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Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat

RogerWorkman / 26 Antworten / Baumansicht Nickles

Wir sind wohl nich alle alt genug, um es bewusst erlebt zu haben. Heute habe ich Unterlagen zu einem Hausbau au dem Jahr 1957 erhalten. In dem Bauvertrag steht, das Haus wird zu einem Baupreis von 22000,-DM erstellt. Ein typisches Siedlungshaus mit 2 Wohnungen zu ca. 80qm, hinzu ausbaufähigen Spitzboden,, sogar großer Unterkellerung mit Waschküche, Heizungsraum und bereits damals schon Holzofenzentralheizung. Sogar 2 Bäder sind drin.

Ich kann es einfach nicht glauben, die Wertsteigerung zu heute ohne Renovierung ist 2000%. Ich glaube,ich kann nicht Prozentrechnen, das Haus ohne Gründstück im Originalzustand wird von einem Gutachter mit 220000,-€ beziffert. Ja gibt es das? Kann doch nicht sein, oder?

Wer kennt sich von Euch mit Immobilien aus und könnte von ähnlichen Fällen berichten? Ich glaub es einfach nich.

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gelöscht_238890 RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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das Haus ohne Gründstück im Originalzustand wird von einem Gutachter mit 220000,-€ beziffert.

Es kommt natürlich sehr stark auf den Wohnort an, aber für ein Haus, in dem Alter ohne jegliche Wärmedämmung, alten Fenstern, alter Heizung, aber ohne Grundstück, ist der Preis  viel zu hoch.

In dem Bauvertrag steht, das Haus wird zu einem Baupreis von 22000,-DM erstellt.

Ja, wer selber einmal gebaut hat kennt das. Die Wirklichkeit, bis alles richtig fertig war, sah sicher ganz anders aus.

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Acader RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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Ein Siedlungshaus mit ca 100 qm kam im Jahre 1960 ca 30.000 DM in Ostdeutschland (im Westen keine Ahnung) Wie dann der Preis heute ist kommt auf den Zustand an. Unsaniert bei uns hier in Chemnitz etwa 10.000 bis 15000 €.

MfG Acader

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Ma_neva Acader

„Ein Siedlungshaus mit ca 100 qm kam im Jahre 1960 ca 30.000 ...“

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HalloÜberrascht,

Ein Siedlungshaus mit ca 100 qm kam im Jahre 1960 ca 30.000 DM in Ostdeutschland (

woher beziehst Du diese QuelleUnentschlossen? Nein, also 80000 kostete es schon und dazu kam das Du nie Eigentum an Grund Boden dabei hattest. Weiterhin benötigtest schon recht erhebliche Hilfe von Deinem Betrieb, ansonsten wäre es fast unmöglich sich so ein Eigenheim zu bauen. Der Betrieb stellte dann für "gute" Leute (meist Genossen oder Kinderreich) da auch die notwendige Technik (T172, Lkw, Baustoffe zu überhaupt erhältlich usw.). Kenne ich echt aus meine damaligen Praxis, aberwehe man hatte sich als leiter gegen einen Genossen dazu ausgesprochen, antanzen bis zum Vize A war die Folge. Aber unter 80k war echt nix , auch damals nix. Doch diese "Leute" bekamen ja auch Kredite die sich niemand vorstellen kann.
Das hat echt nix mit sozialer Marktwirtschaft zu tun, ehr mit Betrug an Mitmenschen die da zu einer fast unentgeldlichen Miete wohnten, denn 120,- Mark war schon echt Maximum bei Neubauten für ne 3 Raumwohnung. Aber da verdiente ein guter Facharbeiter schon ~ 300,-Mark/Monat als ein Dipl. Ing. Der Facharbeiter bekam jede Überstunde bezahlt, jede Bereitschaftsstunde, ein Akademiker (Dipl. Ing.) hatte da nur sehr begrenzte Möglichkeiten über NV oder NVE, da suchte man sich Leute die eben die 1/2. abgaben. Aber 20 k für ein Eigentum ist echt nicht realistisch. Ab so 1979 kostete es auch schon um 150k. Ich sollte ja 1980 aus Wismar nach Lulu von DR umziehen, wegen dem damaligen Winter. Doch da wollte die DR auch 150k Mark bezahlen für ein Haus, doch das was wir hätten bekommen können kam schon 190k, zu teuer für die DR gewesen. Na ist nun Geschichte und längst begraben Zwinkernd.  Klar war es hier preiswerter, doch besonders günstig die im Alteigentum der DR wohnten ab 1990, die bekamen für knapp 20 k da ihre Eigenheime (Vermietung erfolgte über Greifswald mit Eigentümer in der BRD)  da + GrundstückeLachend. Sollte rückgängig gemacht werden doch da wurde auf "Granit" gebissen.

Gruß
Manfred

Das Genie tut was es muß, das Talent tut was es kann
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gelöscht_265507 RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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Bei der Wohngebäudeversicherung rechnet man mit dem Wert von 1914 in Mark.

Aus diesem Betrag wird dann hochgerechnet.

Die Faustformel ist:

Wert von 1914 in DM x 12,9 = Wert 2014 in Euro.

Vielleicht hilft dir das weiter.

http://www.helberg.info/versicherungen/versicherungssparten/gebaudeversicherung/wert-1914-wert-heute-der-baupreisindex/

Allerdings was die Hütte tatsächlich wert ist, kann nur ein Sachverständiger ermitteln.

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xafford RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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Dein Verwunderung verwundert mich. Überlege mal, was hat ein Arbeitnehmer 1957 im Jahr verdient? Wie war der Anspruch an Wohnraum im Jahr 1957? Wie viel Komfort und Technik steckte in einem Haus 1957? Wo steht dieses Haus?

Vielleicht klingt deine Verwunderung etwas ab, wenn ich Dir erzählte, dass ein etwa um die gleiche Zeit gebautes im Geburtsort meiner Frau vor Kurzem für 32.000 Euro verkauft wurde, einfach nur, weil es mitten auf dem Land und fernab von möglichen Arbeitsplätzen in einem Dorf ohne Supermarkt, Arzt, Schule oder sonstiger Infrastruktur liegt.

Allerdings will ich nicht bestreiten, dass kaufkraftbereinigt früher wesentlich günstiger gebaut werden konnte, allerdings gab es da auch noch keine Wärmeschutzverordnung, keine zwei Badezimmer, keine Zentralheizung und Isolierglasfenster und beim Bau war meist viel Eigenleistung gefragt.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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gelöscht_238890 xafford

„Dein Verwunderung verwundert mich. Überlege mal, was hat ...“

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Überlege mal, was hat ein Arbeitnehmer 1957 im Jahr verdient?

Ich kann Dir sagen, dass ich 1963 als Handwerksgeselle/Facharbeiter einen Stundenlohn von 1,85DM hatte, Jahresverdienst also rund 5.000DM.

Die reguläre Wochenarbeitszeit betrug 48 Stunden, ein Ford Taunus 12M kostete knapp 5.000DM, ein Liter Benzin kostete 0,50DM.
Mein Führerschein kostete 183,50DM.Lächelnd

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xafford gelöscht_238890

„Ich kann Dir sagen, dass ich 1963 als ...“

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Die Frage war zwar eher theoretischer Natur, aber trotzdem interessant Zwinkernd

Rechnen wir also mal durch:

22.000 DM Baukosten / 5.000 Euro Jahresgehalt = 4 Jahre, 5 Monate Arbeitszeit für Hausbau

Und heute?

Jahresverdienst Facharbeiter ~ 40.000 Euro (Quelle) => bei 4,4 Jahren Arbeitszeit für Hausbau = 176.000 Euro für Hausbau

Ich gebe zu, dass der Vergleich stark hinkt weil sowohl der Wohnstandard, als auch die anderen Lebenhaltungskosten nicht wirklich vergleichbar sind und man auch für unter 200.000 Euro heute nur schwer ein Haus bauen kann, aber worauf ich hinaus will ist, dass die Zahlen im Vergleich gar nicht so arg weit auseinander liegen.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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RogerWorkman xafford

„Die Frage war zwar eher theoretischer Natur, aber trotzdem ...“

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Mit solchen Antworten hätte ich nicht gerechnet. Der Verdienst/Hauskauf-Vergleich ist klasse. Meine Verwunderung bezieht sich eher darauf, wie sich die Preise in 60Jahren entwickelt haben und der heutige Wert ohne Renovierung knapp unter einen Neubaupreis landet. Das ist eine imense Wertsteigerung. Völlig unabhängig von der Lage, 9000 Einwohner Randgemeinde einer Kleinstadt. Die Lage bezieht sich immer auf die Urbanität und Grundstückspreis. Das Gutachten hat das Haus bewertet, nicht das Grundstück! Der Bewertungspreis bezieht sich auschließlich auf das Haus. das Grundstück schlägt nochmal mit ca. 195000,-€ hinzu zu buche. Den Grundstückspreis von 1957 kenne ich leider nicht.

Versuche da meine Lehre daraus zu ziehen. Wenn man beurteilen hann, wo in 60 Jahren eine "begehrte Lage" ist, dan hat man doch, wenn man es in jungen Jahren finanzieren kann, im Alter seine Rente sicher, durch ein Hausverkauf.

Sind dann diejenigen, die Ihr Haus für einen Spottpreis (wie oben) anbieten müssen, außerhalb jeglicher Urbanität? Auf dem Land ist es doch wunderschön... aber wohl nicht für eine Rentenanlage?

Rechen wir mal 60 Jahre weiter, so eine Wertsteigerung kann doch nicht sein. Dann würde ein jetzt für 220000 € gebautes Haus dann , man beachte die Nullen... 4.400.000 € kosten? Grundstück mal außen vorgelassen.

Alles Roger ?

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xafford RogerWorkman

„Mit solchen Antworten hätte ich nicht gerechnet. Der ...“

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Sind dann diejenigen, die Ihr Haus für einen Spottpreis (wie oben) anbieten müssen, außerhalb jeglicher Urbanität?

Die Frage kann ich Dir teilweise ganz aktuell beantworten, da zum einen aus familiärem Hintergrund die Bewertung von Häusern recht aktuell war/ist und wir zum anderen derzeit selbst nach einem Haus suchen.

Heutzutage ist die Lage ein entscheidender Faktor neben dem Stand der Renovierung. Ich habe gerade heute eine Immobilie angeboten bekommen, dabei handelt es sich um eine ehemalige Industriellenvilla mit 10 Zimmern, über 220 qm Wohnfläche, Stuck, Echtholz-Dielen und liegt an einem Fluss. Würde man so etwas heute bauen, dann wäre der Baupreis in Regionen um die 2 Millionen. Kaufpreis liegt bei 220.000 Euro (zufällig der gleiche Preis wie dem Haus oben).

Oder anderes Beispiel: Villa in Simmertal - eine Immobilie, die uns auch (nicht ganz ernsthaft) auch interessiert hatte. Das liegt ebenso weit unter einem Neubauwert (ich schätze mindestens Faktor 10) und Inflationsbereinigt sehr weit unter dem damaligen Bauwert.

Die beiden genannten Immobilien liegen jetzt in einer Region mit kaum noch vorhandener Infrastruktur, relativ hoher Arbeitslosigkeit und ohne nennenswerte Arbeitsplätze - ergo: Kein Markt für Immobilienkäufer. Versetze so ein Haus in die Gegend München, Stuttgart oder Frankfurt und der Wert beträgt mindestens das zehnfache.

Dazu kommt, dass die heutigen Anforderungen an Wohnkomfort und die Energiekosten aufwändige Sanierungsmaßnahmen selbst bei Häusern aus den späten 80ern oder frühen 90ern notwendig machen. Da ist dann häufig eine Dämmung fällig (Dach, Fassade), eine neue Heizung, je nach Fall eine neue Verrohrung (Wasser, Abwasser) und vielleicht auch Elektrik. Dazu kommt dann eine aktuelle Heizung, vielleicht Putz, Tapeten, Bodenbeläge, Sanierung der Bäder und schnell ist man bei Kosten um die 100.000 Euro je nach Größe der Immobilie wenn man alles von Fachfirmen machen lassen muss.

Noch ein ganz aktuelles Beispiel von Freunden von uns... sie haben ca. 1990 ein Haus für damals 180.000 DM gekauft (Baujahr auch um die 1960) und mussten es aufwändig renovieren (Heizung, Strom, Wasser und Abwasser, Dach, Innenausbau...). Mittlerweile hat das Haus einen Marktwert um die 100.000 Euro (eher weniger). In 20 Jahren wird es wahrscheinlich überhaupt nichts mehr wert sein (Saarland, Dorf nähe St. Wendel).

Bevor ich mich jetzt verzettle ziehe ich lieber mal ein Fazit: Was eine Immobilie in ein paar Jahrzehnten wert sein kann ist wie auf die Wertentwicklung einer Aktie zu setzen - Spekulation. Man weiß nie, wie sich Regionen entwickeln (schau mal Bayern vor 50 Jahren und dagegen den Ruhrpott vor 50 Jahren), oder wie sich gesetzliche Vorgaben oder der Wohlstand entwickeln. Zudem würde ich auch nicht zu sehr Vertrauen in ein Wertgutachten stecken, denn ein Haus ist nur so viel Wert, wie jemand dafür bezahlen will. Wir haben uns z.B. ein Haus angesehen, für welches ein aktuelles Wertgutachten über 230.000 Euro vorlag, letztendlich wurde es aber für 180.000 Euro verkauft (immer noch zu teuer, wie ich meine).

Wenn ich also eine Immobilie als Altersvorsorge anschaffen wollte (was ich plane), dann nur mit dem Hintergrund dort im Alter zu wohnen und keine Miete mehr zu zahlen, dann muss man aber auch auf eine gewisse Sicherheit bei der Infrastruktur achten - mit 80 will man nicht mehr 30 km zum Arzt oder Supermarkt fahren, wenn man es überhaupt noch kann.

Noch ein weiterer Nachtrag: Ob Land oder Stadt sich besser entwickeln wird ist ebenso spekulativ, Land- und Stadtflucht haben sich in den letzten Jahrzehnten in bestimmten Grenzen regelmäßig abgelöst je nach Verkehrsanbindung, Spritkosten und Arbeitsplatzentwicklung.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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xafford

Nachtrag zu: „Die Frage kann ich Dir teilweise ganz aktuell beantworten, ...“

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PS: 195.000 Euro Grundstückspreis? Das fällt mir jetzt erst auf... kommt mir doch sehr hoch vor, also entweder hoch bewertete Region, oder verdammt großes Grundstück :) das oben erwähnte Haus mit Wertgutachten über 230.000 Euro hatte ein Grundstück von 8.500 qm. In meiner Geburtsstadt knapp 40 km entfernt gibt es im Gegensatz - je nach Ortsteil und Lage Quadratmeter-Preise für unbebautes Bauland von Bis über 600 Euro.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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RogerWorkman xafford

„PS: 195.000 Euro Grundstückspreis? Das fällt mir jetzt ...“

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Mit den Grundstückspreisen ist das hier anders. Bauland unerschlossen kostet hier in den eigenständigen Randgemeinden nahe Würzburg in Unterfranken von 250,- bis 420,-€ pro qm.  Wenn man Richtung UNI nach gerbrunn geht, auch so ein Dorf, da ist es noch teurer, oder es gibt einfach nix zu kaufen.  Das besagte Grundstück hat ca. 880qm , liegt also sicherlich wegen des renovierungsbedürftigen Hauses unter der Einstiegsgrenze. Wohlgemerkt. 195.000,- plus 220.000,- sind immerhin für eine alte 60er-Bude 415.000,-Makler reissen sich um das Objekt, bei rund 7% Courtage.

Irgenwie finde ich das völlig aus der Welt, hier verdient ein Facharbeiter auch nicht viel mehr als 40.000,- /Jahr.

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Borlander RogerWorkman

„Mit den Grundstückspreisen ist das hier anders. Bauland ...“

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Das besagte Grundstück hat ca. 880qm , liegt also sicherlich wegen des renovierungsbedürftigen Hauses unter der Einstiegsgrenze.

Daher ist eine getrennte Wertbetrachtung auch eher mit Vorsichtig zu genießen. Das liest sich fast schon ein bisschen so als wäre der Grundstückswert durch Abzug der Abrisskosten ermittelt worden…

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Borlander RogerWorkman

„Mit solchen Antworten hätte ich nicht gerechnet. Der ...“

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knapp unter einen Neubaupreis

Der Vergleich ist da oft recht schweirig. Neben den bereits von xaf erwähnten Faktoren kommt da auch noch die schlechte Vergleichbarkeit der Flächenangeben mit dazu. 2*80m² + Vollkeller + Dachboden (setzte ich mal mit 50% Fläche an) sind in Summe eine Fläche von 280m² die Du bei einem Neubau bezahlen müsstest. Bei 1500€/m² sind wir dann bereits bei 420K€ zzgl. Erschließungskosten. Also eher das doppelte. Aus kostengründen wird aber heute oft auch auf einen Keller und einen leeren Dachboden verzichtet…

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triker RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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Also mein Elternhaus:

Anfang 70er jahre erbaut.

Freistehendes Haus, Eckgrundstück.

600 qm Grundstück.

ca 170 qm wohnfläche, eher etwas mehr.

unterm Dach der Platz nicht eingerechnet. Obwohl da auch Zimmer sind, haben aber Schräge durch das Dach....)

(2Wohneinheiten, jedoch im Haus mittels Treppe verbunden, trotzdem durch Türen getrennt)

2 äussere Haustüren sind natürlich auch vorhanden

Ringanker unterm Dach (kann also auch noch aufgestockt werden....)

Große garage & kleine werkstatt auf Grundstück angebaut.

qm-preis vom Grundstück: 14 DM    (heute kostet da der QM zwischen 180 und 220 Euro...)

Anliegerkosten damals ca 15000 DM

reine Hauskosten (fast alles selbstgebaut) 66000 DM

Heutiger Preis: locker über 300000€ (Maklerschätzung)

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Du siehst. Man nennt Immobilien nicht umsonst: Betongold ;-)

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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RogerWorkman triker

„Also mein Elternhaus: Anfang 70er jahre erbaut. ...“

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Ohh das hab ich noch nie gehört, "Betongold". Also sind solche Preisteigerung wohl nichts ungewöhnliches. Das hab ich mir anders vorgestellt, weil Immobilienbesitzer immer klagen, ihr Besitz sei nichts wert.

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triker RogerWorkman

„Ohh das hab ich noch nie gehört, Betongold . Also sind ...“

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Hi Roger,

Also, wie oben beschrieben, ist es ja von der Lage sehr abhängig.

Deswegen ist so manches Haus am Arsch der Welt zwar ne Top-Villa.

Aber trotzdem "nichts" wert.

gruß

Gesundheit konnte ich mir nicht kaufen... Deshalb habe ich fast keine mehr...
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gelöscht_238890 triker

„Hi Roger, Also, wie oben beschrieben, ist es ja von der Lage ...“

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Hi,

Aber trotzdem "nichts" wert.

man darf bei diesen ganzen Betrachtungen eines nicht vergessen, wenn die "Prachtvilla" damals mit Grundstück und Erschließung 200.000DM gekostet hat, hat man bis heute in der Regel das doppelte oder gar mehr dafür bezahlt.  Hypotheken gibt es nicht zum Nulltarif und es gab Zeiten mit bis zu 13/14 Prozent Hypothekenzinsen.

Das wird von vielen Neidern nämlich auch gerne übersehen, als Hausbesitzer (Eigentümer ist ja meist die Bank für lange Jahre) ist man ja gleich ein Kapitalist.Zwinkernd

Meine Entscheidung, vor 35 Jahren ein Haus zu bauen, war im Nachhinein eine gute Entscheidung, sie lässt uns heute preiswert wohnen.Cool

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RogerWorkman gelöscht_238890

„Hi, man darf bei diesen ganzen Betrachtungen eines nicht ...“

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Meine Entscheidung, vor 35 Jahren ein Haus zu bauen, war im Nachhinein eine gute Entscheidung, sie lässt uns heute preiswert wohnen

Und was machen liebe Mitbürger, die nicht "Jung" gebaut haben, dafür dem Staat fleißig Steuern geliefert und auch ohne Zinsen dem Wirtschfswachtum erheblich beigetragen haben? Frag mal heute bei der Bank eine 30jährige Finanzierung im Alter von 55 an. na das wird schwierig ohne Zinszuschläge. Die Bänher denken ja in dem Alter bereits an "Frührente". Selbst wenn eine finanzierung über ein leben hinaus geht, die bank hat doch die Sicherheit der Immobilie. Iste es nur eine Seifenblase? Urplötzlich gehen die Gutachten dramatisch mit dem Preis nach unten. es ist also nicht nur eine Frage der Lage, sondern vielmehr eine Frage, wer und in welchem Alter derjenige ein Haus mit Grundstück kauft.

Wenn ebenfalls man einrechnen muss, durch Hauskauf im alter preiswert zu wohnen, dann ist das eher ein Problem der rentenhöhe, das man freie Mietwohnungen mit der rente kau bezahlen kann.

Freie Marktwitschaft schürt doch langfristige Spekulationen. Ich betrachte "Wohnen" als ein Grunddaseinsbedürfniss, so wie Essen und Trinken, alles muss bezahlbar sein. Nochmal zur Ausgangssituation:

1957 Kaufpreis 22.000 DM

2013 Gutachterpreis 220.000 €

2076 Preis 4,4 Mio € (fiktiv bei identischer Wertsteigerung)

Nein, das kann icht sein, so geht es nicht, Selbst, wenn ein Gutachter sich um 100% vertan hat.

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gelöscht_238890 RogerWorkman

„Und was machen liebe Mitbürger, die nicht Jung gebaut ...“

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Und was machen liebe Mitbürger, die nicht "Jung" gebaut haben, dafür dem Staat fleißig Steuern geliefert und auch ohne Zinsen dem Wirtschfswachtum erheblich beigetragen haben?

Du bist also wirklich der Meinung, Du hättest ganz besonders zum Wirtschaftswachstum beigetragen, wogegen ich mich dumm an Steuern gespart habe, weil ich jung gebaut habe?

Frag mal heute bei der Bank eine 30jährige Finanzierung im Alter von 55 an.

Mit 55 Jahren sollte man einsehen, dass man diesen Zug verpasst hat, es sei denn man hat auch Kohle auf der Bank.

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RogerWorkman gelöscht_238890

„Du bist also wirklich der Meinung, Du hättest ganz ...“

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Mit 55 Jahren sollte man einsehen, dass man diesen Zug verpasst hat, es sei denn man hat auch Kohle auf der Bank.

Hallo, willst Du fleißige Leut bereits mit 55 aufs Abstellgleis schieben? Je oller, de doller.  Außerdem hat die Bank doch Sicherheiten, bei einem "plötzlichen" Tod. Finanzierung von immobilien scheint ein Risikoarmes geschäft zu sein. Wenn mann bedenkt, das alte 6-Familienhäuser füherer Siedlungsgenossenschaften an Auslandsinvestoren verkazuft werden, dann luxussaniert werden, somit die angestammten Bewohner vertrieben undanach als Eigentumswohnungen teuer verkauft werden. Jetzt komm mir nicht mit freie marktwirtschaft, die gibtg es nicht. hat man bereits in Frankfurt in den 70ern gesehen, das kapital voll funktiontüchtigen Villawohnraum abgerissen und Betonhochhäuser für banken gebaut wurden. War das eine Politik, die die Bürger wollten? Glaube, bis heute haben wir alle, einschließlich der von uns gewählten Politiker nichts dazugelernt.  Wohnraum darf einer Spekulation nicht preis gegeben werden.

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Borlander RogerWorkman

„Und was machen liebe Mitbürger, die nicht Jung gebaut ...“

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dafür dem Staat fleißig Steuern geliefert und auch ohne Zinsen dem Wirtschfswachtum erheblich beigetragen haben?

In wie fern profitiert die Wirtschaft von denen ohne Immobilie stärker?

Selbst wenn eine finanzierung über ein leben hinaus geht, die bank hat doch die Sicherheit der Immobilie

10%-15% des Kaufpreises sind erst mal unwiederbringlich weg für Grunderwerbssteuer, Notarkosten und ggf. Maklergebühren. Dann haben wir nochdie Fälle in denen der Kaufpreis der Immobilie über Marktpreis liegt und zu guter letzt noch die erheblichen Wertschwankungen über längere Zeiträume. Wenn bei Zahlungsausfall noch 50% der Kaufpreises offen sind, dann ist es nicht so abwägig, dass die Bank Minus macht!

Frag mal heute bei der Bank eine 30jährige Finanzierung im Alter von 55 an.

Damit hättest Du auch früher keinen Kredit zu attraktiven Konditionen bekommen: Das Risiko, dass der Kreditnehmer das Laufzeitende nicht mehr erlebt ist sehr hoch. Das Risiko einer Pflegebedürftigkeit des Kreditnehmers ist sehr hoch. Das Risiko eines Kreditausfalls nach Ende der Zinsbindung ist sehr hoch. Und dann muss man bei Kreditausfall auch noch damit rechnen, dass die Pflege der Immobilie (und damit der Marktwert) durch gesundheitliche Einschränkungen reduziert ist. Auf ein Wertgutachten hat das alles keinen Einfluss, auf den Zinsssatz aber natürlich schon. Der Zinsssatz hängt übrigens auch sehr stark von der Eigenkapitalquote ab…

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RogerWorkman Borlander

„In wie fern profitiert die Wirtschaft von denen ohne ...“

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In wie fern profitiert die Wirtschaft von denen ohne Immobilie stärker?

Sicher, es ist die Frage des Waren- oder Finanzkreislaufs. Insgesamt kann nicht mehr in den Kreislauf kommen, als zur verfügung steht. Ok. Es verschiebt sich nur, da alle  Bankgeschäfte keinen realen Mehrwert schaffen. i.d.R. nichtmal Arbeitsplätze. Produzierende Industrie und Handel schafft Mehrwert. Deshalb funktioniert nach Schiller erfundene Mehrwertsteuer weltweit so wunderbar.

Wenn bei Zahlungsausfall noch 50% der Kaufpreises offen sind, dann ist es nicht so abwägig, dass die Bank Minus macht!

In meinem beschriebenen Fall wohl kaum, und wenn statistisch es mehr Zahlungsausfälle gäbe, dann würde keine Bank überhaupt Finanzierungen anbieten, wäre ja ein Verlustgeschäft. Ist aber nicht so, die Banken  machen an geschäftlichen und privaten Insolvenzen sogar Gewinn. Lass mal einen Gerichtsvollzieher kommen, selbst daran verdient das Finanzamt und der Staat.

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Borlander RogerWorkman

„Sicher, es ist die Frage des Waren- oder Finanzkreislaufs. ...“

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Es verschiebt sich nur, da alle  Bankgeschäfte keinen realen Mehrwert schaffen.

Ein Immobilienkauf geht nicht zwigend mit Bankgeschäften einher die mehr als eine Überweisung umfassen…

Produzierende Industrie und Handel schafft Mehrwert.

Spätestens bei denen landet allerdings auch reichlich Geld von den Immobilienbesitzern.

In meinem beschriebenen Fall wohl kaum

Dann findest Du mit Sicherheit private Kreditgeber die sich über einen risikolosen Zins von 2% freuen würden ;-)

wenn statistisch es mehr Zahlungsausfälle gäbe, dann würde keine Bank überhaupt Finanzierungen anbieten, wäre ja ein Verlustgeschäft.

Riskantere Finanzierungen sind nur mit Risikozuschlag möglich. Irgendwie müssen die höheren Ausfallquoten kompensiert werden. Und das Risiko im beschriebenen Szenario ist schlicht und einfach signifikant höher als wenn 50-60% Eigenkapital vorhanden sind und innerhalb von 10-15 Jahren getilgt wird (ohne, dass die zuvor genannten Risiken relevant werden). Wenn die bösen Banken eine Finanzierung ablehnen weil sie zu wackelig erscheint ist das Gejammer aber immer groß…

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The Wasp RogerWorkman

„Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat“

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Milchmädchenrechnung at its best...

Das Haus hat inzwischen das Vielfache an Betriebs- und Instandhaltungkosten verschlungen. Inflationsbereinigt ist der Gewinn ein Verlust. Wer dafür aber nicht bezahlt hat, für den ist das, was Opa mal bezahlte, heute ein 2000%iger Gewinn...

Ach und schon für 220.000 Öre verkauft? Gutachterpreise sind keine Verkaufspreise. :-D

Ende
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Borlander The Wasp

„Milchmädchenrechnung at its best... Das Haus hat inzwischen ...“

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Inflationsbereinigt ist der Gewinn ein Verlust.

Das würde ich nun aber auch nicht pausch so neagtiv sehen. Man sollte das schon Zusammen mit möglicherweise erzielten Einkünften aus Vermietung sowie eingesparten Mietkosten bei Eigennutzung betrachten. Und dann kann da am Ende ein Plus rauskommen ;-) Das liegt dann aber natürlich nicht in der Region von 2000%…

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RogerWorkman Borlander

„Das würde ich nun aber auch nicht pausch so neagtiv sehen. ...“

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Ein Hausverkäufer braucht nur einen Käufer, und zwar denen, der am meisten zahlt. Ist wie bei ebay. Ebay darf man doch als Makler bezeichnen?  Wieviel Familien zahlen ein Haus aus der Portokasse? Ohne Bank?  Nee, das wird Kohle zusammengekratzt, auf vieles verzichtet und bei der Bank um Finanzierung gebettelt nur um einen, eigenbestimmten (gibt auch noch heftige verordnungen und Vorschriften) , kleinen Lebensraum zu schaffen.

Meine Frage lautete wie?  Wer weis, was ein Haus 1957 gekostet hat? Danke für die flotten Beiträge.

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