Die ARD titelt: Terror-Morde an franz. Touristen...
http://www.tagesschau.de/ausland/mauretanien6.html
Klingt natürlich besser, wenn man die eigene Tourismusindustrie mittels Terrorbegriff schützt, um dem Ausland nicht eingestehen zu müssen, dass im eigenen Land einige arme Irre auch nur für ein paar Dollar Touristen abknallen. Wofür der Terrorbegriff alles gut sein kann...
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Ja, das kommt sicherlich vor - Stichwort Kofferbomber - aber würde die Berichterstattung so etwas nicht auch unter dem Begriff "Terrorismus" einordnen? Dass die Medien unserer Tourismusindustrie in die Tasche lügen, kann ich nicht so recht erkennen (was nicht heißt, dass ich es nicht für gut möglich hielte...!).
CU
Olaf
In dem Fall wurden Geld und Auto geklaut, was eigentlich einen klassischen Raubmord darstellt. Ein Terrorakt verbreitet Terror (Angst und Schrecken), hat meist ein politisches Motiv und einen, der sich offen dazu bekennt, aber nicht die Brieftaschen der Opfer zum Ziel.
...aber auch Terroristen können Gelder und (Flucht-?)Autos gut gebrauchen, man denke nur an das "Wirken und Schaffen" der RAF bei uns in den Siebzigern. Oder politisch motivierte Morde werden einfach als Raubmorde "getarnt", man nimmt also etwas mit, um eine falsche Spur zu legen - freilich mit der Einschränkung, dass politisch motivierte Täter eher die Neigung haben, ihre Motivation aller Welt kundzutun, anstatt ihn zu verschleiern.
Generell denke ich aber auch, dass man mit dem Begriffsfeld des Terror(ismus) nicht zu gedankenlos und verschwenderisch umgehen sollte. Die Folgen der allgemeinen Terror-Hysterie seit Ende 2001 sehen wir ja fast täglich an irgendwelchen hanebüchenen Forderungen nach neuen bürgerrechtswidrigen Gesetzen.
CU
Olaf
