Nickles Blog 212 Themen, 8.711 Beiträge

Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht

Michael Nickles / 21 Antworten / Baumansicht Nickles

Wie im vorangegangenen Blog-Beitrag angekündigt, war ich ein paar Tage in Hamburg - konkret vom 30. Mai bis 3. Juni. Mit Olaf hatte ich in Hamburg logischerweise den perfekten Stadtführer, das Highlight der Hamburg-Reise war am späten  Montagnachmittag:

The_Mic, Borlander, Olaf19 und ich am Hauptbahnhof Hamburg. (Foto: Danke dem freundlichen Herrn am Bahnsteig, der uns geknipst hat)

Mic war auf der Durchreise nach Schweden in Hamburg und Borlander kam extra für dieses Treffen mit dem Zug angereist. Da mein Flug nach München bereits um 21 Uhr war, blieb uns leider nur wenig Zeit.

Aber von vorn…

 
Für den Trip nach Hamburg habe ich einen günstigen Lufthansa-Flug gebucht und erstmals alles mit der Lufthansa-App mit meinem Android-Smartphone abgewickelt. Das klappte erstaunlich gut. Einloggen, Checkin, Sitzplatzauswahl, fertig. Man kriegt dabei keine echte Boarding-Karte mehr sondern einfach einen "QR Code" auf dem Smartphone-Display. Aufs Einpacken eines Laptops habe ich verzichtet – das Smartphone sollte ausreichen und tat das auch.

Das mit dem Hotel war eine knallharte Sache. Ich wollte sofort nach Buchen des Lufthansa-Flugs per Hotel-Preisvergleicher ein günstiges Hotel aussuchen, aber es gab ums Verrecken keins mehr. Okay, es gab noch eine "Suite" im legendären Hotel Atlantic, aber die hätte mit fast 1.000 Euro pro Nacht meinen finanziellen Rahmen restlos zertrümmert. Ich habe dann bei einer Pension in Hamburg angerufen und die meinten, dass es aussichtslos sei, weil in Hamburg an diesem Wochenende ein Ärztekongress stattfände uns alles Erdenkliche ausgebucht sei.

Abends um 21 Uhr - ich chattete nebenbei mit Borlander über die Scheißsituation - schickte der mir einen Link, der eher als Gag gemeint war: ein Hotel für 15 Euro pro Nacht, inklusive 5 Euro Frühstück! Also 60 Euro komplett für vier Nächte und auch noch direkt in der Stadtmitte nahe Hauptbahnhof. Der Preisvergleichdienst zeigte, dass es nur noch einen einzigen Platz im Hotel gab. Ich musste mich also rasend schnell entscheiden. Als ich die Buchung per Kreditkarte zahlte, hatte ich ein elend mulmiges Gefühl, dass ich restlos verarscht werde.

Ich schrieb oben "Platz" und nicht "Zimmer" weil es konkret eigentlich nur ein Bett war -  in einem 8-Bett-Zimmer. Ich ging vom Schlimmsten aus.

Im recht kleinen Zimmer gab es vier Hochbetten, das untere hier im Bild war meins. Am Kopfende jedes Betts gab es eine Lampe, eine Steckdose und 2 USB-Ladebuchsen, unter dem Bett einen mit Vorhängeschloss abschließbaren "Blech-Container".

Zimmer-/Betten werden bei Generator ohne viel Rumgefackel verteilt und belegt. Man weiß eigentlich nie, wer am nächsten Morgen über, unter oder neben einem liegt - auch Geschlechtertrennung gibt es nicht. Es ist also quasi ein totaler Mix.

Das Hotel ist konkret ein "Hostel", so eine Art "moderne Jugendherberge" für jede Altersklasse. In dem recht großen Laden (161 Zimmer mit zig Betten) sind verdammt viele Menschen untergebracht. Ich traf sehr viele junge Leute aber war dort gewiss nicht der Älteste – ein bunter Mix halt. Und eine tolle Atmosphäre.

Das billig wirkende Hochbett war sehr bequem und das Hotel was tadellos sauber. Die Dusch- und WC-Kabine im Zimmer war mir zu eng – aber es gab noch eine sehr große pro Etage. Worauf der Hotelbetreiber logischerweise kaum Einfluss hat, sind die Leute, die in einem Zimmer zusammenkommen. Und wo acht Leute schlafen, da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass jemand laut schnarcht. In der ersten Nacht habe ich keine Sekunde geschlafen. In der zweiten Nacht habe ich das Problem ganz einfach mit Ohropax erledigt beziehungsweise mit Lärmstopp Ohrstöpseln von Hansaplast - ich bin bei Zeugs in den Ohren sehr empfindlich, aber diese Dinger waren tadellos bequem.

Hamburg, Steintorweg, Hotel Generator. Bei den 15 Euro pro Nacht war auch das Frühstück dabei, das es jeden Tag erfreulicherweise bis 11 Uhr gab: unbegrenzter Zugriff auf Kaffee, Tee, Säfte, Cornflakes, Milch, Semmeln, Toast, Schinkenwurst, Salami, Käse, Marmeladen, Honig, Nutella.

Kleinkarierte werden sich gewiss drüber aufregen, dass bei diesem "5 Euro Frühstück" keine Eier, Lachs und Kaviar dabei sind und dass es gewiss auch teurere Wurst und hochwertigeren Käse gibt.

Alle Mitarbeiter im Hostel waren freundlich und prima drauf, die perfekte Bar unten, an der ich viele Bekanntschaften gemacht habe, vermisse ich sehr. Meine Befürchtung vier Nächte in einer grausamen Notlösung verbringen zu müssen, trat nicht ein. Ganz im Gegenteil. Wenn ich das nächste Mal nach Hamburg reise, werde ich gezielt erstmal nach einem Bett oder Zimmer im Generator suchen. Diese Abwechslung hat einfach verdammt gut getan.

Soviel zu den "Basics" des Hamburg-Reiseberichts. Falls Interesse besteht, schiebe ich noch Bilder und Erlebnisberichte nach.

Eigentlich war ich wie bereits mitgeteilt nicht nur aus Spaß, sondern wegen einem Gerichtstermin in Hamburg. Und ja, ich war drinnen: im Raum "B 335" des Hamburger Landgerichts, dem laut Heise "für die Meinungs- und Pressefreiheit gefährlichsten Boden der Republik".

Erwartungsgemäß wurde die Geschichte bei diesem ersten Verhandlungstermin noch nicht abgeschlossen und es ist deshalb an dieser Stelle noch zu früh, um konkret darüber zu berichten.

Sehr lesenswert ist auf jeden Fall dieser Bericht von Heise: Hamburg hört in Karlsruhe auf. Und wer diesen Bericht gelesen hat, der wird das hier verstehen:

Ich habe Nerven aus Stahl.
bei Antwort benachrichtigen
andy11 Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen

Du hast Dir in deinem Bericht viel Platz über deine Unterkunft gelassen. Da ich und viele andere auch
gerne einmal im Jahr eine größere Reise mit dem Auto unternehmen, ist die Frage einer Unterkunft
zwischendurch sehr wichtig. Nachdem mir Hotels zu teuer waren, bin ich auf Jugendherbergen
umgestiegen. Nicht eine Sekunde hab ich das bereut. Mit einem JH Ausweis 27+ landet man da so
zwischen 20 und 30 Euro in ganz Europa. Das schönste aber ist der Altersmix. Vom "Alten" (mich)
bis zum Kleinkind ist alles vertreten. Mein letzte JH in Wandlitz lag direkt an gleichnamigen See. Es
gab Frühstück und ein warmes Abendbrot aus der hauseigenen Küche. Viele Familien waren da und
ergab sich für jedes Alter reichlich Kontaktmöglichkeit. Ach ähm, eine Bar gibts da nur selten. Andy

"Der Computer rechnet mit allem - nur nicht mit seinem Besitzer." - Dieter Hildebrandt
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 andy11

„Du hast Dir in deinem Bericht viel Platz über deine ...“

Optionen
Nachdem mir Hotels zu teuer waren, bin ich auf Jugendherbergen umgestiegen. Nicht eine Sekunde hab ich das bereut. Mit einem JH Ausweis 27+ landet man da so zwischen 20 und 30 Euro in ganz Europa.


In Hamburg gibt es übrigens gleich 2 Jugendherbergen:
http://hamburg-stintfang.jugendherberge.de/Portraet
http://hamburg-horn.jugendherberge.de/Portraet

Wie die von innen aussehen, weiß ich zwar nicht, aber der Lage nach zu urteilen würde ich den ersten Link, den Stintfang, ganz klar bevorzugen. Liegt wiederum in der Nähe von St. Paui-Landungsbrücken, Portugiesenviertel und Neustadt (Achtung: das ist bei uns, was in anderen Städten die Altstadt ist :o)).

[Eine Altstadt gibt es in Hamburg zwar auch, aber das ist ein mehr oder weniger lupenreines Handel-Banken-und-Versicherungen-Viertel. Da werden ab 20 Uhr die Gehsteige hochgeklappt.]

Horn hingegen ist ein Stadtteil im Osten von Hamburg. Keine besonders schöne / gute Gegend, und vergleichsweise weit ab vom Schuss. Zwar ist man mit der U-Bahn ab Horner Rennbahn schnell in der City, aber es ist schon ein Unterschied, ob man jedes Mal erst fahren muss oder das  besondere großstädtische Flair gleich vor der Haustür hat oder zumindest fußläufig erreichen kann.

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
andy11 Olaf19

„In Hamburg gibt es übrigens gleich 2 ...“

Optionen

Danke Olaf.
Eine passende JH zu finden ist (K)ein Problem. Zu Feiertagen meist voll belegt.
So kam es auch das wir zu Pfingsten nach:
http://wandlitz.djh-berlin-brandenburg.de/home-bar-wl.html
ausweichen musste. Was sich aber als gute Wahl heraus stellte. Wer von vorne herein
keine drei Sterne erwartet, wird nicht enttäuscht. Die Informationen im Netz haben sich
in den letzten Jahren auch sehr verbessert. Man findet sich sehr gut zurecht, auch international:
http://www.jugendherberge.de/Weltweit/Internationale-Jugendherbergen
Gruß Andy

PS: Wir haben bis jetzt immer ein Zweibett-Zimmer mit Dusche bekommen.

"Der Computer rechnet mit allem - nur nicht mit seinem Besitzer." - Dieter Hildebrandt
bei Antwort benachrichtigen
Maybe Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen

Moin,

schön zu sehen, wie die Mitglieder hier auch private Unternehmungen teilen. Hamburg an sich ist eine sehr schöne Stadt, die ich immer wieder gerne besuche. Ein Hostel wäre für mich persönlich allerdings überhaupt nichts, da würde ich kein Auge zu bekommen.

Solltest Du sowas wirklich öfter machen wollen, kann ich Dir diese Gehörschutzstopfen empfehlen, die filtern die Bässe (Schnarchen) am Besten raus und ich habe viele probiert:
http://www.amazon.de/3M-1100CS-Geh%C3%B6rschutzst%C3%B6psel-Alu-Aufbewahrungsbox-Schalld%C3%A4mmung/dp/B002NHEQGW/ref=sr_1_3?s=diy&ie=UTF8&qid=1370959869&sr=1-3&keywords=3m+1100+ds

Gruß
Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Maybe

„Moin, schön zu sehen, wie die Mitglieder hier auch private ...“

Optionen
schön zu sehen, wie die Mitglieder hier auch private Unternehmungen teilen.

Bis 2007 hatten wir sogar jedes Jahr ein User-Treffen in Rheinland-Pfalz (wäre für dich auch recht gut erreichbar gewesen). Das hat sich dann leider "zerschlagen".

Ein Hostel wäre für mich persönlich allerdings überhaupt nichts, da würde ich kein Auge zu bekommen.

Dito :-) Jeder Mensch tickt da anders, aber für mich ist es immens wichtig, allein zu wohnen, insbesondere die Nächte nicht in Gegenwart von Fremden zu verbringen. Wenigstens möchte ich die Möglichkeit haben, irgendwann einmal zu sagen, jetzt nehme ich mir eine Auszeit, jetzt ziehe ich mich zurück, jetzt möchte ich niemanden mehr hören oder sehen.

Hamburg an sich ist eine sehr schöne Stadt, die ich immer wieder gerne besuche.

Das lese ich natürlich besonders gern... wenn es einmal wieder so weit ist, sag bitte rechtzeitig Bescheid, dann ziehen wir mal zusammen los - wenn du möchtest.

CU
Olaf
"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
Maybe Olaf19

„Bis 2007 hatten wir sogar jedes Jahr ein User-Treffen in ...“

Optionen
Das lese ich natürlich besonders gern... wenn es einmal wieder so weit ist, sag bitte rechtzeitig Bescheid, dann ziehen wir mal zusammen los - wenn du möchtest.
Darauf komme ich bei Zeiten gerne mal zurück, um vielleicht mal die versteckten Ecken kennen zu lernen. Das wird bei mir aber nicht zeitnah sein, denn ich bin grade erst aus dem Urlaub zurück, dieses Mal noch weiter nördlich, auf Sylt.

Gruß
Maybe
"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Maybe

„Darauf komme ich bei Zeiten gerne mal zurück, um ...“

Optionen
Das wird bei mir aber nicht zeitnah sein, denn ich bin grade erst aus dem Urlaub zurück, dieses Mal noch weiter nördlich, auf Sylt.

Da liegt Hamburg fast auf halbem Wege, ein Zwischenstopp wäre drin gewesen. Aber egal, vielleicht beim nächsten Mal!

CU
Olaf
"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
Maybe Olaf19

„Da liegt Hamburg fast auf halbem Wege, ein Zwischenstopp ...“

Optionen
Da liegt Hamburg fast auf halbem Wege, ein Zwischenstopp wäre drin gewesen. Aber egal, vielleicht beim nächsten Mal!

Hab ich ja versucht, aber der Pilot war nicht bereit zu Kompromissen ;-)! Leider konnte ich von HH auch nicht viel sehen, da waren wir noch über der Wolkendecke.

Gruß
Maybe
"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Maybe

„Hab ich ja versucht, aber der Pilot war nicht bereit zu ...“

Optionen
aber der Pilot war nicht bereit zu Kompromissen ;-)

Na aber für uns hätte er ja ruhig mal eine Ausnahme machen können :-o Dass Hamburg unter einer dicken Wolkendecke lag, war dieses Frühjahr leider die Normalität. Ansonsten ist die Zeit von Mitte April bis Anfang Juni normalerweise die schönste, spätestens ab Juli ist hier "landunter", da kann man nur noch Reißaus nehmen.

Bist du direkt hierher geflogen? ...ich nehme an, von DUS?

See you
Olaf
"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
Maybe Olaf19

„Na aber für uns hätte er ja ruhig mal eine Ausnahme ...“

Optionen
Bist du direkt hierher geflogen? ...ich nehme an, von DUS?

Genau, nonstop, die ganze Stunde :-)! Aber eben ein deutlicher Zeitgewinn zum IC und nicht einmal wesentlich teurer, wenn man Reservierung und Rücktrittversicherung mal außer Acht läßt.

Gruß
Maybe
"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen
Michael Nickles Maybe

„Moin, schön zu sehen, wie die Mitglieder hier auch private ...“

Optionen

Thx für den Tipp - die Dinger machen einen guten Eindruck. Könnten vielleicht noch besser sein als die von Hansaplast. Auch bei denen habe ich allerdings schon quasi nix mehr gehört.

Grüße,
Mike

bei Antwort benachrichtigen
torsten40 Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen

Meinungsfreiheit gibt es eben nicht mehr.
Ein Anwalt, der nur Abmahnungen schreibt, darf man nicht mehr Abmahnanwalt nennen.
Verurteilte Betrüger, darf man auch nicht Betrüger nennen, ohne dass man gleich irgendeine Klage am Hals hat. Namenhafte Zeitungen werden gestürmt, Blogger erpresserisch mit Erzwingungshaft gedroht, nur um an digitale Daten zu kommen.

Immer schön im Fluss der Neoliberalität mit schwimmen, und den Battariekasten auf dem Hals abschalten.

Wenigstens haste Spass in HH, und mit Olaf einen guten Radelkumpel. (Zumindest liest es sich immer wieder heraus, dass er auch gerne mit dem Rad unterwegs ist) Mit dem Rad durch HH sieht man eh als im Bahn, Taxi, oder Auto

Freigeist
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 torsten40

„Meinungsfreiheit gibt es eben nicht mehr. Ein Anwalt, der ...“

Optionen
Wenigstens haste Spass in HH, und mit Olaf einen guten Radelkumpel. (Zumindest liest es sich immer wieder heraus, dass er auch gerne mit dem Rad unterwegs ist)

Yupp :-) ...allerdings habe ich mein "Radel" an jenem Wochenende einmal zuhaus gelassen, da Mike auch keins dabeihatte. Sonst hätte man natürlich noch ganz andere Möglichkeiten gehabt, z.B. nach Wilhelmsburg fahren und zur Bunthäuser Spitze oder dergleichen. Na, vielleicht beim nächsten Mal - so gut, wie es Mike hier gefallen hat, trotz des mehr als bescheidenen Anlasses, war dies bestimmt nicht sein letzter Hamburg-Besuch.

CU
Olaf
"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
the_mic Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen
Bei meiner Reiseplanung bin ich auch auf den Generator gestossen. Letztendlich hab ich für die eine Nacht dann aber doch ein etwas luxuriöseres Hotel für den dreifachen Preis pro Nacht und mit etwas grösserer Distanz zum Hbf gewählt... weil ich ja die nächsten fünf Nächte im Zelt bei near-zero-comfort (und entsprechenden Temperaturen) zu verbringen gedachte :-)

Le
Ein Zückerchen extra für Mike :-)
tztendlich war der Schwedentrip wieder mal genial. Die ersten zwei Nächte waren noch bitter kalt, danach wurde es aber erträglich: entweder Gewöhnung, effektive Temperatursteigerung oder einfach genug Bier - ich könnt's nicht sagen. Tagsüber immer perfektes Wetter, permanenter Sonnenschein und herrlich warm - optimal für ein Rockfestival und ganz anders als daheim im Süden.

IT-mässig war ich auch nur mit dem Smartphone ausgestattet. Damit das Gerät auch während 6 Tagen ohne Steckdose läuft, hatte ich einen Zweitakku sowie drei externe Akkupacks (1x2000mAh und 2x5000mAh). Ausserdem wurde das Gerät während Nichtgebrauchs in den Flugzeugmodus geschaltet. Letztendlich hatte ich bei meinem Minimalgebrauch sogar noch 2 komplette Akkuladungen übrig :-)
Ein Grund für den Weniggebrauch war: Das lokale Netz war ganz leicht überlastet. Obwohl die Provider zwei mobile GSM-Stationen rund ums Festival aufgestellt hatten, zwangen 25'000 skandinavische Smartphone-Fans die Infrastruktur in die Knie. Voller Empfang und HSPA+ waren zwar ständig gegeben, aber Daten wollten einfach keine mehr übertragen werden...

Gemäs Recherche soll es ja nirgends als in Schweden einfacher sein, eine SIM-Card zu besorgen (es ist auch keine Registrierung nötig... und trotzdem wird das Land nicht von Terroristen überrannt!). Letztendlich musste ich in 7 Läden in Malmö und Sölvesborg nachfragen, bis ich endlich eine Smartphone-taugliche Karte erhalten konnte. 4 Läden hatten überhaupt nichts mehr, 1 nur normalgrosse und 1 versuchte mich mit einem überteuerten Angebot, bei dem er selbst nicht wusste, was da überhaupt beinhaltet war, über den Tisch zuziehen. In Laden 6 war ich dann mental schon so weit, das Taschenmesser zu zücken und eine normalgrosse SIM zurechtzustutzen, aber in Laden 7 bekam ich dann doch noch genau das, was ich brauchte: eine MicroSIM von Telenor für 49SEK (ca 5€) ohne Guthaben für Gespräche - aber mit 7 Tagen Mobilsurfen inklusive.
cat /dev/brain > /dev/null
bei Antwort benachrichtigen
Ma_neva Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen

Hi Mike,

mit diesem Bericht hast Du aber Schwachstellen getroffen und bist echt gestiegen in meinen Augen!
Eine Übernachtung (fast wie bei der Armee, Kasernenmäßig,) relativ schlicht und doch angenehm mit verschiedenen Jahrgängen (man kann doch eigentlich nur selber gewinnen durch solche Kontakte). Ich habe viele solche Situationen auf der Montagezeit durch. Schieneneigene Wohnwagen und Klosett im Freien. Im Winter Arsch abgefroren und im Sommer nur mit Chlor erträglich. Da war es egal ob Du Dipl.Ing, oder Gleisbauer warst, alle dasselbe zu erdulden.
Aber ein abweichender Hinweis:" Wenn man als Schichtleiter" Geld auszahlen mußte und doch Notdurft verspürte, raus aufs Klo und Wohnwagen mit ca 100 000,- DM auf dem Schreibtisch lagen, es fehlte niemals ein Pfennig!
Wir alle hier hier die oftmals auch hinweisen auf ihre "Bildung und Studiumabschluß"  sage ich wirklich nix weiter als was MN nun so schön dargelegt hat in prägnanter Form zu einer Übernachtung! So geht es auf Montage (oder ging?) immer zu! Diebstahl? In 12 Jahren einmal erlebt und der kam zu mir und hat alles abgegeben und sofort gekündigt!
Solche Unterkünfte sind eigentlich relativ sicher und vermitteln auch ein Gefühl für andere Generationen! Da Du aber relativ jung bist (wie mein Sohn derzeit hier auf Urlaub hier), freue ich mich zu Deinem Verständnis.

Gruß
Manfred

Das Genie tut was es muß, das Talent tut was es kann
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen
Mit Olaf hatte ich in Hamburg logischerweise den perfekten Stadtführer,...

Naja, ich hab mir Mühe gegeben ;-) Da ich rechtzeitig Bescheid wusste, konnte ich mir das komplette Wochenende freihalten.

In der eigenen Stadt hat man immer so seine Lieblingsplätzchen, wo man sich besonders gern aufhält, was mitunter zu einer Art "Betriebsblindheit" führt. Da kommt ein "Stadtfremder", Außenstehender und entdeckt Sachen, die einem in all den Jahren verborgen geblieben sind: das "Generator" ist ein hoher Backsteinturm, den man samt gut lesbarem Logo bereits im Innern des Hauptbahnhofs deutlich sehen kann - und doch, ich kannte es nicht. Der China-Döner-Laden am Steindamm war mir ebenfalls neu, da gehe ich bestimmt bald wieder hin.

Eine besondere Freude, lieber Mike, hast du mir damit gemacht, dass du die Speicherstadt sehen wolltest. Die haben viele Hamburg-Touristen gar nicht auf dem Zettel. Fußläufig ist die vom Bahnhofsviertel aus bestens erreichbar, wir sind dann weiter an der Katharinenkirche vorbei ins sog. "Portugiesenviertel" (S & U-Bahn Landungsbrücken, da war ich mit Borlander auch schon), wo man richtig gut und gemülich essen kann - und gar nicht teuer.

An Mikes Abreiseabend gab es dann, wie erwähnt, ein "Mini-VIP-Treffen" mit dem auf der Schweden-Durchreise befindlichen the_mic und dem eigens angereisten Borlander. Da haben wir erst einmal im Block-House am Hauptbahnhof schön draußen im Sonnenschein getafelt. Nachdem wir Mike in die richtige S-Bahn gesetzt hatten - Bahnsteig siehe Foto - haben wir drei Verbliebenen uns dann noch in einem quasi in die Außenalster hineingebauten Café mit Blick aufs Wasser etwas Wind um die Nase wehen lassen.

Dicker Wermutstropfen: der äußere Anlass von Mikes Reise. Natürlich haben wir uns über das Thema ausführlich ausgetauscht, und ich muss sagen, ich bin einigermaßen erschüttert, wie schlecht es in einer vermeintlich stabilen Demokratie wie Deutschland um die Meinungsfreiheit bestellt ist. Die (Gegen-)Argumente sind mir so weit bekannt, dass ich mir ein eigenes Urteil über die Sache bilden kann, und selbst als juristischer Laie kann ich über diese Ansammlung von Abstrusitäten und Spitzfindigkeiten nur den Kopf schütteln.

Insbesondere, dass Kläger sich "à la carte" ihr Lieblings-Landgericht aussuchen können, finde ich mehr als bedenklich. Sehr lesenswert, und gleichzeitig ein bisschen beruhigend: der von Mike verlinkte Telepolis-Artikel.

Das sind so die zum Glück nur ganz seltenen Momente, in denen ich mich für meine Vaterstadt schämen muss.

CU
Olaf
"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
Michael Nickles Olaf19

„Naja, ich hab mir Mühe gegeben - Da ich rechtzeitig ...“

Optionen

Ja, die Speicherstadt war ein Kracher. Wenn man da diese Schiffsrundfahrt mitmacht und da nachts durchfährt, wenn es beleuchtet ist, dann ist das bestimmt ein optischer Megahammer. Das werden wir das nächste Mal unbedingt machen. I'll be back, Hamburg!

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Michael Nickles

„Ja, die Speicherstadt war ein Kracher. Wenn man da diese ...“

Optionen

Schönes Foto. Du hast die typische Stimmung dieser Gegend stilecht eingefangen. Das etwas diesige Wetter Anfang des Monats hat dabei ein bisschen geholfen, wenn es auch bei Sonnenschein natürlich noch schöner gewesen wäre.

Die Idee mit der nächtlichen Bootsfahrt hat was... habe ich bis heute noch nicht gemacht. Werde ich mir aufsparen, bis du wieder hier bist, und dann hoffentlich aus erfreulicherem Anlass!

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
bei Antwort benachrichtigen
PaoloP Michael Nickles

„Ja, die Speicherstadt war ein Kracher. Wenn man da diese ...“

Optionen

Das ist ein fieses Bild wenn ich so an die aktuellen Nachrichten denke.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
bei Antwort benachrichtigen
presla Michael Nickles

„Reisebericht - Hamburg für 10 Euro pro Nacht“

Optionen
Sehr lesenswert ist auf jeden Fall dieser Bericht von Heise: Hamburg hört in Karlsruhe auf. Und wer diesen Bericht gelesen hat, der wird das hier verstehen:
Da verstehe ich das Justizministerium nicht,das die dies nicht unterbinden bzw. darauf hinweisen doch rechtens zu entscheiden.
Also objektiv.
Grüße aus NRW von Presla....... Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut. Kurt Tucholsky
bei Antwort benachrichtigen
Ma_neva presla

„Da verstehe ich das Justizministerium nicht,das die dies ...“

Optionen

Hallo,

Da verstehe ich das Justizministerium nicht,das die dies nicht unterbinden bzw. darauf hinweisen doch rechtens zu entscheiden. Also objektiv.
tja das ist aber schon seehr lange typisch für unser "Justizministerium"! Da würde sich evtl. mal was ändern wenn ein Minister oder Wirtschaftsboss  (sehr stark und einflußreich) betroffen wäre.
Man kann es eben nicht wirklich glauben, doch so sieht die traurige Wahrheit aus. Recht ist wie ein Gummiband welches an "schwacher" Stelle reißt.

Gruß
Manfred
Das Genie tut was es muß, das Talent tut was es kann
bei Antwort benachrichtigen