1. lesen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/62315
2. ...jetzt mal über das eigene sicherheitskonzept nachdenken...
mein kommentar dazu...
wer bisher nicht dachte, dass trojaner nett diverses zeugs nachladen - wobei sich die nachgeladenen komponenten sehr start voneinander unterscheiden können und damit NICHT ZUVERLÄSSIG entfernt werden können - der sollte explizit jetzt sein brain von 1.0 auf 2.0 updaten.
;-)
Viren, Spyware, Datenschutz 11.262 Themen, 94.824 Beiträge
Lesenswert für alle Betreiber von (privaten) Homepages:
http://www.henryk-broder.de/tagebuch/winwin.html
Da sollte man sich doch überlegen, ob ein vollständiges Impressum tatsächlich sinnvoll ist, wenn man nicht (nach §6 TDG) dazu verpflichtet ist...
Hi Stefan,
über den Domainnamen und die einschlägigen Whois-Abfragen kommt man doch so oder so an alle relevanten Daten, z.B. über denic.de - das Impressum macht es lediglich noch eine Prise einfacher.
Ich verstehe sowieso nicht, wieso die Denic und laut TDG sogar die Seitenbetreiber selber dazu verpflichtet sind, ihre persönlichen Daten im Internet auszuplaudern. Ich sehe darin sogar einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit.
Nehmen wir an, jemand macht eine Info-Seite gegen Neonazis. Fortan ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert, es sei denn er zieht um und meldet die Domain rechtzeitig ab. Aufgrund der überall zur Verfügung stehenden Angaben können die Glatzen jederzeit bei ihm auf der Matte stehen und ihm die Scheiben einschmeißen - nur als kleiner Vorgeschmack auf das was noch kommt, nächtlicher Telefonterror inklusive.
Warum regelt man das nicht so, dass die Impressumspflicht ersatzlos wegfällt und die Denic nur auf Anfrage die Daten herausgibt, wenn der Anfrager ein berechtigtes(!) Interesse nachweisen kann, z.B. Staatsanwaltschaft? Ich komm da einfach nicht mit.
CU
Olaf
>>Warum regelt man das nicht so, dass die Impressumspflicht ersatzlos wegfällt und die Denic nur auf Anfrage die Daten herausgibt, wenn der Anfrager ein berechtigtes(!) Interesse nachweisen kann, z.B. Staatsanwaltschaft? Ich komm da einfach nicht mit. Aus demselben Grund, aus dem auf Demos Vermummungsverbot herrscht und bei Zeitungen unter Artikeln der Name des Verfassers steht: Wer sein Recht auf Meinungsfreiehit nutzt, sollte im Regelfall auch zu dieser Meinung stehen. Und wenn irgend ein Ausnahmefall auftritt(z.B. weil man ein paar Glatzen oder Antifas aus den Schlips getreten hat), gibt es bei Domainnamen genau wie überall sonst auch genug Möglichkeiten, seine Meinung anonym kundzutun
> und bei Zeitungen unter Artikeln der Name des Verfassers steht:
Der Vergleich wird bei dieser Gelegenheit immer wieder gern genommen, ist aber schlicht sachlich falsch. Unter einem Zeitungsartikel stehen nicht Adresse und Telefonnummer des Autors, und ein Zeitungsjournalist ist auch nicht verpflichtet, im Telefonbuch zu stehen.
"Vermummungsverbot" bedeutet auch nicht, dass Demonstranten ein Schild um den Bauch mit Name, Adresse und Telefonnummer zu hängen brauchen - also ist auch dieser Vergleich wieder ein Missgriff.
Dass ich zu meinen Meinungen stehe, heißt noch lange nicht, dass wildfremde Leute Gelegenheit bekommen sollen, mit der gleichen oder auch einer völlig anderen Meinung bei mir zuhause anzurufen und mir die Hucke vollzusülzen - und das ist noch das Harmloseste.
Entscheidend ist die nicht gegebene Notwendigkeit für solche Regelungen. Mein Webhoster bzw. Denic kennen meine Daten - wenn irgendjemand ein berechtigtes Interesse hat, soll er es denen gegenüber nachweisen und über die an mich herantreten. Das Leben könnte so einfach sein.
CU
Olaf
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
...oder er legt das Ganze auf eine Subdomain (z.B. gegenglatzen.de.vu). Da ist der Urheber der Seite nicht so leicht herauszubekommen.
Zu der Zeit, als ich mein DeNIC-Handle bekommen habe, wohnte ich in München. Daher ist über die WHOIS-Abfrage dort immer noch meine ehemalige Münchner Anschrift zu finden. wenn sich jemand dafür interessiert, bitte schön :)
Ich sehe darin sogar einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit.
Bei jedem Flugblatt, das verteilt wird, muss der "Verantwortliche im Sinne des Pressegesetzes" (V.i.S.d.P.) genannt werden. Meinungsfreiheit ist eine zweischneidige Sache, weil leicht die Grenze zur Verleumdung und übler Nachrede überschritten wird. In diesem Fall möchte der Betroffene sicherlich gerne dagegen vorgehen. Vielleicht hofft der Gesetzgeber, dass durch die Pflicht der Angabe des Urhebers mehr Sorgfalt auf die Formulierung der Texte verwendet wird.
Du siehst ja selber, wie oft hier auf "Contra Nepp" irgendwelche Firmen oder Personen als "Betrüger" gebrandmarkt werden, ohne dass ein Gericht diesen Vorwurf durch ein entsprechendes Urteil bestätigt hätte.
> Zu der Zeit, als ich mein DeNIC-Handle bekommen habe, wohnte ich in München.
> Daher ist über die WHOIS-Abfrage dort immer noch meine ehemalige Münchner Anschrift zu finden.
AFAIK bist du dem Provider gegenüber verpflichtet, deine neue Anschrift "unverzüglich" mitzuteilen, sonst begehst du Vertragsbruch und verlierst die Domain.
> weil leicht die Grenze zur Verleumdung und übler Nachrede überschritten wird. In diesem Fall möchte der Betroffene sicherlich gerne dagegen vorgehen.
Das kann er ja auch gerne - aber wieso muss deswegen die ganze Welt meine Adresse erfahren, egal ob berechtigtes Interesse oder nicht? Wie man das anders regeln könnte, habe ich ja schon aufgezeigt:
- der Betroffene schaltet seinen Anwalt ein
- der wiederum zeigt dem Webhoster bzw. DeNic sein berechtigtes Interesse an
- nur dann werden die Daten herausgegeben
Wie gesagt - das wäre so wunderschön einfach und perfekter Datenschutz. Stattdessen wird per Gesetz jeder für vogelfrei erklärt, der auf seiner Webseite Gedankengut verbreitet, das nicht dem gängigen Mainstream entspricht. Und dabei ist es völlig wurscht, ob er damit üble Nachrede/Verleumdung betreibt oder nicht.
CU
Olaf
Brain 2.1 (beta) läuft schon lange, das Konzept ist aber immer noch Version 0.3 (Zonenmodell, konsequent durchgezogen).
Zugegeben, was die Bedrohungen aus dem I-Net betrifft, bin ich nicht ganz auf dem aktuellen Stand (keine Ahnung von rootkits), aber die Bedrohungen durch Sicherheitslücken im restriktiv eingestellten Mozilla 1.7.8 (noch) sind hoffentlich nicht ganz so schlimm.
Im Prinzip zielt das aber alles nur auf DAUs und stellt so eigentlich keine wirklich große Bedrohung dar.
Bin mal gespannt, wie so ein Trojaner die DAU-Zone I-net-fähig macht (ist theoretisch denkbar, technisch ist alles da).
Bleibt nur die Frage, was das eigentlich mit Phishing zu tun hat...und wo die Nachricht ist, denn Malware tarnt sich schon länger als offizielles Schreiben und das Viren Teile aus dem Internet nachladen ist auch nciht wirklich neu (nur sind diese Teile meistens noch auffälliger als der Downloader selbst)
"...nciht wirklich neu ..."
dir nicht. mir nicht.
aber - stell dir mal vor - ettlichen anderen mitbürgern ist das neu und manchen ist das sogar völlig unbekannt.
deswegen kann man nicht oft genug und nicht laut genug immerwieder auf derartige gefahren hinweisen.
...die sensibilität erhöhen.
du rtfm - andere nicht.
;-)
"...nciht wirklich neu ..."
dir nicht. mir nicht.
aber - stell dir mal vor - ettlichen anderen mitbürgern ist das neu und manchen ist das sogar völlig unbekannt.
deswegen kann man nicht oft genug und nicht laut genug immerwieder auf derartige gefahren hinweisen.
...die sensibilität erhöhen.
du rtfm - andere nicht.
;-)
