Das ist nicht neu, sondern nur der Nachfolger des alten AMR-Steckplatzes: ACR Advanced-Communications-Riser, für Modemsteckkarten. Allerdings bekommt der Endanwender in der Regel weder das eine noch das andere zu kaufen.
Die auf der taiwanesischen IT-Fachmesse Computex 2000 von VIA Technologies gezeigte vollendete ACR-Spezifikation bietet eine größere Bandbreite und ermöglicht es, mehrere Kommunikations-Funktionen - vom Modem über die Soundkarte bis zur ADSL-Netzwerkkarte - auf einer einzelnen Karte unterzubringen. Im Gegensatz zum AMR-Steckplatz setzt man bei ACR auf einen Standard-PCI-Steckplatz, der jedoch nicht für herkömmliche PCI-Karten gedacht ist.
Um zu verhindern, dass es zu Verwechslungen mit normalen PCI-Karten kommt, wird der ACR-PCI-Slot um 180 Grad gedreht auf dem Mainboard aufgebracht. Dank des ACR-PCI-Steckplatzes können Mainboard-Hersteller auf Sonder-Steckplätze verzichten und die Kosten senken.
ACR wurde gemeinsam von VIA Technologies, 3Com, ALi, AMD, Lucent, Motorola, NVidia, Texas Instruments und anderen Herstellern entwickelt. Da VIA ein wichtiger Anbieter von Mainboard-Chipsätzen ist, kann mit einem Erfolg des AMR-Nachfolgers gerechnet werden, auch wenn Intel nicht mitspielt. Erste ACR-unterstützende Mainboards, beispielsweise von ASUS, sollen im dritten und vierten Quartal 2000 auf den Markt kommen.