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Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2

Michael Nickles / 17 Antworten / Baumansicht Nickles

Enorme Resonanz gab es auf den ersten Teil des Blog-Beitrags über mein Problem mit den LED-Leuchtmitteln von Lidl. Es wird Zeit zu erzählen, wie die Geschichte weitergegangen ist. Letzter Stand war, dass meine Lidl-Filiale sich geweigert hatte, die drei kaputten LED-Leuchtmittel zurück zu nehmen.

"Mein" Lidl - hier hatte ich auch schon mal viel Spaß bei der Pfandrückgabe (siehe "Voll abkassiert bei Lidl - und nichts gespendet!").

Ein Lidl-Filialmitarbeiter hatte aber zugesagt, bei der Zentrale nachzufragen, welche weitere Vorgehensweise möglich ist.

Ich sollte noch mal vorbeikommen -  was ich vergangene Woche gemacht hab.

Aus den drei kaputten GU5.3 LED-Leuchtmitteln waren inzwischen fünf geworden, zwei weitere (die ich auf Reserve gekauft hatte) haben zwischenzeitlich nach wenigen Wochen Einsatz, ebenfalls die Grätsche gemacht.

Damit war der Schaden auf rund 30 Euro angewachsen.

Von meinen sechs LED-Leuchtmitteln der Marke "Luvarno" ist jetzt nur noch eine am Leuchten.

Beim erneuten Besuch in der Lidl-Filiale traf ich den besagten Mitarbeiter an und die Sache wurde ratzfatz erledigt.

Er erklärte mir, dass so Dinge eigentlich nur binnen weniger Wochen in der Filiale zurückgenommen werden, die Zentrale sich in meinem Fall aber für Kulanz entschieden hat.

Konkret: Geld zurück und fertig.

Der Herr meinte, dass es diesen speziellen Vorfall bislang noch nicht gab, also noch keine kaputten LED-Leuchtmittel im Gewährleistungszeitraum zurück gebracht wurden. Kurzum: auch der direkte Weg, die Beschwerde direkt in der Lidl-Filiale, führt mit etwas Hartnäckigkeit zum Ziel.

Die 5 kaputten LED-Leuchtmittel wurden von Lidl zurückgenommen, 30 Euro erstattet.

Im ersten Teil dieses Beitrags gab es recht sinnvolle Kommentare. Beispielsweise, dass man sich in so Fällen nicht an die Filiale, sondern direkt an den Lidl-Kundenservice wenden solle, die zuverlässig hilft.

Weiter gab es den Tipp, man solle sich direkt beim Hersteller des betroffenen Produkts wenden und den um Erstattung bitten. Auch dort soll eine gute Chance auf Erledigung bestehen, weil Händler es sich mit Lidl natürlich nicht versauen wollen.

Direkt zum Hersteller klappt aber nur, wenn man den kennt - im Fall der Lidl-LED-Leuchtmittel fand er sich nur auf der Verpackung und nicht auf den LED-Leuchtmitteln. Wer keine Verpackungen aufhebt, hat also Pech gehabt.

Natürlich habe ich mich gefreut, dass ich meine 30 Euro zurückgekriegt habe. Aber es ging wie gesagt weniger um das Geld, als um die Sache generell, also dem Risiko, mit LED-Leuchtmitteln nicht zu sparen, sondern Geld zu verbrennen. Dazu noch eine Zusammenfassung.

1. 12 Volt LED-Leuchtmittel: Generell sind diese Leuchtmittel als Ersatz für 12 Volt Halogen-Lampen gedacht, sie lassen sich problemlos montieren. Ist der vorhandene Netztrafo aber nicht für LEDs geeignet, können sie frühzeitig verrecken. Der Hersteller Livarno hat auf seinem Beipackzettel in der Verpackung auf dieses Problem hingewiesen. Leider liest vermutlich kaum jemand die Bedienungsanleitung zu einem Leuchtmittel.

Und selbst wenn, hat ein normaler Mensch eigentlich keine Chance zuverlässig zu beurteilen, ob ein Netztrafo für LEDs geeignet ist oder nicht. Er schraubt/steckt das LED-Ding hat rein und wenn es brennt, dann ist es gut. An dieser Stelle gilt übrigens festzuhalten, dass ich verschiedene LED-Leuchtmittelfabrikate an dem Netztrafo betrieben habe, an denen auch die von Lidl verreckt sind.

Die recht teuren Osram-LED-Leuchtmittel funktionieren dort immer noch. Das macht die Frage also noch kniffliger, wann ein Netztrafo nun geeignet ist oder nicht. Ich vermute mal, dass "billige" LED-Leuchtmittel da einfach weniger tolerant sind als "teure". Weitaus unproblematischer scheinen übrigens 240 Volt LED-Leuchtmittel zu sein - da fällt das Problem mit dem Netztrafo flach.

2. Gewährleistung: Auch bei Leuchtmitteln - egal ob Glühbirne, Halogen, Sparlampe oder LED gilt - soweit ich feststellen konnte - die gesetzliche Gewährleistungspflicht von 2 Jahren. Man braucht sich also nicht zu schämen, im Fall eines vorzeitigen Kaputtgehens Ersatz zu fordern. Gerade bei vergleichsweise teureren LED-Leuchtmitteln tritt ein Energiespareffekt schließlich erst nach langfristigem Einsatz auf.

3. Verpackung: Direkt auf Leuchtmitteln steht generell keine Adresse des Herstellers drauf, meist gar nicht mal der Name des Herstellers. Und wer LED-Leuchtmittel bei verschiedenen Geschäften einkauft, verliert sowieso den Überblick. Gerade bei "teuren" LED-Leuchtmitteln lohnt sich ein wenig Buchführung: also aufschreiben, welche "Birne" wann gekauft und in welcher "Lampe" in Betrieb genommen wurde - und natürlich auch die Rechnungen aufheben.

Ich vermute mal dieser Punkt 3 ist es unter anderem, warum das Geschäft mit frühzeitig verreckenden LED-Leuchtmitteln überhaupt funktioniert. Würden kaputte Dinger alle in die Läden zurückwandern, dann könnten sich die Hersteller die Produktion von minderwertiger Ware gewiss nicht mehr erlauben.

Ich habe übrigens einen recht praktischen Online-Stromsparrechner gefunden, der simpel ermittelt, wie viel man mit einem LED-Leuchtmittel spart, wann sich die Sache amortisiert hat. Mit Durchschnittswerten gerechnet, spart ein LED-Leuchtmittel mit 5 Watt Verbrauch im Vergleich zu einem Halogenleuchtmittel mit 20 Watt rund 8,21 Euro im Jahr, bei einer geschätzten Brenndauer von 6 Stunden.

Das Umrüsten zu LED amortisiert sich in diesem Fall also nach rund 0,73 Jahren. Brennt eine 6 Euro "teure" 5 Watt LED allerdings nur rund 1 Stunde im Jahr, dann braucht es schon 4,38 Jahre (also weit mehr als die Gewährleistungszeit), bis sich das Ding lohnt. Wer bei LED-Leuchtmitteln ohne Risiko sparen will, muss also sehr scharf kalkulieren.

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InvisibleBot Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Mit Durchschnittswerten gerechnet, spart ein LED-Leuchtmittel mit 5 Watt Verbrauch im Vergleich zu einem Halogenleuchtmittel mit 20 Watt rund 8,21 Euro im Jahr, bei einer geschätzten Brenndauer von 6 Stunden.

20W Halogenstrahler werden aber eher mit 3,5W LEDs gleich gesetzt. Die 5W-LED Strahler werden als Ersatz für 35W Halogen gehandelt.

Die Ersparnis fällt bei Halogen-Ersatz generell nicht ganz so hoch aus wie bei den 240V-Leuchtmitteln, weil der Trafo auch einen Eigenverbrauch hat.

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schnaffke Michael Nickles

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2. Gewährleistung: Auch bei Leuchtmitteln - egal ob Glühbirne, Halogen, Sparlampe oder LED gilt - soweit ich feststellen konnte - die gesetzliche Gewährleistungspflicht von 2 Jahren. Man braucht sich also nicht zu schämen, im Fall eines vorzeitigen Kaputtgehens Ersatz zu fordern. Gerade bei vergleichsweise teureren LED-Leuchtmitteln tritt ein Energiespareffekt schließlich erst nach langfristigem Einsatz auf.

Nun ja, die gesetzliche Gewährleistung, oder besser Sachmangelhaftung gilt aber nur für den Zeitpunkt des Verkaufs, also dass du die Ware frei von Sachmängeln erhältst. Im ersten halben Jahr nach dem Kauf geht der Gesetzgeber zu Gunsten des Verbrauchers davon aus, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war, wenn ein Defekt auftritt. Danach ist der Käufer in der Beweispflicht. Das dürfte schwer werden, nach einem Jahr noch nachzuweisen, dass der Mangel bereits beim Kauf da war. Aber man kanns ja mal versuchen :-)

Wir betreiben übrigens seit einem Jahr 6 LED Strahler im Bad, allerdings in der 230V Ausführung, also Sockel GU10. Davon sind bereits 3, nun sagen wir mal, angeschlagen, was sich in einem zeitweisen starken Flackern äußert. Mein Mann hat darauhin mal so eine LED genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass die Elektronik in dem Strahler fehlerhaft arbeitet. Betreibt man sie nämlich mit 12 Volt, also ohne die Elektronik dazwischen, ist alles OK. Also auch die 230V Variante muß nicht unbedingt zuverlässiger sein. Wir hatten uns allerdings auch für eine "Billig" Sorte entschieden.

Das Umrüsten zu LED amortisiert sich in diesem Fall also nach rund 0,73 Jahren. Brennt eine 6 Euro "teure" 5 Watt LED allerdings nur rund 1 Stunde im Jahr, dann braucht es schon 4,38 Jahre (also weit mehr als die Gewährleistungszeit), bis sich das Ding lohnt. Wer bei LED-Leuchtmitteln ohne Risiko sparen will, muss also sehr scharf kalkulieren.

Stimmt, aber nicht jedem kommt es nur aufs Geldsparen an. Man muß auch berücksichtigen, dass solche LED natürlich viel dazu beitragen, Ressourcen zu schonen. Aus Strom Licht zu machen, war bisher immer mit sehr großen Verlusten behaftet. Die LEDs haben in der Beziehung die Nase da ganz weit vorn. Ich finde, dieser Aspekt sollte bei der Kaufentscheidung nicht ganz unberücksichtigt bleiben.

Gruß Schnaffke

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Michael Nickles schnaffke

„Nun ja, die gesetzliche Gewährleistung, oder besser ...“

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Interessant. Thx für die Infos. :-)

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schuerhaken Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Mal ganz ehrlich: HUCH, wie aufregend!

Das sind nämlich Peanuts gegenüber teuren Produkten, die ganz 
offenkundig auf profitverträgliches Frühableben konstruiert sind
und "richtig" Geld kosten. 

Das wird von den Herstellern immer wieder bestritten, ist jedoch 
mehrfach schon unter Beweis gestellt worden. 
Es gibt ja auch eine Logik: 
Wir brauchen Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, 
Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum, 
und nochmals Wirtschaftswachstum. 
Nur mit Wirtschaftswachstum lässt sich die Attraktivität des Shareholder Values 
und lassen sich die Profitinteressen vor allem der Global Players befriedigen. 

Halten wir doch bitte fest: 
Die Interessen der Mächtigen, die sich immer deutlicher in "Global Players"
bündeln, konzentrieren sich auf drei Säulen, nämlich Rüstung (Kriegsgerät), 
unabwendbare Bedarfsdeckung vor allem bei Ernährung und Mobilität sowie
Finanzwirtschaft. Flankierend hinzu kommen noch "Heuschrecken", die sich
am Wohnbedarf vergreifen oder an mittelständischen Unternehmen, um diese 
zu filetieren. 

Die fortlaufende Profitmaximierung bedingt Verschleiß, Unbrauchbarkeit 
und Neuanschaffung. Fortschritt konzentriert sich immer stärker auf 
verspielte Über-Deckung von Bedarf sowie unnötigen Firlefanz, der zudem 
in zusätzliche Abhängigkeiten führt. 

Auffällig ist dabei, wie die Politik sich immer mehr weg vom Gestalter sozialer 
Bezüge und hin zum reinen Vollzugsorgan wirtschaftlicher Interessen bewegt. 
DAS ist es, was mich bewegt. 

Natürlich finde ich es fies, wenn "Spar"-Leuchtmittel zu Geldverschwendern 
werden. Ich hatte da schon meinen fröhlichen "Krieg" mit IKEA, einem der 
größten CHINA-Läden in der Welt. Weil ich mich zu wehren weiß, habe ich 
diesen "Krieg" gewonnen, klar doch. Aber da ging es mir weniger um das 
Geld als mehr um die Tatsache, dass ich mich von IKEA nicht veralbern lasse. 

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gelöscht_103956 schuerhaken

„Mal ganz ehrlich: HUCH, wie aufregend! Das sind nämlich ...“

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Also meine Freundin hat jetzt ca. 6 Monate einmal 12 Volt Funzel und Billig-Lidl-Birnen, von denen schon eine den Abgang gemacht hat und eine 230V Funzel mit osram-Birnen, die klaglos ihren Dienst tun.

Naja und Bons hebt die für Birnen auch nicht auf.

Das könnte dann das "Geschäftsmodell" für Billigheimer sein.

Ist auf jeden Fall interessant wie so die Erfahrungen mit Billig und Marke ist. 

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dieterguenter Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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da sieht man halt wieder ganz deutlich

wer billigst kauft kauft 2 mal

wenn ich nur an die ganze lauferei und die ärgerei denke ,das ist mir die sache nicht wert

ich habe smled bänder gekauft und midesten 20 normale led lampen

da ist bis jetzt noch keine einzige kaputt gegangen

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T6T8 Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Anonym60 Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Ich nutze selber solch ein Smd Leuchtmittel seit 1,5 Jahren ohne Probleme. Lechtet mehrere Stunden am Tag.

http://www.pic-upload.de/view-22831967/SMD.jpg.html

Die habe ich mir über Ebay aus China bestellt. Bis jetzt gibt es noch keine Probleme. Im Vergleich zu einer Phillips Led Leuchte flackiert das billige China Teil nicht.

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Michael Nickles Anonym60

„Ich nutze selber solch ein Smd Leuchtmittel seit 1,5 Jahren ...“

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Ja, es scheint da enorme Unterscheide zu geben.

Grüße,
Mike

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Anonym60 Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Und nach ein paar Jährchen gibt es die Led Leuchtmittel bei Ikea ab 0,99 Euro.

http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/10371203/

Sogar günstiger als eine Energiesparlampe also die mit Quecksilber.

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Andreas42 Anonym60

„Und nach ein paar Jährchen gibt es die Led Leuchtmittel bei Ikea ab 0,99 Euro. ...“

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Hi!

Dieses Angebot gibt es in der Tat. Ich meine seit etwa 1 Monat. Ich hab drei Stück von diesen LED-Birnen im Einsatz und war wirklich erstaunt, als ich sie entdeckt habe. Mit dem preis hatte ich so schnell nicht gerechnet.

In der Praxis sind sie ok. Man muss natürlich wissen, dass es Birnen mit 400 Lumen sind. Sie entsprechen also grob einer klassischen 40 Watt-Birne.

Bin bisher zufrieden damit (was das Licht angeht; über die Lebensdauer kann man ja nach wenigen Wochen/Tagen nicht viel sagen).

Die Birnen sind recht kompakt/klein. Bei mir brennen zwei in einem dreifach Strahler im Flur und eine im Bad. Der Flurstrahler nutze vorher recht seltsame Birnen: Strahler mit dickem Gewinde. Da passen die Ikea LED für 99Cent genau in die Strahler, stehen also nicht über (weil sie recht kurz sind).

Im Bad tausche ich die LED-Birne vielleicht noch aus. Da sind 400 Lumen eigentlich zu wenig. Auf der anderen Seite bekommt man in der Nacht beim Reinschlurfen keinen mit der Lichtkeule über den Schädel gezogen, wenn man sie einschaltet (Klick! FLASH! BAMM!) und es gibt eine zweite hellere Lampe über dem Waschbecken, wenn man mehr Licht braucht. Mal schauen...

Bis dann
Andreas

Kein Popcorn! "Mist!" (Zitat Bernd das Brot) Wieso ist kein Popcorn mehr da? Immer wenn es spannend wird! Menno!
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fakiauso Andreas42

„Hi! Dieses Angebot gibt es in der Tat. Ich meine seit etwa 1 Monat. Ich hab drei Stück von diesen LED-Birnen im Einsatz ...“

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Im Bad tausche ich die LED-Birne vielleicht noch aus. Da sind 400 Lumen eigentlich zu wenig. Auf der anderen Seite bekommt man in der Nacht beim Reinschlurfen keinen mit der Lichtkeule über den Schädel gezogen, wenn man sie einschaltet (Klick! FLASH! BAMM!)


Deswegen gingen die "alten" Energiesparlampen auch so schön langsam auf hell! Die wussten, dass man um bestimmte Zeiten selbst einer lichternen Sintflut mental nicht gewachsen ist;-)

Um jedoch einen nachdenklichen Ansatz bei diesen LED-Lampen beizutragen - auch da ist billig nicht immer gut:

https://sunflower22a.wordpress.com/2017/07/20/you-buy-it-but-you-dont-own-it/

Auch da ist geplante Obsoleszenz gleich um die Ecke und wenn man nicht nur bei den LED-Lampen den energetischen und materiellen Einsatz alleine für das Herstellen und später das Entsorgen mit der eventuellen Lebensdauer gegenrechnet, haben sich solche Gebrauchsgegenstände in der Summe wieder nicht gelohnt...

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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InvisibleBot fakiauso

„Deswegen gingen die alten Energiesparlampen auch so schön langsam auf hell! Die wussten, dass man um bestimmte Zeiten ...“

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Hab nur eine Halogen-Lampe im Haushalt, den Austausch der Strahler auf LED hab ich lange hinausgezögert, weil ich davon ausging, dass der Trafo nicht LED-geeignet ist. Ist eine ca. 25 Jahre alte IKEA-Lampe. Alle anderen Leuchten hatte ich schon vor über 4 Jahren auf LED umgestellt. 

Vor 2 Jahren war ich zufällig in nem Norma-Markt, da lagen iGlow SMD-LED Strahler mit 4,3W, 2,99€ das Stück. Hab gedacht, das ist ein gutes Angebot zum Testen, falls es nicht geht ist der Schaden überschaubar.

4 mitgenommen, eingebaut, Top. Viel helleres und besseres Licht als mit den 20W Halogen-Funzeln vorher und fast keine Wärmeentwicklung. Sind jetzt seit 2 Jahren in Betrieb, bisher keine Probleme.

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fakiauso InvisibleBot

„Hab nur eine Halogen-Lampe im Haushalt, den Austausch der Strahler auf LED hab ich lange hinausgezögert, weil ich davon ...“

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4 mitgenommen, eingebaut, Top. Viel helleres und besseres Licht als mit den 20W Halogen-Funzeln vorher und fast keine Wärmeentwicklung. Sind jetzt seit 2 Jahren in Betrieb, bisher keine Probleme.


Das ist halt das Problem, dass man den Dingern nicht ansieht, wie gut oder schlecht sie sind.

Wir haben bisher mit den LED-Lampen auch ein besseres Händchen als vorher mit den Energiespardingern. Von den umgebauten Lampen ist bisher eine verreckt (sind glaube ich auch die von iGlow).

Mir ging es auch nicht speziell um die von Lidl oder einem anderen Discounter. Auf die Nase fallen kann man da auch mit "Markenherstellern". Letztere verticken anzunehmenderweise ihre Dinger oft genug auch als Billigheimer, nur werden die sich natürlich hüten, damit hausieren zu gehen;-)

Wenn dann das Sanktionieren des systematischen Kaputtmachens von Produkten soweit geht, das selbst ein Reparieren per Gesetz verboten wird, dann ist jedenfalls etwas oberfaul.

Eine LED-Lampe ist so oder so im Allerwertesten, weil sich da ggf. noch einzelne LED tauschen liessen, aber nicht die Vorschaltgeräte. Andere Sachen lassen und liessen sich mühelos und preiswert reparieren, dort wird das systematisch verhindert - sei es durch exorbitante Ersatzteilpreise, nicht mehr vorhandene Teile oder dadurch, dass eine reparatur mit dem Zerstören des Gerätes verbunden ist.
Am besten wäre es natürlich, wenn eine Reparatur durch standfeste Bauteile gar nicht erst oder erst sehr spät nötig würde.

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Andreas42 InvisibleBot

„Hab nur eine Halogen-Lampe im Haushalt, den Austausch der Strahler auf LED hab ich lange hinausgezögert, weil ich davon ...“

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Hi!

Das muss nicht immer gehen. ich habe einen dreifach Strahler, der auch von Ikea gewesen sein müsste. Der kam mit den üblichen Halo-Birnen, hat also einen Trafo im Lampensockel. Ich tippe er ist ca. 15 Jahre alt.

Da habe ich vor ein paar Jahren eine LED-Birne als Ersatz für eine druchgebrannte eingesetzt. Klappte hervorragend und war auch heller. Ergo hab ich dann zwei Nachbestellt und die reingemacht. das ging dann nicht gut: das Ding fing an zu blinken (so richtig: alle drei aus, dann wieder an, usw.)

Ich hatte aber von solchen Effekten gelesen: da kommt der Traffo mit der geringen Stromaufnahme nicht zurecht (sollen die Experten hier schreiben, ob das technisch korrekt formuliert ist).
Jedenfalls musste ich eine der alten Halobirnen wieder einstecken, damit die Stromaufnahme wieder steigt und seither ist die Lampe wieder normal im Einsatz.

Bis dann
Andreas

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Michael Nickles Anonym60

„Und nach ein paar Jährchen gibt es die Led Leuchtmittel bei Ikea ab 0,99 Euro. ...“

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Ja, schon irre, wie die Preise runter sind. Auch eher exotische Leuchtmittel-Formen in LED-Ausführung kosten kaum noch was. Bei mir ist inzwischen praktisch alles auf LED umgestellt, es gibt nur noch ein paar Leuchtstoffröhren.

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PeterFleck Michael Nickles

„Geld verbrennen mit LED-Leuchtmitteln - Teil 2“

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Ich habe diesen Beitrag zum Thema Lebensdauer von LED-Leuchtkörpern mit anfänglich starkem Interesse gelesen.

Leider bezieht er sich im wesentlichen auf LED-Leuchtkörper mit GU5 Fassung.

Ich habe vor ca 5 Jahren 5 Aufbaustrahler des Herstellers Philips (Massive Nero Indoor Spotleuchte) gekauft und an der Decke anbringen lassen (ein Einbaudeckenstrahler ist aufgrund des Deckenaufbaus nicht möglich). Sie wurden bis vor 1,5 Jahren mit 50W Halogen-Leuchtmitteln mit GU10 Fassungen, also 230V~ betrieben und funktionierten auch. Im vergangenen Jahr habe ich alle diese 5 Halogen-Leuchtmittel durch LED-Leuchtkörper des Herstellers Osram Typ LED Star PAR16 80 36° warmweiss 2700 Kelvin ersetzt. Diese sind innerhalb des vergangenen Jahres teilweise bereits mehrfach ausgefallen und durch weitere LED-Leuchtkörper des gleichen Typs ausgetauscht worden. Gekauft habe ich sie mal bei der Firma CONRAD Electronic und mal bei der Firma MediaMarkt. Glücklicherweise wurden mir diese immer anstandslos umgetauscht. Nur ist es auf Dauer nicht wirtschaftlich ca. alle halbe Jahr LED-Leuchtkörper zum Verkäufer zurückzubringen und umzutauschen. Deshalb interessiert es mich, ob andere Leser mit genau diesem LED-Leuchtkörper "Osram Typ LED Star PAR16 80 36° warmweiss 2700 Kelvin" ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Vielleicht hat ja jemand von Ihnen eine plausible Erklärung für die häufigen Ausfälle dieser o. g. LED-Leuchtkörper?
Ich freue mich auf Ihre Antworten.

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