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Top-10-Argumente pro Open Source

Olaf19 / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo zusammen!

Sorry fürs Missbrauchen des Linuxboards - schließlich ist Open Source keineswegs ausschließlich eine Linux-Angelegenheit - trotzdem fand ich, dass das Thema hier am besten passt: http://www.heise.de/open/Krisenhelfer-Open-Source--/artikel/143361/0

Sehr lesenswerter und sauber geschriebener Artikel, wie ich finde.

FYI
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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KarstenW Olaf19 „Top-10-Argumente pro Open Source“
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Klar, die meisten Firmen nutzen Freie Software um Kosten zu reduzieren. Das Betriebsystem selbst interessiert die wenigsten Geschäftsführer.
Komischerweise war früher, also vor 1983 ,selbst Unix Open Source. Die Krise mit Closed Source begann 1983 als AT&T Unix System V erschien.
Die Softwareindutrie hat sich selbst das Geschäft mit Closed Source kaputt gemacht.



Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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violetta7388 KarstenW „Klar, die meisten Firmen nutzen Freie Software um Kosten zu reduzieren. Das...“
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Hallo Olaf19 und KarstenW,
Hallo Forum,

opensource ist eben n i c h t mit "freier Software etc." gleichzusetzen. Wenn opensource also immer korrekt ausgelegt werden würde, dann ist eine kommerzielle Nutzung nur gegen Lizenzgebühr möglich.
Alle großen linux-Distributionen bieten bekanntlich auch business-Versionen an. Leider halten sich die wenigsten Firmen wissentlich oder unwissentlich daran.

Jeder gewissenhafte und verantwortungsvolle Administrator achtet auf die Einhaltung der Lizenzregeln!!!


MfG.
Violetta

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Olaf19 violetta7388 „Hallo Olaf19 und KarstenW, Hallo Forum, opensource ist eben n i c h t mit freier...“
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Das heißt also, wenn ein Unternehmen statt des IE den Firefox einsetzt, wäre eine Lizenzgebühr an die Mozilla Foundation fällig? Das wäre mir allerdings auch neu.

Ansonsten würde ich Open Source einfach mit "quelloffene Software" übersetzen; dass es sich dabei um Freeware handelt, kann sein, muss aber nicht.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Acader Olaf19 „Das heißt also, wenn ein Unternehmen statt des IE den Firefox einsetzt, wäre...“
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Das heißt also, wenn ein Unternehmen statt des IE den Firefox einsetzt, wäre eine Lizenzgebühr an die Mozilla Foundation fällig?

Also das habe ich auch noch nicht gehört und ist wohl auch nicht so........kopfschüttel


MfG Acader
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the_mic violetta7388 „Hallo Olaf19 und KarstenW, Hallo Forum, opensource ist eben n i c h t mit freier...“
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Das hängt schwer von der verwendeten Lizenz ab. Die GPL erlaubt den Verkauf der Software, erzwingt ihn aber nicht. Solange ein GPL-lizenziertes Programm irgendwo kostenlos verfügbar ist, darf diese kostenlose Version genutzt werden - auch für kommerzielle, staatliche, militärische oder sonstige Zwecke.

vBulletin ist hingegen ein quelloffenes Programm unter proprietärer Lizenz, das nur gegen Bezahlung einer Gebühr eingesetzt werden kann.

cat /dev/brain > /dev/null
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violetta7388 the_mic „Das hängt schwer von der verwendeten Lizenz ab. Die GPL erlaubt den Verkauf der...“
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Hallo Forum,

zugegeben ein ziemlich komplexes Thema und nicht pauschal zu klären. The mic hat schon auf die Abhängigkeit
zu bestehenden Lizenzen verwiesen. Platt gesagt müßte jedes Unternehmen v o r dem Einsatz von opensoftware
die Nutzungbedingungen der jeweiligen Lizenz prüfen und auch später danach handeln. Dies passiert in der Praxis jedoch leider nicht.

Auf die Definitionen von "freier Software", "opensource-Software" etc. will ich gar nicht weiter eingehen. Ganze Organisationen befassen sich mit der Überwachung, Einhaltung der Lizenzrechte etc..

In Deutschland findet u.a. das UrhG (= Urhebergesetz), speziell der § 32 Anwendung. Danach k a n n der Urheber der Software ein unentgeltliches Nutzungsrecht einräumen, muß er aber nicht! Und genau da beginnt dann die Rechtsunsicherheit.

Viele Unternehmen bieten daher abgespeckte "freie Software" neben kostenpflichtiger business-Software an.
Stellvertretend können beispielsweise opensuse / SLED, fedora / Redhat erwähnt werden.

MfG.
violetta





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Olaf19 violetta7388 „Hallo Forum, zugegeben ein ziemlich komplexes Thema und nicht pauschal zu...“
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Platt gesagt müßte jedes Unternehmen v o r dem Einsatz von opensoftware die Nutzungbedingungen der jeweiligen
Lizenz prüfen und auch später danach handeln. Dies passiert in der Praxis jedoch leider nicht.

Hast du dazu irgendeine zuverlässige Quelle?

Aus dem Bauch heraus wundert mich das zunächst, denn die Unternehmen haben ja einschlägige Erfahrungen mit Closed Source, wo Lizenzbedingungen peinlich genau beachtet werden müssen - wenn du 100 Computer hast, brauchst du eben auch 100 Lizenzen - insofern ist dieses Thema für sie eigentlich nichts Neues.

Oder beruht das eher auf einem Missverständnis, so nach dem Motto "open ist dasselbe wie Freibier"? Und darf ein Unternehmen nicht opensuse oder fedora benutzen, ohne Lizenzgebühren zu zahlen?

CU
Olaf
Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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violetta7388 Olaf19 „ Hast du dazu irgendeine zuverlässige Quelle? Aus dem Bauch heraus wundert mich...“
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Hallo Olaf19,

gern hätte ich heute ein Ergebnis präsentiert, aber das Thema ist so komplex, daß ich lieber einem Blinden die Vielfalt der Farben erklären würde! Am Beispiel von open(suse) nachfolgend ein Klärungsversuch (fedora habe ich trotz gutem Willen nicht mehr angesprochen. Ich bitte um Verständnis).

Zur Klärung an Novell, Nürnberg, gemailt. Ergebnis: Weiterleitung in die USA. Eine telefonische Nachfrage in Nürnberg ergab, daß alle lizenzrechtlichen Fragen, aber auch einfache Fragen zu Lizenzgebühren, ausschließlich in den USA (Joe Brockmeier, Novell) beantwortet werden (können). Es gibt keine deutsche Anlaufstelle mehr! Pech für alle deutschen und zukünftige Fragensteller.

Bei Recherchen im www. stellte ich fest, daß in den Lizenzbedingungen immer zunächst auf US-Recht, aber auch zugleich auf lokales, deutsches Recht Bezug genommen wird. Das sich hieraus ein prima Tummelplatz für Anwälte ergibt, dürfte wohl klar sein.

Und um es jedoch noch komplizierter zu machen, so können einem suse-Produkt, gleichzeitig mehrere Lizenzbestimmungen zugrunde liegen und auch Anwendung finden. Yast z.B., war lange Zeit gar keine freie Software und wurde erst ab suse 9x unter GPL gestellt. Nvidia, Ati sind weitere Beispiele. Wer hier wirklich einmal eine Klärung benötigt, ist arm dran.

Z.Zt gibt es im Markt wohl folgende suse-Versionen:
SUSE Linux - Eine out of the box -Version für Privatanwender (wie bekannt gegen Gebühr),

SUSE LINUX Enterprise Server - Die Business-Variante mit umfangreichem Support (Kosten dürften bestens bekannt sein) und

OpenSuse - Die freie Software mit dem Kern von Suse-Linux, aber fehlendem flash, Sun-Java etc.


OpenSuSE ist nicht mehr offizieller Bestandteil von Novell, also ohne support, sondern wie bekannt ein Projekt der linuxcommunity. Insgesamt also frei?!? Ich hoffe es wenigstens, da ja auch hier die o.ä. flash, Ati etc.-Problematik greift.

So, was ist nun wirklich zu tun?

Bei SLES und suse linux dürfte alles klar sein, da hier durch den Kauf zumindest die Lizenzgebühren entrichtet wurden, zumindest so lange, wie nicht andere lizenzfplichtige Pakete eingespielt und nutzbar gemacht werden. (Vielleicht sind die Lizenzgebühren aber auch nur Nutzungsgebühren und müssen dementsprechend immer wieder renewed (= prolongiert) werden. Ich wage gar nicht dran zu denken)?

Opensuse ist freie Software, wenn nicht lizenzpflichtige Pakete eingespielt werden. (Oh je und dann)???
Das gilt sowohl für die Privatanwender und erst recht für den business-Bereich und in letzterem Bereich kann ich nur empfehlen, alle Lizenzen schön griffbereit zu halten. Aber das dürfte Ihnen aus anderen Bereichen ja bekannt sein.

Hier noch einige (tlw. etwas angestaubte) links, aber doch hilfreich zum Thema:

http://www.linux-administrator.net/linux-admin/debian-oder-suse.html?Itemid=1
http://www.novell.com/de-de/products/server/comparative.html
http://linuxwiki.de/SuSE
http://www.novell.com/de-de/linux/renew_faq.html#four


MfG.
violetta






















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Olaf19 violetta7388 „Hallo Olaf19, gern hätte ich heute ein Ergebnis präsentiert, aber das Thema...“
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Na das ist doch auf jeden Fall schon eine ganze Menge Lesestoff... und das Wochenende rückt ja mit Riesenschritten näher ;-)

Danke für die ausgiebige Recherche, ich wollte dir aber nicht so viel Arbeit aufbürden *schäm*.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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