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Blei-Gel Akku als Starterbatterie für Motorroller...

mr_drehmoment / 1 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,

ich hab da mal ne Frage:

Und zwar hab ich mir nen gebrauchten Motorroller zugelegt - jetzt ist es mir schon ein paarmal vorgekommen, dass der Roller nach zwei fehlgeschlagenen Startversuchen mit dem Elektrostarter der Anlasser es nicht mehr schafft den Roller anzuwerfen.

Die Batterie im Roller ist ein relativ neuer Blei-Gel Akku. Der Blei-Gel Akku passt war genau in den Roller, aber irgendwie finde ich das seltsam.

Ist so ein Blei-Gel Akku überhaupt als Starterbatterie geeignet?

Ich kenne Blei-Gel Akkus für USV, Alarmanlagen, Elektro-Kleinfahrzeuge und dergleichen, wo es darauf ankommt bei mittlerer Stromstärke und unter rauhen Bedingeungen viel Energie bereit zu stellen.

Aber mir ist nicht bekannt, dass sie dazu geeignet wären kurzzeitig hohe Ströme bereitzustellen, wie das bei Anlasserbatterien üblich ist.

Ich war bisher der Meinung, dass Blei-Gel Akkus eine andere Lade-Kennlinie und Ladespannung benötigen als Blei-Nass Akkus. Deshalb sollte eine Umrüstung von ursprünglich Blei-Nass Akku auf Blei-Gel Akku nicht möglich sein.

Bin ich mit meiner Vermutung auf dem Holzweg, oder gibt es wirklich geeignete Blei-Gel Starterbatterien für Motorroller?

Danke!

Schlimmer ? Geht immer !!!
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nemesis² mr_drehmoment „Blei-Gel Akku als Starterbatterie für Motorroller...“
Optionen

Blei-Gel-Akkus haben einen rel. hohen Innenwiderstand und sind damit nur bedingt als "Starterbatterie" geeignet. Zumindest im Winter wären Startprobleme durchaus normal.

Allerdings können die je nach Bedingungen auch weniger stark altern, als normale Bleiakkus (geringere Sulfatierung/Wasserverlust).

Prinzipiell sollten Bleiakkus (allgemein) immer voll geladen sein, andernfalls sulfatieren die schnell (reversibel/irreversibel) und dann klappt der Startvorgang nicht mehr oder (gut), was auch den Motor weniger freut).

Bei längeren Standzeiten entlädt sich der Akku - ein Gel-Akku aber viel weniger als ein normaler Bleiakku (Vorteil für Gel).

Die beste Lösung wäre ein AGM-Akku - aber auch die teuerste.

Ladekennlinien: da sehe ich keinen nennenswerten Unterschied. Ok, der Gel-Akku verträgt weniger Ladestrom und auch die Ladeschlussspannung sollte nicht zu hoch sein, da er nur begrenzt gasen darf. Dennoch habe ich auch dort Angaben von 13,6-13,8 bzw. 14,5 V gesehen.

Knapp über 14 V kann man aber locker gehen (ist ja auch keine Dauerspannung).

Du solltest auch mal checken, auf welche Spannung deine Lichtmaschine den Akku lädt, das sollten schon zwischen 13,8 und 14 V sein.

Ob der Akku überhaupt fit ist, läßt sich auch einfach herausfinden:

- Akku mit geeignetem Ladegerät (nicht den ungerelten Billig-Müll mit viel Ampere) voll laden (14, .. V), 10 Stunden (bis ein paar Tage) warten und dann die Leerlaufspannung des Akkus messen.
- ist der Akku fit, liefert er jetzt 12,7-12,8 (13) V. Je mehr, desto besser.

Sehr wichtig ist das regelmäßige Laden, ca. alle 3-6 Monate voll. Dazu gibt es preiswerte Automatiklader - bei mir erledigt das jetzt ein selbstgebastelter Step-Up-Wandler + 12 V Netzteil (... das für die USB-Gehäuse) viel sparsamer und effizienter.


Lange Rede, kurzes Fazit: erst mal checken, ob der Akku volle Leistung bringt und sich erst dann nach Ersatz umsehen. Bei den Platzproblemen gibt es meist nicht viel Auswahl. Ein ordentlich fit gehaltener Akku ist aber sicher zuverlässsiger und billiger als ständiger Neukauf.

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