Tach zusammen,
habe gestern einem Bekannten das MB getauscht. Beim Ausbau habe ich dann zum ersten Mal aufgeblähte ElKo's gesehen...
...sein Borad funktionierte noch tadellos, der Wechsel hatte andere Gründe (USB1.1, kein Firewire etc.).
Interessant ist, das alle 10 "kleinen" 1000yF ElKo's aufgebläht waren.
Nun die Frage, warum blähen die Teile eigentlich auf?
Ich meine, die sind ja wohl richtig dimensioniert, aber von schlechter Qualität?
Oder gibt es da auch "externe" Gründe/Einflüsse, wie, ja eigentlich einzig, das Netzteil?
Ist ein MSI Board, habe aber die genaue Bezeichnung leider nicht vorliegen, irgendwas K7..266..RA?, ist nen Sockel A für 266MHz, nicht mehr.
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Elkos blähen sich auf und infolge dessen platzen sie meißt, wenn sie einen zu großen (Wechsel)Strom verkraften müssen.
Um genau zu sein, Elkos (in deinem Beispiel) puffern die Versorgungsspannung und schliesen Restwechselspannung kurz.
Da herkömmliche Elkos dazu nicht geeignet sind, nimmt man Elkos für den Schaltnetzteil Betrieb.
Sie haben einen geringen ESR und sind in aller Regel belastungsfähiger (Temperatur und Wechsellast).
Wenn nun solche Elkos den Deckel lüpfen, kann es 2 Gründe haben.
Der Elko hält nicht, was er halten soll (nach meiner Kenntniss wahrscheinlich, da viel Boards mit schlechten Elkos bzw. minderer Qualität produziert wurden), oder dein Netzteil macht Probleme (auch möglich, kann man mal nachschauen ).
gugst du hier http://www.heise.de/newsticker/meldung/34989
Die Elkos reagieren auf Wärme. Je mehr Wärme sie abbekommen, desto schneller gehen sie kaputt.
Dummerweise werden Elkos sehr nah am Sockel verbaut, was wohl technische Gründe hat.
Das heikle an der Geschichte: Wenn jetzt ein schwacher CPU-Kühler zum Einsatz kommmt, der die Wärme nur unzureichend abführt, dann kann so eine CPU schnell auf 70°C kochen. Naja, und die Elkos kochen dann mit, weil sie ja direkt am Sockel stehen.
Fazit: Ein guter CPU-Kühler kann durchaus sein Geld Wert sein.
Edit:// Habs am eigenen Leib erfahren müssen. K7/266A...
[Diese Nachricht wurde nachträglich bearbeitet.]
@Ganoven Ede:
Vielen Dank, Heise wie immer lesenswert!
@Dukat:
Ja, die alte Laier, CPU kann 70°, aber die Bauteile ringsherum...
Sein XP1800+ läuft jetzt auf dem neuen Board mir 50° unter Volllast, dass sollte gehen.
Die "großen" Elkos rund um die CPU sind alle in Ordnung - die kleinen, quer übers Board verteilt, sind alle gebläht.
Wollte das Board mal einen Bekannten geben, der kann sehr gut Löten. 10 neue Elkos können ja nicht viel kosten...
Danke euch beiden!
Vielleicht kann mir ja jemand bei neuen Elkos helfen:
die defekten haben 6,3V 1000yF. Habe mal bei Conrad geguckt, bin aber verunsichert, weil im Heise Bericht ja von Herstellertabellen bzgl. der Lebensdauer die Rede ist.
Kennt sich hier jemand so gut aus, dass er mir direkt zu einem XY Elko der Firma Z raten kann, der entsprechend geeignet ist? 6,3V 1000yF...Radial Elko..
Hallo .
beste alternative , älteres 100 % Defekt Mainbord mit passend Ekos nehmen oder ersteigern ( oder beim Händler um die fragen nach alten defekten Mainbords ) und umlöten . 6,3V sollten auf jeden fall stimmen , die 1000yF da kann du nehmen was du willst sofern die mind. 1000yF oder mehr , da gibt keine grenzen , sind eben dann stabiler da höher ausgelegt .
MFG Mister X
@ OWausK:
Ich erzähl ja nicht irgendwas. Der 08/15-Kühler meines 1.6er AMD war schon nach einem halben Jahr ziemlich von Zigarettenrauch-Ablagerungen und Staub versifft. Ergebnis: 70C° an der CPU und aufgequollene Elkos rund um den Kühler, letztere allerdings erst nach weiteren 1 1/2 Jahren.
@Dukat:
Oh, dass hast du jetzt falsch verstanden - war natürlich als Bestätignung deines Posts gemeint!
"Die alte Laier", weil sich viele Leute zu wenige Gedanken um solch hohe Temperaturen machen...
...nicht, weil du es geschrieben hast, sorry!
Habe bei RS-Components passende Elkos gefunden - allerdings auch nur 1000yF, weil schon 1200er wesentlich größer bauen und das könnte zu Problemen führen...
Danke nochmal!
