kurzes brainstorming von letzter wocher während einer vorlesung:
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Wenn ich zur Klärung des Begriffs „Stigmatisierung“ mein altes Psychologielexikon entstaube, finde ich folgende Erklärung:
„… ist eine Bezeichnung für die Zuschreibung eines Merkmals (Stigmata) auf eine Person oder ein Objekt (vor allem bei Tieren und Vermenschlichungen), welches von der Gesellschaft negativ bewertet wird und sich für den einzelnen Menschen bzw. das einzelne Objekte negativ auswirken kann.“ Kurz gesagt: ich sage einer Person (ich bleibe bei diesem weniger abstrakten Beispiel) eine Eigenschaft nach, die sofort als negativ assoziiert wird und der Person schaden kann. Eine Stigmatisierung ist soziologisch gesehen folglich eine Abwertung und im landläufigen Sinne eine Form von Diskriminierung. Nun fragt man sich sicherlich, was denn nun genau überhaupt „Diskriminierung“ ist. Hierzu schreibt mein Soziologielexikon:
„ … ist jede Form von Benachteiligung, Nichtbeachtung, Ausschluss oder Ungleichbehandlung von einzelnen Menschen oder Gruppen auf Grund ihnen angedichteter oder in einem bestimmten Zusammenhang nicht relevanter Merkmale.“
Wenn man dieses Definintion unterstützt, interpretiert man spontan, dass eine Stigmatisierung erschreckenderweise eine Form von Diskrimierung ist.
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