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Tabulatorabstände immer gleich

Sovebämse / 12 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo

Wenn ich in Word den Tabulatorabstand z. B. auf 0.5cm einstelle, ist dieser trotzdem zwischen verschiedenen Wörtern unterschiedlich gross. Woran das liegt, habe ich bereits herausgefunden. Die Frage ist aber, ob man das auch so machen kann, dass immer von einem zum nächsten Wort der Tab gleich gross ist, egal, wo man sich gerade befindet.

Gruss und Dank
Thomas

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mawe2 Sovebämse „Tabulatorabstände immer gleich“
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Man kann mit Tabulatoren nicht den Abstand von einem Wort zum nächsten Wort festlegen.

Man kann nur Tabstopp-Positionen relativ zum linken Rand definieren.

Wird nun ein Wort geschrieben und das Wort ist so lang, dass es eine oder mehrere Tabstopp-Position(en) überschreitet, dann wirken diese überschrittenen Positionen nicht mehr und nur die nächstfolgende Position wirkt.

Ich kann mir im Moment gerade kein Einsatzszenario vorstellen, wo man immer einen gleichen Abstand zwischen den Wörtern braucht. Wofür wird das gebraucht?

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Sovebämse mawe2 „Man kann mit Tabulatoren nicht den Abstand von einem Wort zum nächsten Wort festlegen. Man kann nur Tabstopp-Positionen ...“
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Nun ja, ich bin ein Programm am Programmieren, wo ich die Länge eines Textes mit Abständen in Pixeln zählen muss, um zu schauen, ob dieser auf einer A4 Seite Platz hat. Diese Abstände sind regelmässig, damit es besser aussieht für meinen Nutzungszweck. Nun ist es so, dass man bei den normalen Wortabständen nur die Schriftart in Punkten angeben kann. Und ich möchte überprüfen, ob mein Programm die Länge korrekt berechnet, indem ich es in Word überprüfe.

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mawe2 Sovebämse „Nun ja, ich bin ein Programm am Programmieren, wo ich die Länge eines Textes mit Abständen in Pixeln zählen muss, um zu ...“
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Hier kommt scheinbar einiges durcheinander...

Welchen Sinn es haben könnte, die Länge eines Textes in Pixeln zu messen, erschließt sich mir immer noch nicht.

Wieviele Pixel auf einer A4-Seite Platz haben, hängt außerdem von verschiedenen Parametern ab (u.a. von der Druckerauflösung).

Eine Schriftart kann man nicht in Punkten festlegen. Schriftarten werden immer durch ihre Namen festgelegt.

Was Du in Punkten festlegen kannst, ist der Schriftgrad bzw. die Schriftgröße.

Aber wie viel Platz ein Text belegt, hängt außer vom Schriftgrad natürlich auch von der Schriftart ab. Ist es eine Proportinalschrift oder eine mit fester Zeichenbreite?

Weiterhin spielen Skalierung, Zeichenabstand, Zeilenabstand, Absatzabstand u.u.u. eine Rolle. Wie willst Du das in Pixeln berechnen???

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Sovebämse mawe2 „Hier kommt scheinbar einiges durcheinander... Welchen Sinn es haben könnte, die Länge eines Textes in Pixeln zu messen, ...“
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Nun, irgendwie muss es ja auch in Word berechnet werden, damit das Programm weiss, wann der Zeilenumbruch stattfinden muss gemäss den angegebenen Seitenrändern.

Jedenfalls funktioniert es eigentlich ziemlich genau, wenn ich in meinem Programm die Länge eines Wortes mit einer bestimmten Schriftart in Pixeln berechnen lasse (dazu gibt es eine Funktion) und diese dann zusammenrechne und schaue, ob es über die Pixelanzahl einer A4-Seite hinausragt oder nicht. Als Basis nehme ich 96dpi und so stimmt es im Moment auch bis auf einige wenige Pixel, aber das nervt mich ein wenig. Anscheinend funktioniert die Berechnugn mit dieser Funktion nicht, da irgendwelche Paramter nicht 100% stimmen. Ich weiss nicht, wie ich das Problem genau lösen kann, aber irgendwie muss man es ja richtig lösen können, denn in den Textverarbeitungsprogrammen klappt es auch.

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mawe2 Sovebämse „Nun, irgendwie muss es ja auch in Word berechnet werden, damit das Programm weiss, wann der Zeilenumbruch stattfinden muss ...“
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Nun, irgendwie muss es ja auch in Word berechnet werden

Das ist richtig. Aber woher nimmst Du die ganzen Informationen für diese Berechnung?

Und ein Dokument, das z.B. in Word exakt auf eine A4-Seite passt, belegt in Libre Office Writer mehr Platz. Warum ist das so? Rechnet Word falsch oder Libre Office Writer?

Wem willst Du es in so einem Fall recht machen?

Ich denke, das ganze ist recht komplex und leider für Dritte schwer nachvollziehbar.

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Sovebämse mawe2 „Das ist richtig. Aber woher nimmst Du die ganzen Informationen für diese Berechnung? Und ein Dokument, das z.B. in Word ...“
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Ja, ich denke, die ganzen Zusammenhänge sind mir absolut nicht bewusst. Dass ein Dokument bzw. eine Zeile Text, welche in Word mit derselben Schriftart und Einstellungen auf einer A4 Seite Platz hat, in einem anderen Programm keinen Platz haben soll, verstehe ich nicht ganz. Die Schriftart und deren Grösse ist doch vom System (der Font-Datei) bestimmt.

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mawe2 Sovebämse „Ja, ich denke, die ganzen Zusammenhänge sind mir absolut nicht bewusst. Dass ein Dokument bzw. eine Zeile Text, welche in ...“
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Dass ein Dokument bzw. eine Zeile Text, welche in Word mit derselben Schriftart und Einstellungen auf einer A4 Seite Platz hat, in einem anderen Programm keinen Platz haben soll, verstehe ich nicht ganz.

Ich auch nicht.

Ich habe aber in den letzten 30 Jahren, in denen ich mit diesen Dingen zu tun hatte, gelernt, mich damit zu arrangieren, ohne daran zu verzweifeln, dass man die letzten paar Unklarheiten nicht in jedem Falle erklären kann.

Ein Grund, warum Profi-Layouter Word als Werkzeug ablehnen, ist genau der, dass die Ergebnisse eben nie 100%ig vorhersagbar sind sondern meist nur 99,5%ig.

Wer es gelernt hat, mit 0,5% Fehlertoleranz zu leben und trotzdem brauchbare Ergebnisse zu liefern, kommt auch mit Word ganz gut zurecht. Oder mit Libre Office Writer. Oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm.

Schwierig bzw. manchmal unbeherrschbar wird's erst dann, wenn man immer wieder zwischen den Programmen wechselt.

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Borlander Sovebämse „Nun, irgendwie muss es ja auch in Word berechnet werden, damit das Programm weiss, wann der Zeilenumbruch stattfinden muss ...“
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irgendwie muss es ja auch in Word berechnet werden, damit das Programm weiss, wann der Zeilenumbruch stattfinden muss gemäss den angegebenen Seitenrändern.

Das ist ein gar nicht so einfaches Problem, wenn Du ein optisch ansprechendes Ergebnis erzielen willst. Vor allem in Verbindung mit Blocksatz und ggf. noch automatischen Umbrüchen musst Du bei trivialer Implementierung (Zeile wortweise verlängern, und unmittelbare vor Überschreiten der Spaltenbreite umbrechen) mit unbefriedigenden Ergebnissen rechnen. Da muss dann auf Absatz-, Seiten- oder ggf. sogar Kapitel-Ebene optimiert werden.

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hddiesel Sovebämse „Tabulatorabstände immer gleich“
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Hallo Sovebämse,

meinst du etwa so wie in einigen Büchern oder Zeitschriften, dann sehe dir einmal in Word Spalten an, hier kannst du die Spaltenbreite und den Abstand einer Spalte zur nächste Spalte festlegen.

Standard sind 1, 2, oder Drei Spalten, du kannst auch manuell mehr als 3 Spalten festlegen.

Menü Layout
Im Bereich Seite einrichten
Spalten

Einen festen Abstand zwischen Wörtern in Word kenne ich nicht.

Oder die folgenden Infos lesen (Zeichenabstand).

Gruss Karl, BS: Windows 10 Pro, Office Pro. Plus 2016_32-Bit. Motto: Leben und leben lassen!
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schoppes hddiesel „Hallo Sovebämse, meinst du etwa so wie in einigen Büchern oder Zeitschriften, dann sehe dir einmal in Word Spalten an, ...“
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Einen festen Abstand zwischen Wörtern in Word kenne ich nicht.

"LaTeX" müsste das eventuell können, was im professionalen Bereich gerne verwendet wird.
Ich kenne mich allerdings nur minimalst damit aus:

https://latex-kurs.de/fragen/Abstaende_in_Latex.html 

Ich vermute, dass Borlander sich damit gut auskennt.

Aber das Programm ist nichts für Otto Normaluser. Man muss schon eine Menge Zeit investieren, um damit umgehen zu können. Deswegen habe ich es auch nach kurzer Zeit aufgegeben, weil ich für mich in meinem Beruf nicht den persönlichen Nutzen erkannt habe.

Aber die Druckerzeugnisse sind schon geil (habe ich bei der Bachelor- und Masterarbeit meines 2. Sohnes gesehen, als ich Korrektur gelesen habe).

Aber noch mal deutlich gesagt: LaTeX ist nicht für Leute geeignet, die sofort loslegen wollen wie bei den gängigen Office-Programmen.

Gruß

"Früher war alles besser. Sogar die Zukunft." (Karl Valentin)
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Borlander schoppes „LaTeX müsste das eventuell können, was im professionalen Bereich gerne verwendet wird. Ich kenne mich allerdings nur ...“
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Also kann da in der Tat eine ganze Menge. Ist beim Layout aber auch nicht immer so einfach. Kann ein sehr gutes Layout liefern und macht das meistens auch. Mechanismen die z.B. auch Zeilenabstände variieren, oder der Umgang mit langen Wörtern (die ragen dann gelegentlich auch schon mal über den Rand, wenn alternativ sehr große Wortzwischenräume entstehen würden) sind nicht immer das was man sich intuitiv vorstellt.

Sobald Du mit Literatur arbeiten und sauber zitieren willst, mit Querverweisen (die gegen in Word auch schon mal kaputt) arbeiten willst, navigierbare PDFs erzeugen willst (bei Word kommst Du an den Punkt an dem das nicht mehr zuverlässig funktioniert) oder einen gescheiten Formelsatz brauchst ist LaTeX definitiv lohnenswert. Speziell bei wissenschaftlichen Arbeiten profitiert man von diesen Möglichkeiten natürlich sehr deutlich.

Ich habe allerdings den Verdacht, dass LaTeX im vorliegenden Fall nicht weiterhelfen wird. Auch weil als Referenz sicher keine der Standard-Schriftarten von LaTeX verwendet wird.

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Borlander Sovebämse „Tabulatorabstände immer gleich“
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Ich bin mir basierend auf Deiner Beschreibung nicht ganz sicher, ob ich verstanden habe wie Du genau vorgehst. Was spricht denn dagegen Leerzeichen zu verwenden?

Aufsummieren von Wortbreiten und Abstandsbreiten ist nicht alltagstauglich, sobald Kerning stattfinden sollte (will man aus optischen Gründen!).

Du musst bei gutem Textrendering von nicht dicktengleichen Schriftarten davon ausgehen, dass im allgemeinen
breite("wort1")+breite(abstand)+breite("wort2") != breite("wort1"+abstand+"wort2")
gilt. Tendenziell ist hier >= zu erwarten, weil die bei der Ausgabe ineinander ragen können (ohne, dass sich Linien überlagern).

Du musst also jeweils den Platzbedarf einer kompletten Textzeile berechnen. Eine Berechnung allein auf Wortebene kannst Du höchstens als erste Näherung verwenden (wenn Du nicht Wort für Wort verlängert den Platzbedarf aller Variante berechnen willst; Eine Näherung auf Zeichenanzahl ist dann aber wahrscheinlich noch schneller. Wenn Performance ein Thema ist, dann kannst  Du das immer noch benchmarken.)

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