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deutschlands beste (vergessene) band

Anonym / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

hi leute
wo doch letztens das thema des "wunderwarzenschweins" der "fab freak brothers und dem allgemein von mir hochgeachteten und von euch stets vergessenem fat freddy so hohe wellen schlugen - da will ich doch mal nachhaken.
kennt eigentlich noch jemand eloy
bin gespannt der lard

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(Anonym) Anonym „deutschlands beste (vergessene) band“
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Man sieht ihm die vielen Jahre kaum an, die es auf den Weltmeeren zubrachte. Ein großes, stolzes Segelschiff ist am Kai angetäut. Ganz ruhig liegt es da, während kleine Wellen an den hölzernen Rumpf klatschen. Nur wenn man genauer hinsieht, ahnt man, wie viele Stürme dieses Schiff wohl schon erlebt hat. Etliche Planken mussten erneuert werden und auch die Masten wurden alle schon einmal ausgetauscht. Sicherlich eines der ältesten Schiffe in dem großen Hafen. Und doch wird ihm die meiste Aufmerksamkeit gezollt. Die meisten Menschen hier wollen das große Segelschiff besichtigen und sind weniger an den ganz modernen Schiffen interessiert. Denn diese gibt es wie Sand am Meer...

Eine der außergewöhnlichsten, erfolgreichsten, geliebtesten und gehasstesten deutschen Bands feierte 1999 ihr 30jähriges Bestehen: Eloy! Wohl keine zweite deutsche Band hat so viele radikale Umbesetzungen erlebt, hat eine so wechselvolle und einmalige Geschichte zu erzählen wie die Hannoveraner. Über 2 Millionen verkaufte Tonträger sprechen eine deutliche Sprache. Und heute, nach 30 Jahren, hat das felsige Urgestein deutscher Rockgeschichte eine Anhängerschaft, die rund um die Welt reicht.

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Geschichte aufzuschreiben. In einer Ausführlichkeit, wie das noch nie der Fall war. Und wer könnte die Geschichte besser erzählen, als die Eloys selber? Als langjährigem Leiter des Fanclubs liegen mir zahlreiche Interviews vor, die bisher nur dem Fanclub und seinen Mitgliedern zugänglich waren. Ich habe mich bemüht, eine gute Auswahl aus dem riesigen Fundus herauszuarbeiten. Hier und da habe ich ergänzt oder das Eine oder Andere hinzugefügt.

Aber wie fing eigentlich alles an? Frank Bornemann ist der Gründer und sozusagen Kapitän auf dem imposanten Segelschiff Eloy. Um ein solches Schiff in Gang zu setzen und über die Weltmeere zu lenken, bedarf es einer guten Crew. Frank stach erstmals 1969 in See und hatte seine Mannschaft zusammen. Allerdings hatte er vorher, bei seiner allerersten Band, schon geübt, wie man gute Musiker um sich versammelt.

"In den 60er Jahren gab es in Hannover bereits einige interessante Bands, die in Jugendzentren und Clubs spielten. Und in jeder dieser Bands gab es ein oder zwei Musiker, die wirklich gut waren und mit denen ich gerne zusammen gespielt hätte. Ich überlegte fieberhaft, wie ich diese Leute dazu bewegen könnte, mit mir Musik zu machen. Schließlich hatte ich den rettenden Einfall. Ich rief alle Musiker meiner Wahl an und gab vor, eine neue Band gegründet zu haben, in welcher alle Spitzenmusiker der jeweiligen Konkurrenzband vertreten seien. Das hat natürlich alle sehr gereizt, denn jeder wusste ja, wer die ersten Leute in der Stadt waren. Ich habe dann tatsächlich alle zu einem Übungsabend versammeln können. Alle kamen mit der Vorstellung, dass die anderen Wunschmusiker schon fest in der Band wären. In Wirklichkeit war aber zu diesem Zeitpunkt niemand in der Band außer mir selbst."

Als 1969 Eloy gegründet wurde, da waren neben Frank Bornemann (gt) noch Manfred Wieczorke (gt), Erich Schriever (vc, piano),Wolfgang Stöcker (bs) und Helmut Draht (dr) mit dabei. Die Gruppe gewann einen regionalen Band-Wettbewerb und bekam somit die Chance, einen ersten Tonträger aufzunehmen. Es entstand eine Single mit den Titeln Walk alone und Daybreak. Ersterer wurde von Erich Schriever eingesungen und der zweite von Frank Bornemann. Frank sagt von seinem ersten Gesangseinsatz, er habe geschrieen wie ein hundertjähriger Elch, doch ganz so schlimm hört es sich wirklich nicht an! Die Musik ist sicherlich vergleichbar mit der später folgenden LP Eloy, die 1971 bei Philipps erschien. Es gibt heute kaum jemanden, der im Besitz dieser Single ist. Die Hülle wurde von Manfred Wieczorke erstellt, der damals Drucker war.


Die Band gab schließlich eine Anzeige auf, um an einen Manager zu kommen, der sich um einen Plattenvertrag kümmern sollte. Das klappte dann tatsächlich. Es meldete sich ein gewisser Freiherr von Lepel. Dieser Name alleine machte bei den Plattenfirmen schon großen Eindruck. So kam Eloy dann tatsächlich an den Plattenvertrag mit Philipps und bekam somit die Chance, eine erste LP zu realisieren. Aufgenommen wurde das Werk im Stars-Studio in Hamburg. Der Toningenieur war Conni Plank, der später noch zu großer Berühmtheit kommen sollte.
Die Auflagenhöhe der "Mülltonne" bewegte sich um die 5.000 und fand in der lokalen Presse schon gute Resonanzen. Wer hätte damals gedacht, dass diese Platte zu einer wirklichen Legende werden sollte? Vor kurzem wurde das Werk in sehr ansprechender Aufmachung und mit einem 30-seitigen Booklet von der kleinen Plattenfirma Second Battle wiederveröffentlicht.

Das Klappcover mit der authentischen Mülltonnendarstellung erregte schon Anfang der 70er Jahre viel Aufmerksamkeit. Auch wenn diese LP ein Frühwerk war und nicht unbedingt mit den späteren opulenten Werken der Gruppe verglichen werden kann, so war sie dennoch sicherlich ein erster wichtiger Schritt in Richtung des späteren großen Erfolges von Eloy! Die schwarze Scheibe ist seit über 20 Jahren eine der gefragtesten und am teuersten gehandelten Raritäten auf Plattenbörsen.

Stürme hat das Segelschiff Eloy reichlich viele erlebt. Ein erster heftiger trat nach der "Mülltonne" auf. Die Differenzen zwischen Erich Schriever und Frank Bornemann waren groß. Jeder wollte in eine andere Richtung. Erich Schriever schied aus, und auch Helmut Draht war nicht mehr dabei. Er hatte einen schweren Autounfall und wurde schließlich durch Fritz Randow ersetzt. Fritz war in der hannoverschen Szene zu der damaligen Zeit schon ein kleiner Star, und seine Art zu trommeln passte ausgezeichnet zu der konzertanten Eloy-Musik. Der Sturm der Veränderungen riss auch Manfred Wieczorke mit, aber gottlob nicht von Bord, sondern er nahm eine neue Aufgabe wahr. Manfred spielte fortan Orgel bei Eloy. Ein neues Album war bald das Ziel für die jetzt zum Quartett geschrumpfte Besetzung: Inside!

Die vierköpfige Gruppe hatte aber zunächst das Problem, den Sänger Erich Schriever zu ersetzen. Frank Bornemann dachte zunächst nicht daran, diese gewichtige Aufgabe zu übernehmen. Er sah seine Rolle mehr in der des Gitarristen und Songwriters. Frank Bornemann erzählt:


"Es kam schließlich so weit, dass wir das Material für Inside zusammen hatten und ins Studio gehen wollten. Der Aufnahmetermin rückte näher und näher, und wir hatten noch immer keinen neuen Sänger. Der Not gehorchend, habe ich die Platte dann eingesungen. Allerdings mit einem sehr guten Erfolg. Das Album war wesentlich erfolgreicher als die erste LP. Wahrscheinlich, weil man spürte, dass wir eine Band waren, die sich viel vorgenommen hatte und die in der Lage war, Stimmungen zu produzieren. Aufgenommen haben wir Inside in Hamburg in einem Studio, das damals noch Windrose hieß. Es ist das heutige Chamäleon Studio, welches ziemlich bekannt ist. Es war für die Zeit eine sehr fortschrittliche Einrichtung. Die erste Seite wurde mit 8-Spur-Technik aufgenommen, der Toningenieur hieß Henning Rüte. Die B-Seite wurde von Thomas Kuckuck, der später sehr viel mit Udo Lindenberg zusammengearbeitet hat, mit einer 16-Spur-Bandmaschine aufgenommen."
Zu dieser Zeit tourte Eloy ununterbrochen. Die Band tingelte von Club zu Club, um an dem bereits einsetzenden Erfolg weiter zu feilen. "Wo eine Steckdose war, da wurde was geleistet", ist ein bekannter Ausspruch von Frank Bornemann. Eloy kam überall sehr gut beim Publikum an. Die Gruppe tingelte durch die Lande, war Wochen unterwegs. Aufgrund der ausgezeichneten PA-Anlage, die Eloy besaß, bekam die Band auch die Chance, als Vorgruppe bei amerikanischen oder englischen Bands aufzutreten. Bedingung war, dass der Headliner auch über diese Anlage spielen durfte. Auf einmal merkten die Veranstalter, dass auch deutsche Bands durchaus Erfolg haben können... Es gibt zwar heute, fast 30 Jahre später, immer noch einige ewig Gestrige, die nichts anderes zu tun haben, als auf die eigene Musikszene im Land herumzuknüppeln, aber es sind gottlob nur wenige.

Manfred Wieczorke und Wolfgang Stöcker fuhren herum, um Gigs zu kriegen und diese so zu koordinieren, dass sie halbwegs hintereinander lagen. Manfred Wieczorke:

"Das viele Touren hat sicherlich den Grundstein für den späteren Erfolg gelegt. Für den süddeutschen Raum hatten wir einen Mann, der hieß Carlo Hähnchenmeier. Der war, glaub, ich, der dickste Mann Deutschlands. Er hatte eine Agentur für Konzertveranstaltungen und eine Vorliebe für Würstchen. Plötzlich hatte der eine Dose mit 40 Würstchen geöffnet. Aber er hat keine davon abgegeben, der hat alle selber gegessen, 40 Stück!!"

Eloy hatte damals das Glück, einen Plattenvertrag bei dem legendären Harvest-Label der EMI Electrola zu bekommen. Gekümmert hatte sich darum ein Mann namens Borchert-Jacobi, der bei dem Musikverlag Intersong arbeitete. Bei der EMI traf Borchert-Jacobi auf Ian Groves, den damaligen A& R Manager. Dieser war von dem Inside Material begeistert. Borchert-Jacobi bluffte, indem er vorgab, dass auch andere Plattenfirmen bereits großes Interesse an einer Veröffentlichung hätten. Schnell war daraufhin ein Vertrag unter Dach und Fach. Inside war wesentlich erfolgreicher als die Mülltonne. Die Verkaufszahlen kletterten schnell auf 8.000 Stück. Aufgrund dieser Tatsache bekam die Band die Chance, ein zweites Album zu machen. Aber durch das viele Touren war kaum Zeit da, um neues Material zu erarbeiten.

Eloy beschlossen daraufhin, zunächst einmal eine Single zu veröffentlichen. Daybreak entstand. Der Titelsong wurde durch ein Streichorchester geprägt, welches von George Moslener arrangiert wurde. Auf der B-Seite ist On The Road zu hören, ein Stück, das die damalige Situation der Band ausdrückte, nämlich pausenlos unterwegs zu sein! Wolfgang Stöcker verließ nach Daybreak die Band. Die Situation, ständig spielen zu müssen, ohne dabei zu verdienen, war ihm zuviel. Er entschied sich für eine bürgerliche Existenz. Für ihn kam schließlich Luitjen Jansen (Harvey) in die Band. Damit begann die Floating Ära.


Um das Material für das neue Album zu erarbeiten, mietete sich die Gruppe ein Haus in der Lüneburger Heide. Der Grund dafür war, dass beim regulären Proben immer ein oder zwei Musiker zu spät kamen. Dieses Problem wurde durch das gemeinsame Wohnen ausgeschaltet. Floating wurde insgesamt sehr viel rockiger als Inside, was in erster Linie an dem pausenlosen Touren lag. Erstmals wurde auf Floating ein Synthesizer eingesetzt. Das war damals noch ein Steckmodulkasten. Zunächst wusste niemand so recht damit umzugehen. Das Gerät wurde somit erst mal spärlich eingesetzt. Frank Bornemann war mit dem Album nicht hundertprozentig zufrieden, was daran lag, das er es nicht als Weiterentwicklung empfand, sondern lediglich als Veränderung. Bei den Texten griff er auf die Hilfe von Erich Schriever zurück, der Frank auch schon bei Inside unterstützt hatte. Später textete er dann mit Richard Smith, alias Gordon Bennit, weiter. Wenn man die Texte liest, so stößt man bei Floating wohl auf eine Kernaussage, die in vielen Eloy Textpassagen immer wieder, wenn auch auf die unterschiedlichste Art und Weise, zum Ausdruck kommt. The Light From Deep Darkness. Dass selbst in schlimmsten Zeiten und fürchterlichsten Katastrophen der Mensch immer auf die Kraft der Liebe vertrauen soll und das Licht am Ende des Tunnels suchen soll.
Das Album wurde unter ziemlichem Zeitdruck in Köln im EMI-Studio eingespielt. Fritz Randow bekam zu dem ursprünglich vorgesehenen Aufnahmeterminen eine Blinddarmentzündung. Somit musste alles verschoben werden. Frank Bornemann hatte dann noch ein anderes Problem zu lösen. Er hatte den Scorpions zugesagt, deren Album Fly To The Rainbow zu produzieren. Er musste also das Kunststück fertig bringen, bei beiden Produktionen gleichzeitig anwesend zu sein! Das bedeutete, tagsüber in München im Musicland Studio zu arbeiten, abends den letzten Flieger nach Köln zu erwischen und nachts dann Floating einzuspielen...Ein wirklich mörderisches Programm!


Etwa zu dieser Zeit passierte für eine deutsche Band etwas schier Unvorstellbares: Eloy hatte Erfolg in den USA! Frank Bornemann:
"Zustande gekommen ist es dadurch, dass einige Radiostationen dort mit der Inside bemustert wurden. Die Initiative ging von unserem damaligen Musikverlag Intersong aus. Das fand eine so starke Resonanz im Radio, dass eine amerikanische Plattenfirma, Chess und Janus sich dafür interessierte. Inside kam heraus und Future City wurde sogar ein großer Top Ten Radiohit. Weil ich damals arg darum bemüht war, so zu klingen wie Ian Anderson, hielten uns die Leute wahrscheinlich für Jethro Tull. Als man ihnen dann offenbarte, es sei Eloy, war das auch egal! Damit war Eloy mit einem Mal ein Thema in Amerika. Unzählige Manager meldeten sich daraufhin bei uns. Das beste Angebot das hätten wir glatt machen sollen war sicherlich Miles Copeland, der damalige Manager von Wishbone Ash und spätere Manager von Police. Wir waren sehr verblüfft und noch zu unerfahren, um das richtige Angebot herauszufiltern. In diesen ganzen Wirren tauchte ein Dritter auf, ein Amerikaner in Deutschland, der zwar kein Manager war, es aber verstand, sich so toll darzustellen, dass wir alle mächtig beeindruckt waren. Es war Jay Partridge, der dann leider auch unser Manager wurde... Auch Floating war ein Erfolg in den USA. Dann aber passierte etwas, womit keiner gerechnet hatte: Chess und Janus ging pleite und somit standen wir bald wieder vor dem Nichts!"

Frank Bornemann hatte zu diesem Zeitpunkt aber bereits den nächsten großen Schritt der Band vor Augen. Es war allerdings jemand an Bord, der daran arbeitete, das Schiff stranden zu lassen, und das war der Manager Jay Partidge. Man erzählt die tollsten Geschichten über ihn. Eine ist, er habe der Plattenfirma einen Koffer Geld auf den Tisch geknallt mit den Worten: " Das investiere ich, was tut ihr?" Sicherlich ist es vorteilhaft, wenn eine Band ein Management hat, welches über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, aber Jay Partridge wollte einen Einfluss, der weit über das Finanzielle hinausging...


Eloy arbeitete an einem der ersten großen Konzeptalben der deutschen Rockgeschichte: Power And The Passion. Die Geschichte des Titelhelden Jamie, der mittels einer Droge ins Mittelalter zurückversetzt wird, lebt vor allem auch von der Begegnung mit dem Mädchen Jeanne, die in dieser Zeit lebt und Jamie mit ihren Problemen konfrontiert. Jamie gerät in die Wirren dieser unruhigen Zeit und kehrt schließlich mit Hilfe eines alten Magiers in die heutige Zeit zurück, ohne Jeanne. Frank Bornemann zu der Geschichte:
"Mir ging es in diesem Zusammenhang vor allem darum, aufzuzeigen dass die Menschheit innerhalb dieser Zeitspanne von 600 Jahren zwar eine Menge technischen Fortschritts erworben hat, dass aber in Bezug auf die Qualität im Umgang miteinander und dem Respekt vor anderen Menschen von einem Fortschritt leider nicht die Rede sein kann. Unterdrückte gibt es heute noch genauso wie damals. Auch gibt es wenig Toleranz in unserer Gesellschaft. Dafür aber um so mehr Regeln, die gewisse Leute für das Leben in unserer Gesellschaft aufstellen und nach denen sich jeder zu richten hat. Auch besteht sehr viel Druck und wenig Freiheit. Die Wertigkeit des Seins in der Gesellschaft hängt davon ab, was man hat! Innerhalb der Band ließ man sich jedenfalls gerne auf ein so exotisches Thema wie Power And The Passion ein. Bei allen gesellschaftskritischen und politischen Dingen, die ich eben angesprochen habe, stand natürlich auch der Aspekt der zwischenmenschlichen Beziehung auf diesem Album stark im Vordergrund. Vielleicht ist dies mit ein Grund dafür, warum das Album so erfolgreich wurde. Nicht nur, weil es ein Konzeptalbum war, sondern es war bestimmt auch der Identifikationsgrad dieser sehr sensiblen Seite des Albums, der sehr viel Anklang gefunden hat."

Erstmals gab es neue Ausdrucksmöglichkeiten in der Musik, was in erster Linie auf die Erfindung des Synthesizers zurückzuführen ist. Manfred Wieczorke hatte plötzlich ganz andere Sounds zur Verfügung und machte von diesen Möglichkeiten auch regen Gebrauch. Auch war bei Power And The Passion ein zweiter Gitarrist, Detlev Schwaar (Pitter), dabei, der zusätzliche Akzente setzte. Es war Frank Bornemanns Idee, einen weiteren Gitarristen dazu zu holen, der seine eigene Handschrift in die Musik einbringen konnte. Mit Detlev Schwaar wurde die Band verstärkt durch einen jungen Musiker, der eine wirklich tolle Gitarre spielte. Die Band hatte schließlich so viel Material für die Produktion zusammengetragen, dass leicht ein Doppelalbum zu machen gewesen wäre. Leider klappte das nicht. Sowohl der Manager Jay Partridge, als auch die Plattenfirma machten Frank Bornemann damals einen Strich durch die Rechnung. Dadurch blieben viele musikalische Ideen unverwirklicht, die Frank Bornemann dann aber teilweise auf Dawn mit neuen Musikern verwenden konnte.

Zunächst aber musste sich die Band mit dem Manager auseinandersetzen, der sich überall einmischte und auch künstlerisch Einfluss nehmen wollte. Selbst im Studio war er ständig während der Aufnahmen präsent. Dadurch wurde es für Frank Bornemann eine sehr schwierige Produktion. Das Ergebnis hätte noch viel besser ausfallen können, wenn man Frank in Ruhe hätte produzieren lassen.


Erstmalig wurde im Soundstudio N in Köln bei Georgi Nedeltschev aufgenommen. Frank textete zusammen mit Richard Smith, der übrigens auch die Idee für den Albumtitel hatte. Und seine Frau, Mary Smith war es dann auch, die die Stimme der Jeanne auf dem Album übernahm. Als Power And The Passion auf den Markt kam, machten die Verkaufszahlen einen gewaltigen Sprung. Das Album verkaufte sich über 30.000 mal.
Aber die Freude über diesen Erfolg konnte die Band nicht mehr genießen. Jay Partridge hatte es geschafft, die Formation zu entzweien. Eine geplante Tour kam auch nicht mehr zustande. Der Manager war der Meinung, Roadies bräuchte man nicht, man könne alles selbst machen und Schlaf sei ohnehin überflüssig. Die Formation fiel auseinander. Jay Partridge versuchte eine Zeit lang, Frank zu ersetzen, sang für ihn auf einem Konzert. Das Publikum reagierte sehr abweisend, und auch den Namen Eloy durften sie dann nicht mehr verwenden. Das Ganze war zum Scheitern verurteilt, und der Name Eloy war gottlob an Frank gebunden, aber dennoch war das Segelschiff gestrandet. Frank Bornemann war der einzig Verbliebene...

Frank suchte sich einen Job, um Geld zu verdienen. Der Traum von der großen Karriere war zunächst vorbei. Übrig geblieben war ein riesiger Schuldenberg, aber auch ein großer Hoffnungsschimmer. Die Plattenfirma hatte nämlich Frank erneut den Rücken gestärkt und ihn dazu aufgefordert, die Band neu zu formieren und ein Album zu planen. Das, was in den nächsten Jahren passierte, liest sich wie eine Bilderbuch-Karriere und ist in der Geschichte deutscher Bands ein wohl einmaliger Fall. Eloy, die mit Power And The Passion bereits auf dem Weg zum ganz großen Erfolg waren, schadete die fast völlige Neubesetzung nicht, im Gegenteil: Dawn verkaufte sich binnen weniger Wochen nach dem Erscheinen mehr als 60.000 mal. Frank hatte das riesige Glück, genau die richtigen Leute zu treffen, mit denen er weitermachen konnte und die, und das ist für mich das Erstaunlichste überhaupt, sich sofort in den Spirit von Eloy einfügen konnten. Das Schiff Eloy war wieder auf Kurs!

Der Erste, auf den Frank traf, war Detlev Schmidtchen. Detlev zu seiner Begegnung mit Frank:

"Angefangen habe ich 1970 in einer Schülerband. Während meiner Lehre gründete ich mit anderen Musikern eine Band, die sich Getriebe nannte.1975 nahmen wir an einem POP-Festival teil und belegten auch prompt den ersten Platz. Dafür gab es einen Blechpokal, über den sich jeder freute und man kam in die Zeitung. Das war für eine Amateurband das Allergrößte. Das Interessante an dem Abend war allerdings, dass Eloy als Topact auftraten. Dadurch, dass wir Platz 1 geschafft hatten, durften wir mit den Eloy-Musikern zu Abend essen. Und so kamen wir natürlich ins Gespräch. Ich war überglücklich, einmal die Bekanntschaft von Profimusikern zu machen. Ich kam mir vor, als würde ich mit Genesis zu Abend essen. Später traf ich Frank wieder, Getriebe fiel auseinander und von Eloy war Ähnliches zu vernehmen. Ich fragte Frank einfach, ob ich nicht bei ihm einsteigen könne. Wir verabredeten uns für eine kleine Session und nach einer Bedenkzeit rief Frank bei mir an und sagte: "O.K., das geht klar."

Der nächste, den Frank ins Boot holte, war Klaus-Peter Matziol, genannt Matze. Frank Bornemann erzählt:

"Ich arbeitete in einem Musikgeschäft, in dem Matze des öfteren Kunde war. So bekam ich mit, dass er Bassist war. Auch hatte er einen sehr guten Namen in der Amateurszene, zu der ich selbst mittlerweile einen gewissen Abstand hatte."

Klaus-Peter Matziol selbst schildert seinen Einstieg bei Eloy so:

"Kennengelernt habe ich Frank im Musikgeschäft Kleemann, wo er damals arbeitete. Ich hörte, dass er neue Leute für Eloy suchte. Irgendwann habe ich ihn dann abends mal besucht. Ich tauchte damals mit Aktentasche und Bügelfaltenhose bei ihm auf! Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden und vereinbarten einen Probetermin. Detlev Schmidtchen war zu dieser Zeit ja schon als Gitarrist dabei. Als Schlagzeuger fungierte zunächst ein Bekannter von Detlev, ebenfalls, wie er, ein vorheriges Mitglied der Formation Getriebe. Aber das haute mit ihm nicht so gut hin und so habe ich dann Jürgen Rosenthal vorgeschlagen. Wir versuchten zunächst, die Keyboards durch den Organisten von Boorturm zu besetzen, das ist die Band, in der ich vorher spielte, aber auch das funktionierte nicht so gut."

Schließlich hatten sich die Vier gesucht und gefunden und planten einen bedeutenden musikalischen Schritt. Man traf sich fast jeden Abend im Übungsraum, um das Material für Dawn zu erarbeiten. Aus der Not heraus, bot sich Detlev Schmidtchen schließlich an, den Part des Keyboarders zu übernehmen, was er aber hervorragend meisterte. Man kann sagen, dass er mit der Zeit einen ganz eigenen Stil hatte, Melodien zu kreieren und zu spielen. Da die anderen Musiker auch ein ganz individuelles Profil besaßen, entstand eine Musik, die einzigartig war. Frank war mit der Ausführung von Power And The Passion nicht ganz zufrieden gewesen, und auch das Thema war für ihn noch nicht abgeschlossen. Darum beschloss die Band, einen zweiten Teil zu machen, der in der Aufmachung sehr ähnlich zu Power And The Passion war. Beide Cover waren nicht gezeichnet sondern von sehr schönem Fotomaterial geprägt. Außerdem tauchte erstmals der berühmte Eloy-Schriftzug auf.

Jürgen Rosenthal hatte sich bereit erklärt, die Texte zu schreiben, und so entstand eine völlig andere Sicht der Dinge. Das Thema wurde diesmal eher aus philosophischer Sicht betrachtet, was aber bei den Anhängern der Band ein breites Echo fand. Schließlich wurde das Album in sechs Wochen im Soundstudio N eingespielt.

Frank Bornemann:

"Wir konnten bei der Produktion von Dawn sehr viel professioneller arbeiten, zielgerichteter, konzentrierter und vor allem unbelastet von irgendwelchen Querelen. Ich hatte diesmal keine Probleme, die Produktion zu lenken. Hinzu kommt, dass dieses Album ganz ohne Leistungsdruck entstanden ist, außer vielleicht dem, dass wir die frühere Formation übertreffen wollten. Wir wollten allen zeigen: Eloy gibt's wieder und zwar besser, als denn je zuvor! Der Titel Dawn hatte einerseits die Bedeutung als Nachfolgealbum zu Power And The Passion, zum anderen dokumentierte er den Neuanfang der Band. Dawn heißt ja Sonnenaufgang und für mich war es wirklich wie ein Sonnenaufgang nach einer doch sehr schweren Zeit!"

Dawn ist ein besonderer Meilenstein in der Diskografie von Eloy. Es ist ein sehr komplexes, besonders sensibles und klassisch geprägtes Album geworden. Viele Kenner von Eloy behaupten, es sei das allerbeste Album überhaupt. Interessant sind vor allen Dingen auch die Streichereinsätze auf dieser Platte. Die Arrangements sind hervorragend, und da stecken unglaublich schöne Melodien drin. Wer Musik dieser Art als Teutonen-Bombast-Rock oder ähnlichen Bezeichnungen betitelt, hat von Tuten und Blasen wirklich keine Ahnung. Was auf Dawn zu hören ist, ist sicherlich internationaler Standard der seinesgleichen sucht.

Frank Bornemann zu den Streicher-Aufnahmen:
Wir wären alle überfordert gewesen, für ein ganzes Orchester die Noten zu Papier zu bringen. In Köln gab es jemanden, der das für uns gemacht hat, Wolfgang Maus, ein Freund von Georgi Nedeltschev. Ich habe ihm beschrieben, was ich mir so vorstellte, etwas hier vorgepfiffen, etwas dort vorgesungen, also auf relativ primitive Art. Aber er wusste, um was es ging. Wie es dann endgültig klang, haben wir erst gehört, als die Streicher im Studio standen und das spielen mussten. Eine andere Innovation auf dem Album war das letzte Stück, The Dawn. Das war eine Improvisation., also ein Song, den es ursprünglich noch gar nicht gab und der auch nicht für die Platte vorgesehen war. So gesehen besteht das ganze Outro aus einer Improvisation, die in der letzten Nacht im Studio entstanden ist. Wobei sich Jürgen Rosenthal sehr stark hat einbringen können. Er hatte sowieso eine Vorliebe für die unterschiedlichsten Percussion-Instrumente, wie z. B. Glöckchen und Klingelchen. Im Endeffekt stellten wir fest, dass es Akzente waren, die der Musik Farbe gaben. Ich fand wirklich gut, was er gemacht hat."

Gleich nachdem Dawn auf den Markt kam, brach das Eloy-Fieber in Deutschland aus. Die Verkaufszahlen schnellten in die Höhe und Eloy betrat mit der neuen Formation erstmals die Bühne. Im Herbst gab es eine Tour, die so erfolgreich verlief, dass gleich darauf im Frühjahr eine zweite gemacht wurde. Die Band spielte stets vor ausverkauften Häusern und der Jubel wollte kein Ende nehmen. Frank Bornemann, der zu diesem Zeitpunkt die letzte Identifikationsfigur für die Fans bedeutete, war gerührt über die treue Anhängerschaft.

Nun gab es auch wieder einen neuen Manager, Bernd Gukelberger. Dieser leistete hervorragende Arbeit und auch die Plattenfirma strebte an, Eloy noch weiter noch vorne zu bringen. Es gab erste Fernsehauftritte der Band und selbst die Kritiker reagierten noch gelassen. Dann jedoch wagte sich das Segelschiff in so weit entlegene Gewässer vor, dass der Ozean schier kochte, eine einzige, tosende See! Das nächste Album wurde zum absoluten Höhepunkt der Karriere der Hannoveraner: Ocean! Gleichzeitig wurde die Band aber leider auch von den Printmedien zerrissen. Es gibt in Deutschland keine zweite Band, die größere Kontroversen ausgelöst hat als Eloy!


Frank Bornemann zu der Entstehung von Ocean:
"Die beiden Dawn-Tourneen haben Eloy sehr weit nach vorne gebracht. Danach war klar, dass wir wiederum etwas ganz Besonderes machen mussten. Auf der einen Seite war da ein sehr hoher Erwartungsdruck, andererseits natürlich auch sehr viel Motivation. Wir waren auf einmal mit der Wahrscheinlichkeit konfrontiert, die erfolgreichste deutsche Band zu sein. Das war eine völlig neue Ausgangssituation. Zunächst mussten wir einen neuen Übungsraum suchen und das Kuriose war: Wir landeten in einem Bunker! Dort herrschte eine Atmosphäre, die wir alle nicht sonderlich geschätzt haben: Düster, dicke Wände und muffige Luft. Aber es gab keine Alternative. Nachdem wir durch geschickte Beleuchtung den Raum etwas freundlicher gestaltet hatten, fingen wir an, unsere ersten musikalischen Impressionen auszuleben. Die Musik, die dabei entstand, unterschied sich von Dawn insofern, dass sie rhythmisch ziemlich heavy - und insgesamt kräftiger wurde. Detlev Schmidtchen, der bei Dawn noch Debütant an den Keyboards war, hatte den Ehrgeiz, auf dem neuen Album stärkere Akzente zu setzen und mehr Profil zu zeigen. Aber eigentlich ging es uns allen so: Wir wollten noch einen drauflegen!"

Jürgen Rosenthal, der ja auch schon bei Dawn getextet hatte, zeichnete sich für das gesamte Ocean-Konzept verantwortlich. Niemand wusste so recht, was er im stillen Kämmerlein ausbrütete. Auch die musikalischen Vorbereitungen waren nicht immer einfach. Durch den enormen Erfolg hatte Frank viele Business-Verpflichtungen zu erfüllen. Doch der Studiotermin bei Georgi Nedeltschev rückte immer näher... Schließlich ging das Quartett ins Studio, ohne die Vorbereitungen ganz abgeschlossen zu haben.

Jürgen Rosenthal erzählt:

"Während bei den Aufnahmen von Dawn die Texte zum größten Teil fertig waren, gingen wir bei Ocean ganz ohne Texte ins Studio. Für mich war das der doppelte Mörderstress. Erstens musste das Schlagzeug auf dem Band sein, bevor die anderen mit dem Synchronisieren beginnen konnten, und außerdem musste ich nachts zusehen, wie ich das Konzept auf die Reihe kriegte!

Es ging mir in erster Linie darum, einen Vergleich zwischen Atlantis und der heutigen Zeit zu ziehen. Über eine versunkene Hochzivilisation, die vor langer Zeit auf diesem Planeten existiert hat, das ist meine Überzeugung, und dazu den Vergleich zu ziehen, was wir für Wissen halten. Ich bin davon überzeugt, dass Außerirdische bei uns auf der Erde sind. Viele Menschen meinen, dass sie mit Ufos umherschwirren und schauen immer in den Himmel. Ich persönlich denke eher an die riesigen Ozeane! Es gibt so vieles Unerklärliche und Unentdeckte. Deshalb übt dieses Thema von jeher eine große Faszination auf mich aus. Von Atlantis hörte ich zum ersten Mal mit zwölf Jahren in der Schule. Seither hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Ich habe mittlerweile Hunderte von Büchern darüber gelesen. Mit Ocean wollte ich auch ausdrücken, dass alles Leben aus dem Wasser kommt. Es gibt Tiere wie die Wale, die vom Wasser an Land gegangen sind und vom Land wieder ins Wasser. Alles Leben kommt aus dem Ozean. Atlantis ist im Ozean verschwunden... Das war so mein grober Rahmen. Wie eine kleine Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Oder ein Fingerzeig auch, den ich später auf Silent Cries And Mighty Echoes mit Apocalypse fortführte."


Im Studio entstand ein enormer Zeitdruck. Kaum war die Tinte der von Jürgen geschriebenen Texte getrocknet, da musste Frank auch schon singen! Da Jürgen teilweise gewaltige Wortschöpfungen kreiert hatte, war es für Frank Bornemann nicht ganz einfach, diese Texte gesanglich umzusetzen. Dennoch schuf die Band in Köln wiederum ein einzigartiges Werk, das sich von allem bisher gemachten deutlich unterschied. Besonders erwähnenswert ist meiner Ansicht nach auch die brillante Tontechnik. Saß doch hinter den Reglern des Mischpultes kein Geringerer als Georgi Nedeltschev selbst. Er wurde in Insiderkreisen oft als 5. Bandmitglied bezeichnet. Georgi erinnert sich heute, gut 20 Jahre nach den Aufnahmen, noch sehr gut an die Produktion in seinem Studio:
"Wenn man eine Musik wirklich empfindet, hat man auch die theoretischen Mittel zur Umsetzung. Aber ich hatte auch immer Visionen bei der Musik von Eloy. Und wenn diese Visionen irgendwie akustisch in deiner Musikbox umherschwirren und du selber noch nicht so genau weißt, wie das umzusetzen ist, dann bedarf es einer Anregung von außen. Franks Stimme hat mich immer angeregt und die Eloy-Musik insgesamt. Und plötzlich wird in deiner Musikbox ein Fenster geöffnet und unglaubliche Energien fließen herein. So entstehen dann vorher ungeahnte Lösungen...

Ich werde das nie vergessen: Wir waren beim Abmischen und ich war tot, hundemüde und hatte keine Ideen mehr. Ich sagte: Du Frank, ich kann nicht mehr. Ich gehe jetzt nach Hause und leg mich ein paar Stunden schlafen. Danach versuche ich die Mischung zu machen. Nach fünf bis sechs Stunden Schlaf kam ich zurück ins Studio, setzte mich ans Mischpult und fing wieder an zu arbeiten. Normalerweise dauert so ein Mix mehrere Tage, es sind unglaublich viele Regler zu schieben. Damals gab es ja noch keine Automatik und keine Computer in der Studiotechnik. Alles musste von Hand gemacht werden... Ich habe nur die Musik empfunden, meine Hände arbeiteten wie von Geisterhand gesteuert, und in unglaublich kurzer Zeit war die ganze Mischung ohne Schnitt fertiggestellt! Frank und ich standen hinterher da und trauten unseren Ohren und Augen nicht. Ich hatte bei seinen Gitarren einen Raumeffekt gemacht, der unglaublich satt und geil klang. Frank schaute mich nur an und fragte: Georgi, wie hast du das gemacht? Meine direkte und ehrliche Antwort war: Frank, ich weiß es selber nicht, ich muss noch mal auf die Regler und Knöpfe schauen und mir alles selbst wieder vergegenwärtigen."

Als Ocean dann im Spätherbst 1977 mit diesem überwältigenden Cover von Wojtek Siudmak auf den Markt kam, da explodierten gleich mehrere Bomben! Die eine war, dass der Verkaufserfolg überwältigend war und alle anderen Alben deutlich in den Schatten stellte. Selbst Dawn, die sich ja wirklich hervorragend verkauft hatte, wurde um mehr als das Doppelte überflügelt. Das bedeutete, dass die LP monatelang ganz oben in den Charts vertreten war und vor internationalen Top-Acts, wie Genesis, Queen und Pink Floyd rangierte. - Eine Sensation für eine deutsche Band. Und jetzt kommt das Kuriose an der Geschichte. Justament zu dem Zeitpunkt, als Eloy diesen Riesen-Erfolg hatte, setzte diese unbändige Hetzpropaganda der schreibenden Journaille ein, die niemand so recht verstand. Das konnte qualitativ noch so hochwertig - und mit einer Spitzen-Tontechnik produziert sein... Egal. Keine Chance! Woher kommt so viel unbegründeter Hass? Das Tragische daran ist auch, dass die Musiker teilweise persönlich angegriffen wurden, von Leuten, denen die Band niemals zuvor begegnet war. Persönliche Verunglimpfungen zu zelebrieren, obwohl man einen Menschen noch nicht einmal kennengelernt hat? "Journalismus" dieser Art ist mehr als zweifelhaft. Wie hat damals Jürgen Rosenthal diese negativen Resonanzen verkraftet?

"Nach der Veröffentlichung von Ocean, schmetterten uns die Journalisten gnadenlos in die Tonne. Die meisten davon waren Akademiker, die mir glatt ins Gesicht sagten, ich schreibe Courths-Maler-Texte. Und noch so eine schöne Geschichte: Wir waren für eine Rockpalast-Sendung vorgesehen, damals noch eine richtig spektakuläre Sendung. Peter Rüchel, der Redakteur vom WDR, hat wörtlich gesagt: "So lange der Rosenthal so bescheuerte Texte schreibt, kommt mir die Band nicht in die Sendung!" Solche Sachen liefen damals. Ich habe das nur schwer verkraftet. Einerseits die euphorischen Reaktionen des Publikums und auf der anderen Seite diese gnadenlosen Verrisse und Zensuren. Das ist mir ganz schön nahegegangen."

Auch Frank Bornemann hat sich damals zu diesem Thema seine Gedanken gemacht:

"Wer über die Jahre hinweg verfolgt hat, wie Eloy von den Kritikern behandelt wurde, der muss einfach zu dem Schluss kommen, dass da offensichtlich eine Absicht hinter steckt. Es muss immer richtig link und übel klingen, das ist das Wichtigste! Was ich schlimm daran finde, ist einerseits die persönliche Verunglimpfung, und andererseits die Tatsache, dass keinerlei konstruktive Kritik stattfindet. Dabei produzieren sich dann einige dieser Schreiberlinge mit einer Überheblichkeit, die ich buchstäblich zum Kotzen finde, und verteilen mit selbsterteilter Qualifikation und Kompetenz Benotungen für die Musiker. In ihrer bornierten Selbstüberschätzung unterlaufen ihnen dann vor Übereifer diverse Peinlichkeiten. So hat z. B. einer von diesen schreibenden Amokläufern unseren Prolog vom Sun Song aus Eloy Live als bierernste Verse bezeichnet, in Unkenntnis darüber, dass diese Verse von keinem Geringeren als Arthur Rimbaud stammen. Wenn es um Eloy geht, treten alle Regeln des Fairplay außer Kraft. Auch mit der Wahrheit wird sehr großzügig umgegangen. So wurde ich oft als der große Absahner hingestellt, der seine Mitmusiker als Angestellte mit einem geringen Honorar abspeist! In Wirklichkeit ist Eloy eine der ganz wenigen Bands, bei der jeder Pfennig exakt aufgeteilt wird. Ich glaube, es gibt unter den Musik-Journalisten eine Clique von Leuten, die mich nicht ausstehen können. Die uns den Erfolg nicht gegönnt haben. Oder die nie mit dem Erfolg von Eloy gerechnet haben und jetzt, wo er doch eingetreten ist, aggressiv reagieren. Wenn man unsere Musik nicht mal als Teil der Musikszene akzeptieren kann, mögen ist etwas anderes, dann ist man nicht mehr rational. Ich werde von Leuten persönlich angegriffen, die mich persönlich überhaupt nicht kennen, die auch nichts über meinen persönlichen Background wissen."

Zwei Beispiele möchte ich kurz einfließen lassen, um zu demonstrieren, wie so etwas klingt. Zunächst ein Auszug aus einer Plattenkritik zu Silent Cries And Mighty Echoes:

"Ein brisantes, ein schiere Wut provozierendes Werk. So recht geeignet, um den Markt zu testen, quasi als Probe darauf, wie viel Käufer wohl bereit sind, mehr als 10 gute deutsche Märker herauszutun für prätentiösen Bockmist. Diese Sorte teutonischen Klangbrei, mit Schwachsinn-Englisch angereichert, würde in Wien wohl mit dem Prädikat Schaas mit Quastl versehen, hier eine eher zurückhaltende Formulierung. Die Instrumentalpassagen wabern wie missglückte Soundtracks von Richard Wagner zu irgendwelchen Star-War Crash-Bumm-Streifen..." (Peter Kreglinger, Audio,1979)

"Der Meeresgott ist dürr, er hat ein Käppi auf, und trägt uns seine Botschaften mit einer dünnen Stimme vor, die sich manchmal überschlägt. Er hat sich eine Gitarre umgehängt und tut so, als habe er uns Wichtiges zu übermitteln. Allein der Sinn seines lyrischen Wortschwalls, er bleibt verschwommen, geht in den Nebeln wabernder Klangfluten unter. Vom Ozean hat er's, immerhin so viel ist zu erahnen, von den wieder-kehrenden Gezeiten. In Tiefen zu schürfen, das macht er schon seit 25 Jahren. Doch stets ist er im Flachen gestrandet mitsamt seinen Getreuen. Der Meeresgott heißt Frank Bornemann, und er steht Eloy vor, einer Kapelle aus vergangen geglaubten Zeiten. Kosmischen Kurieren gleich raunten sie uns damals ihre Botschaften aus Wolkenkuckucksheim, auf teutonisch sinfonischen Klangwogen, verblasen, schwerfällig, verquast zu..."(Ulrich Bauer, Stuttgarter Zeitung 1994)

Soweit die Wortkreationen dieser beiden Herren. In dieser Form geht das noch eine ganze Weile weiter. Doch wie sehen eigentlich die Eloy-Fans ihre Band? Monika Hess aus der Schweiz schreibt:

"Was versetzt Eloy in die absolute und unumstrittene Spitzenposition meiner Lieblingsbands? Was macht gerade Eloy so einzigartig, so besonders? Alles Geschmackssache, ganz klar. Bei mir jedenfalls ist es so, dass mir von keiner anderen Band insbesondere von denen, die mehr als zehn Alben gemacht haben, durchgehend alles gefällt. Magiepunkt Nr. 1 für Eloy: Die einzige Band, bei der dies der Fall ist. Klar, einige Songs mag ich mehr, andere weniger. Aber jede Platte kann ich mit Begeisterung von Anfang bis Ende durchhören, ohne dass hier und da ein Song übersprungen wird, wie das sonst durchaus üblich ist. Magiepunkt Nr. 2: Die Texte! Leider muss ich immer wieder feststellen, dass die meisten Leute auf Texte keinen allzu großen Wert legen. Was mich allerdings nicht wundert, denn bei den die Musikwelt dominierenden, immergleichen "silly love songs" lohnt sich das schon gar nicht. Da geht es ja stets um ein und dasselbe.

Aussagekräftige und poetische Texte sind zwar für mich nicht Bedingung, damit mir eine Musik gefällt, können diese aber durchaus aufwerten! Um so besser, wenn gleich beides stimmt, wie bei Eloy! Dabei gibt es kaum eine andere Band, deren Message ich als so wichtig erachte, die sich so klar und deutlich wie ein roter Faden durch alle Werke hinwegzieht, wie bei Eloy. In den Texten von Eloy fand ich endlich die Message, nach der ich so lange gesucht hatte. Auf jedem Album, in jedem Song sogar (nun ja, abgesehen vielleicht von ein paar kaum nennenswerten Ausnahmen). Und das in die aufregendste Musik verpackt, die ich mir überhaupt vorstellen konnte. Message, das heißt für mich; Anstöße und Anregungen zu einer umfassenderen, bewussteren Denk- und Lebensweise. Message, das sind auch Antworten, welche sich durch deren Hinterfragung und Auseinandersetzung in wertvolle Erkenntnisse, Einsichten und ausschließlich positive Erfahrungen verwandeln können. Message, das bezieht auch den gesellschaftskritischen Aspekt mit ein, der gerade in den Texten von Eloy eine bedeutende Rolle spielt. Das sind auch hier wieder Anstöße und Anregungen, das Bestehende zu hinterfragen und sich kritisch damit auseinander zusetzen. Gerade in einer Welt, wo Kälte, Hektik und Oberflächlichkeit vorherrschend sind; in einer Gesellschaft, die materielle Errungenschaften als oberstes Ziel und gleichzeitig als Wertmaßstab setzt; unter Menschen, wo Verachtung, Neid und Missgunst gesät wird, wo ständig vor-,ge- und verurteilt wird, erscheint es mir als unheimlich wichtig, all dies zu erkennen und einen anderen Weg zu wählen. Dritter Magiepunkt: Eloy ist etwas ganz Besonderes, hat etwas Besonderes etwas Magisches eben. Ist es die geradezu perfekte Kombination von Musik, Text und Stimme? Ist es, weil Eloy ungeachtet der textlichen Aussage einfach eine unbeschreibliche Wärme, Kraft und Energie verströmt? Weil die Musik so lebendig ist? So ehrlich, so voller Gefühl, Herz und Verstand? Das alles sei dahingestellt. Hier stoße ich wiederum an die Grenzen der Sprache, und ich habe auch nicht vor, dieser einzigartigen Magie durch meine Worte einen Maulkorb zu verpassen. Würde sie sich mit Definitionen einfangen lassen so wäre sie gar keine solche! Diese Magie lässt sich nur selber spüren und erfahren. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich. Und ich bin sicher, mich jetzt mit schönen Worten abzumühen ist hier an dieser Stelle auch überflüssig, denn jeder, der Eloy kennt und mag, weiß ganz genau, wovon ich spreche..."

Nach dem unglaublichen Ocean-Erfolg gab es einen Fernsehauftritt in der ZDF-Sendung Rock-Pop. Die umfangreiche Deutschland-Tour stand an. Es wurden wesentlich größere Hallen gebucht, als das bei den beiden Dawn-Touren der Fall gewesen war. Wie sich jedoch bald herausstellen sollte, waren selbst die größten dieser gebuchten Hallen viel zu klein, um die vielen Besucher aufnehmen zu können. Eloy hatten sich für diese Konzerte etwas ganz besonderes ausgedacht. Frank Bornemann:

"Wir setzten einen Vierfarb-Laser ein, der uns auf der Tour mächtig Probleme bereitete. Damals steckte die Laser-Technik noch in den Kinderschuhen, und dieses Ding kam, soweit ich mich erinnere, aus England. Er verbrauchte 25 Liter Wasser pro Minute! So musste jedes Mal ein Schlauch durch die halbe Halle gelegt werden, damit dieser komische Laser lief. Und vor allem: Er war sehr gefährlich. Ein direkter Strahl von diesem Laser, und Du hättest ein Loch im Kopf gehabt. Also war jeden Abend der TÜV da! Auch unsere Pyrotechnik war bei keinem Hallendirektor sonderlich beliebt. Magnesiumbomben und dergleichen waren eben alles andere als willkommen. Der Tourmanager hatte jeden Abend sein gutes Tun, um durchzusetzen, dass das Konzert überhaupt stattfinden konnte. Aber der Effekt mit diesem Gerät war natürlich immens."

Dergleichen hatte es bis dato bei keiner deutschen Band gegeben. Für die Tour waren Hallen gebucht worden, die 2000 bis 3000 Leute fassen konnten. Doch plötzlich standen 5000 Fans vor den Hallen, von denen dann die Hälfte wieder nach Hause geschickt werden musste. Die ganze Tour war ein einziger Triumphzug für Eloy. Um ein Live-Album zu realisieren, wurden alle Konzerte mit einer aus den EMI-Studios mitgeführten 24-Spur-Maschine aufgenommen. Ein fataler Fehler, wie sich herausstellen sollte. Frank Bornemann zu den Aufnahmen:

"Ein Tonassistent wurde mit den Aufnahmen betreut, der damit offensichtlich überfordert war. Er vergaß allabendlich, zusätzliche Mikrofone Richtung Publikum zu positionieren. Abgesehen davon, dass eine saubere Aussteuerung der Instrumente mit dem Frontmixer nur erschwert möglich und eine Kontrolle der Instrumentenlevel aufnahmeseitig völlig unmöglich war, gipfelte die Katastrophe schließlich darin, dass bei jedem heftigen Einsatz der Traversenscheinwerfer ein gewaltiges Brummen und Knistern in die Audioleitungen eingestreut wurde. 80 Prozent der Mitschnitte waren somit unbrauchbar geworden. Am Ende standen wir mit musikalischen Flicken und Fetzen der verschiedenen Konzerte da. Wir waren drauf und dran, die Veröffentlichung des Live-Albums zu verwerfen. Dann aber, und das wussten wir genau, würde die gesamte Musikjournaille erneut über uns herfallen. Wir führten wegen des Live-Albums eine Menge Diskussionen. Schließlich einigten wir uns auf diesen Kompromiss, mit dem wir allerdings nicht besonders glücklich waren."

Trotz der Einschränkungen wurde das Live Doppel-Album ein riesiger Verkaufserfolg. Die Band war 1978 auf dem Zenit ihrer Karriere!.

Allerdings zeigten sich zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Risse der doch stark belasteten Gemeinschaft innerhalb der Band. Jeder war mit der Situation unzufrieden und jeder Einzelne hatte für sich auch andere Ursachen und Gründe verantwortlich gemacht, weshalb bei Eloy nachhaltig der Wurm drin war...

Die nächste große Reise des Segelschiffes stand bald an. Die Küste der Normandie war diesmal das Ziel. Um die Schwingungen innerhalb der Mannschaft wieder positiver zu tunen, hatte Eloy dort ein Haus gemietet. Die Vorbereitungen für den nächsten Meilenstein in der Geschichte der Band begannen: Silent Cries And Mighty Echoes!

Die Musiker richteten sich im zentralen Wohnraum des Hauses einen Proberaum ein. Das malerische Ambiente und die räumliche Nähe zueinander sollte die Band wieder harmonisieren und die Inspiration eines Jeden beflügeln. Tat-sachlich entstand nach und nach sehr gutes Material, welches die Grundlage für die baldigen Aufnahmen im Sound N Studio sein sollte.

Leider gab es in Frankreich weitere Spannungen zwischen den Bandmitgliedern. Insbesondere zwischen Frank Bornemann und Jürgen Rosenthal krachte es heftig. Es ging bei den Auseinandersetzungen meist um textliche Inhalte. Jürgen schuf weiterhin düstere Szenarien, während Frank Bornemann in eine andere Richtung wollte. Dieser inhaltliche Unterschied wird auf Silent Cries And Mighty Echoes besonders deutlich. The Apocalypse beschreibt Weltuntergangsstimmung, während ein Titel wie Pilot To Paradise vom Licht am Ende des Tunnels und dem goldenen Schlüssel, den wir alle in uns tragen, erzählt...

Nach der Rückreise aus Frankreich raufte man sich allerdings erneut zusammen, um die Aufnahmen für die neue Platte zu realisieren. Es entstand ein sehr beeindruckendes Album, welches sich auch wiederum deutlich von den vorangegangenen Produktionen unterschied. Besonders auffallend ist die neu entwickelte Spielfreude von Detlev Schmidtchen. Er konnte sich als Keyboarder bei diesem Album endgültig profilieren. Aber noch etwas anderes ist auf dem Album, was nie zuvor bei einem Eloy-Album in der Form auftrat. Frank Bornemann:

"Die Idee zu dieser Sonderperformance einer weiblichen Stimme hatte ich, und auch die Melodie hatte ich ganz konkret im Kopf. Da ich das Notenschreiben damals aber nur sehr unvollkommen beherrschte, half uns erneut Wolfgang Maus, der schon bei Dawn als Conductor des Streichorchesters mit uns zusammengearbeitet hatte. Ich krächzte ihm mit meinen für einen solchen Part stimmlich begrenzten Möglichkeiten die Melodie auf einen Kassettenrekorder. Der im Noten-schreiben routinierte Wolfgang brachte das Ganze dann auf Papier, so dass die ebenfalls notenfeste Sängerin Brigitte Witt den kompletten Part später vom Blatt singen konnte. Für mich ist ihre Performance ein Highlight in der gesamten Eloy-Discografie geworden und hat dem Album eine besondere Note gegeben.

Insgesamt hat sich die Arbeit an der Produktion länger hingezogen als ursprünglich geplant, so dass wir aus terminlichen Gründen den finalen Mix nicht mehr in Georgis Studio machen konnten. Stattdessen wichen wir in das neu eingerichtete EMI-Studio 2 in Köln aus und baten Wolfgang Thierbach, den finalen Mix zu gestalten. Das Pult dort klang natürlich etwas anders als bei Georgi, und Wolfgang hatte sicherlich auch eine etwas andere Handschrift, aber er konnte sich dennoch gut in die Musik von Eloy einfühlen, die ihm sicherlich auch durch die Zusammenarbeit an Floating und Power And The Passion nicht fremd war."

Im Januar 1979 kam das Album mit einem wunderschön gestalteten Cover auf den Markt und stürmte in Windeseile die Charts. Parallel dazu bereitete sich die Band auf die große Tour vor, die ab März stattfinden sollte. Die Konzert-Veranstalter Lippmann und Rau waren durch die spektakuläre Ocean-Tour auf Eloy aufmerksam geworden und waren nun die offiziellen Konzertveranstalter. Eloy spielte in diesem Jahr in den größten Hallen Deutschlands. Allerdings war die Band nicht besonders glücklich darüber, in den riesigen, oft nüchternen Konzertarenen auftreten zu müssen. Eloy legte immer Wert darauf, keine zu große Distanz zum Publikum aufzubauen.

Bei der Silent Cries-Tour gab es zwar keine Lasershow, dennoch hatte die Band eine sehr beeindruckende Ton- und Lichtanlage aus England angemietet. Der Lichtdesigner hieß John Smeeton und war zuvor schon für Elton John und Queen tätig gewesen. Der Höhepunkt der Show bestand sicherlich darin, dass am Schluss des Konzertes ein riesiges Auge aus der Traverse heruntergelassen wurde. Die Iris dieses Monsterauges bestand aus einem Airport-Landing-Spot, welcher mit seiner gesamten Leuchtkraft in das Publikum strahlte. Ein Konzert dieser Tour sollte als besonderes Ereignis in die deutsche Rockgeschichte eingehen, nämlich das Doppelkonzert mit den Scorpions in der Kölner Sporthalle. Frank Bornemann:

"Mitten auf unserer Tour betrat Fritz Rau die Garderobe und fragte uns, ob wir ihm in einer Sache aus der Patsche helfen könnten. Die Scorpions hätten in diesen Tagen im Kölner Satory-Saal ein Konzert spielen sollen, welches aber nicht stattfand, weil zuvor Michael Schenker die Band verlassen hatte. Der eiligst wieder zurückgeholte Matthias Jabs war zwar relativ kurzfristig wieder in der Lage, die Lücke zu füllen, doch musste für Frankreich und Deutschland ein komplett neues Tour-Timing gemacht werden. In Ermangelung eines freien Termins im Satory-Saal, hatte Fritz Rau dann die Idee, ein Doppelkonzert von den Scorpions und Eloy in der Kölner Sporthalle zu veranstalten. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt ca. 3700 Karten verkauft. Da die Sporthalle aber gut 6000 Plätze bereitstellte und nicht zu erwarten war, dass wir diese riesige Halle ganz ausverkaufen konnten, ergab sich die Möglichkeit, die Zusatzkapazität den ca. 2000 zu erwartenden Scorpions-Fans zur Verfügung zu stellen.

Wir hatten kein Problem mit dem Doppelbilling, zumal wir mit den Scorpions gut befreundet waren. Um das Problem mangelnder Bühnenfläche zu lösen, baute man kurzerhand zwei gegenüberliegende Bühnen in der Halle auf, und so konnten beide Bands nacheinander ohne lästige Umbau-Pause ihr Programm spielen. Kurioserweise verließ ein Großteil unserer Fans während des Scorpions-Konzertes die Halle und umgekehrt gingen auch diverse Scorpions-Fans, während Eloy spielte. Dennoch war es ein gelungener Abend, bei dem das Publikum Hard- und Artrock in einem Programm erleben konnte. Es entstanden übrigens auch Fernweh-Aufzeichnungen für die Nachrichtensendung Hier und Heute, wo kurze Ausschnitte von beiden Konzerten gezeigt wurden."

Trotz des enormen Erfolges gab es zunehmend Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Band. Das Schiff Eloy war auf Grund gelaufen und Frank Bornemann suchte hände-ringend nach einer Möglichkeit, diesen Zustand zu beenden. Dabei kam ihm die Idee, ein eigenes Studio in Hannover aufzubauen. Damit hätte die Band zusätzliche Unabhängigkeit von der Tonträgerindustrie erreicht und gleichzeitig auch ein Stück Zukunftssicherung für sich selber geschaffen.

Zunächst wurde diese Idee von allen begeistert aufgenommen. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass Detlev Schmidtchen und Jürgen Rosenthal nicht in dem Maße hinter dem Projekt standen wie Frank Bornemann und Klaus-Peter Matziol. Frank opferte viel Zeit für die Umsetzung des eigenen Tonstudios, was Jürgen und Detlev sehr missfiel. Die beiden bastelten zwischen den Eloy-Proben bereits an eigenem Material, woraus später Ego on the Rocks werden sollte, was wiederum Frank sehr störte. Dennoch wurde das Horus-Sound-Studio im September 1979 fertig-gestellt und ist heute eines der angesehensten Studios in Deutschland.

Einmal noch kam diese Eloy-Formation für Studio-Aufnehmen zusammen. 1979 war das Jahr des Kindes, und als die erfolgreichste deutsche Band war Eloy gefragt, eine Single zum Thema veröffentlichen. Es entstanden die Songs Child Migration und Let The Sun Rise In Your Brain. Ersterer wurde mit einem Chorpart, eingesungen vom Tölzer Knabenchor und arrangiert von Eberhard Schoener, realisiert. Der andere Titel ist ein sehr Eloy-typisches Stück, das ein wunderschönes Querflöten-Solo enthält. Die Aufnahmen wurden mit dieser Besetzung nicht abgeschlossen. Manfred Wieczorke kehrte für ein paar kurze Sessions zurück und ergänzte die Aufnahmen mit seinen Keyboards.

Die Abmischung wurde letztlich nicht fertiggestellt und die Single kam auch nie auf den Markt. Erst viele Jahre später waren die Aufnahmen auf den Rarities zu hören, einer EMI-Compilation, welche sämtliche Singles, Maxi-Singles und eben diese beiden unveröffentlichten Stücke enthält.

Mit Hannes Arkona, einem zweiten Gitarristen, kam im Herbst 1979 noch ein letztes Mal frischer Wind in die Band. Aber anstatt in eine intakte Band zu kommen, erlebte er sehr schnell das Ende dieses Line-Ups. Es standen noch ein paar Konzerte in Frankreich an, bei denen Hannes dann schon mitmachte. Wenige Tage nach den Auftritten in Frankreich erklärten Detlev Schmidtchen und Jürgen Rosenthal ihren Ausstieg bei Eloy, und mit der Begründung, keine Unternehmer werden zu wollen, stiegen sie auch gleichzeitig aus dem soeben fertiggestellten Studioprojekt aus.

Für Frank Bornemann war es in dieser Situation ganz besonders wichtig, dass Klaus-Peter Matziol in der Band verblieb und die Arbeit mit ihm fortsetzen wollte. So waren immerhin noch 50 Prozent der Erfolgsformation am Start. Auch Hannes Arkona zeigte starkes Interesse weiterzumachen, und so mussten nur noch die verbliebenen Lücken an den Drums und den Keyboards mit neuen, ambitionierten Musikern geschlossen werden.

Nach zahlreichen Sessions mit den unterschiedlichsten Interessenten, unter anderem auch Matthias Ulmer von Anyones Daughter, der heute bei Heinz Rudolf Kunze spielt, entschied man sich für den Drummer Jim Mc Gillivray und den Pianisten Hannes Folberth. Beide unterschieden sich drastisch von ihren Vorgängern. Jim erwies sich als eine beständige, technisch versierte Groove-Maschine, im Gegensatz zu Jürgen Rosenthal, dessen Schlagzeugspiel eher von vielen Rolls mit rhythmischen Facetten und wertvollen Percussion-Einsätzen geprägt war. Hannes wiederum entpuppte sich als ein großer Tasten-Virtuose, der sich sehr gut in die Musik einfühlen konnte. Ihm fehlten zunächst die atmosphärischen Keyboard-Flächen, die Detlev Schmidtchen so meisterhaft beherrschte. In dieser neuen Besetzung galt es nun, in Windeseile neues Material zu erarbeiteten, um aller Welt mit einem neuen Album zu beweisen: Eloy gibt's wieder!

Frank Bornemann:

"Die Unruhen in der Band und der plötzliche Austritt von Detlev und Jürgen haben bei den Fans, der Plattenfirma und in den Medien für viel Irritation gesorgt und Stoff für Spekulationen gegeben. Es wurde daher allerhöchste Zeit, mit einer wieder kompletten und vor allen Dingen überzeugenden Formation die Wogen zu glätten und möglicherweise enttäuschte Fans zu versöhnen. Keine leichte Sache, wenn man bedenkt, dass sich die Band gerade mal im Frühjahr 1980 formiert hatte und bereits für September die nächste Albumveröffentlichung mit anschließender Tour anstand. Für ein spektakuläres Konzeptwerk in Eloy-Tradition war daher keine Zeit mehr, obwohl ich persönlich am liebsten ein solches gemacht hätte. Die kreative Motivation aller Musiker war jedoch enorm groß, so dass die Songs für das Album zügig entstanden. Die Band brannte förmlich vor Ehrgeiz, und jeder engagierte sich mit überdurchschnittlichem Enthusiasmus dafür, dass Eloy wieder richtig ins Rollen kam. Aufgrund des enormen Zeitdrucks erwies es sich als äußerst hilfreich, mit Jim Mc Gillivray einen Briten in der Band zu haben, dem schwerpunktmäßig die Textarbeit übertragen werden konnte. Ähnlich seinem Vorgänger Jürgen Rosenthal, verspürte Jim dazu starke Neigungen. Phonetisch waren seine Wortkreationen weitaus melodiöser umsetzbar als die oft literarisch geprägten, musikalisch aber eher sperrigen Texte von Jürgen. Auch inhaltlich konnte ich mich entspannter einbringen, als es mit Jürgen möglich gewesen wäre. Die Texte von Colours habe ich zwar als Kompromiss angesehen, aber als Übergangslösung waren sie durchaus geeignet."


Das Material für das Album Colours entstand in nur wenigen Wochen. Die Arbeit daran kann als ausgesprochenes Gemeinschaftswerk bezeichnet werden. Erstmals wurde ein Eloy-Album im eigenen Studio in Hannover eingespielt, was Frank Bornemann mit besonderem Stolz erfüllte. Mit Jan Nemec saß ein junger, gerade 29 Jahre alter Toningenieur an den Reglern, der großen Ehrgeiz hatte und durch diese Produktion auf sich aufmerksam machen wollte. Colours kam mit dem Schwung des Neuen auf's Band. Durch die neuen Musiker gewann die Musik ein neues Profil. Die Songs waren kürzer, straffer arrangiert, und insgesamt fiel die Musik wesentlich rockiger aus. Die Band entfernte sich allerdings mit dem neuen Album ein gutes Stück von der alten Eloy-Tradition. Klaus-Peter Matziol:
"Es war kein ungefährlicher Schritt, und der Erfolg weist an dieser Stelle ja auch einen Knick nach unten auf. Wenn man bei einer erfolgreichen Band die Hälfte der Musiker wegnimmt, so ist das natürlich schon ein Verlust, und dann können noch so gute Leute dazu kommen...Wäre die alte Formation zusammengeblieben, so hätte man den riesigen Erfolg sicherlich noch eine gewisse Zeitspanne halten können, auch wenn wir technisch gesehen mit der alten Combo bestimmt eher an unsere Grenzen gestoßen wären als mit der neuen Besetzung."

Interessanterweise reagierten die Journalisten insgesamt recht positiv, als das Album in einer groß angelegten Pressekonferenz in einem Frankfurter Hotel vorgestellt wurde. Es gab zu der Zeit auch erstmals sehr versöhnliche und umfangreiche Stories in Fachmagazinen.

Auch Colours stürmte in Windeseile die Charts, allerdings nicht so explosionsartig wie die Vorgängeralben. Es wurde dennoch sehr schnell eine sechsstellige Verkaufszahl von dem Album erreicht. Die sich im Oktober 1980 anschließende Tour lief analog zum Verkaufserfolg des Albums. Dennoch hatte Frank Bornemann Grund zum Nachdenken:

"Wir boten unseren Fans die alten und neuen Songs mit einer Souveränität wie selten zuvor. Hannes Arkona und Hannes Folberth fügten sich nahtlos in das Bandkonzept ein, und Matze genoss geradezu die konstante Stabilität, mit der Jim das Programm trommelte. Dennoch spürte jeder für sich eine latente Unzufriedenheit. Die Vergangenheit hatte noch zuviel Anteil an der Gegenwart! Eine sichere innere Stabilität war noch nicht eingetreten, und auch die Response von außen verriet noch Mixed Emotions hinter vordergründig rauschendem Beifall vieler Fans. Für mich war diese Stimmung absolut spürbar, und ich war auch der Einzige, der Vergleiche ziehen konnte mit einer ähnlichen Situation, die sich rund fünf Jahre zuvor abgespielt hatte. Jim, der fraglos erstklassige Drummer, zugleich aber von den Fans eher als farblose Musikerpersönlichkeit gewertet, blieb stets im Schatten des charismatischen Jürgen Rosenthal. Er hatte auch nicht das Performertalent von Fritz Randow, der vor Jürgen in der Band war und der kurze Zeit später Jim erneut folgen sollte. Man konnte deutlich spüren, dass einige Fans Jim als Fremdkörper in der Band empfanden. Wie sich später mehr und mehr zeigte, hatten sie auch Recht damit. Jim war für sich selbst als Mittel zum Zweck in die Band eingestiegen, ehrgeizig in Bezug auf die eigene Leistung, aber nicht richtig mit dem Herzen ein Eloy-Mitglied."

Anfang der 80er Jahre brach auch das Zeitalter der Musikvideos an. Eloy war nie eine Single-Band, dennoch reizte es sie, Musiktitel visuell zu präsentieren. Musikerkollege Klaus Schulze hatte sich in seinem Studiokomplex in der Nähe von Celle schon voller Interesse diesem neuen Medium zugewandt. Mit seiner Hilfe realisierte die Band zwei Titel, Silhouette und Illuminations, des neuen Albums als Musikvideos. Silhouette war bereits verkürzt als ausgekoppelte Single auf dem Markt erschienen. Von daher bot es sich an, diesen Titel zu nehmen. Beide Titel waren wohl als Single nicht recht vermarktungsfähig, so dass die Platten-Firma schließlich eine ganz andere Idee verfolgte. Eloy sollte eine Single zur Tour veröffentlichen, die möglichst radiotauglich war und die parallel zur Tour promotet werden sollte. Nach anfänglicher Skepsis ließ sich die Band auf diesen Vorschlag ein, und so war der Titel Wings Of Vision innerhalb kürzester Zeit im Kasten. Eloys Plattenfirma träumte schon von einem Hit. Der Song kam als Single und Maxi-Single auf den Markt, wobei ein Live-Foto, auf dem jenes besagte "Auge" von der Silent Cries Tour zu sehen ist, als Cover diente.


Wings Of Vision war sicherlich ein radiokompatibler und gefälliger Song. Er repräsentierte jedoch keinesfalls das musikalische Profil von Eloy. Von daher war die Single auch nie sonderlich erfolgreich und fand entsprechend dem Image und Status der Band im Radio kaum Beachtung.
Im Frühjahr 1981 bekam die Band ein sehr interessantes Angebot aus Griechenland. Eloy sollte dort drei Konzerte geben: Eines in Tessaloniki und zwei in Athen. Auslandskonzerte waren für eine deutsche Band natürlich eine interessante Sache, zumal bisher Eloy-Konzerte nur in der Schweiz und Frankreich stattgefunden hatten. Frank Bornemann:

"Alle Konzerte waren ausverkauft! Die Band spielte an drei Tagen vor 14000 Leuten! Griechenland war buchstäblich im Eloy-Fieber. Sämtliche Medien brachten opulente Beiträge, und wir waren sehr überrascht, wie populär unsere Band gerade in einem Land war, welches wir bisher noch gar nicht auf unserer Aktvitätenliste berücksichtigt hatten. Sogar unsere Ankunft auf dem Flughafen wurde in der Tagesschau gezeigt!"

Hannes Folberth schildert die Situation so:

"Gut kann ich mich daran erinnern, dass ich mich zu dieser Zeit in einer ganz und gar nicht rosigen finanziellen Situation befand. Und da landete ich, der "Rockstar", in Griechenland, wurde mit einer Limousine abgeholt, durch die Straßen chauffiert, zu Pressekonferenzen geladen, wohnte im Hotel, Trubel hier, Tumulte da. Ich sah Eloy-Plakate von einer Größe, wie ich sie hierzulande noch nie gesehen hatte. Dieser Sprung war für mich ganz schön irre. Wir wurden gefeiert wie die allergrößten Superstars! Jeder von uns bekam zwei Bodyguards, damit wir überhaupt durch die Mengen kamen. Die Absperrung vor den Bühnen war ziemlich unprofessionell und schnell einmal durchbrochen. Die Leute stürmten auf die Bühne zu, es gab Schlägereien, richtig wild ging es zu! In Athen spielten wir in vollen Häusern, in Tessaloniki waren sicherlich auch 8000 Leute. Es war Februar und bitterkalt. Wir saßen nachmittags in den Hallen, und ich wärmte mich mit Metaxa. Am Abend ging ich dann leicht angeduselt auf die Bühne und sah nur noch dieses Meer von Blitzlichtern. Man kann sich kaum vorstellen, wie unwirklich mir das vorkam. Überhaupt, die ganze Griechenland-Tour war wie ein Trip, oder besser gesagt wie ein Traum."


Motiviert von diesem ganz enormen Erfolg, kehrte die Band zurück nach Deutschland und begann mit den Vorbereitungen für das vielleicht opulenteste Werk, das Eloy bis zu diesem Zeit

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Anonym (Anonym) „Man sieht ihm die vielen Jahre kaum an, die es auf den Weltmeeren zubrachte. Ein...“
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hey anno

das war gar net so uebel - bist du der anno mit dem hinweis auf kolateralschaeden?

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(Anonym) Anonym „deutschlands beste (vergessene) band“
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Danke des Lobes! Der von Dir erwähnte anno bin ich nicht! Eigentlich registrierter User auf geistigem Urlaub!

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Anonym (Anonym) „Danke des Lobes! Der von Dir erwähnte anno bin ich nicht! Eigentlich...“
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aber doch ein anno auf hohem niveau auch wenn dein beitrag fast als spam zu bewerten ist natuerlich mit" "
lardgruss

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(Anonym) Anonym „aber doch ein anno auf hohem niveau auch wenn dein beitrag fast als spam zu...“
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So sehr spam, daß er beschnitten wurde. Apropos Niveau: Postings mit Niveau lasse ich hier lieber anonym vom Stapel!

Grüße Dich!

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(Anonym) Nachtrag zu: „So sehr spam, daß er beschnitten wurde. Apropos Niveau: Postings mit Niveau...“
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Aber so lange schwenkende Trikerbanner ihr Unwesen treiben, scheue ich mich nicht zu spammen. Mit oder ohne ""

Gruß

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Anonym (Anonym) „Aber so lange schwenkende Trikerbanner ihr Unwesen treiben, scheue ich mich...“
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schade eigentlich
waerst ein guter gevatter und das ohne kontext auf die ahb
aber eigentlich bist du ja so schon ein guter geist

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(Anonym) Anonym „schade eigentlich waerst ein guter gevatter und das ohne kontext auf die ahb...“
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Und das ist auch gut so! Gevatters Fußstapfen wären mir doch ein wenig zu groß!
Übrigens Glückwunsch zu Deinem AHB h.c.

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Anonym (Anonym) „Und das ist auch gut so! Gevatters Fußstapfen wären mir doch ein wenig zu...“
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und das ist auch gut so - mit verlaub ich hasse diese "schwulitaet mitlerweil - wohl weil sie mir nicht eingefallen - aber mehr weil sie mich an tschoe erinnert oder bowu - hasso
dieser beitrag wurde ihnen praesentiert von einem "exhasseroeder"
echt

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(Anonym) Anonym „und das ist auch gut so - mit verlaub ich hasse diese schwulitaet mitlerweil -...“
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Langsam, langsam, dieser Beitrag ist mir zu vorgerückter Stunde und französischem Wein doch etwas unverständlich!

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Anonym (Anonym) „Langsam, langsam, dieser Beitrag ist mir zu vorgerückter Stunde und...“
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solche dispute hatte ich vor langer zeit mit freddy.k boujoulais? des franzoesichen bin ich nicht so ganz maechtig
ich trinke bloody marys der wodka dabei ist Leniovskaya
eine hoechst leckere mischung

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(Anonym) Anonym „solche dispute hatte ich vor langer zeit mit freddy.k boujoulais? des...“
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Dieser Vodka ist mir neu! Was den Wein und sein Herkunftsland betrifft muss ich zugeben, daß mir die Sprache mehr Schwierigkeiten bereitet, wie der Wein. Momentan erfreue ich mich an einem Gigondas aus dem sonnigen Südfrankreich! Auch lecker!
Wie war denn nun das Posting zu verstehen oder ist der Zug schon abgefahren?

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Anonym (Anonym) „Dieser Vodka ist mir neu! Was den Wein und sein Herkunftsland betrifft muss ich...“
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was den wodka betriff: lenin-iovska - statt gorbi oder stalin halt lenin - damit kann ich leben - hier ist doch noch nie ein zug abgefahren
vieleicht solten wir lieber chatten
weiss ja nicht wie fit du noch bisst

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(Anonym) Anonym „was den wodka betriff: lenin-iovska - statt gorbi oder stalin halt lenin - damit...“
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Pardon, aber heute wirds nichts mehr! Bleiben nur noch `n paar Stunden zum pennen. Hast Du ICQ? Poste doch mal Deine #, ich melde mich die Tage mal!

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Anonym (Anonym) „Pardon, aber heute wirds nichts mehr! Bleiben nur noch n paar Stunden zum...“
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guts naechtle
my friend
lieber gruss lard
ts@lard.com

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(Anonym) Anonym „guts naechtle my friend lieber gruss lard ts@lard.com“
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Wünsche ich Dir auch!
Melde mich!
Gruß

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;o) Anonym „deutschlands beste (vergessene) band“
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mein gott...eloy..lang ist´s her...war immer treuer begleiter bei unseren nächtlichen ausflügen zum schloß und bei konsum diverser entspannender produkte ntürlichen ursprungs in rauchbarer form...
unvergessen...time to turn....

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Anonym ;o) „mein gott...eloy..lang ist s her...war immer treuer begleiter bei unseren...“
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nicht vergesen und weitervergewaltigt weil besser zu handeln als pink floyd
wird jedes maedel schwach

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Kaaa... Anonym „deutschlands beste (vergessene) band“
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Cool. "Ocean" war meine erste LP!(Auf Bruns-Türkis-DDR-Import-volle Lotte :-)),
danach folgte "Silent Cries and Mighty Echoes" und `ne Live-Scheibe.
Time to Turn fand ich dann net mehr soo prickelnd.

Gruß

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