aus zwei sehr großen primzahlen. Nenne mir die beiden zahlen.
Und auch das Passwort muss ja irgendwo in irgendeiner Form in der verschlüsselten Datei gespeichert sein.
Nein, eben nicht, lediglich die, mit dem schlüssel verschlüsselten daten. Das ist ja gerade der trick.
Die Frage nun: ist es denn tatsächlich nicht möglich, eine so stark passwortgeschützte Datei zu entschlüsseln? Gibt es kein Hintertürchen, das Steganos kennt und bei Bedarf (eben zum Beispiel wenn der Geheimdienst oder sonstige staatlichen Organe darum beten) auch helfen kann?
Das ist eine ganz andere frage. Statt "das Passwort muss ... in der verschlüsselten Datei gespeichert sein." kann aber durchaus "das Passwort kann ... in der verschlüsselten Datei gespeichert sein." gelten. Das wären dann die hintertür und ob eine eingebaut ist, kann man nur bei den einsehbaren verfahren und implementierungen erkennen (open source).
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschlüsselung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kryptografie
mr.escape
Hallo sovebämse!
"Oder kann ich davon ausgehen, dass bei einem Passwort von über 20 Zeichen (Sonderzeichen, Zahlen, Gross- / Kleinschreibung) eine Entschlüsselung definitiv nicht mehr möglich ist?"
Ich würde einmal behaupten, dass theoretisch (!) keine Verschlüsselung unknackbar ist. Bei einer 128- oder 256-Bit-Verschlüsselung jedoch müsste eine gewaltige Rechenkapazität genutzt werden bzw. Monate oder gar Jahre an der Entschlüsselung gearbeitet werden, dass die Informationen, die man dann gewinnen würde, schon wieder wertlos sein könnten, weil sie nicht mehr aktuell sind. Oder weil sich herausstellt, dass lediglich Mamis Einkaufszettel verschlüsselt wurde.
Ich lasse mich bei dieser Laien-Hypothese gerne eines Besseren belehren ... :-)
MfG
UselessUser
