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keyboardelektronik

vatan / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,
ich will ein modifiziertes Keyboard bauen (weniger Tasten,
andere Funktionen).
Mittlerweile habe ich herausgefunden,
daß die Befehlsweiterleitung erst über einen kleinen Prozessor
im Keyboard verarbeitet und der Befehl erst dann zum PC geschickt
wird.
Was mich interessiert ist, was passiert vor dem Keyboardprozessor.
Wie werden die Signale empfangen, codiert, zugeleitet.
Wenn jemand weiß, wie ein Keyboard funktioniert,
oder mir sagen kann, wo ich mir Informationen dazu besorgen kann,
wäre ich sehr dankbar. (vatan)

Antwort:
Zu Deiner Frage kann ich ein paar Informationen geben. Der prozessor im Keyboard
ist im Prinzip ein Parallel-Seriell-Wandler bzw. ein Multiplexer. Die Tastatur selbst ist
ja im Prinzip eine TastenMatrix, beim tastendruck werden jeweils zwei Adern verbunden.
Diese Signale setzt der Keyboard-Prozessor in ein serielles Signal für den Rechner um.
Die fünf Pins im Tastaturstecker führen die Signale GND (Erde), DATA (Daten), CLK (Taktung)...
Um eine eigene Tastatur zu bauen, gehst Du am besten so vor - zumindest hab ich das immer gemacht.
zuerst investierst Du mal in eine Billigtastatur oder besorgst Dir eine alte Tastatur, machst das
Ding auf und rückst dem Teil mit einem Durchgangsprüfer zuleibe. Du mußt jetzt nämlich die Tastenmatrix
durchmessen, damit Du für jede Taste die zugehörigen Adern hast (Dann ist zum Beispiel "M" die
Verbindung von Leitung K und Leitung 16, also "M"= K16) - schöne Tabelle gibt das. Die ist halt
leider von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich...
Jetzt kannst Du Dir Deine tastatur basteln und an die vorhandene und entschlüsselte Elektronik dranhängen
(Angenommen Du hast eine Taste "zurück", die am rechner das "Z" auslösen soll, dann hängst Du Deine
zurück-Taste eben an die Leitungen, die Du vorher für die Z-Taste gemessen hast.
Ist zwar ein bisschen Arbeit, haut aber super hin - ich hab mir auf die Art Buzzer-Boxen für
"You Don't Know Jack" gebaut. Haut super hin.
have_fun, greetings.
(netman (Anonym))

Antwort:
Hi netman,
erst mal Danke für Deine Mühe!
Bis zur Matrix bin ich auch schon vorgedrungen. Mein Problem gestaltet sich aber ein bißchen anders:
Ich will kein keyboard eins zu eins umfrickeln, auch nicht teilweise!
Vielmehr versuche ich mittels 8 Tasten (!!!) alle Funktionen - außer Return, Esc, 1.,2. und 3. Mousebutton, zu emulieren.
Bei dem Gedanken, die Matrixleitungen zu nehmen, stören mich zwei Punkte.
1) Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich dem Wandler aus der Kombination der 8 Tasten eine Matix, die ca. 214 Tastenfunktionen hat, simulieren kann. Dabei müssen 8 Tasten ausreichen, denn damit sind 2 hoch 7 = ca. 250 verschiedene Tastenbelegungen möglich. Nur wie kann ich das umsetzen?
2) Ich bevorzuge generell direkte Lösungen. Wenn ich die Tastatur so zusammenlöte, daß sie dem Wandler vormachen muß, sie würde wie eine Martix funktionieren, wieso kann ich nicht direkt dem Chip verklickern, dieses eindeutige Signal muß soundso an den Rechner weitergegeben werden. Bzw. brauche ich dann so einen Chip? Ich würde auch gerne irgendeinen anderen nehmen, Hauptsache er tut das, was ich will!
(vatan)

Antwort:
Hole dir mal das Elektor 2000 Nr.2, da sind Von elektrischer Seite her, Backgrounds zur Tastertur beschrieben!
(Gerald (Anonym))

Antwort:
Hallo Gerald,
"Elektor 2000 Nr.2", sagt mir leider nichts.
Sei so nett und sag mir bitte, wo ich das finde und wie teuer.
Gruß
Vatan
(vatan)

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netman (Anonym) vatan

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Zu Deiner Frage kann ich ein paar Informationen geben. Der prozessor im Keyboard
ist im Prinzip ein Parallel-Seriell-Wandler bzw. ein Multiplexer. Die Tastatur selbst ist
ja im Prinzip eine TastenMatrix, beim tastendruck werden jeweils zwei Adern verbunden.
Diese Signale setzt der Keyboard-Prozessor in ein serielles Signal für den Rechner um.
Die fünf Pins im Tastaturstecker führen die Signale GND (Erde), DATA (Daten), CLK (Taktung)...
Um eine eigene Tastatur zu bauen, gehst Du am besten so vor - zumindest hab ich das immer gemacht.
zuerst investierst Du mal in eine Billigtastatur oder besorgst Dir eine alte Tastatur, machst das
Ding auf und rückst dem Teil mit einem Durchgangsprüfer zuleibe. Du mußt jetzt nämlich die Tastenmatrix
durchmessen, damit Du für jede Taste die zugehörigen Adern hast (Dann ist zum Beispiel "M" die
Verbindung von Leitung K und Leitung 16, also "M"= K16) - schöne Tabelle gibt das. Die ist halt
leider von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich...
Jetzt kannst Du Dir Deine tastatur basteln und an die vorhandene und entschlüsselte Elektronik dranhängen
(Angenommen Du hast eine Taste "zurück", die am rechner das "Z" auslösen soll, dann hängst Du Deine
zurück-Taste eben an die Leitungen, die Du vorher für die Z-Taste gemessen hast.
Ist zwar ein bisschen Arbeit, haut aber super hin - ich hab mir auf die Art Buzzer-Boxen für
"You Don't Know Jack" gebaut. Haut super hin.
have_fun, greetings.
(netman (Anonym))

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vatan netman (Anonym)

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Hi netman,
erst mal Danke für Deine Mühe!
Bis zur Matrix bin ich auch schon vorgedrungen. Mein Problem gestaltet sich aber ein bißchen anders:
Ich will kein keyboard eins zu eins umfrickeln, auch nicht teilweise!
Vielmehr versuche ich mittels 8 Tasten (!!!) alle Funktionen - außer Return, Esc, 1.,2. und 3. Mousebutton, zu emulieren.
Bei dem Gedanken, die Matrixleitungen zu nehmen, stören mich zwei Punkte.
1) Ich kann mir nicht vorstellen, wie ich dem Wandler aus der Kombination der 8 Tasten eine Matix, die ca. 214 Tastenfunktionen hat, simulieren kann. Dabei müssen 8 Tasten ausreichen, denn damit sind 2 hoch 7 = ca. 250 verschiedene Tastenbelegungen möglich. Nur wie kann ich das umsetzen?
2) Ich bevorzuge generell direkte Lösungen. Wenn ich die Tastatur so zusammenlöte, daß sie dem Wandler vormachen muß, sie würde wie eine Martix funktionieren, wieso kann ich nicht direkt dem Chip verklickern, dieses eindeutige Signal muß soundso an den Rechner weitergegeben werden. Bzw. brauche ich dann so einen Chip? Ich würde auch gerne irgendeinen anderen nehmen, Hauptsache er tut das, was ich will!
(vatan)

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