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Solarsteuerung verbesserungsbedürftig?

RogerWorkman / 31 Antworten / Baumansicht Nickles

Hier mal ganz ungewöhniche Frage, kann man Durch eine neue elektrisch/elektronische Steuerung die Effizienz der thermischen Solarerträge erhöhen?

Heizungs/Warmwasserregelung ist nach Uhrzeit und Nutzungsverhalten optimal eingestellt.  Die Solarsteuerung ist nicht mit der Heizungs+Warmwassersteuerung verbunden. (Paradigma Modula Aqua mit SystaSolarAqua) Solarertrag erwärmt nur das Warmwasser des Schichtenspeichers Optima 180l, was aber die Heiz+Warmassersteuerung durch durch Wärmefühler registriert und der Start des  Gaskessels erfolgt nicht.  

Soweit gut, aber mit welcher Temperatur soll die Solare den Speicher erwärmen? Eingestellt  ist 70Grad (TSA)  plus 5K Schaltdifferenz. Pumpe und Speicherung wird also nur durch die Temperatur am Kollektor gesteuert. Im Sommer kein Problem. Im Winter liefert der Kollektor selbst bei verschleierter Sonne bereits 50-60Grad, und die Energie wird nicht in den Speicher geschickt. Denke es würden sogar 40 Grad nützen, da im Schichtenspeicher unten manchmal, je nach WW-Abnahme nur 28 Grad sind. Das Ganze funktioniert nach dem Eimerprinzip, ist genug Wärme da, so wird gespeichert, aber erst ab 75 Grad ??? Hinzu kommt, das sich so die Anlage ständig aufhitzt und abkühlt. Besser wäre eine kontinuierliche Wärmeableitung, Zuführum zum Speicher. Was tun?

  1. Regelung ersetzen, die Durchflussmenge des Solarkollektors temperaturabhängig kontinuierlich steuert (keine Eimerprinzip) um gleichbleibend nach Speichertemperatur unten (TWU) liefern zu können?
  2. Pumpe ersetzen, die eine Durchflussmengensteuerung  durch die neue Steuerung durchführt?
  3. Herabsetzen der Einschalttemperatur um auch niedriche Erträge speichern zu können (welche Temperatur ist ratsam/sinnvoll?)

Ich sehe das Problem eher bei Nickles gut aufgehoben, denn es hat was mit der Steuerung zu tun. Paradigma kümmert sich nicht um Endkunden, Heizungsbauer hat ggfs aus Unkenntnis falsch Einstellungen vorgenommen, Heizungsforen kennen sich mit Steuerungen nicht aus und sind meist nicht Problemlösungsorientiert. Vielleicht hat hier mancheiner seine Steuerung angepasst oder erneuert. Bin gespannt auf Empfehlungen.

Gruß Roger

Prinzip der Anlage:

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Borlander RogerWorkman

„Solarsteuerung verbesserungsbedürftig?“

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Denke es würden sogar 40 Grad nützen, da im Schichtenspeicher unten manchmal, je nach WW-Abnahme nur 28 Grad sind.

Welche Temperatur hast Du denn oben und wo genau ist der Wärmetauscher eingebaut? (wenn wie in der Zeichnung oben, dann kühlst Du den Speicher sogar noch aus...)

Die "Innovation" von Paradigma scheint nach Werbung des Herstellers gerade darin zu liegen, dass nur hohe Temeperaturen verwendet werden ("oberhalb der Bedarfstemperatur"). Siehe dazu auch: https://www.youtube-nocookie.com/embed/AjJvmvthegM?rel=0&showinfo=0

Hinzu kommt, das sich so die Anlage ständig aufhitzt und abkühlt. Besser wäre eine kontinuierliche Wärmeableitung,

Das gehört bei denen auch zum Konzept. Siehe Video.

Für Zweifel an diesem Konzept dürfte es nun wohl etwas spät sein…

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RogerWorkman Borlander

„Welche Temperatur hast Du denn oben und wo genau ist der Wärmetauscher eingebaut? wenn wie in der Zeichnung oben, dann ...“

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Welche Temperatur hast Du denn oben und wo genau ist der Wärmetauscher eingebaut?

Wo der Wärmetauscher im Speicher ist, kann ich nicht sagen, vermutlich der Tauscher von oben bis unten, Heißwassereinspeisung oben, Rücklauf unten. Z.B oben 60 Grad, unten ca. 30 Grad. Wenn nun z.B. 45 Grad oben in den Tauscher gehen ist das für den oberen Bereich eine Kühlung, entzieht quasi oben den 60Grad etwas Energie, gibt es aber unten gleich wieder an die kalten 30 Grad ab. Die 45 Grad kommen unten garantiert an und erhitzen den unteren bis mittleren Bereich.  Dabei nimmt natürlich die Kollektortemperatur ab und Pumpe hört sofort auf zu laufen, wenn die 45 Grad unterschritten werden. Nach Eimerprinzip schaltet sich die Pumpe bei 50 Grad wieder an, um wieder den Speicher weiter zu erwärmen.

Bei Beobachtung der Temperaturen passiert es aber auch, das der Schichtenspeicher bei guter Sonneneinstrahlung oben bis 85Grad und unten bis 70 Grad hat. Dann ist der noch immer nicht restlos voll, mehr schafft der Kollektor am Tag aber nicht.

Was ich eigentlich will, liefert Kollektor hohen Ertrag, dann soll die Pumpe mit hohen Volumenstrom Wärme in den Speicher liefern. Liefert der Kollektor wenig Ertrag, so soll die Pumpe mit geringen Volumenstrom einspeisen. Das kann Paradigma nicht, sondern funktioniert immer an/aus an/aus usw. und wird nur durch einen einstellbaren Speicherwert gesteuert. 

Nun ist die Frage, welcher Wert in Celsius soll eingestellt werden, ab dem die Pumpe läuft und Wärme einspeichert. Bei 40, 50, 60, 70 Grad? Ich meine die angestrebte obere Speichertemperatur, weil Wärmeüberschuss ehh weiter unten abgegeben wird und Wärmeentzug oben im Speicher damit nicht möglich ist.

Theoretisch geht man von einer ständig verfügbaren Speichertemperatur oben aus. hier z.B. 60 Grad. Unrealistisch, Wasser wird nur zwischen 4:30- 8:00 Uhr benötigt, und bis zur nächsten möglichen  Entnahme um 16:00- 20:00 Uhr aus. Zwischen 8-16 Uhr hat der Speicher durchaus nur mal 40 Grad oben, just in der Zeit wo Sonne brezelt. Soll die Pumpe nun dann doch schon ab 40 Grad laufen, oder dennoch erst ab 60 Grad oder höher?

Für Zweifel an diesem Konzept dürfte es nun wohl etwas spät sein…

Nee, bin vom Wasserkonzept überzeugt und sehr zufrieden. Die Jährliche Wartung mit spezieller Wärmeleitflüssigkeit entfällt restlos. Nur mit der Regelung zweifle ich, man könnte ggfs. mit einer differenzierten Pumpensteuerung (Volumenregelung) mehr vom Dach holen, vorallem, wenn der Speicher niedrige Temperaturen hat.  Hinzu sind Wärmeverluste, egal wo, bei hohen Temperaturen sehr viel größer.

Nachweislich liefert Paradigma in Spanien standardmäßig eine Temperaturabhängige Pumpenleistung (Volumenstromanpassung) nach Wäremangebot (Kollektor) und Wärmebedarf. In Deutschland bis heute nicht.

 Gruß Roger

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Borlander RogerWorkman

„Wo der Wärmetauscher im Speicher ist, kann ich nicht sagen, vermutlich der Tauscher von oben bis unten, ...“

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Nee, bin vom Wasserkonzept überzeugt

Es ging mir hier auch nicht um das Medium für den Wärmetransport, sondern z.B. darum dass der Hersteller bei seinem Konzept nur einen einzigen gemeinsamen Wärmetauscher einsetzt…

Eimerprinzip

Der Begriff scheint eine Erfindung Deines Herstellers zu sein.

Dass eine Pumpe viel Strom verbraucht ist Dir hoffentlich bewusst?

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RogerWorkman Borlander

„Es ging mir hier auch nicht um das Medium für den Wärmetransport, sondern z.B. darum dass der Hersteller bei seinem ...“

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Dass eine Pumpe viel Strom verbraucht ist Dir hoffentlich bewusst?

Das stimmt so nicht. Die geerntete Energie ist unglaublich viel.  Pro Jahr ca. 2500-3500kWh Wärme mit nur einem Kolektor ! Jede dafür eingesetzte elektrische Energie für Pumpe ist peanuts. Es ist eine Solarpumpe drin, derzeit 40W, aber ist nur dann eingeschaltet:

  • wenn Kollektortemperatur plus Schaltdifferenz erreicht wird (welche Einstellung wäre da sinnvoll?)
  • Frostschutz wenige Sekunden (extrem selten)

Ansonsten ist das Ding aus! Einstellbar ist die Pumpe auf 20/30/40/50/60 Watt für entsprechend höhere Pumpenleistung/Fördermenge. Die Pumpe hat bei 20W sehr lange Laufzeiten und bei 60W kurze Laufzeiten (bis Wäremetransport abgeschlossen... Eimer). Dürfte im Gesamtverbrauch sehr ähnlich sein.

Demgegenüber ist die Heizungspumpe (10 Jahre alt) eine Energiefresser. Ohne gehts nicht, ist aber für hydraulischen Abgleich schon geeignet, regelt sich selbst nach Anforderung der Wärmemenge der einzeln gesteuerten Zimmer.  Dennoch, im Sommer aber auch nur 1h maximal in Betrieb.

Der Begriff scheint eine Erfindung Deines Herstellers zu sein.

Egal, Eimerprinzip gibt es auch bei vielen anderen Solargeräteherstellern.

Ich wollt wissen, ob eine koninuierliche Pumpensteuerung (Spanien) effizienter als eine Eimersteuerung (Deutschland) ist. 

Übrigens, habe auch eine kleine PV-Anblage ohne Einspeisvergütung. Wenn genug Sonne scheint haben wir Stromüberschuss. Alle Kleinverbraucher, samt elektrische Geräte, Steuerung, PC, Router u.v.m läuft dann quasi  "gratis". Deshalb ist Stromverbrauch durch Pumpen kein Faktor im Portemonaie. Bei Sonnenschein reicht die elektrische Leistung zum Teil auch fürs Kochen, Waschen, Spülen usw.

Das Ganze darf aber nicht zum verschwenderischen Umgang mit Energie führen. Trotz, oder vielleicht wegen vermehrter Technik sind in den letzten 45 Jahren meine absoluten Verbräuche ständig nach unten gegangen. Soll so weitergehen, deshalb Thredfrage...

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Borlander RogerWorkman

„Das stimmt so nicht. Die geerntete Energie ist unglaublich viel. Pro Jahr ca. 2500-3500kWh Wärme mit nur einem Kolektor ! ...“

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Jede dafür eingesetzte elektrische Energie für Pumpe ist peanuts.

Wenn Du optimieren willst, dann ist das zu einfach gedacht. Mit der Argumentation könntest Du die Pumpe auch mit voller Leistung durchlaufen lassen weil sie "nur" 500kWh/a verbrät. Entscheidend ist wie viel zusätzliche Wärmeenergie durch Verhältnis zum Einsatz zusätzlicher elektrischer Energie gewinnen kannst. Und dann sollte man auch noch berücksichtigen, dass elektrische Energie tendenziell teurer ist.

Ich wollt wissen, ob eine koninuierliche Pumpensteuerung (Spanien) effizienter als eine Eimersteuerung (Deutschland) ist. 

Die spanischen Bedingungen beim Anlagenbetrieb sind sicher etwas anders als in DE.

Übrigens, habe auch eine kleine PV-Anblage

Ich weiß. Hatten wir schon einen Thread zu und ich meine mich zu erinnern, dass von Dir noch Antworten ausstehen…

Wenn genug Sonne scheint haben wir Stromüberschuss. […] Deshalb ist Stromverbrauch durch Pumpen kein Faktor im Portemonaie.
Theoretisch geht man von einer ständig verfügbaren Speichertemperatur oben aus. hier z.B. 60 Grad. Unrealistisch, Wasser wird nur zwischen 4:30- 8:00 Uhr benötigt, und bis zur nächsten möglichen  Entnahme um 16:00- 20:00 Uhr aus. Zwischen 8-16 Uhr hat der Speicher durchaus nur mal 40 Grad oben, just in der Zeit wo Sonne brezelt. Soll die Pumpe nun dann doch schon ab 40 Grad laufen, oder dennoch erst ab 60 Grad oder höher?

Das wird in Deinem aktuellen Konzept aber offensichtlich nicht berücksichtigt, wenn der Speicher nur von 4:30-8:00 und 16:00-20:00 Uhr beheizt wird. Eigentlich müsste der Speicher dazwischen (wenn viele Sonne scheint und somit weder Strom noch Wärme direkte Kosten verursacht) aufs Maximum hochgeheizt werden und dann sollte die Wärme dank guter Isolierung später entnommen werden. 180l ist aber auch ein recht kleiner Pufferspeicher. Meistens kommen für Solarthermie größere Speicher zum Einsatz.

Was die Nutzung von niedrigen Solartemperaturen angeht: Du wirst die Physik nicht austricksen können. Wärmetauscher benötigen eine möglichst hohe Temperaturdifferenz. Bei negativer Temperaturdifferenz tauscht Du in die falsche Richtung. Und mit nur einem Wärmetauscher hat man da auch nicht viele Möglichkeiten.

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hatterchen1 Borlander

„Wenn Du optimieren willst, dann ist das zu einfach gedacht. Mit der Argumentation könntest Du die Pumpe auch mit voller ...“

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Du wirst die Physik nicht austricksen können.

Gott sei Dank.

Und mit nur einem Wärmetauscher hat man da auch nicht viele Möglichkeiten.

Genau da, ist der Hund begraben und zu klein ist der Eimer, für diesen Zweck, auch.

Übrigens sollte der Speicher wenigstens einmal pro Woche auf 70°C aufgeheizt werden und natürlich heizt man den Speicher in der Zeit auf, wo die Sonne richtig scheint.
Wenn die Speichertemperatur unter 45°C fällt, ist eine komfortable Warmwassernutzung kaum noch möglich.  

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RogerWorkman hatterchen1

„Gott sei Dank. Genau da, ist der Hund begraben und zu klein ist der Eimer, für diesen Zweck, auch. Übrigens sollte der ...“

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Genau da, ist der Hund begraben und zu klein ist der Eimer, für diesen Zweck, auch.

Stimmt doch nicht, wäre ein großer Warmwasserversorgungspeicher eingebaut, würde man nie die hohen Temperaturen erreichen, oder dafür sinnlos zuviel und teuer per Gastherme erzeugen müssen. Zu großer Speicher ist kontraeffizient. Ausgenommen, man hat statt einem,  4 Kollektoren auf dem Dach, aber wer will soviel Warmwaser überhaupt verbrauchen?  Das heisse Wasser dümpelt dann Wochenlang vor sich hin? Hab kein Schwimmbad Lächelnd

Übrigens sollte der Speicher wenigstens einmal pro Woche auf 70°C aufgeheizt werden

Richtig, das übernimmt regelmäßig die Sonne, Gas für die 1x Aufheizung ist in der Steuerung ausgeschaltet. Zugegeben, in den Wintermonaten schafft man es manchmal nur bis 65 Grad. Denke es sollte ausreichen.

Gruß Roger

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hatterchen1 RogerWorkman

„Stimmt doch nicht, wäre ein großer Warmwasserversorgungspeicher eingebaut, würde man nie die hohen Temperaturen ...“

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Stimmt doch nicht, wäre ein großer Warmwasserversorgungspeicher eingebaut, würde man nie die hohen Temperaturen erreichen,

Das ist doch Unsinn. Du schreibst selber, der Kollektor bringt z.T. mehr als Du unterbringen kannst. Dementsprechend und der vorherrschenden Meinung von Heizungsplanern, wählt man ein größeres Volumen. Damit wird gewährleistet, dass auch an Sonnenlosen Tagen genügend Volumen mit entsprechender Temperatur verfügbar ist.

Wie ich Dein Posting lese, ist das wieder wie gewollt, aber nicht gekonnt.
Wenn die Schemazeichnung so wie auf dem Bild ausgeführt wurde, stecken darin mehrere Fehler.
Ein gravierender ist z. B. der Speicher mit nur einer Heizschlange, aber der ist ja auch viel billiger.
Mein Speicher, Edelstahl, hat zwei getrennte Heizschlangen. Die Obere von der Heizung, die Untere für Solarthermie.
So werden selbst geringe Temperaturdifferenzen zum Aufheizen des kalten Wassers genutzt.

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Borlander hatterchen1

„Das ist doch Unsinn. Du schreibst selber, der Kollektor bringt z.T. mehr als Du unterbringen kannst. Dementsprechend und ...“

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Ein gravierender ist z. B. der Speicher mit nur einer Heizschlange, aber der ist ja auch viel billiger.

Das ist die Innovation vom Anlagenhersteller ;-)

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hatterchen1 Borlander

„Das ist die Innovation vom Anlagenhersteller -“

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Wie gut die Innovationen des Anlagenherstellers und die damit in Zusammenhang stehende Probleme sind, kann man hier nachlesen:

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=paradigma+solaranlage+probleme&sa=X&ved=2ahUKEwisr8WF5bHgAhWrPOwKHTU1CzMQ1QIoAXoECAYQAg&biw=1184&bih=617

Und eine passende Steuerung, für eine vermurkste Solar-Heizungsanlage, wird hier sicher niemand aus dem Hut zaubern können und wollen.

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RogerWorkman Borlander

„Wenn Du optimieren willst, dann ist das zu einfach gedacht. Mit der Argumentation könntest Du die Pumpe auch mit voller ...“

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Eigentlich müsste der Speicher dazwischen (wenn viele Sonne scheint und somit weder Strom noch Wärme direkte Kosten verursacht) aufs Maximum hochgeheizt werden

genau das ist der Fall, Gasbrenner für Warmwasser  ist in der Zeit aus und Kollektor füllt den Speicher bei Sonnenschen bis heftig heiss, zugelassen bis 90Grad, ist aber noch nie erreichtworden (nur ein Röhrenkollektor). Praktisch liefert die Sonne so viel, das die abendliche Aufheizzeit vom Gasnicht benötigt wird und sogar manchmal viel  Wärme übrig bleibt (minimum 60 Grad) , dadurch erübrigt sich die frühe Gasaufheizzeit auch noch.

Wärmetauscher benötigen eine möglichst hohe Temperaturdifferenz.

Ich verstehe, dank Deiner Beiträge, nicht niedrig einstellen, sondern höher. Warmwasserversorungen brauchen hohe Temperaturen >60Grad.  Also stelle ich die Einschaltemperatur der Solare mindestens auf 60 Grad. Somit läuft die Pumpe auch weniger, aberdie Anlage hat jeden Tag (im Winter z.B.) eine Temperaturdifferenz von 5- 90 Grad auszuhalten.

Fußbodenheizung dagegen nur <30 Grad. Mein Anlage hat aber keine Heizungsunterstützung (Speicher zu klein).

Ich weiß. Hatten wir schon einen Thread zu und ich meine mich zu erinnern, dass von Dir noch Antworten ausstehen…

naja, die PV- Anlage ist zu kurz in Betrieb, hat aber bis dato alle Prognosen übertroffen. Hatte gerieben: "Ein Planungsingenieur des Netzbetreibers errechten für den Standort, nach Ausrichtung und senkrechter Montage rund 200 kWh/Jahr Ertrag für solch eine Kleinanlage ." Leider ist der Thead in die Richung schön oder häßlich abgedriftet.

Meine 2500-3500 kWh in diesem Therad zeigt die Paradigmasteuerung sehr grob für Wärmeertrag. Nicht mit PV verwechseln!

Auch in diesem Thread sprechen wir viel zu allegemein über meine persönliche Anlage. Mir ging es darum , welche Steuerung effizienter ist,

Ich wollt wissen, ob eine koninuierliche Pumpensteuerung (Spanien) effizienter als eine Eimersteuerung (Deutschland) ist. 

Möchte damit die Diskussion in die Richtige Richtung schieben. Welche der beiden Steuerungen und Pumpen sind effizienter? Paradigma gibt dazu null Auskunft.

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Borlander RogerWorkman

„genau das ist der Fall, Gasbrenner für Warmwasser ist in der Zeit aus und Kollektor füllt den Speicher bei Sonnenschen ...“

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Warmwasserversorungen brauchen hohe Temperaturen >60Grad. 

Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60°C an den Entnahmestellen benötigen. Einzig eine regelmäßige "Thermische Desinfektion" ist zu empfehlen um Legionellenverseuchung auszuschließen.

Mir ging es darum , welche Steuerung effizienter ist,

Ich denke nicht, dass sich die Frage pauschal ohne Betrachtung des gesamten Energiesystems im Gebäude, Standort und einer Definition was man der Effizienzmessung (Kostenoptimierung, Minimierung von Umweltschäden, andere Kriterien)  beantworten lässt.

Du kannst auch nicht pauschal sagen ob ein Kleinwagen oder ein Omnibus effizienter ist. Das kommt drauf an.

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hatterchen1 Borlander

„Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60 C an den Entnahmestellen benötigen. ...“

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Einzig eine regelmäßige "Thermische Desinfektion" ist zu empfehlen um Legionellenverseuchung auszuschließen.

Und wo hat man diese in aller Regel?

Natürlich an/in der Dusche und dieser Ort ist der gefährlichste im ganzen Haus.
Also einmal die Woche alle Entnahmestellen einmal, mit heißem Wasser, durchblasen!
Der Aufwand ist gering, im Vergleich zu einer Legionellen Infektion.

Natürlich baut man sich an Dusche und Wanne eine Thermostat-Armatur ein, zur Not auf eigene Kosten in einer Mietwohnung. (Kann man ja bei einem Umzug mitnehmen.)

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hjb hatterchen1

„Und wo hat man diese in aller Regel? Natürlich an/in der Dusche und dieser Ort ist der gefährlichste im ganzen Haus. ...“

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Merkwürdig finde ich nach dieser (deiner) Theorie nur, dass es überhaupt noch Menschen auf dieser Erde gibt.

Gerade dort, wo diese Thesen/Vorgaben nicht (!) eingehalten werden (können) - also in allen möglichen asiatischen und afrikanischen Staaten - vermehren sich die Menschen wie die Fliegen und sterben nicht aus. Wie kann das nur, wo die sich doch nicht an "Deine" Vorgaben halten?

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hatterchen1 hjb

„Merkwürdig finde ich nach dieser deiner Theorie nur, dass es überhaupt noch Menschen auf dieser Erde gibt. Gerade dort, ...“

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(deiner) Theorie
"Deine" Vorgaben

Es sind weder meine Theorien, noch meine Vorgaben, um das einmal klar zu stellen.
Wenn Du von dem Thema Legionellen keine Ahnung hast, dann schau erst einmal bei Wiki vorbei.
Wenn Du dich weiterhin in der Welt auskennen würdest, hättest Du weder afrikanische- noch asiatische Staaten angeführt, denn Heizungen und geschlossene Duschen sind dort weitestgehend unbekannt.

Merkwürdig, wenn überhaupt ist Deine Einlassung zu diesem Thema.

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hjb hatterchen1

„Es sind weder meine Theorien, noch meine Vorgaben, um das einmal klar zu stellen. Wenn Du von dem Thema Legionellen keine ...“

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weder afrikanische- noch asiatische Staaten angeführt, denn Heizungen und geschlossene Duschen sind dort weitestgehend unbekannt.

Eben!

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RogerWorkman hjb

„Merkwürdig finde ich nach dieser deiner Theorie nur, dass es überhaupt noch Menschen auf dieser Erde gibt. Gerade dort, ...“

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erade dort, wo diese Thesen/Vorgaben nicht (!) eingehalten werden (können) - also in allen möglichen asiatischen und afrikanischen Staaten - vermehren sich die Menschen wie die Fliegen und sterben nicht aus. Wie kann das nur, wo die sich doch nicht an "Deine" Vorgaben halten?

menschen, die nicht im gesündesten Raum leben, entwickeln Abwehrkräfte, umso schwerwiegender wird bei uns ein Infektion, meine Frau hatte die sich in eine wenig bewohnten Ferienwohnung geholt, ich nicht, bei gleichem Wasser. Krankeitsverlauf sowas von übel und schmerzhaft.

Nun gut, wenn ich die Möglichkeit habe weitgehnd heisses Wasser sauber herzustellen, dann mach ich das. Auf Mauritius machn viele Ihr Heisswasser mit einer geschwärzten Ex-Öltonne, direkt. Das möchte ich nicht trinken. Duschen ist schon recht außergewöhnliches Abenteuer. Hygiene sehen Die auch anders als wir verwöhnten, gesetzlich gegängelten Deutsche.

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hjb RogerWorkman

„menschen, die nicht im gesündesten Raum leben, entwickeln Abwehrkräfte, umso schwerwiegender wird bei uns ein Infektion, ...“

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entwickeln Abwehrkräfte,
Hygiene sehen Die auch anders als wir verwöhnten, gesetzlich gegängelten Deutsche.

Genau so ist das. Eine Bekannte von mir bzw. meiner Frau ist früher, als ihre Kinder noch klein waren, überall in der Wohnung mit der "Sagrotan-Spritze" rumgerannt und hat alles "desinfiziert" - mit dem Ergebnis, dass die mittlerweile erwachsenen Kinder heute bei jeder Gelegenheit kränkeln, ständig flach liegen und gegen alles Mögliche allergisch sind. Die haben eben gar keine Möglichkeit gehabt, Abwehrkräfte zu entwickeln. Aber irgendwie ist das ein ganz anderes Thema....

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hatterchen1 RogerWorkman

„menschen, die nicht im gesündesten Raum leben, entwickeln Abwehrkräfte, umso schwerwiegender wird bei uns ein Infektion, ...“

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Auf Mauritius machn viele Ihr Heisswasser mit einer geschwärzten Ex-Öltonne, direkt. Das möchte ich nicht trinken. Duschen ist schon recht außergewöhnliches Abenteuer. Hygiene sehen Die auch anders

Ich war 2x, inges. 6 Wochen auf Mauritius und habe die ganze Insel bereist. Selbst in den kleinen, abgelegenen Dörfern habe ich mich über die Sauberkeit gewundert.
Aus den kleinsten Hütten kommen die Menschen früh morgens echt geschniegelt heraus
Duschen mit Regenwasser, aus dem Eimer am Band, sind dort schon normal und hygienisch ist das allemal.

Aber natürlich habe ich auch schon Thunfisch-Steaks, gebraten in halben, alten Fässern, gegessen. Eine Delikatesse! Diese Fässer wurden anschließend am Strand mit Sand und Meerwasser ausgerieben.

Man sollte etwas vorsichtiger sein mit der Bewertung anderer Kulturen.

umso schwerwiegender wird bei uns ein Infektion,

Eine Infektion mit Legionellen, unter einer versifften Dusche, ist eben kein einfacher Schnupfen. Und das passiert selbst in noblen Hotels, oder Kreuzfahrtschiffen und das kann tödlich enden.

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RogerWorkman hatterchen1

„Ich war 2x, inges. 6 Wochen auf Mauritius und habe die ganze Insel bereist. Selbst in den kleinen, abgelegenen Dörfern ...“

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Man sollte etwas vorsichtiger sein mit der Bewertung anderer Kulturen.

Du hast recht, aber mein Beitrag verfolgte nicht eine Diffamierung von anderer Kulturen. Definitiv, die Bewohner und deren Häuser sind sehr sauber.

Selbst in den kleinen, abgelegenen Dörfern habe ich mich über die Sauberkeit gewundert.

Stimmt, selbst die abgelegene wissenschaftliche Station bei den letzten Rosa Tauben ist ein Beispiel für angepasste Lebensweise in dieser Klimaregion.

Bei den touristischen hotels sehre ich das problematisch, denn die versuchen den deutschen/französischen Standard zu erreichen. Das ist aber nicht übertragbar für eine klimatisch völlig andere Region.

Und das passiert selbst in noblen Hotels, oder Kreuzfahrtschiffen und das kann tödlich enden.

ja, meine Frau hats überlebt. Üblere Krankheiten sind kaum vorstellbar.

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nemesis² Borlander

„Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60 C an den Entnahmestellen benötigen. ...“

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Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60°C an den Entnahmestellen benötigen.

Genau und die Entnahmestellen sollten auch auf max. 60°C begrenzt sein (Verbrühungsschutz). Bei einem kleinen Mischspeicher für WW gibt es oberhalb von 60°C auch schnell ein Kalkproblem ...

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RogerWorkman Borlander

„Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60 C an den Entnahmestellen benötigen. ...“

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Unter normalen Bedingungen solltest Du im Haushalt keine Wassertemperaturen über 60°C an den Entnahmestellen benötigen.

Ist doch klar, in der Anlage ist ein Mischer drin, verbrühen kann sich keiner. Dennoch kann und darf der Speicher sehr viel höhere Temperaturen erreichen. Da die Anlage an sich nicht verändert werden kann, Speicher, Brennwertkessel, Kollektor, Leitungen, so ergab sich die Frage, ob ich die effizenz durch eine andere Pumpe und Steuerung positiv anbietet. Das scheint ja nach allen Erörterungen hier weder sinvoll noch empfehlenswert zu sein.

Effizienz sehe ich zuletzt nicht nur im Wärmehaushalt, sonder auch im Portemonaie. ggfs spätere Investitionen gehören dazu.

Seinerzeit fand ich die Anlage Komplett inkl. installation günstig. Es kommt hinzu, bei Nachbarn sind gleichalte Anlagen , Buderus, Viessmann, Vaillant alle schon mehrfach kaputt, allesamt auch nicht mit mehr als 250l Speichervolumen und der üblen, wartenungsintensiven Flüssigkeit für die Kollektoren. Bei einem sind schon nach 6 Jahren (Garantie) sämtliche Kollektoren wegen defekt ausgetauscht worden.

Kann mit meiner Anlage an sich recht zufrieden sein, Schornsteinfeger bestätigt die Langlebigkeit und Problemlosigkeit von Paradigma-anlagen. mach hier aber keine Werbung, sonder die Anlage noch effizienter werden.

Welche vorschläge habt Ihr bei so einer Anlage? Die Steuerung der Solaranlage ist für eine 2. Speicher vorgesehen. Wo würde der "zwischengebaut? Macht das überhaupt Sinn? Weis im Sommer wirklich nicht wohin mit der Wärme. Lohnt doch nur für die Übergangszeit, wenn Solare auch für Fußbodenheizung verwendet wird. W

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Andreas42 RogerWorkman

„Ist doch klar, in der Anlage ist ein Mischer drin, verbrühen kann sich keiner. Dennoch kann und darf der Speicher sehr ...“

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Hi!

Es kommt hinzu, bei Nachbarn sind gleichalte Anlagen , Buderus, Viessmann, Vaillant alle schon mehrfach kaputt, allesamt auch nicht mit mehr als 250l Speichervolumen und der üblen, wartenungsintensiven Flüssigkeit für die Kollektoren. Bei einem sind schon nach 6 Jahren (Garantie) sämtliche Kollektoren wegen defekt ausgetauscht worden.

Das Problem haben wir bei mir auch. Hier sind im Nachbarschaftumfeld  die Häuser alle zur selben Zeit und offenbar vom selben Bauunternehmen gebaut worden. Die Heizungsanlage ist (AFAIK) immer gleich. Es ist allerdings keine Anlage der von dir aufgezählten eingebaut (Name des Herstellers müsste ich nachschauen). Zur Speicherkapazität kann ich nichts sagen (steht vermutlich in der BDA, vermute ich).

Die Garantie war 5 Jahre und ist letztes Jahr abgelaufen. Laut Aussage des Unternehmens, dass die Heizung wartet sind bei fast allen Häusern, die Solarkollektoren nach Defekt (Undichtigkeit) getauscht worden. Unsere waren letztes Jahr beide fällig. Eine der Umwälzpumpen hat es dabei mit zerlegt, weil die trocken gelaufen ist (vermute ich).

Bis dann
Andreas

Kein Popcorn! "Mist!" (Zitat Bernd das Brot) Wieso ist kein Popcorn mehr da? Immer wenn es spannend wird! Menno!
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RogerWorkman Andreas42

„Hi! Das Problem haben wir bei mir auch. Hier sind im Nachbarschaftumfeld die Häuser alle zur selben Zeit und offenbar vom ...“

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Die Garantie war 5 Jahre und ist letztes Jahr abgelaufen

Typisch, deshalb war es für mich ein Grund Paradigma zu nehmen, weil die auf wichtige Teile, wie Kollektor, Gasbrennwertgerät und Wasserspeicher 10 Jahre Garantie geben. Pumpen, Steuerung usw. aber nur 5 Jahre. Hoffentlich fällt nix im 11ten Jahr aus...

Hier sind im Nachbarschaftumfeld  die Häuser alle zur selben Zeit und offenbar vom selben Bauunternehmen gebaut worden.

Ja, das ist ein Problem, Rabatte für den Bauunternehmer oder Heizungsinstallateur drückt die Qualität. Hinzu freuen sich Installateuer garantiert nach 5 Jahren was neues verkaufen zu können, so bleibt man im Geschäft.

Änliches kenne ich von hochgedämmten Energiesparhäusern, nach Ablauf der Garantiezeit bröselte der Putz und zerlegte sich die Isolierung von allein.

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nemesis² RogerWorkman

„Ist doch klar, in der Anlage ist ein Mischer drin, verbrühen kann sich keiner. Dennoch kann und darf der Speicher sehr ...“

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wartenungsintensiven Flüssigkeit für die Kollektoren.

So schlimm ist das nicht. Regelmäßig auf den Druckanzeiger geschaut, alle paar Jahre mal Frostschutz gemessen und wenn es keine Stagnation gibt, kann das Zeug locker 10 Jahre drinbleiben. Bei mir ist die Brühe jetzt schon 20 Jahre lang drin und immer noch gut genug.

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nemesis² RogerWorkman

„genau das ist der Fall, Gasbrenner für Warmwasser ist in der Zeit aus und Kollektor füllt den Speicher bei Sonnenschen ...“

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Fußbodenheizung dagegen nur <30 Grad. Mein Anlage hat aber keine Heizungsunterstützung (Speicher zu klein).

Das hat mit dem Speicher eigentlich wenig zu tun, wenn vernünftig umgesetzt (bei deinem Hydraulikschema feht dazu noch einiges).

Mit einer Solaranlage Wärme im "großen" Speicher für "Heizungsunterstützung" speichern zu wollen mach wenig Sinn. Ich habe auch nur 200-300 l für WW (der relevante Teil vom Schichtenspeicher). Sind die halbwegs warm, geht der Überschuss gleich in den Heizkreis. Erst wenn dort nicht mehr benötigt wird (Sommer), wird der Rest in die Speicher geladen (bis 1500 l).

Der Knackpunkt ist dein (fragwürdiges) Hydraulikschema. Ist es wirklich so, kannst du nur popelige 180 l WW per Sonne oder Gas warmmachen und die FBH läuft nur über den Gaskessel.

Ich hätte da mindestens noch ein Zonenventil eingebaut und den Solarüberschuss (da die mickrigen 180 l schnell voll sind) direkt in den Heizkreis geschickt. Erst dann macht es Sinn, auch mit niedrigeren Temperaturen und ggf. höherem Volumenstrom zu "ernten".

Wie groß ist deine Kollektorfläche? (brutto/netto bzw. was für Kollektor?)

Die 180 l würden höchstens 10 kWh/d schlucken, wenn tagsüber nicht viel verbraucht wird (... oder eine Zirkulationsleitung den großen Rest verballert ...).

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RogerWorkman nemesis²

„Das hat mit dem Speicher eigentlich wenig zu tun, wenn vernünftig umgesetzt bei deinem Hydraulikschema feht dazu noch ...“

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Wie groß ist deine Kollektorfläche? (brutto/netto bzw. was für Kollektor?)

Röhrenkollektor, ca. 3,5 qm.

Hab bei Paradigma nochmal nachgelesen: "Die hocheffizienten Vakuum-Röhrenkollektoren speisen darüber hinaus ausschließlich über 60 °C heißes Wasser in den Kombispeicher ein".

Das ist natürlich Quatsch, denn  die Temperatur ist eine Frage der Steuerung und Volumenstrom. So ein Kollektor kann auch 30 Grad liefern,  oder bei zukleinem Volumenstrom in die Verdampfung gehen.

Die 180 l würden höchstens 10 kWh/d schlucken,

Nur wenn kein WW abgenommen wird, was aber passiert.

Welche Tips gibt es für meine Anlage zur Verbesserung?

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nemesis² RogerWorkman

„Röhrenkollektor, ca. 3,5 qm. Hab bei Paradigma nochmal nachgelesen: Die hocheffizienten Vakuum-Röhrenkollektoren speisen ...“

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Das "Eimerprinzip" macht bei geringerer Sonneneinstrahlung/Wolken Sinn, denn damit sinken die Verluste an den Rohren (Solarkreis) und es wird auch Pumpenstrom gespart.

Läuft die Pumpe erst bei noch höheren Kolli-temp. an, wird weniger geerntet. Damit fällt der Überschuss im Sommer geringer aus.

Temperatur ist eine Frage der Steuerung und Volumenstrom

Schon, ab einem gewissen Durchfluss kommt aber nicht mehr raus, die Pumpe frisst nur mehr Strom. Wenn dein Ertrag jetzt hoch genug ist, könntes du ggf. noch etwas Pumpenstrom sparen, wenn du eine kleinere Stufe einstellst. Die sinnvollste Stufe musst du ausprobieren.

Die Pumpe hat bei 20W sehr lange Laufzeiten und bei 60W kurze Laufzeiten

Beachte die "Nullförderhöhe" bei kleinerer Stufe. Deine Pumpe muss jedesmal wirklich Wasser "hochpumpen". Mit zu wenig Leistung würde da gar nichts gefördert. Das ist ein Unterschied zu den "normalen" Kreisläufen, komplett gefüllt ohne Luft. Da wird auch mit ganz wenig Leistung etwas gefördert.

Da du an der Hydraulik nichts verändert willst, kannst du kaum auf mehr Ertrag optimieren, höchstens auf weniger Stromverbrauch. Das wird aber bei den 40 W etwa bleiben. Iich könnte wetten, bei 20 W steigt der Stromverbrauch stark, weil die Laufzeiten überproportional lang werden. Zwischen 50 und 60 W wird es kaum einen Unterschied geben. Das kann man aber nur ausprobieren/"messen".

Sonst könnte auf mehr Ertrag optimiert werden, obwohl mir die 2500-3500 kWh für 3,5 m² und suboptimal ausgelastete Anlage recht hoch erscheinen.

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Borlander nemesis²

„Das Eimerprinzip macht bei geringerer Sonneneinstrahlung/Wolken Sinn, denn damit sinken die Verluste an den Rohren ...“

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obwohl mir die 2500-3500 kWh für 3,5 m² und suboptimal ausgelastete Anlage recht hoch erscheinen.

Bei der Photovoltaikanlage kamen auch recht hohe Werte raus. Vielleicht steht die Hütte einfach in einer besonders sonnigen Ecke, oder aber das Ergebnis wird durch die Betrachtung des nur letzten und sehr warmen Jahrs verfälscht.

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RogerWorkman Borlander

„Bei der Photovoltaikanlage kamen auch recht hohe Werte raus. Vielleicht steht die Hütte einfach in einer besonders ...“

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Vielleicht steht die Hütte einfach in einer besonders sonnigen Ecke

so ist es, aufm Hügel ohne Beschattung, Hauptdach Südwest.  Letztes Jahr war die Sonne auch arg am scheinen, sonst wäre ich womöglich nicht auf die PV gekommen. Bis jetzt hat sich Grünzeug nicht erholt. Auf Google maps stets grün... bald Sandbraun?

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RogerWorkman nemesis²

„Das Eimerprinzip macht bei geringerer Sonneneinstrahlung/Wolken Sinn, denn damit sinken die Verluste an den Rohren ...“

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Danke nemesis,heute hebe ich es geschfft, einen Techniker bei Paradigma zu erreichen, mit Erfolg! Sehr freundlich und hilfreich.  Lange rede, kurzer Sinn, es ist so wie Du es beschreibst.

Luft darf nicht vorkommen, dennoch muss die Pumpe das schwere Wasser nach oben und das leichte Wasser nach unten drücken. Klappt das nicht, weil die Pumpe das "Gewicht" nicht schafft, dann muss sie eben mit höherer Leistung Pumpen. (Grund für Verdampfung im Kollektor.  Der Strom darf aber auch nicht zu schnell sein, dann kann sich der Kollektor nicht ausreichend erwärmen.

Pumpe wird auf 40 W gestellt und die Temperatur auf 40-60 Grad Kollektortemperatur oben plus 5 Grad Schaltdifferenz. Ab dann beginnt die Pumpe zu laufen und Wärme wird geerntet. Dabei darf der Schichtenspeicher oben ruhig heisser sein, geringfügig wir zwar dem Tauscherkreislauf Wärme zugeführt, die aber sogleich unten im Speicher das kalte Wasser plus Kollektorwärme erwärmt. Das Ding eimert so lange, bis oben und unten max. 85 Grad sind.  Wichtig ist, das die Warmwasserversorgung während der Sonnenscheindauer nicht dazwischenfunkt, falls der Speicher zu kalt ist. Die Sonne macht das schon.

Das Eimerprinzip wird deshalb in Deutschland von Paradigma verwendet, so hat mir der Techniker erläutert,  weil auch schon bei bedecktem Himmel der Kollektor bei niedriger Strahlung Wärme liefern kann. In Spanien macht das kein Sinn. Ein größerer Speicher macht auch keien Sinn, weil die Wasserzapftemperatur zu niedrieg wäre. Bei richtiger Einstellung sind dan zulässige temeraturen Oben/unten im Speicher 85 Grad... und das hält lange zum Duschen und Baden usw.

Der Kollektor ist ein hocheffizienter Röhrenkollektor, der bei mir unbeschattet von ca. 9:30 bis Sonnenuntergang Sonne bekommt (wenn sie scheint). Lt. Statistik durchschnittlich 1726 Sonnenscheistunden/Jahr, mal heißer, mal kälter.

Meine Frage der Steuerungsotimierung hat sich somit erledigt. Die Steuerung, Pumpe, Uhren (!!!), temperaturen wurden vom Wartungstechniker schlicht falsch eingestellt. (der Klassiker, lt. Paradigmatechniker... ). Was mir angetragen wurde, die Anlage kann ich problemlos weitere  Jahre betreiben, eigentlich geht nix kaputt, und wenn gibts garantiert Ersatzteile bis 2034. (...na wenn ich dann noch lebe?)

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