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Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?

Heike4 / 13 Antworten / Baumansicht Nickles

....Der 49-jährige Mark David Chapman, der im Dezember 1980 den Ex-Beatles-Sänger John Lennon erschoss, wird eventuell schon nächsten Monat freigelassen. Zur Zeit prüft ein Bewährungsausschuss in New York dessen Freilassung. Sollte der Ausschuss zu der Meinung gelangen, dass Mark David Chapman keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstellt, wird er möglicherweise entlassen. Damit wäre er ein freier Mann. Beatles Fans wurden von dem Gefängnisleiter Robert Gangi mit den Worten \'Leute wie Chapman werden nie wieder das Tageslicht sehen, solange das Verbrechen in unserer Erinnerung präsent ist\' beruhigt.....

"Gefahr für die Öffentlichkeit"!!!!...Chapman fragte Lennon, bevor er schoss, ob er auch wirklich John Lennon sei!!!

Gruss
Heike

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Tilo Nachdenklich Heike4 „Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?“
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Das war ein Fall von Narzismus. Der Typ bewunderte Lennon so sehr, dass er selber Lennon sein wollte. In der (Un-)Logik des Unbewußten bedeutet dies, dass erst mal der reale Lennon weg musste, schließlich kann es ja nicht zwei echte Lennon geben.

Fast ähnlich Hitlers Vorstellung von den Juden. In seinem sozialdarwinistischen Weltbild waren die Juden dem Arier haushoch überlegen. Der Arier könne nur eine herausgehobene Stellung einnehmen, wenn er die überlegenen Juden vernichtet. Das verächtlich- machen kam erst (logisch) später, als notwendige Begleitmusik.

Siehe:
"Bei kaum einem Volk", so Adolf Hitler in "Mein Kampf", "ist der Selbsterhaltungstrieb stärker entwickelt als beim sogenannten auserwählten." Sie haben das geschafft, worum andere sich vergebens bemühten: "Welches Volk endlich hat größere Umwälzungen mitgemacht als dieses - und ist dennoch immer als dasselbe aus den gewaltigsten Katastrophen der Menschheit hervorgegangen?" "Es ist immer der gleiche Jude", der bspw. "auf die Erhaltung seiner Sprache nur sehr wenig Wert legt, hingegen allen Wert auf die Reinerhaltung seines Blutes." Der Jude hat schon immer das geschafft, was die Deutschen erst lernen und erzeugen müssen.
www.klick-nach-rechts.de/antisemitismus/antisemitismus03.htm

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jueki Heike4 „Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?“
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Juden sind wohl Dein Lieblingsthema, @Tilo? Hab ich schon damals an Deinen Hohmann- Thread bemerkt (Wobei ich Hohman- Sympatisant bin!)
Schau mal, @heike4 - so ein Verbrecher kostet, wenn er einsitzt, doch dem Staat - dabei spielt es keine Rolle, welchem- nur Geld.
Und diese Geld kann doch wahrlich besser (für zB. Politikergehälter) verwendet werden.
Warum kommen denn auch in diesem unserem Staat Verbrecher frei, die nur ein bissel gemordet haben? Mit der Begründung, sie waren besoffen, standen unter Drogen, hatten eine schwere Kindheit usw? Alles Gründe, die zur Strafmilderung führen. (mit Ausnahme von Verkehrsdelikten)
Was ganz was anderes wäre es, der Verbrecher hätte sich an irgendwelchem Eigentum der Besitzenden vergriffen. Da würde er brummen bis zum Ende.
Warum soll das in irgend einem kapitalistischen Staat anders sein?
Jürgen

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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charlie62 jueki „Juden sind wohl Dein Lieblingsthema, @Tilo? Hab ich schon damals an Deinen...“
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Du hast wohl in letzter zuviele NPD- und DVU-Pamphlete gelesen.

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: -Das ist mein!- und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: -Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.- (Jean-Jacques Rousseau)
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jueki charlie62 „Du hast wohl in letzter zuviele NPD- und DVU-Pamphlete gelesen.“
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Wenn ich meinen Kopf schräg halte, läuft das bischen Gehirn auf eine Seite.
Und dann bin ich in der Lage, im begrenztem Maße selbstständig zu denken.
Jürgen

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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charlie62 jueki „Wenn ich meinen Kopf schräg halte, läuft das bischen Gehirn auf eine Seite....“
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Dann leg den Kopf lieber wieder nach links.

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: -Das ist mein!- und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: -Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.- (Jean-Jacques Rousseau)
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jueki charlie62 „Dann leg den Kopf lieber wieder nach links. “
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Richtung Schröder/Harz?

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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charlie62 jueki „Richtung Schröder/Harz?“
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Richtung kleineres Übel.

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: -Das ist mein!- und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: -Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.- (Jean-Jacques Rousseau)
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Tilo Nachdenklich jueki „Richtung Schröder/Harz?“
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Hallo jüki,

die Medien pfeifen ja ganz einseitig ein anderes Lied. Inzwischen soll die Bevölkerung angeblich Harz IV den Schröder und die SPD wieder richtig lieb haben. Mit der Tour versucht man alles umzudrehen und durchzukommen.

Nur so kleine Lokalnachrichten sprechen ne ganz andere Sprache. Etwa aus Berlin. Da werden einfach keine Harz IV-Formulare abgegeben und in Tempelhof und Reineckendorf soll es Brandsätze auf den Sozialämtern gegeben haben.

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jueki Tilo Nachdenklich „Hallo jüki, die Medien pfeifen ja ganz einseitig ein anderes Lied. Inzwischen...“
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- man muß den Massen nur lang anhaltend immer wieder das Gleiche einbläuen. Dann glauben sie es auch.
So, wie die Christliche Kirche die Schlange verteufelt hat. Nun glauben alle, Schlangen seien glischig. Ist nicht mal so weit hergeholt, der Vergleich.
Und mir hat noch keiner erklärt, warum die unteren Schichten bluten müssen, während die oberen Schichten immer mehr erhalten.
Gehälter.
Diäten.
Renten.
Und - ich würde eine derartige Erklärung als Lüge der Gierigen abtun.
Jürgen

- Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen "NEIN!" Kurt Tucholsky
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Turbo Lover Heike4 „Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?“
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Scheiß egal was es kostet den eingesperrt zu halten, für Millionen Menschen brach eine kleine Welt zusammen, nur weil der Arsch Minderwertigkeitskomplexe hatte. Ich wäre für capital punishment!

TL

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Emily22 Heike4 „Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?“
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Man müsste dem Mann dann nur einreden, dass John Lennon immer noch in Deutschland lebt und sich unter dem Namen Gerhard Schröder tarnt... ;-)

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charlie62 Emily22 „Man müsste dem Mann dann nur einreden, dass John Lennon immer noch in...“
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Sollte er geistig gesund sein, warum sollte man ihn nach Verbüßung seiner Strafe nicht entlassen?

Seit wann ist für das Strafmaß entscheidened, ob das Opfer prominent war oder nicht?

Der erste, der ein Stück Land eingezäunt hatte und es sich einfallen ließ zu sagen: -Das ist mein!- und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der wahre Gründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Not und Elend und wie viele Schrecken hätte derjenige dem Menschengeschlecht erspart, der die Pfähle herausgerissen oder den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: -Hütet euch, auf diesen Betrüger zu hören; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass die Früchte allen gehören und die Erde niemandem.- (Jean-Jacques Rousseau)
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Tilo Nachdenklich Heike4 „Wird der Mörder von Ex-Beatle John Lennon freigelassen?“
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(Ich hänge es mal hinten an den Thread an, weil's nicht nur zu jüki geht.)

Hallo jüki!

Die (Un-)Logik Deiner Argumentation...ich spar mir das.
Das Juden-Thema ist deshalb extrem interessant, weil das Nazi-Problem ein Identitätsproblem ist. Es ist der grenzlos-gewalttätige Neid von Induvidien mit unsicherer Identität auf Menschen/Gruppen mit fester Identität. Darauf bezieht sich ja exakt mein Hitler-Zitat, es müsste jedem Neo-Nazi die Schamröte ins Gesicht treiben...wenn sie denn sowas hätten wie Scham. Das ausgerechnet Hitler das schreiben muss, wie peinlich!! Hitlers Identität war extrem wacklig wegen seiner heftigen Perversion, die mit starkem sexuellem Masochismus einherging. Um lebensfähig zu sein, musste er die Wendung zum Sadismus vollziehen. Psychologisch-individual-entwicklungsgeschichtlich ist das eine sogenannte Regression. Die normale psychologische Entwicklung geht vom Sadismus zum Masochismus, erst in der masochistischen Position erwirbt das Individuum Gefühle. (Natürlich soll es auch nicht bei der masochistischen Position bleiben...aber das ist dann ein anderes Thema.)

Warum soll man den Lennon-Mörder entlassen?
Das Opfer wird nicht mehr lebendig, der Mörder ist höchstwahrscheinlich nun ungefährlich. Eine lange Strafe hat er verbüßt. Meist führt so eine lange Strafe zur völligen Veränderung der Persönlichkeit. Der Mensch, der entlassen wird ist (psychologisch) nicht mehr derselbe der die Tat verübt hat, es würde zunehmend sozusagen die verkehrte Person bestraft. Auch wieder ein interessantes Identitätsproblem. Identität in der Veränderung.

Interessant am Lennon-Mord ist was anderes. Es gibt die tollsten Verschwörungstheorien im Internet, da darf der Lennon-Mord nicht fehlen. Was als Faktum wohl bleibt, ist das Einwirken einiger "Dienste" aufs Schaffen der Beatles. Diese Herren, bzw. die vorgeschickten Kontacktpartner der Beatles, haben wohl bei McCartney mehr Verständnis gefunden als bei Lennon und der Streit zwischen Lennon und McCartney wurde so verschärft. Man kann daran sehen, wie "Maßnahmekataloge" im freiheitlichen Westen funktionieren. Von der Revolver-LP, wie sie in den USA erschien, wurden z.B. alle Lennon-Kompositionen runtergekickt, die LP ist kürzer.
J. Edgar Hoover musste eine Niederlage einstecken, Lennon durfte dauerhaft in die USA einreisen. Viel unangenehmer noch, er machte einen Heroin-Entzug und war auch nicht mehr die aggressive wandelnde Bombe, die nur Blödsinn absonderte, sondern man sah einen wachen intelligenten Lennon mit ausgewogenen überlegten Äußerungen. Sein letzte LP war dafür eine politische Bombe. Cold turkey wurde in den USA verboten (angeblich pervers, man schickte die inszenierte verblödete konservative Frauenbewegung vor).
Im Stück "nobody told me" ist (sinngemäß) die Rede von den Nazis die sich bis in die Küche vorgearbeitet hätten und man täte so, als hätte nur die Treppe geknarrt. Und "Working class hero"...na der Titel sagt schon alles.
Wer schon mal mitbekommen hat, wie leicht so labile geistesgestörte Leute manipulierbar sind, manchmal schon durch rein atmosphärisches, fragt sich natürlich, ob da bei diesem Lennon-Bewunderer nicht nachgeholfen wurde. Solche Fragen stellen sich ganz selbstverständlich, man stellt sie auch beim Schäuble- oder Lafontaine-Attentat. Lafontaine ist ja ausgestiegen, als die Stimmung wieder so übel war.

Dann will ich noch mal auf jüki zurückkommen
und seine unverbrüchliche Hohman-Treue. Ich habe noch ne Analyse gefunden, vom sicherlich nicht links angesiedelten Hamburger Richterverein (zur Erinnerung Roland Schill kommt aus Hamburg). Der Artikel heißt "Die Kultur als Machtfrage" (Günter Bertram)
und es geht zunächst um die Begriffe "rechts" und "links". Das beides interessiert hier nicht, es interessiert der Exkurs zu Martin Hohmann, der diesmal nicht aus der links-liberalen Ecke geführt wird (deshalb fehlt auch vieles oder es wird zu harmlos geurteilt, finde ich). Hier der Hohmann-Exkurs:
"Exkurs:
a) Hohmann hatte am 3.10. d.J. eine durchaus verfehlte Rede gehalten und sie unglückseligerweise auch noch ins Internet gesetzt, wo sie nach ca. vier Wochen stillen Dahindämmerns ausgegraben wurde:
Nach Erwähnung von Banalitäten[13], schieren Ärgerlichkeiten[14] und einem an sich berechtigten Seitenhieb auf exorbitante Managergehälter kommt er nach ein paar weiteren Beschwerden, aber ohne plausiblen Übergang, auf die für alle unsere Übel verantwortlich zu machende „deutsche Schieflage“ zu sprechen: die geschichtlich bedingte „allgegenwärtige Mutzerstörung“ durch unsere Hinnahme des Vorwurfs, die Deutschen seien ein „Tätervolk“ – korrespondierend mit den Juden als reinem „Opfervolk“. Hohmann will nun diesen s.E. uns ständig gemachten (insoweit nennt er - mit Recht - allein Goldhagen) Vorwurf entkräften und schlägt dafür – nach ca. 2/3 seiner Rede - nicht den richtigen geraden, sondern einen schiefen Weg ein.
Er ruft – an sich zutreffend – in Erinnerung, dass schon in Lenins Russland und auch anderwärts in den diversen bolschewistischen Partei- und Polizeiapparaten Juden teils weit überrepräsentiert waren, und viele von ihnen schwere Verbrechen im großen Stil angeordnet und begangen haben, weshalb man „mit einer gewissen Berechtigung“ nach der „Täterschaft“ der Juden fragen und sie „mit einiger Berechtigung“ als Tätervolk bezeichnen könne, was der gleichen Logik folgen würde, mit der man Deutsche als Tätervolk bezeichne. Indessen: Nazis und Kommunisten (scil.: einschließlich der von ihrer Religion abgefallenen jüdischen Bolschewisten) seien irreligiös und gottlos gewesen – und „die Gottlosen ... waren das Tätervolk des letzten, blutigen Jahrhunderts“...„ daher waren weder „die Deutschen“ noch „die Juden“ ein Tätervolk“.

b. Obwohl manche der von Hohmann – einem gewiss überraschten Publikum - mitgeteilten Tatsachen zutreffen, sind seine Verknüpfungen und Folgerungen durchweg schief oder falsch, was die Rede im ganzen zur Fehlleistung macht:
So folgt die Haftung der Deutschen (also Deutschlands) für den Holocaust[15] aus der Staatlichkeit der NS-Verbrechen. Eine dem deutschen Staat prinzipiell vergleichbare Größe wären von vorn herein nicht „die (über die Welt mehr oder weniger zerstreuten) Juden“, sondern der jüdische Staat Israel: er allein wäre sozusagen passiv legitimiert für einen Verbrechensvorwurf; und im Übrigen müsste man dann genau hinsehen[16]. Hohmann aber versäumt es, diese an und für sich nicht unberechtigte Frage zu erörtern, obwohl er sie immerhin aufgeworfen hatte mit dem Zweifel, ob es geschichtlich berechtigt sei, Juden ausschließlich als Opfer und Leidtragende anzusehen. Er verfehlt also sein Thema, denn das Ausbreiten von Verbrechen, die von Juden in kommunistischen Apparaten begangen worden sind, könnte als Argument lediglich gegen eine These des Inhalts dienen, Juden würden keine Verbrechen - zumal keine Massenverbrechen - verüben oder hätten das nie getan. Wer aber stellt die auf ? Juden sind keine besseren Menschen als andere.
Schließlich: über die Gottlosigkeit in der Weltgeschichte ist schwer zu streiten. Dass aber auch Christen – „Deutsche Christen“ zumal! – tief in den Nazismus verstrickt gewesen sind (während manche Agnostiker widerstanden), und dass ultra-orthodoxe (also besonders religiöse) Juden die Menschenrechte Ungläubiger zuweilen verbrecherisch missachten und mit Füßen treten (während sich gerade unter liberalen Juden und rein weltlichen Israelis Verteidiger der Opfer finden): das sind offenkundige Tatsachen! Hohmanns religiöse Weltdeutung ist also gar zu schlicht. Alles in allem: misslungen!"

Quelle: www.richterverein.de/mhr/mhr034/m03416.htm




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