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Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung

Michael Nickles / 27 Antworten / Baumansicht Nickles

Heute habe ich wieder mal ein Schreiben aus dem Briefkasten geholt, das mich enorm geärgert hat. Und zwar deshalb, weil ich es sich um unerwünschte Werbung handelt. Es war kein Massenschreiben mit der typischen Anschrift "An alle Haushalte", sondern direkt an mich persönlich adressiert.

Im Umschlag steckte zum wiederholten Mal Werbungs-Dreck vom Pay-TV-Anbieter Sky. Ich war niemals Kunde bei Sky (Premiere) und hatte noch niemals eine Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen.

Sky muss meine Adresse also irgendwo eingekauft und zwecks Werbungszusendung missbraucht haben. Überraschenderweise gab es am Ende des Schreibens interessantes Kleingedrucktes:

"Widerspruchshinweis: Sollten Sie keine Werbsendungen wünschen, richten Sie Ihren Widerspruch bitte an den Absender. Verantwortliche Stelle i.S.d. BDSG: Die Adressselektion ist ein Service der deutschen Post Direkt GmbH, Postfach 220159, 42371 Wuppertal."

In einer früheren unerwünschten Werbepost von Sky stand das hier drunter:

Wenn Sie künftig unsere Informationen und Angebote nicht mehr erhalten möchten, können Sie der Verwendung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen. Teilen Sie uns dies bitte möglichst schriftlich unter Beifügung des Werbemittels und Angabe Ihres Namens und Ihrer Anschrift an unsere Adresse mit. Verantwortlich i. S. d. BDSG für Ihre hier verwendete Adresse ist: Deutsche Post Direkt GmbH, Postfach 220159, 42371 Wuppertal.

Die Formulierung wurde zwischenzeitlich also gekürzt. Auf jeden Fall schiebt Sky den "schwarzen Peter" der Deutschen Post Direkt GmbH zu, die für die unerwünschte Werbungszusendung verantwortlich sein soll. Dieses Tochterunternehmen der Post wirbt auf seiner Internetseite mit "Adressenverkauf/Vermietung" in gigantischem Ausmaß:

Auf der Unterseite Consumer-Adressen - gezielt neue Kunden ansprechen heißt es im Originaltext:

"Die Vermietdatenbank von Deutsche Post Direkt bietet die Qualitätsadressen, die Sie für Ihre erfolgreiche Neukundengewinnung benötigen. Unsere rund 37 Millionen Adressen decken nahezu den gesamten Markt an Privathaushalten ab.

Zusätzlich zu den Consumer-Adressen enthält die Vermietdatenbank über eine Milliarde qualifizierte Merkmale aus dem mikrogeografischen System microdialog Daten zu Soziodemografie, Konsumverhalten, Wohnstruktur und Region. Damit ist eine zielgruppenspezifische Selektion von Anschriften möglich."

Die Adressen- und Datensammlung der "Deutsche Post Direkt GmbH" deckt laut eigener Angabe also quasi nahezu den gesamten Markt an Privathaushalten ab. Laut Wikipedia gab es zum Zeitpunkt 31. Dezember 2010 in Deutschland 40.302.00 Haushalte.

Ich habe dieser "Deutsche Post Direkt GmbH" (oder einem anderen Laden von der Post) niemals bewusst die Genehmigung zur Verwendung meiner Adresse für Werbezwecke erteilt. Und ich bezweifle, dass die anderen rund 37 Millionen Privathaushalte das freiwillig und bewusst getan haben. Woher nimmt sich die Deutsche Post Direkt GmbH also das Recht, zu dieser Datennutzung für Werbezwecke?

Als ich vor sechs Jahren umgezogen bin, habe ich natürlich einen Postnachsendeantrag gestellt, aber selbstverständlich auch bei diesem "Formular" keine Einwilligung zu einer anderweitigen Verwertung meiner Adresse erteilt - zumindest an keiner Stelle bewusst.

Seitdem habe ich eigentlich auch keine unerwünschte Werbung mit persönlichem Anschreiben mehr erhalten - bis es vor rund einem Jahr eben wieder los ging. In den Jahren davor wurde ich unter anderem von "Lotterie-Unternehmen" unermüdlich mit unerwünschter Werbepost vollgekotzt.

Ist der Wahnsinn jetzt also wieder angesagt? Auf jeden Fall scheint das mit Sky kein Ausnahmefall zu sein. Vor wenigen Tagen kriegte ich eine Werbepost von der Beiersdorf AG mit einer "Nivea Body Milk"-Probe:

Auch hier war unten dem Kleingedruckten zu entnehmen, dass die Deutsche Post Direkt GmbH für die Werbezusendung zuständig ist. Die Beiersdorf AG räumte mir allerdings auch die Möglichkeit ein, sich direkt bei ihr zu melden, wenn ich keine Werbung mehr von ihr haben will.

Interessant diesen beiden aktuellen und den älteren Vorfällen ist die Nötigung im Kleingedruckten der Schreiben. Ich werde gezwungen zu reagieren, wenn ich künftig keine Werbung mehr haben will. Ich werde genötigt, das schriftlich mitzuteilen. Ich werde genötigt den Beschwerdebrief zu schreiben und auf meine Kosten zu verschicken. Aus dem Bauch raus wette ich, dass bei Verzicht auf Frankieren oder Verzicht auf "Einschreiben mit Rückschein" sowieso nichts rauskommt.

Okay - es gibt diesen "Auskunftspflicht-Paragraphen". Man kann damit jedes Unternehmen zwingen alle Daten mitzuteilen, die es über einen erfasst hat. Man kann Unternehmen auch jederzeit verbieten von ihnen "Post" zu kriegen. Man kann sich auch auf so einer "Robinson Liste" eintragen lassen. Das alles kostet elend viel Zeit und am Ende kommt vermutlich nichts dabei raus.

Gerade bezüglich unerwünschter Werbepost gab es Ende 2011 ein eindeutiges Urteil, von dem unter anderem der Stern berichtet hat. Das Gericht in Lüneburg urteilte, dass das Zuschicken von Postwurfsendungen gegen den ausdrücklichen Willen des Empfängers, einen rechtswidrigen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt.

Eine Begründung für das Urteil war laut Stern auch Artikel 2 des Grundgesetzes, in dem das Selbstbestimmungsrecht garantiert wird. Das bedeutet unter anderem, dass Schutz der Individualsphäre grundsätzlich Vorrang vor Interesse eines Unternehmens an Werbung hat.

Im beschriebenen Urteil ging es generell wohl um eine "harmlosere" Variante von Werbungsbelästigung, nämlich sogenannte "Postwurfsendungen" ohne persönliche Anschrift.

Der Missbrauch von Adressen für personalisierte Werbung - ohne vorherige Einwilligung - ist rechtlich gewiss noch viel schwerwiegender.

Lesenwert zur Sache ist auch ein Beitrag der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein: Was die Post so alles weiß! Die Deutsche Post Direkt GmbH als Datensammler. Dort gibt es auch einen sehr empfehlenswerten Musterbrief als RTF-Dokument mit der man die Post zur Datenauskunft belangen kann und ihr die weitere Nutzung der Daten verbietet.

Ich werde das in Kürze ausprobieren, wobei mir diese Vorgehensweise allerdings zu milde scheint. Treffender wären eher eine Strafanzeige wegen Datenmissbrauchs und eine Schadensersatzforderung wegen Nötigung, Zeit und Geld aufbringen zu müssen, um sich gegen die unerwünschte Werbung zu wehren.

(Fortsetzung folgt…)

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Ma_neva Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Hi Mike,

Okay - es gibt diesen "Auskunftspflicht-Paragraphen". Man kann damit jedes Unternehmen zwingen alle Daten mitzuteilen

tja, aber unglaublich aber wahr wenn man das bei DB tut

Der Missbrauch von Adressen für personalisierte Werbung - ohne vorherige Einwilligung - ist rechtlich gewiss noch viel schwerwiegender.

macht man diesen Anspruch bei der DB geltend bekommt man seine zustehende Freifahrt eben nicht.

Ohne diese "Zustimmungen" die den Datenschutz aushebelt  bekommt man keine Freifahrt mehr! Tja, was ist das "kleinere Übel"?  Fast alle Rentner wissen gar nicht was damit gemeint ist, doch diejenigen die es wissen können auch nix anders tun als "zustimmen"Überrascht. Freifahrt und Fahrvergünstigung "ist keine Pflicht sondern nur ein Almosen" welches nicht einklagbar ist. (Almosen sage ich nun dazu). Wer eben da nicht nicht zustimmt bekommt einfach keine Fahrvergünstigung mehr! So sieht es echt schon aus.

Gruß

Manfred 

Das Genie tut was es muß, das Talent tut was es kann
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xaver4 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Ich werde genötigt, das schriftlich mitzuteilen. Ich werde genötigt den Beschwerdebrief zu schreiben und auf meine Kosten zu verschicken. Aus dem Bauch raus wette ich, dass bei Verzicht auf Frankieren oder Verzicht auf "Einschreiben mit Rückschein" sowieso nichts rauskommt.

Du hast doch einen Gewerbeschein (nehme ich an [?]). Widerspreche 'wie gewünscht' dieser Praxis und lege dem Brief eine (Firmen[?]-) Rechnung mit Zahlungsziel, für aufgewendete Zeit und Material bei.

Wenn es an die Brieftasche geht, werden viele Firmen ganz schnell wach Zwinkernd

vg xaver

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XAR61 xaver4

„Du hast doch einen Gewerbeschein nehme ich an ? . ...“

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Micha hat ja das berühmte Schreiben (Musterbrief) von der Verbraucherzentrale bereits erwähnt, kann ich mir meinen Senf ersparen, in der Regel wirkt aber so ein nettes und höffliches Schreiben wahre Wunder.

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Borlander xaver4

„Du hast doch einen Gewerbeschein nehme ich an ? . ...“

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lege dem Brief eine (Firmen[?]-) Rechnung mit Zahlungsziel, für aufgewendete Zeit und Material bei.

Viel Spaß beim Einklagen des Rechnungsbetrags. Zumal das auch nach Hinten losgehen könnte: Unternehmen müssen im Zweifelsfall nämlich deutlich mehr hinnehmen als Verbraucher…

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Michael Nickles xaver4

„Du hast doch einen Gewerbeschein nehme ich an ? . ...“

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Rechnung für Zeit- und Materialaufwand, werde ich garantiert beilegen.

Viele Grüße,
Mike

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xaver4 Michael Nickles

„Rechnung für Zeit- und Materialaufwand, werde ich ...“

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hallo Mike,

(off topic Zwinkernd ...)

 

Viel Glück und Erfolg für Dich, egal was kommt ...

Glück!

Herzlichen Glückwunsch

xaver

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Michael Nickles xaver4

„hallo Mike, off topic ... Viel Glück und Erfolg für Dich, ...“

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Vielen Dank! :-)

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T6T8 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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In dem verlinkten Artikel ist die Rede von dem Aufkleber "keine Werbung". Das hilft allerdings gar nichts bei sogenannter personalisierter Werbung, also bei Werbung die mit Name und Anschrift versehen ist. Letztere muss nämlich trotzdem zugestellt werden. Der Aufkleber hilft nur gegen allgemein gehaltene Werbeprospekte u.ä.

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XAR61 T6T8

„In dem verlinkten Artikel ist die Rede von dem Aufkleber ...“

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Nein, da die Post personalisiert zugestellt wird, macht der Postebote seinen Job

An dieser Stelle ein Tip welcher ebenfalls wahre Wunder bewirken kann

Postsendung öffenen und den Inhalt unbrauchbar machen, Kovert tauschen (sonst kommt der Mist zurück) und an den Absender per Postkasten senden. Dann muss der Versender nicht nur das Porto x2 zahlen sondern den Müll auch noch selbst entsorgen.

 

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cbt81 XAR61

„Nein, da die Post personalisiert zugestellt wird, macht der ...“

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Postsendung öffenen und den Inhalt unbrauchbar machen, Kovert tauschen (sonst kommt der Mist zurück) und an den Absender per Postkasten senden. Dann muss der Versender nicht nur das Porto x2 zahlen sondern den Müll auch noch selbst entsorgen.

Das ist zu viel Aufwand und wenn ich alleine an die hohen Kosten für den Kouvert denke.... Zwinkernd

Es reicht völlig, wenn man "Empfänger verzogen" auf dem Schrieb schreibt und in den nächsten Briefkasten einwirft. Der Absender bekommt den Mist dann auf seine Kosten wieder zurück. Weil der Absender kein Geld umsonst verfeuern will, wird mein Eintrag (zumindest laut meinem hoffnungslos optimistischen Optimismus) aus seiner Datenbank entfernt und ich bin ihn erst mal los.

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gelöscht_265507 cbt81

„Das ist zu viel Aufwand und wenn ich alleine an die hohen ...“

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Der Absender bekommt den Mist dann auf seine Kosten wieder zurück.

Nicht unbedingt. Ist eher kostenlos.

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cbt81 gelöscht_265507

„Nicht unbedingt. Ist eher kostenlos.“

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Es ging mir dabei um die Kosten für den Briefumschlag, nicht fürs Porto. Den Umschlag muss ja auch einer zahlen und wenn er alles in einen neuen Umschlag packt, muss er ihn zahlen. Das kann sich auf Dauer ganz schön summieren Zwinkernd

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gelöscht_265507 cbt81

„Es ging mir dabei um die Kosten für den Briefumschlag, ...“

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Was für einen neuen Umschlag?
Das muss doch keiner annehmen, wenn du es verschickst.
Nur ein Antwort-Umschlag ist vom Empfänger zu zahlen.

 

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XAR61 cbt81

„Es ging mir dabei um die Kosten für den Briefumschlag, ...“

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Ein Umschlag kostet bei Billig und Co 0,01 Cent - Deine Müllkosten dürften wenn Du pech hast weit darüber liegen.

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T6T8 XAR61

„Nein, da die Post personalisiert zugestellt wird, macht der ...“

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Nein, da die Post personalisiert zugestellt wird, macht der Postebote seinen Job

Was ich nicht bestreite sondern ja sogar ausdrücklich bestätige.

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PaoloP Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Ja die Post verkauft gezielt Adressdaten im grossen Stil. Ich kann nur annehmen das man hier eine gesetzliche Grauzone ausnutzt. Blöde Sache, natürlich kennt die Post deine Adresse. Machste nix dran!

Frage: Welche netten Formuliierungen hattet ihr denn auf getarnter Werbung im Briefkasten auf der Adresszeile des Umschlags damit der Müll den Weg in das Haus oder die Wohnung schafft.
"An sie persönlich" ist so ein Kabel Deutschland Klassiker. Fies sind so Sachen wie "Wichtige Mieterinformation"

Ich bin damals belächelt worden weil ich meine Packetstation aufgegeben habe. Die Post will dafür jetzt zwingend meine Handynummer für eine PIN und die Handynummer verkaufen sie natürlich auch. Wenn ich jetzt noch bei der Postbank bin habe ich endgültig die Arschkarte.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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gelöscht_265507 PaoloP

„Ja die Post verkauft gezielt Adressdaten im grossen Stil. ...“

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Deine Gemeindeverwaltung kennt auch deine Adresse und es wird lebhaft gehandelt.

Ist sogar legal.

 

Was kann man tun?
Ist ein Freiumschlag dabei, alles zurückschicken, aber besonders schwer machen.

 

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PaoloP gelöscht_265507

„Deine Gemeindeverwaltung kennt auch deine Adresse und es ...“

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In Berlin haben wir keine Gemeindeverwaltung sondern nur das LEA = Landeseinwohneramt.  In Berlin gilt die Regelung des aktiven Wiederspruchs. Wer möchte kann den Gang zum Landesweinwohneramt antreten und beantragen das er vom aktiven Datenhandel ausgeschlossen werden möchte. (Natürlich macht das niemand, das ist ja der Trick)

Da ich viele Freunde und gute Bekannte habe die in der Berliner Verwaltung arbeiten weiss ich das so ein Wiederspruch im Prinzip sinnlos ist. Beispiel: Mein bester Freund aus Bundeswehrzeiten arbeitet im Landesschulamt als einfache Sekretärskraft(Schreibtippse im Vorzimmer) Täglich rufen bei ihm dutzende Firmen an um über die Lehrer; Schulen und Lehrkräfte Informationen zu erhalten. Er hat die ausdrückliche Weisung alles wahrheitsgemäss zu beantworten wenn sich der Anrufer als Interessensvertreter im Bildungsbereich(Lobby) zu erkennen gibt. Bundegesetze machen das möglich das alle Lobbyisten die Datenschutzregelungen, die lokal auf Ebene der Länder geregelt sind, problemlos umgehen. Bundesgesetz geht immer vor. Warum meinst du denn liest du immer du immer "der Datenschutzbeauftragte aus Hamburg oder Schleswig Holstein"....  Lokale Krauter ohne Einfluss :)

Ein Bundesgesetz für Datenschutz würde alles ändern.  Wir haben gerade keine eine massive Spionageaffäre und es ist Wahlkampf. Aber no one cares :)

Ende meiner Anleitung: Warum gehe ich nicht wählen :)


 

 

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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Olaf19 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Völlig sinnlos: unfrei zurückschicken, unbekannt verzogen, nicht zu ermitteln etc.

Das kann man machen, wenn die Werbung direkt vom Werbetreibenden stammt und nicht von der Post. Im letzteren Fall bringt das überhaupt nichts, weil die Post davon gar nichts mitbekommt. Dummerweise sieht man den Briefen nicht an, auf welchem Weg sie zu einem gekommen sind - als Absender ist immer der Werbetreibende angegeben, auch wenn er gar nicht der Absender ist.

Glatte Parallele zu Mikes Fall: Ich bin jahrelang von Möbel Kraft Bad Segeberg mit Werbung bespammt worden. Die kam zwar nicht oft, aber gestört hat es mich doch.

In meiner ganzen Arglosigkeit habe ich schließlich in dicken Lettern "EMPFÄNGER VERSTORBEN!!!" auf die Umschläge geschrieben - hat die überhaupt nicht gejuckt. Schließlich habe ich da angerufen, um mich zu beschweren und dabei auch die von mir nie angeforderte "Kundennummer" durchgegeben.

Zu meinem Erstaunen teilte man mir mit, dass diese Kundennummer gar nicht existiere, der ganze Aufbau war falsch, es war keine Nummer von Möbel Kraft. Dann stellte sich heraus: die "Kundennummer" ist eine Nummer bei der Post - ich müsse mich dort abmelden. Möbel Kraft teilte mir also allen Ernstes mit, sie selbst hätten gar keinen Einfluss darauf, ob ich von ihnen Werbung bekäme oder nicht!!

Also bei der Post angerufen, und dort hat man mich dann "netterweise" aus der Werbekartei entfernt.

Ich finde, dieses ganze Prozedere ist schon eine ziemliche Zumutung.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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TAsitO Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Hallo .

Trotz Datensperre hat nach circa fünf bis zehn Jahren die Gemeindeverwaltung Adressdaten an die Kirche herausgegeben und nun werde ich direkt belästigt mit dem Gemeindeblatt von denen .

Hässlich so etwas .

Gruss .

http://www.talk-about.org/leben-ist-mehr/default.asp
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gelöscht_103956 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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naja, wo kein Kläger, da kein Richter.....

Mein Bruderherz war nach einen Umzug auch so frei, für kurze Zeit meine Adr. als "Zwischenlager" -Nachsendeadr. anzugeben. Und nach 1 Woche fing die Flut an. Alles gleich in den Papierkorb.

Leider hat das aber nicht aufgehört, als er sich wieder umgemeldet hat. Selbst nach 2 Jahren kam immer noch dieser Müll. Ich hab dann angefangen alles unfrankiert mit " Empfänger unbekannt " wieder in den Postkasten zu werfen. So nach 1 Jahr ist endlich Ruhe im Karton. 

Nach den Meldeämtern müßte die Post die größte Adr. Datenbank in D haben und keine rechtliche Regelung!???

Was soll man in dieser Bananenrepublik und vereinigt besetztes Wirtschaftsgebiet auch erwarten? 

Nix.

 

 

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Anonym60 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Ich würde den Mist einfach wieder in den gelben Postkasten werfen. So habe ich es eine zeitlang mit der blöden Werbung von Kabel Deutschland gemacht. Da stand dann immer drauf "An alle Haushalte". Ab Januar 2013 gab es dann die Werbung mit meinem Namen. Kunde von denen bin ich nicht und war ich noch nie.

Die Bande hat sogar dieses Jahr im April die Plombe entfernt und das Kabel angeschlossen. Nach einiger Zeit gab es wieder einen Brief. Der Inhalt lautete dann in etwa da ich einen Anschluss nutzen würde bla bla bla.

Rege dich nicht über so einen mist so auf. Glaub mir die würden sich eher darüber freuen. Und wenn Du da anrufst und deine Nummer nicht unterdrückst dann haben die die auch nocht.

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gelöscht_305164 Anonym60

„Ich würde den Mist einfach wieder in den gelben Postkasten ...“

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Ich würde den Mist einfach wieder in den gelben Postkasten werfen.

Meine Vorgehensweise vor langer Zeit:

- Eintrag in die Robinsonliste https://www.robinsonliste.de/

- Personalisierte Werbung ungeöffnet mit dem Vermerk "Annahme verweigert" in die Post

- Aufkleber "Keine Werbung - Keine Zeitschriften" am Briefkasten

Punkt 3 meinten einige ansässige Pizzabratereien nicht beachten zu müssen:

==> Anwalt, Abmahnung

Ruhe ist.

Dementsprechend heftig ist mein Spamfilter.

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Martina61 Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Hallo,

schau einmal hier:

http://www.express.de/panorama/wegen-unerwuenschter-werbung-urteil--post-muss-2000-euro-strafe-zahlen,2192,21041268.html

 

Bei jeder unerwünschte Werbung, mache ich die Empfängeradresse (also meine) unkenntlich und schreibe  "ZÜRÜCK an Absender" drauf und ab in den Briefkasten.

Wenn das nicht hilft, drehe ich den Spieß um... und spamme die per Fax zu :-)

 

Gruß

Martina

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Michael Nickles Martina61

„Hallo, schau einmal hier: ...“

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Hi Martina,

Hochinteressant - denke das sollte ausprobiert werden.

Viele Grüße,
Mike

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markus_firefoxi Michael Nickles

„Müll des Monats: Post belästigt mit unerwünschter Werbung“

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Hi!

Danke für eure Beiträge. Hätte mir fast schon den Brief von der Verbraucherzentrale ausgedruckt. Ich habe nämlich vor ein paar Wochen n Direct-Mailing von der Schufa Holding AG erhalten... komisch dachte ich mir, hat das was mit meinem kfW-Studienkredit vielleicht was zu tun? Da waren so Häkchen, da bin ich mir nicht mehr sicher;)

Umgezogen mit Nachsendeauftrag bin ich auch schon mal, aber da kam eigentlich nie was. Also gut - durch euch motiviert, einfach mal bei der Deutsche Post Direkt GbmH, Troisdorf angerufen - in Wuppertal gabs mit meiner google-Schnellsuche keine Nr.. Der freundliche Mitarbeiter hat mir dann die Nr. gegeben, "mit meinem umfangreichen Anliegen" wäre ich hier richtig:

0800-9369373
Die freundliche Dame hat meine Daten anstandlos für eine weitere Verwendung gesperrt. Auf meine Rückfrage hin, bleobt das auch nach einem Umzug bestehen. Nebenbei: 6-8 Wochen könne noch was kommen - is klar, so n Mailing im Massenoffset kann ja auch mal bissel dauern. Hat mir auch noch den Tipp gegeben, ich soll mich mal bei der Robinson Liste eintragen (insbes. für weniger Werbung per E-Mail, die mag sie nämlich auch nicht!!) lol... witzig, aber arbeitet beim wahrscheinlich größten Mailingversender Deutschlands.

Finds zwar auch krass, dass das so abläuft, aber vielleicht war das wirklich die kfW-Geschichte...

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XAR61 markus_firefoxi

„Hi! Danke für eure Beiträge. Hätte mir fast schon den Brief von ...“

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Also Micha, mache es einfach wie ich mit Kabel Deutschland (KD), war nie Kunde und werde nie Kunde ! Habe KD angeschrieben und aussergerichtlich versucht nicht mehr von KD belästigt zu werden, Nach dem ich KD dann mit einer Erhöhunung einer Schadenssumme gedroht habe, hat mir KD mir KD dann versichert, mich nie wieder zu belästigen, da ich ich im Februar wieder den unverlangten KD - Müll erhielt geht alles an die VZ (Verbraucherzentrale ) und etwa zeitgleich an den Anwalt und das solltest Du auch machen.  

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