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Fachhochschule oder Uni?

Svenman_1 / 21 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi Leute stellt euch vor ihr wärt inner 12. klasse oberstufe, habt noch 1 1/2 Jahre und wisst, dass ihr auf jeden Fall studieren wolltet. Ihr habt großes Intereresse an Informatik (wollt ihr studieren) und seit auch schulisch sonst gut. Wo würdet ihr studieren?? FH oder Uni??
Wenn ich die Vor- und Nachteile abwiege, dann komme ich auf die FH--> praktischer, mit Ausbildung, oft durch Ausbilder bezahlt, kleine Klassen aber teurer,
Dagegen sprechen die Nachteile der Uni: Viele Studenten pro Saal, sehr theoretisch/akademisch (was aber nicht langweiliger sein müsste)


Ich bin mir jedoch trotzdem sehr unsicher, da ich einen Abschluss an einer Uni immer noch irgendwie höher einstufe und ich gerne einen möglichst hohen Abschluss erreichen möchte (Was mir im Berufsleben natürlich ohne praktische Erfahrungen auch wenig bringt---> daher Gedanke an FH). Was meint ihr dazu?

Gruß

Sven

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studentin Svenman_1

„Fachhochschule oder Uni?“

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Seit wann ist FH bezahlt? Verwechselst du da was mit BA?? Der Berufsakademie?


Seit wann ist FH teurer als Uni? Das ist genauso teuer (bezüglich Studiengebühren bzw. Semesterbeitrag). Die Klassen auf der FH sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, gut im Vergleich zur Uni ist es noch "klein", wenn man Räume, die 50 Stühle haben, mit 80 Leuten besetzt, ist es aber auch gestoppt voll.

Dass ein Uni Abschluss höherwertig ist, sehen heute nur noch öffentliche Verwaltungen so, d.h. mit ihren direkten Einstufungen wirst du als FH Absolvent sicher nicht gleich so hoch gruppiert werden, wie ein Uni absolvent.

Da FH härter ist als Uni (ich spreche aus Erfahrung) schätzen mittlerweile viele Unternehmen die FH Absolventen mehr. Da auf der Uni immernoch viele Studiengänge ohne Numerus Clausus sind, drücken sich da viele "Rumstudierer" herum, die halt keine Ahnung haben, was sie wollen und das ist der Grund, dass du nicht in Kurse reinkommst.

Die FHs haben dagegen oft harte NCs, so dass schonmal zumindest nicht jeder reinkommen kann. Da FHs härtere Stundenpläne haben, die straffer auf die Klausuren ausgerichtet sind, kannst du sicherlich in einigen Sachen nicht in die Tiefe gehen, die dir ein Uni Studiengang ermöglichen würde, aber die Frage ist halt, ob du das später brauchst, es sei denn, du willst von vornherein Dozent werden oder in die Forschung und da ist Uni zwingend.

Wenn du praktisch arbeiten möchtest, ist hier die FH eben sinnvoller.

Der große Nachteil der FH: Du kannst recht wenig arbeiten nebenher, da du nicht so frei bist wie an der Uni.

Aber bezahlen tut dir auf der FH keiner was, es sei denn du findest einen Sponsor, du wärest aber der erste ;-)))


Berufsakademie wird bezahlt, die Ausbildungsplätze sind rar und in DE nicht als originärer Hochschulabschluss anerkannt, in anderen Ländern im Übrigen auch nicht. Das merkt man wunderbar daran, dass immer wieder Abbrecher von Berufsakademien auf Unis oder FHs wechseln und dort keinen einzigen Schein anerkannt bekommen.

In der Rangliste kommt:

Diplom Uni
Diplom FH
"Diplom BA" - wobei es eigentilch kein richtiges Diplom ist.


Da ich alle 3 Versionen schon durch habe, kann ich das guten gewissens behaupten. Ich habe damals Diplom Betriebswirt BA in Mannheim gelernt bzw studiert und dachte, dass ich auf der Uni noch mein richtiges Diplom nachholen könnte, Pustekuchen, ich habe 4 Unis abgegrast, ob mir Scheine anerkannt werden, nix gewesen ausser Spesen. FHs ebenso wenig.


Geh auf eine Uni, wenn du einen hohen Abschluss haben willst und mach dich halt auf eine längere Studienzeit aber dafür auch eine schönere gefasst. Auf der FH wirst du in der Regel nicht viel Freizeit haben, zu straff und zu durchorganisiert. Da fällst du schon aus dem Semesterplan, wenn du von den 9 Klausuren pro Semester (!!!!) auf der Uni hatte ich nur 3 + 2 Hausarbeiten, eine nicht schaffst, dann siehste alt aus, dann stimmt dein aktueller Stundenplan schon nicht mehr und und und....

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Flashbonn studentin

„Seit wann ist FH bezahlt? Verwechselst du da was mit BA?? Der Berufsakademie?...“

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Also kurz gesagt, wenn du ne ruhige Kugel schieben willst, so wie die studentin, geh zur uni.

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt. (Paul Watzlawick)
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studentin Flashbonn

„Also kurz gesagt, wenn du ne ruhige Kugel schieben willst, so wie die studentin,...“

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korrekt, aber das letzte musste streichen, ich bin seit 2 semestern auf der FH, weil mir die faulenzerei zu blöd war auf der uni

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gelöscht_15325 studentin

„Seit wann ist FH bezahlt? Verwechselst du da was mit BA?? Der Berufsakademie?...“

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Da FH härter ist als Uni (ich spreche aus Erfahrung) schätzen mittlerweile viele Unternehmen die FH Absolventen mehr.

Das kann ich für das Fach Informatik zumindest absolut nicht bestätigen! In Saarbrücken (Informatik an der Uni SB ist deutschlandweit recht angesehen) landeten daher viele Uni-Studenten des Fachbereichs Informatik über kurz oder lang auf der FH. Und dort meisterten sie dann den Abschluß in der Regel mit Bravour.
Meinen Erfahrungen nach ist der Uni-Abschluß Informatik ein stark von Theorie geprägter (Forschung, in SB z.B. auf dem Gebiet der KI), während der FH-Abschluß selbst für Studis die Info verstehen wollen (und nicht nur programmieren möchten) einfach praktikabler ist.
Daher mein Tip: FH.

Da auf der Uni immernoch viele Studiengänge ohne Numerus Clausus sind, drücken sich da viele "Rumstudierer" herum, die halt keine Ahnung haben, was sie wollen und das ist der Grund, dass du nicht in Kurse reinkommst.
Die FHs haben dagegen oft harte NCs, so dass schonmal zumindest nicht jeder reinkommen kann. Da FHs härtere Stundenpläne haben, die straffer auf die Klausuren ausgerichtet sind, kannst du sicherlich in einigen Sachen nicht in die Tiefe gehen, die dir ein Uni Studiengang ermöglichen würde, aber die Frage ist halt, ob du das später brauchst, es sei denn, du willst von vornherein Dozent werden oder in die Forschung und da ist Uni zwingend.


Was den NC angeht kann ich es ebenso nicht bestätigen; das hängt auch immer ganz von der aktuellen Nachfrage an, ob und welcher NC angesetzt wird.
Was die straffen Stundenpläne angeht, kann ich es dagegen sehrwohl bestätigen. Bei mir war die 35-40 Stunden Woche die Regel, in den Semesterferien dann meistens 8-12 Klausuren regulär, während es auf der Uni eher nach 20 Stunden Woche und 2-6 Scheinen riecht. Arbeiten nebenher war so auch fast nicht möglich: in der Woche oft von morgens bis spät nachmittags Vorlesungen und die Wochenenden gingen für das Nacharbeiten und Lernen drauf. Da bei uns die Klausuren in den Semesterferien geschrieben wurden (jeweils 6 Wochen Semesterferien gingen dafür drauf), war ein Arbeiten während der Sommersemesterferien nur eingeschränkt möglich und ein Arbeiten in den Wintersemesterferien praktisch kaum.
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Massafagga gelöscht_15325

„Da FH härter ist als Uni ich spreche aus Erfahrung schätzen mittlerweile viele...“

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ich schließ mich mal czuk an, da mich diese Punkte auch an Studentins einschätzung gestört haben.

Welcher studienweg, dir am liebsten istmußt du an deinen Preferenzen auswählen. Wenn du z.B. Programmieren willst bist du an der fh/ba besser aufgehoben, für robotik an der Uni.

Die vorlesungssääle sind auch meist nur in den ersten Wochen eines semester überfüllt, aber das problem mit der unpersönlichen betreuung hast du sicherlich dafür eignest du dir literatur recherche besser an was sicher nicht unnütz ist.

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m. mann gelöscht_15325

„Da FH härter ist als Uni ich spreche aus Erfahrung schätzen mittlerweile viele...“

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Frage ist halt, ob man die Theoretiker woanders als im Lehrstuhl an der Uni einsetzen kann.

Ich behaupte, die Berufschancen eines Theoretikers sind trotz Uni Abschlusses deutlich geringer als die eines FH Absolventen.

Ein Unternehmer sucht niemanden, der in der Theorie schon wüsste, wie man was machen täte, wenn mans gelernt hätte. Der Unternehmer braucht jemanden, der einfach arbeitet. Und leider habe ich in meiner eigenen Berufszeit sehr üble Erfahrungen mit Uni Theoretikern gemacht. Kann man sicher nicht verallgemeinern, aber allein die Tatsache, dass viele FHs das Praktische Semester integrieren, zeigt einigen schon vor Einstieg ins Berufsleben, wo der Hammer hängt.

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gelöscht_15325 m. mann

„Frage ist halt, ob man die Theoretiker woanders als im Lehrstuhl an der Uni...“

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Für mich ist das ein Vorurteil, das ich im Job nicht bestätigen kann. Bei uns ist das Verhältniss Uni/FH etwa 50:50 und mir erscheint keiner der Uni-Absolventen als praxisfern.

Immerhin hat man an der FH nur einen Praxisvorsprung von 6 Monaten im besten Fall.

Auch wenn man sich ansieht, welche Stellen so zu besetzen sind wird man feststellen, dass die Uni-Absolventen keinesfalls benachteiligt sind.

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m. mann gelöscht_15325

„Für mich ist das ein Vorurteil, das ich im Job nicht bestätigen kann. Bei uns...“

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Das praktische Semester ist nicht alles:


Ich habe auf einer Uni und einer FH studiert, habe nach dem Vordiplom gewechselt und die Augen verdreht, als ich im BWL Studiengang gehört habe, dass sich die Uni-Theoretiker den Kopf zerbrechen darüber, ob es sich bei einer Kostenart nun um A oder B handelt, was für das praktische Ergebnis vollkommen irrelevant ist, dafür haben sie teilweise 2-3 Vorlesungen verschwendet, auf der FH ging es wesentlich zügiger voran, aus diesem Grunde habe ich als FH Absolvent, der nach seinem Grundstudium auf die Uni gewechselt hatte, einen immensen Vorsprung gehabt.

Uni ist schwer und ineffizient. Schwer dadurch, da man nur die Hälfte mitbekommt im vollen Hörsaal und ineffizient dadurch, dass man zuviel über irgendwelche Dinge philosophiert, die einfach gegeben sind und schon von dutzenden von Mathematikern glaubhaft bewiesen. Da muss ich mir als BWL Student nicht noch den Kopf zerbrechen, warum bei Vektorenrechnung nun dies so und jenes anders ist. BWL ist für etwas anders da.

Auf der Uni wurde aus jedem Furz eine Wissenschaft gemacht. Hätte man einfach mal manches hingenommen (klingt blöd, dafür sei Studieren ja nicht gedacht, sagen viele, aber doch - studieren heisst eben auch filtern). Aus diesem Grunde kommt man zu weitaus weniger Stoff als auf vielen FHs, wo man einfach rechnet, statt zu philosophieren, wieso denn nun 1+1 = 2 und nicht 1+1 = 3 und weiterhin so einen Blödsinn.

Wir haben in Bilanzierung und Jahresabschluss auf der FH einfach gebucht, Abschluss erstellt und Ende. Auf der Uni kauten wir Theorien durch, die seit den 80er Jahren per HGB verboten wurden, Staffelrechnungen wurden durchgeführt, noch und nöcher, nur dumm, dass kein Betrieb mehr Staffelrechnung führt. Einfache Buchführungsmethoden aus der alten Handelsschule (Mittelalter) wurden durchgenommen - so ein Blödsinn. Wen interessiert heute, ob ich diesen Schund kann?

Was haben wir auf der FH gemacht? US GAAP und IAS - internationale Rechnungslegung. Auf der Uni davon keine Spur.


Mag sein, dass das in anderen Studiengängen anders ist, BWL war damals zumindest total verstaubt.

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Hardcore1 Svenman_1

„Fachhochschule oder Uni?“

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Ich würde deinem letzten Satz zustimmen.Bis auf die Einstellung in einen Betrieb zählen Papiere in erfolgsorientierten Unternehmen wenig bis gar nichts,und ich finde das ist sehr richtig so.Die Leistung muß der Maßstab sein,nicht das Papier.Dennoch ist natürlich eine möglichst hohe grundbildung hoch einzuschätzen.Ich würde letztendlich dahin gehen,was meiner persönlichen Situation(Wohnort etc) am günstigsten käme,eher aber auf die FH.

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studentin Hardcore1

„Ich würde deinem letzten Satz zustimmen.Bis auf die Einstellung in einen...“

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wenns um papiere geht, dann ist das momentan höchstwertige im ausland (z.b. USA harvard) zu studieren.

Denn das trennt wieder die normalstudierenden von der zahlenden studien-elite, oder halt private Universität in Deutschland mit Vorlesungen in Englisch etc etc.

Ein Abschluss auf einer Uni in DE wird in einigen Jahren auch nicht mehr viel wert sein, besonders nicht der Bachelor.

Such dir eine Uni oder FH, die noch Diplom anbietet, musst dich aber beeilen. Diplom wird immer hochwertig gehandelt werden, besonders international (auch wenns die Politiker nicht wahr haben wollen). In den uSA ist Dipl. sehr wohl bekannt, in Asien ist er rar und begehrt.

Ein Bachelor ist nix wert, erst der Master ist in Ordnung, insgesamt studierst du länger als beim Diplom und hast dann was in der Hand, was in Deutschland wohl in den nächsten 10 Jahren keine Sau kennt. Da es noch genügend Diplomer geben wird, einige Unis wie Regensburg bieten noch Diplom an, Frankfurt glaube ich hat schon auf Bachelor umgestellt und einige in Bayern gibts noch in Diplom, macht Diplom und du hast was ordentliches in der Hand.

Bachelor macht nur sinn, wenn du mal vorhast, WÄHREND dem Studium ins Ausland zu wechseln, denn die Studiengänge sind standardisiert. Wenn du mit einem Diplom in die USA gehst, wirst du immernoch besser bezahlt, als mit einem Bachelor, der dort quasi einer Art Berufsausbildung gleich kommt

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gelöscht_15325 Hardcore1

„Ich würde deinem letzten Satz zustimmen.Bis auf die Einstellung in einen...“

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Aber hallo! Versuche mal ohne Master of B.A. oder WI/BWL Abschlüssen in ne Führungsrolle zu rutschen. Das geht über andere Abschlüsse nur sehr eingeschränkt.

Gleiches gilt für das Startgehalt. Klar ist die Leistung der Maßstab (bei der Gehaltssteigerung), allerdings macht es einen Unterschied, ob die Rede ist von 5% Steigerung bei nem Startgehalt von 35t€ p.a. oder 45t€ p.a. und das Startgehalt wird nunmal maßgeblich vom Abschluß geprägt.

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m. mann gelöscht_15325

„Aber hallo! Versuche mal ohne Master of B.A. oder WI/BWL Abschlüssen in ne...“

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Naja - Informatik ist auch nicht wirklich für einen Vorstandsposten geeignet würde ich mal behaupten, vielleicht Wirtschaftsinformatik, aber reine Informatik?

Das Diplom ist hier in Deutschland immernoch ungeschlagen und wird immer ungeschlagen bleiben. Da können auch internationale Abschlüsse nichts dagegen tun.

Beweis dafür sind unter anderem die vielen Ausländischen Studenten, die hier versuchen, ihr Diplom zu ergattern.

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Pumbo Svenman_1

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Falls mal öffentlicher Dienst ein Thema sein könnte:
FH- Abschluß liegt einige Gehalts- Besoldungsstufen UNTER einem UNI-Abschluß, bei gleicher Arbeit/Stellenprofil etc. wohlgemerkt!

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m. mann Pumbo

„Falls mal öffentlicher Dienst ein Thema sein könnte: FH- Abschluß liegt...“

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Aber wer will schon in den öffentlichen Dienst :-P

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Pumbo m. mann

„Aber wer will schon in den öffentlichen Dienst :-P“

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Vielleicht Leute aus strukturschwachen Regionen? Oder hochmotivierte Durchstarter, die leider-leider zur falschen Zeit im falschen Auto saßen und nun so als Krüppel an Krücken nicht mehr so ganz im Sinne eines leistungsorintiert-dynmaischen Firmenprofils vorzeig- und natürlich nich beschäftigbar sind?? Oder Leute, die einen halbwegs sicheren Arbeitsplatz suchen?? Oder...

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spassvogel Svenman_1

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FH ist geil, die Praktika und Projekte bereiten einem
lange schlaflose Nächte...
Streß pur, aber:
PROGRAMMIEREN PROGRAMMIEREN PROGRAMMIEREN

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Svenman_1 spassvogel

„FH ist geil, die Praktika und Projekte bereiten einem lange schlaflose...“

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Hallo, danke für eure Antworten!

Jetzt tut sich mir noch eine Frage auf, was studentin schon angesprochen hat: Sie meinte Diplom sei rar geworden und viel besser als MAster und Bachelor Abschlüsse. Was ist denn da jetzt dran, ich meine alle heben die neuen Abschlüsse in den Himmel, als gäbe es nichts besseres. Ich hatte mir gedacht, wenn ich studiere, dann mit Diplom-Abschluss, oder sind die anderen Bildungsgäng auch gleichwertig??

Gruß

Sven

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gelöscht_15325 Svenman_1

„OK, aber wie? Bacherlor, MAster oder Diplom?“

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Ich rede jetzt mal aus Maschinenbau-Sicht;

da ist ein Master of Science (mit welchem man promovieren kann) durchaus etwas hochwertiger als ein Dipl.-Ing. (FH) (mit welchem es nur unter Umständen auch geht).

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m. mann gelöscht_15325

„OK, aber wie? Bacherlor, MAster oder Diplom?“

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Man sollte aber nicht verschweigen, dass in vielen FHs und Unis nur Bachelor Abgänger mit mind. 2.0 Endnote für Master zugelassen werden :-) und in Master einige Vorlesungen auf Englisch stattfinden, zudem Bachelor und Master das Studienguthaben sprengen, man also fast automatisch in Gebühren kommt....ob man das alles will ?


Ich würde es nicht wollen und würde es nicht empfehlen. Diplom ist Diplom bleibt Diplom.

Da lohnt die Suche nach einer Uni, die das halt noch anbietet. Schneller bist du damit allemal fertig.

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m. mann Svenman_1

„OK, aber wie? Bacherlor, MAster oder Diplom?“

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Besser kann man nicht sagen.

Master ist sicherlich höherwertiger als Diplom, zumindest rein theoretisch. In Deutschland kennt man Bachelor höchstens aus der RTL Fernsehserie und Master aus den 80ern - Masters of the Universe - He-Man.

Mal im Ernst. Ruf mal bei einem Unternehmen an, das nicht unbedingt international tätig ist und frage nach, wie das Interesse für Bachelor Absolventen besteht. Da wird dir wohl jeder sagen "keine ahnung, was ist denn das?"

Diplom bleibt halt Diplom. Der hat auch in den USA noch anerkannte stabile solide Made in Germany Qualität. So ist das halt, auch wenns viele nicht wahr haben wollen.

Pech ist eben nur, dass er nur noch selten angeboten wird, ich sehe gerade einige FHs, die ihn noch anbieten. Bis 2010 glaube ich soll aber definitiv kein Diplom mehr angeboten werden, was nicht heisst, dass er nichts mehr Wert ist, im Gegenteil...


Überlege halt, wenn du die Wahl hast folgendes:

Wo willst du arbeiten? Deutschland? Dann mach Diplom, wenn möglich. Ausland? Dann mach Bachelor + Master

Ohne den Master ist der Bachelor weit unterhalb des Diploms. Viele FHs bieten wie erwähnt, nur für wirklich gute Bachelor Absolventen den Master an. Wenn du das nicht schaffst, ist es gelaufen mit dem Master und ein Bacheler wird nirgends einem Diplomer vorgezogen, auch nicht in den USA.

Das einzige Problem, das der Bachelor lösen sollte war ja doch nur, dass international endlich die Scheinanerkennung einfacher werden sollte und jetzt frage ich mich, wie oft bitte wechselt man die UNI oder FH? Muss man sich halt vorher überlegen, was man wo will.

Aber seis drum, es ist beschlossene Sache, nur halte ich aufgrund des ewig langen Studiums nix davon.

Bisher bieten viele FHs und Unis noch nicht einmal einen Master Studiengang für die Bachelor Absolventen an, weil sie das nicht auf die Reihe bekommen haben. Ich habe Bekannten einer FH (Berlin), die hatten weder Stundenplan im Bachelor, der letztes Semester dort eingeführt wurde, noch hatten sie Prüfungsordnungen, noch Dozenten, keiner wusste irgendwas.

Dort wurde der Diplom noch parallel angeboten, mein Bekannter hat daher gewechselt. Im 2. Semester jetzt herrscht im Bachelor immernoch Chaos pur.

Diplom Studiengänge haben in der Regel 8 Semester, Bachelor 6 (manchmal auch 7), also das einzige was wegfällt, ist das Diplomsemester, da du kein Diplom schreibst. Und dafür einen geringer wertigen Abschluss kassieren? Das ist nicht sonderlich ökonomisch.

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REPI Svenman_1

„Fachhochschule oder Uni?“

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Schau Dir eine FH und eine Uni an.
Gehe zu den Tagen der offenen Tür.
Schau Dir die Studienpläne und Fachinhalte und die Studienorganisation an.
Meine Tochter hatte auch die Wahl zwischen Uni und FH im Fach Wirtschaftsingenieur (Diplomverfahren) und hat sich dann auf Grund der Studieninhalte und der Organisation des Studienablaufs für eine FH entschieden, obwohl ihr der Standort der Uni von der Stadt her besser zugesagt hätte.
Denke aber daran, Bewerbungsfristen für FH's sind meist eher wie für Uni's !


Gruß

repi

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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