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Powell powert.....

Miezekatze007 / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

Juhu....heute starte ich meinen ersten politischen Thread hier bei Nickles!

"US-Außenminister Colin Powell hat Frankreich vor einem Veto bei der Abstimmung über eine neue Irak-Resolution im Weltsicherheitsrat gewarnt. Dies hätte zumindest kurzfristig ernste Auswirkungen auf die bilateralen Beziehungen, sagte er am Sonntag im Fernsehsender Fox News." (ZDF Newsticker)

" Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hat einen Krisengipfel zur neuen Resolution vorgeschlagen, um einen Kompromiss zu erzielen.Die USA lehnen dies ab." (ZDF Newsticker)

Als ich es zum ersten mal durchgelesen habe war ich total wütend!
Ich finde diese Aussage nicht mehr frech sondern mehr als anmaßend!
Das die USA, egal was die UN oder andere Nationen sagen, losschlagen, habe ich mich ja leider auch schon abgefunden und sichlerlich gibt es verschiedene Meinungen zu Pro\\Contra Golfkrieg II, aber demokratische Entscheidungen durch ungerechtfertigte Drohungen nachträglich zu beeinflussen ist doch wohl unerhört.
Damit treten sie doch ihre eigenen Ideale und ihre so hochgelobten Grundpfeiler ihres Staates.
Und dann sind Sie zu bequem oder zu faul sich andere Lösungen überhaupt anzuhören, interessiert Sie gar nicht...dann lieber doch angeblich gefälschte Beweise vorlegen.
--> traurig, traurig...traurig...

Die (US)Amerikanische Regierung verliert für mich immer mehr an Glaubwürdigkeit und Integrität...


Ahoi!

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xafford Miezekatze007 „Powell powert.....“
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die grundsätze, die die usa aufstellen gelten in letzter zeit leider nur noch dann für die selbst, wenn es zu ihrem vorteil ist, ansonsten gelten sie nur für andere, siehe entscheidungen zum internationalen gerichtshof contra auslieferungsabkommen, menschenrechtsverletzungen contra guantanamo bay...schlimm finde ich eigentlich nur die selbstverständlichkeit, mit der die amerikaner dies auch noch offen zugeben ohne scham. es gibt ein offizielles amerikansiches strategiepapier in dem mehr oder weniger wörtlich steht, daß die usa nur noch abkommen treffen und einhalten sollen, die für sie von vorteil sind und daß sich die geographischen grenzen an amerikanischen interessen neu ordnen sollten, ebenso wie der neue grundsatz, daß die usa mit allen mitteln versuchen sollten andere staaten daran zu hindern an der amerikansichen vormachtsstellung zu rütteln, egal ob militärisch oder wirtschaftlich, sei es mit drohungen oder auch mit präventivkriegen. da klingt es doch plausibel, daß der irakkrieg deswegen stattfinden wird, daß der irak mit einer seiner "interkontinentalen" al samudII raketen seine tonnen von milzbrand oder seine atombomben nach new york befördert, schließlich liegt NY ja nur 170km vom irak entfernt. achnein, es war ja wegen al qaida, die im irak sitzen, achnein, die sitzen ja im iran, pakistan, saudi arabien, oder im kurdischen norden, aber das sind ja alles mit usa verbündetet staaten (bis auf iran, der ist nur toleriert und unterstützt), die kann man ja nciht angreifen.

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Anonym xafford „die grundsätze, die die usa aufstellen gelten in letzter zeit leider nur noch...“
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...leider nur noch dann für die selbst, wenn es zu ihrem vorteil ist"
geh mal 83Jahre zurück: die USA (i.P. W. Wilson) waren die treibende kraft in sachen Völkerbund, traten diesem aber nie bei.
wir wissen ja, was letztendlich mit dem VB geschah und was die USA so alles "anstellten". die UN wird in ihrer form bei der (aktuellen) entwicklung eh bald eine "mutation" erfahren.

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silk2 Miezekatze007 „Powell powert.....“
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SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie allen Ernstes behaupten, Bushs Irak-Politik sei eine Synthese aus Vaterkomplex und religiösem Fundamentalismus?

Drewermann: Die religiöse Komponente kann sich mit der Beendigung seiner Alkoholismus-Probleme verbunden haben. Alkoholiker kompensieren schwere Minderwertigkeitskomplexe - Bush galt über Jahre als der Versager der Familie - durch die Droge und durch Loyalität und Jovialität. Trocken geworden, als Bekehrte sozusagen, strengen sie sich dann an, die verinnerlichten Maßstäbe ihres Über-Ichs perfekt zu erfüllen. Für George W. verschmelzen Gott und sein Vater zu dem Auftrag, einen noch größeren und noch besseren Krieg zu führen als der eigene Vater - mit dem Beistand des Vaters im Himmel. Das alles ist eine Verzahnung aus individueller Neurose und sozialpsychologischem Wahn: ein Überbietungssyndrom und eine Weltbeglückungskomponente

Ohne Worte
Gruß silk

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Tilo Nachdenklich Miezekatze007 „Powell powert.....“
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Na erfreulicher Weise haben die Texaner ne deutliche Aussprache und eine Glückorientierung an solider Hardware (Marschflugkörper usw.). Im zweiten Weltkrieg hieß es: Alles Gute kommt von oben (die befreienden Bomben). Wenn die CDU verkündet, wir sollen uns um ein besseres Verhältnis zu den USA bemühen, weiß jeder Polit-DAU was gemeint ist.
An und für sich müssten die Verhältnisse im Nahen Osten geregelt werden und das geht nur mit Besetzung. Das Projekt ist vermutlich aber eine Nummer zu groß, von den Opfern gar nicht zu reden, wenn die US-Armee all ihr Spielzeug ausprobiert. Eigentlich geht es nicht um den Irak, sondern um die Geldquellen des Terrorismus. Der Irak soll "nur" das Sprungbrett werden, weil dieser oberschlaue Tyrann sich so passend anbietet. Ziel ist eher Druck auf die Öl-Emirate. Die Bevölkerungen der Gegend kommen erst nachrangig vor, Vorrang bekommen sie nur in Sonntagsreden.

Die Art und Weise wie die USA Druck macht ist schon unerhört. Die Art und Weise wie viele Europäer das akute Problem ignorieren, muss aber auch schief gehen. Es ist ja so, dass der fundamentalistische Islam über unerschöpfliche Geldquellen (Ölquellen) verfügt und damit Menschen kauft.
Es darf jedenfalls im Moment nicht ausgesprochen werden, gegen wen es tatsächlich geht und weshalb die irakische Bevölkerung die Sache ausbaden muss.

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xafford Tilo Nachdenklich „Na erfreulicher Weise haben die Texaner ne deutliche Aussprache und eine...“
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was muß denn im nahen osten dringend geregelt werden? der terrorismus? dann bitte auch irland, spanien, tschetschenien, peru, sri lanka, japan, frankreich, rußland, algerien, indien, usa, etc besetzen. oder muß geregelt werden, daß moslems dort leben? oder muß geregelt werden, daß moslems auch noch ölquellen haben? muß geregelt werden, daß israel bedroht ist? oder muß geregelt werden, daß dort nicht alles nach unserem willen und unseren gesetzen läuft?
woher kommt denn die legitimation dort für "recht und ordnung" sorgen zu müssen? und sag jetzt bitte nicht die unterstützung für den terrorismus...dann müssten ganz andere länder angegriffen werden. irak hat mit osama bin laden so viel zu tun wie heino mit ozzy osbourne. die länder, die den terrorismus maßgeblich unterstützen sind nämlich sehr geschätzte alliierte und handelspartner des westens wie z.b. iran, pakistan, syrien, saudi arabien, ägypten...länder in denen auch minderheiten und frauen untersrückt und ermordet werden, mit folter gearbeitet wird, massenvernichtungswaffen existieren...
öl hat die usa z.b. auch in massen und auch die usa diktieren am ölpreis mit...venezuela hat auch eine menge öl, es gibt dort auch terroristen, es gibt dort folter und mord...
oder geht es um die bedrohung, die vom irak ausgeht? wer glaubt wirklich daran, daß saddam die mittel und die beweggründe hat eine rakete wahlweise mit giftgas, viren oder atomaren sprengköpfen in die usa oder "nur" nach europa zu schicken? welche bedrohung geht dahingegen von israel aus, die mittlerweile auch offiziell im besitz von atomwaffen sind und auch schon mit deren einsatz gedroht haben? ein land in dem auch religiöser fanatismus im verbund mit terroranschlägen existieren (wie z.b. in irland und oftmals in den usa auch)...
was ist also das akute problem, daß den irak für eie invasion prädestiniert? was ist der mißstand, den du ansprichst?
glaubst du eigentlich wirklich, daß der terrorismus mehr als nur eine willkommene rechtfertigung für die momentanen aktionen sind? die einschränkung der meinungsfreiheit und der bürgerrechte in den usa, der überwchung der bürger? dem zerwürfnis und der nichtachtung der uno (die schon viel früher anfing), der erhebung von einfuhrzöllen für güter aus europa, der propagandaschlacht in den usa gegen europäische länder mit eigener position...
wenn es dir um den islam geht, so muß ich sagen, daß ich den islam auch nicht mag, ebensowenig wie das christentum und andere "restriktive" religionen, die ihren eigentlichen sinn und zweck nie begriffen haben.

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Tilo Nachdenklich xafford „was muß denn im nahen osten dringend geregelt werden? der terrorismus? dann...“
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Es gibt natürlich eine Menge Probleme auf der Welt die vergeblich der Lösung harren. Recht zu handeln in so schwieriger Situation hat man eigentlich nie und man wird sich immer schwer schuldig machen. Außerdem werden immer jede Menge illegitime Interessen mit von der Partie sein.

Nein, es geht darum, dass doch die Nervenzentren der Zivilisation angegriffen werden (stell Dir mal vor mit E-Bomben die Internetknoten) und bei allen vernünftigen Skrupeln wird es für uns reichlich ungemütlich, wenn diese Leute zuviel Geld haben, denn im Gegensatz zu "normaler" Geldgier (Kapitalismus usw.) sind die einfach nur voll-pervers. Was voll-perverse Führer so anstellen, dass wissen wir ja.

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xafford Tilo Nachdenklich „Es gibt natürlich eine Menge Probleme auf der Welt die vergeblich der Lösung...“
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sorry, aber ich kann deiner argumentation immer noch nicht folgen...
wo wird denn die zivilisation angegriffen? den einzigen untergang der zivilisation sehe ich momentan in dem niedergang der diskussionsfähigkeit, der wertlosigkeit von beweisen angesichts von unbewiesenen behauptungen, der prorisierung von lobbyinteressen vor menschenleben und der hetzte gegen leute mit anderer meinung, und dies findet momentan entgegen üblicher chwarz-weißverteilungen eher im christlichen abendland, als im unchristlichen morgenland statt...
das attentat in new york war unbestritten eine schweinerei, aber soetwas als generallegitimierung für alles heranzuziehen, was man nah demokratishen gesichtspunkten verwerfen müsste ist mehr als unmoralisch.
eigentlich geht mir auch etwas die galle über, wenn ich einen deutschend darüber reden höre, wie der terrorismus uns bedroht...womit? was ist denn bisher bei uns passiert? wodurch wurden wir bisher bedroht? außer durch horrorszenarien über pockenvirenattacken und greulmärchen von terroristen, die das internet infiltriert haben doch durch nichts...wieviele cyberattcken durch islamistische terroristen gab es denn bisher?
was sind übrigens E-Bomben? kannst du dir darunter irgendwas vorstelen, oder hast du davon das erste mal in den news auf nickes gelesen? was meisnt du, wieviele fähige hacker von weltniveau bei al qaida sind oder im irak sitzen? ich würde auf 0 +/- 0 tippen. irak bestitzt nicht mal eine eigene topleveldomain, geschweige denn dicke internetbackbones. würdest du auch die phillipinen in schutt und asche bomben, weil die 2. teuerste internetattacke durch einen jungen phillipino ausgelöst wurde? sind attackierte rootserver eine kurz und klein gebombte zivilbevölkerung wert? warum wollen alle leute immer 100% sicherheit und jede noch so unwahrscheinliche gefahrenquelle auf jeden fall zu 100% ausschalten, koste es was es wolle, auch wenn es die freiheit kostet?
verstehe mein posting nicht falsch, ich gestehe dir deine meinung absolut zu, ber ich verstehe leider deine argumentation nicht, bzw kann sie nicht nachvollziehen...sie klingt für mich ein bißchen nach der amerikansichen politik nach dem motto: alles was uns potentiell mal gefährlich werden könnte bomben wir lieber mal präventiv von der erdkugel. (wobei eine gefährdung immer noch erst bewiesen werden muß und die gründe ganz offensichtlich ganz wo anders liegen).

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Tilo Nachdenklich xafford „sorry, aber ich kann deiner argumentation immer noch nicht folgen... wo wird...“
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Hallo xafford!
Vermutlich sind wir nicht ganz einer Meinung. Zum Teil hast Du wohl aber den Sarkasmus gegenüber den USA, der eigentlich in meinen Zeilen mitschwingen soll, übersehen. So die ganz große politische Kunst ist nicht am Wirken.

Was die Auswirkungen des al-Qaida-Terrorismus betrifft, reicht das eine große Beispiel: Das World-Trade-Center ist eingestürzt (inklusiv IT-Infrastruktur), das lässt sich nicht wegdiskutieren. Das Gebäude stand zwar in New York, aber da arbeitete die halbe Welt drin, das wußten die Angreifer. Damit ist die Angriffsrichtung klar: Sie zielen voll breit auf Alles.
Der bevorstehende Angriff auf den Irak ist einfach nur ein Umweg der sich anbietet. Die Menschen unter den Bomben werden das nicht so "einfach" sehen wollen, ist mir schon klar.

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xafford Tilo Nachdenklich „Hallo xafford! Vermutlich sind wir nicht ganz einer Meinung. Zum Teil hast Du...“
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naja...irgendwie gehören ja wohl unterschiedliche meinungen und standpunkte zu einer diskussion, sonst wär es wohl keine, oder zumindest eine langweilige ;o)...
dein sarkasmus ist mir wirklich etwas entgangen, es gibt das ein oder andere thema, bei dem mein humor etwas leidet ;o)...
daß die terroristen schon auf die nervenzentren von wirtschaft und militär in den usa gezielt haben ist "verständlich", die flugzeuge in einen kuhstall in texas zu lenken hätte wohl wenig sinn gemacht, ich vermute aber eher (ist wirklich nur vermutung) daß es um die symbolwirkung der ziele ging, als um deren wirkliche bedeutung.
daß die wichtigen militärischen einrichtungen im pentagon z.b. tief in der erde liegen und denen nicht mit einem verkehrsflugzeug beizukomen ist wird osama wohl wissen, er war ja nach berichten selbst schon dort (für die, die es nicht wissen, osama war mal ein CIA agent), aber das pentagon gilt eben als zentrales nervensystem.
camp david hat keinerlei strategische bedeutung und der präsident hielt sich dort nicht auf, trotzdem war es ursprünglich eines der ziele und das WTC war eben das höchste gebeude und symbol für die wirtschaftsmacht der usa, dummerweise leider auch zu der zeit arbeitsstätte tausender menschen.
ich bin der meinung, daß die terroristen sich nicht ausmalen konnten, so die weltwirtschaft damit zu treffen, eventuell vielleicht erhofft.

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Anonym xafford „naja...irgendwie gehören ja wohl unterschiedliche meinungen und standpunkte zu...“
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"daß es um die symbolwirkung der ziele ging, als um deren wirkliche bedeutung" --> da lieferst du ein herrlichens beispiel zu meinem angesprochenen "soziolgischen faktor", mal abgesehen davon, von innerpolit. probs abzulenken (fr. däubler gmelin hatte recht!), kann so prima die propaganda-maschine (bei uns unter dem namen "privat-fernsehen bekannt) ins gang gesetzt werden, die wirtl. interessen verdeckt und die ach so tolle moral hervorgehoben werden.
warum also soll ich bsp. liefern, wenn du mir die arbeit abnimmst ;)

"ich bin der meinung, daß die terroristen sich nicht ausmalen konnten, so die weltwirtschaft damit zu treffen, eventuell vielleicht erhofft" - in dieses ländern gibt es seit jahrtausenden handel, betrug und co. richtig einschätzen können sie es natürlich nicht, aber können wir (westl. welt) dies von uns behaupten ? imho wäre dies aus thor(r)eich, aber von einem können wir ausgehen: die wussten, welche firmen im WTC sitzen, sorry: "saßen" und deren bedeutung für die wirtschaft war im grunde bekannt

wenn wir ehrlich sind: 100%ig wird es sowieso net aufgeklärt, 100%ig kann keiner bescheid wissen, wahrscheinlich nichtmal die terros

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Tilo Nachdenklich xafford „naja...irgendwie gehören ja wohl unterschiedliche meinungen und standpunkte zu...“
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Hallo xafford!

"für die, die es nicht wissen, osama war mal ein CIA agent"

Das ist es, so wird ein Schuh draus! Es ist tatsächlich so, wie Heinz Rudolf Kunze (der mir meist auf den Geist geht) getextet hat, im Lied "Ich bin der Präsident". Zeile: Wir füttern unsere Feinde gut.

Ich glaube durchaus, dass das DIE gewollte und kalkulierte Strategie amerikanischer Politik ist. Leider kann es uns - wie abseitig die amerikanische Strategie auch war - jetzt nicht egal sein, was aus diesem herangezüchtetem Monster wird. Diese Strategie, das eine Monster (Bin Laden) gegen das andere Monster (soll ja wohl die UDSSR gewesen sein) zu hetzen, ist wahnsinnig und geht nicht auf, ist aber gängige Geheimdienst-Logik (unmittelbare Erfolge erziehlen, nach uns die Sintflut).
Wenn die USA jetzt kaum Gefolgschaft finden, liegt es am Grausen über die jahrzehntelange destruktive Strategie.
Radikal-Pazifisten nehme ich nicht ernst. Auch die Sorge um einen Flächenbrand nehme ich in gewisser Weise nicht ernst, denn der kommt beim Nichtstun auch totsicher.

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xafford Tilo Nachdenklich „Hallo xafford! für die, die es nicht wissen, osama war mal ein CIA agent Das...“
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tja, die geister, die ich rief...
was aber das thema eingreifen angeht, die meisten konflikte im nahen osten wurden gerade durch ein eingreifen westlicher oder anderer staaten erst ins leben gerufen. die lage in afghanistan ist (naiv betrachtet) durchaus auf ein eingreifen der UdSSR und in dessen folge der USA zurückzuführen. die russen besetzten, die amerikaner förderten die mujaheddin (welche mehr oder weinger in die taliban überführten) und die warlords. die entstehungsgeschichte israels (und damit eines der größten unsichehreitsfakrote im nahen osten) ist auch gespickt mit westlicher einflußnahme. die tradition der selbstmordattentäter haben sich die fanatiker auch teilweise von den isrealis abgeschaut, die während der zeit, als diese region britisches protektorat war sich auch gerne dieses "mittels" der durchsetzung bedienten.
auch wenn man es anhand meiner postings vielleicht vermuten könnte, ich bin alles andere als ein pazifist. ich finde es nur nicht probat, wenn kriege instrumentalisiert werden und unter denkmäntelchen geführt werden. es gibt durchaus situationen, in denen man mit guten worten und einem lächeln nicht mehr weiter kommt und ich war auch mehr als einmal in situationen in denen eine handfestere argumentation nötig war.
btw. bin ich eigenltich der einzige, der das verkrampfte suchen und erfinden von stichhaltigen gründen für einen kieg gegen den irak peinlich findet? so nett powerpointfolien mit lkws und bahnwaggons vieleicht anzuschauen sind und so einfallsreich die textblasen auf den satellitenbildern auch gewesen sein mögen, beweise sehen für mich anders aus und ich erinnere mich immer wieder gerne an die aussage einer "kuweitischen" krankenschwester vor dem UN sicherheitsrat vor dem ersten irakkrieg, die von den usa als zeugin für irakische greultaten in kuweit präsentiert wurde. diese "kinderkrankenschwester" berichtete unter tränen, wie irakische soldaten in krankenhäuser in kuweit eindrangen, neugeborere aus brutkästen warfen und die brutkästen mitnahmen. wie sich später herausstellte war diese "zeugin" die tochter des kuweitischen botschafters in den USA und hatte kuweit seid jahren nicht mehr aus der nähe gesehen. ähnliches passiert gerade wieder z.b. mit dem zensierten vernehmungsprotokoll von hussein kamil oder gefälschten geheimdienstberichten. das ganze sieht böser nach einer neuauflage der emser depesche oder dem tonkin zwischenfall.

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Miezekatze007 xafford „sorry, aber ich kann deiner argumentation immer noch nicht folgen... wo wird...“
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@ xafford

---"...eigentlich geht mir auch etwas die Galle über, wenn ich einen deutschend darüber reden höre, wie der Terrorismus uns bedroht...womit? was ist denn bisher bei uns passiert? wodurch wurden wir bisher bedroht? außer durch Horrorszenarien über pockenvirenattacken..."---

Diese Aussage finde ich aber auch ein bisschen blauäugig, oder? Nach deiner Aussage müsste, wie in New York, erstmal was in Deutschland in Form eines Anschlages, in welcher Form auch immer, passieren, bevor dagegen gehandelt werden soll? Ich glaube kaum jemand kann von uns normalen Bürgern einschätzen und hat die ausreichenden Informationen wo momentan sich terroristische Aktivitäten gruppieren und was sie vorhaben. Da hat nun mal der Staat den längern Hebel, schließlich ist auch das einer seiner Aufgaben. Und das eine Bedrohung, zumindest bei unseren Nachbarn, vorhanden ist kannst du allein heute durch den Gerichtsprozess über das !verhinderte! Straßburg-Attentat im Frankfurter (Terror)Prozess sehen. Außerdem ist es ja nicht so das hier deswegen ein aktiver Gegenschlag geplant und ausgeführt wird, vielmehr werden hier passive Schutzmechanismen vorbereitet und versucht mögliche Attentäter oder Helfershelfer ausfindig zu machen um genau das zu verhindern. Außerdem denke ich das es ein“Terror“Angriff aus jeden Teil der Welt kommen kann, woher das Material dazu kommt ist eine ganz andere Diskussion.

Schließlich sollte immer hinterfragt werden, soweit das möglich ist und im eigenen Interesse, was wir wirklich wissen, denn dass was Medien und Nachrichten melden kann auch nur weiter geschobene Propaganda sein.


---"...was sind übrigens E-Bomben? kannst du dir darunter irgendwas vorstellen, oder hast du davon das erste Mal in den news auf nickes gelesen?..."---

http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0,1367,POL-0-2036912,00.html

--> da hast einen Link, wo das Prinzip etwas genauer erklärt wird.


Ahoi!

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xafford Miezekatze007 „@ xafford --- ...eigentlich geht mir auch etwas die Galle über, wenn ich einen...“
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hallo mietzekatze...

das mit dem blauäugig mag stimmen ..(nein, sind in wirklichkeit grün) ;o)...
ich streite nicht ab, daß es durchaus möglich ist, daß z.b. militärische einrichtungen in deutschland potentielle ziele für terroristen sind, ich wohne 20km von der größten amerikanischen militärbasis weltweit außerhalb der usa. die frage ist für mich aber, wieviel freiheit ist man bereit zu opfern für die sicherheit. es wurden nach dem 11. september jede menge gesetze erlassen, die die bürgerrechte und die redefreiheit einschränken, aber nur eine äußerst zweifelhafte auswirkung auf die sicherheit haben (gendatenbanken, biometirsche erfassung, überwachung des internet, etc)...ich habe das gefühl, daß hardliner unter den überwachungsfreaks die terroristen hätten erfinden müssen, wenn es sie nicht geben würde, da sie mit dem argument "gegen den terrorismus" zeitweise jedes noch so demokratiefeindliche gesetz durchdrücken konnten.
selbst gesetze zum urheberrecht und dessen überwachung wurden mit fingerzeig auf terroristen durchgesetzt.
keines der gesetze in deutschland hätte die anschläge in den usa verhindern können, da sie keinerlei möglichkeit bieten, wenn bisher unauffällige araber mit legalen ausweisen in ein flugzeug steigen. es gibt auch immer noch keinen beweiß, daß die koordination der anschläge über das internet erfolgte.
ein schlauer mann sagte einmal, "Wer bereit ist, seine Freiheit für ein wenig temporäre Sicherheit aufzugeben, verdient weder Sicherheit noch Freiheit" (benjamin franklin)...zumal wenn die auswirkung zweifelhaft oder gar contraproduktiv ist.
ps: danke für den link zur E-Bombe...

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Anonym xafford „was muß denn im nahen osten dringend geregelt werden? der terrorismus? dann...“
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"irak hat mit osama bin laden so viel zu tun wie heino mit ozzy" -> oh oh ! das ist ein "bisschen" gewagt ! ich kann mir jedoch vorstellen, dass saddam nicht sonderlich erfreut war, als das WTC den becker-hecht gemacht hat

"woher kommt denn die legitimation dort für "recht und ordnung" sorgen zu müssen?" -> hatte ich vor geraumer zeit schon erwähnt: hegemonie

"andere "restriktive" religionen, die ihren eigentlichen sinn und zweck nie begriffen haben" -> glaube hat ursprünglich nix mit religion zu tun, letzterer kann prima ohne religion leben, eine direkte funktion von "religion" kann ich beim besten willen nur darin erkennen, das volk zu knechten, dummzuhalten, auszunutzen und sich zu bereichern

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xafford Anonym „ irak hat mit osama bin laden so viel zu tun wie heino mit ozzy - oh oh ! das...“
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"irak hat mit osama bin laden so viel zu tun wie heino mit ozzy" -> oh oh ! das ist ein "bisschen" gewagt ! ich kann mir jedoch vorstellen, dass saddam nicht sonderlich erfreut war, als das WTC den becker-hecht gemacht hat
das ist in keinster weise gewagt, sondern bekannt und belegbar. die ausbildungslager der al qaida sind allesamt im durch kurden regierten norden im irak und wurden mehrfach durch irakische truppen angegriffen. saddam hat sich schon lange vor dem 11. september von osama distanziert und hatte ihn auch vorher nicht unterstützt, da osama zu gute beziehungen zu iran hat, was saddam nicht gefallen kann. saddam ist ei weltlicher diktator, die irakische variante ist vergleichsweise locker im vergleich zu anderen islamischen staaten, dies kann wiederum osama nicht gefallen. saddam wird teilweise sogar als islamistenhasser bezeichnet, nur so am rande bemerkt.
als lektüre zum verhältnis zwischen irak und der al qaida sind zum beispiel folgende quellen nicht verkehrt:
http://pocket.nachrichten.at/politik/aussenpolitik/148670
das buch :Krieg gegen den Irak. Was die Bush - Regierung verschweigt - von Scott Ritter
als kleine leseprobe:
...Ebenso kann durch nichts belegt werden, dass eine Zusammenarbeit zwischen dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein und der von Osama Bin Laden geführten Terrororganisation Al-Kaida besteht – in Wahrheit sind beide Todfeinde...
der einzige anhaltspunkt, den powell vorbringen kann um eine zusammenarbeit zu "beweisen" (komischerweise aber nicht in der präsentation vor dem sicherheitsrat, sondern erst danach) ist das letzt band von osama, in dem er sich mit dem irak solidarisch erklärt, osama würde sich aber in seiner lage wohl mit jedem solidarisch erklären, der auch nur ansatzweise mit dem islam zu tun hat.
(es wäre sehr nett, wenn du für die behauptung, daß es eine gewagte these ist auch ein paar argumente liefern könntest und nicht einfach hinschreibst, es wäre nicht so, das ist nämlich eigentich der sinn einer argumentation und diskussion (soll keine kritik, nur eine anregung sein)).

der andere punkt: warum ist die amerikansiche legitimation? die hegemonie ist vielleicht ein beweggrund und der grund, warum es die amerikaner sich leisten können, aber es rechtfertigt ihr handeln nicht moralisch, es ist also kein nachweis ihrer berechtigung für angriffskriege, sie hätten es nur gerne ;o)
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Anonym xafford „ irak hat mit osama bin laden so viel zu tun wie heino mit ozzy - oh oh ! das...“
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"komischerweise aber nicht in der präsentation vor dem sicherheitsrat, sondern erst danach" -> nicht wirklich komisch, eher typisch :(

"es wäre sehr nett, wenn du für die behauptung, daß es eine gewagte these ist auch ein paar argumente liefern könntest" -> ja, aber wenn ich genaueres wüsste, würde ich schon in einem keller in D.C. sitzen, daher denke ich mir meinen teil und stöbere lieber weiter, auszuschließen ist jedoch nichts

"von osama, in dem er sich mit dem irak solidarisch erklärt" -> wie war das noch "der feind meines feindes ...." allerdings muss man sagen, dass die teilweise recht weitverbreitete theorie des zusammenhalts aller islam. länder doch langsam bröckelt, nach meinem geschmack könnte dies natürlich schneller gehen und wenn ich mit meinen iranischen (!!!) kommulitonen rede, dann schnappt man ein paar beunruhigende tendezen auf

hmmm, ich glaube mittlerweile gar nix mehr und der versuch, aus der geschichte lehren zu ziehen resp. das ganze behavioristisch zu ergründen, ist (imho) zum scheitern verurteilt. somit könnte man klasse gegen meine Profs argumentieren
ich harre mal der dinge und werde mir die empfohlenen lektüre zu gemüte führen.

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xafford Anonym „ komischerweise aber nicht in der präsentation vor dem sicherheitsrat, sondern...“
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ich denke der zusammenhalt islamicher staaten ist nicht viel mehr als eine undifferenzierte sicht aus westlichen regionen. aus dem gegensätzlichen lager betrachtet und aus weiter ferne sieht einiges aus wie eine undefinierte und homogene masse. islamische staaten und regionen dürften noch zerstrittener sein, als die kleinstaaten in europa im mittelalter. der zwist zwischen gemäßigten islamisten gegen fundamentalistische, zwischen alaviten und sunniten, zwischen reichen moslemischen staaten und armen ist eigentlich immer am schwelen oder äußert sich in kriegen. der nahe osten war schon immer ein pulverfaß, daß aber seltsamerweise immer erst dann explodierte, als sich das abendland eingemischt hat, um diese querelen zu seinen zwecken zu nutzen.
ich denke behavoristisch ist diesem thema schwer beizukommen, weniger weil es vielleicht nicht zutrifft alle verhaltensweisen und geschehnisse auf reize und einflüsse zurückzuführen um daraus ein muster abzuleiten, sondern eher, weil uns einfach der soziale und mentale kontext fehlt, um diese automatismen nachzuvollziehen.
nichtrationale verhaltensweisen in religiösen oder gar fanatischen strukturen lassen sich meiner meinung nach schwer in eine institutionalisierung zwängen, auch wenn es eventuell schon grundlegende automatismen und prägungen geben mag, dazu fehlen wohl ca. 1000 jahre kulturentwickung bei europäischen (oder gerade bei behavorismus amerikanischen) wissenschaftlern. (wobei ich mich aber auch schwer irren mag)

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Anonym xafford „ich denke der zusammenhalt islamicher staaten ist nicht viel mehr als eine...“
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tja, wie sollen wir abendländler schon genau erkennen können, was im pulverfass abgeht : geht nicht, kann nicht gehen, vor allem nicht wenn christen (nicht nur die "immer bösen" amis) mitmischen. natürlich ist es eher eine heterogene masse, aber: es ist immernoch eine masse und wenn tatsächlich jemand in der lage ist, für einigkeit zu sorgen, dann wirds extrem gefährlich.
von dieser warte aus, so pervers es klingt, ist saddam ein stabilisator der zerstrittenheit --> hier kann auch ich mich natürlich böse irren, da bist du net der einzige

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