Hallo Forum,
na, wo sind sie denn, die viele unbesetzten Positionen und Stellen für Fachkräfte??? Wahrscheinlich doch nur ein Märchen laut DIW. Auch sollen sich ausländische Fachkräfte in D. unerwünscht fühlen!
Zwei Artikel zum Nachdenken und Staunen:
http://wirtschaft.t-online.de/fachkraeftemangel-ist-offenbar-ein-maerchen/id_43447988/index
http://www.focus.de/finanzen/news/fachkraeftemangel-auslaender-fuehlen-sich-unerwuenscht_aid_572439.html
MfG.
violetta
Off Topic 20.593 Themen, 228.891 Beiträge
Das größte Märchen ist es zu glauben, dass überhaupt Fachkräfte nach Deutschland kommen.
Deutschland hat sich inzwischen als Billiglohnland etabliert und wird auch schon in der EU als solches geschätzt.
Die Dänen sind hier schon kräftig am investieren.
Deutschland ist das genaue Gegenteil eines Billiglohnlands und wird auch schon in der EU als solches geschätzt
Deswegen lagern die Dänen auch nach Deutschland aus oder was?
Und weil die Dänen das machen ist Deutschland ein Billiglohnland?
Diese Argumentationskette ist natürlich hieb- und stichfest...
Junge, das wurde schon im Fernsehen breitgetreten, dass die Dänen hier ihre Firmen auslagern, weil sie 30% Lohnkosten sparen können gegenüber Dänemark.
Ob das hieb- und stichfest ist, weiß ich nicht. Ich habe die Fernsehberichte nicht selbst recherchiert.
Im übrigen sind Deine Posting dazu vollkommen wertfrei.
Nur weil es in Dänemark NOCH teurer ist als hierzulande heißt das noch lange nicht das Deutschland ein billiglohnland ist und schon gar nicht im Vergleich zur GANZEN EU.
Ganz schwer zu verstehen ich weis.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitskosten120_v-gross16x9.jpg
Die Kosten sind ja nur 15x höher als in echten EU-Billiglohnländern, aber das kann man ja schonmal übersehen.....
Und 30% Unterschied zwischen DE und Dänemark kann ich auch nirgends erkennen
Nabend schön,
Deine tabelle ist von 2009, also nicht ganz aktuell, da sind es etwas über 21% Differenz. Jedoch eindeutig unter den Stamm EU Gründerstaaten das Schlußlicht.
Nicht umsonst weigert sich die Politik strikt gegen einen Mindestlohn um Menschenwürdige Entlohnung für Arbeit zu gewähren, Lohn wo man leben kann ohne Subventionierung durch den Staat, gegen die Füllung der Beutel von Unternehmer. Diese Lobby hat System.
Gruß
Manfred
Die Tabelle ist natürlich aktuell da für 2010 logischerweise noch keine abschließenden Zahlen vorliegen können. Im vergleich zu strukturähnlichen Staaten wie z.B. Frankreich, England, Niederlande, Österreich liegt Deutschland irgendwo in der Mitte, Schlusslicht würde ich das nicht nennen. England ist hier wohl eindeutig spitze oder Schlusslicht wie man es nun sehen will...
Und wenn wir nun schon soweit sind und erkennen, dass wir trotz der gewaltigen Anstregungen in den letzten jahren immernoch am oberen Ende der Arbeitskosten sind, ist denke ich ersichtlich wie sich ein Mindestlohn auf diese zahlen auswirken würden.
Das bedeutet aber nicht zwingend, das Deutschland ein Billiglohnland ist.
Könnte auch bedeuten, das Dänemark ein Hochlohnland ist.
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Moin Violetta,
hier noch so ein richtig schöner und lesenswerter Artikel zum Thema:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4271/willkommen-in-der-normalitat#more-4271
Hier mal ein paar Zeilen aus dem Artikel:
Marko ist gebürtiger Serbe und war seinerzeit IT-Spezialist bei einem serbischen Telekommunikationsunternehmen. Lange ging er mit der Idee schwanger, in die EU auszuwandern und sich selbstständig zu machen. Als Deutschland die Green-Card einführte, wurde Marko hellhörig, schließlich sprach er neben Serbokroatisch auch fließend Deutsch und Englisch. Die Beamten an der deutschen Botschaft in Belgrad waren zwar nett zu ihm, nur behandelten sie ihn wie einen Bittsteller, und nicht wie einen „umworbenen Spezialisten“. Als man Marko mitteilte, dass die Green-Card natürlich nur für ihn selbst gelte und er Frau und Kinder vielleicht später nachholen könnte, wurde es ihm zu bunt. Heute lebt und arbeitet Marko in England und beschäftigt 20 Mitarbeiter – seine Frau hat auf Vermittlung der britischen Botschaft in Belgrad gleich eine Teilzeitstelle bei der Kommune bekommen und seine Kinder haben einen Platz auf einer guten Privatschule erhalten, für die Marko die ersten fünf Jahre noch nicht einmal Schulgeld bezahlen muss.
Wenn man sowas liest, dann fragt man sich, warum solche Fachkräfte eigentlich nach Deutschland kommen sollen...
Gruß
K.-H.
Solche Spezialisten kommen natürlich NICHT nach Deutschland.
Warum auch? Hier würden sie nur als "Aussätzige" und "Unterbemittelte" behandelt.
Ich würde als ausländischer Spezialist auch nicht nach Deutschland gehen, weil ich in anderen Ländern viel mehr Respekt erwarten kann.
MfG
Erwin
Hallo schoppes,
wahrscheinlich sind das wahre Worte.
Der deutsche Umgang mit ausländischen Kollegen ist so manchesmal unter aller Kanone. Es ist kein Wunder, daß wir im Ausland häufig mit H....H..... und Hackenzusammenschlagen begrüßt werden, besonders in UK.
Sehr befremdlich!
MfG.
violetta
Moin K.-H.,
um die Freundeskontakte zu pflegen, müssen auch wir immer häufiger im Ausland anrufen. Gutausgebildetete Fachleute
verdienen dort einfach mehr, bei geregelter Arbeitszeit und höherer Anerkennung der Leistung.
Mf'G.
violetta
