Die zweite Edition des Buches "The Debian System" kommt in ein paar Monaten heraus.
Ich kann allen Debian Einsteigern dieses Buch empfehlen.
http://madduck.net/blog/2009.10.08:commencing-work-on-the-second-edition-of-my-book/
Man kann es bei Amazon vielleicht im Mai 2010 bestellen:
http://www.amazon.de/Das-Debian-System-Konzepte-Martin-Krafft/dp/3937514791/ref=wl_it_dp_o?ie=UTF8&coliid=IKIEODH0ZFN9W&colid=2I19TVA1L12JW
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Danke Karsten,
ich möchte bei der Gelegenheit auch eine Empfehlung für Debian-Einsteiger aussprechen:
Debian GNU/Linux /m. DVD-ROM: Das umfassende Handbuch
von Heike Jurzik,
bei Amazon:
http://www.amazon.de/Debian-GNU-Linux-DVD-ROM-umfassende/dp/3836213869/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1256575029&sr=8-1
Für die aktuelle Debian Lenny, sehr gut und verständlich geschrieben!
Hallo cscherwinski,
kann ich nur bestätigen. Eine wirklich gute Fachfrau in Sachen Linux.
MfG.
violetta
Hallo violetta, du kennst Heike Jurzik ?
MfG Acader
Moin Acader,
kennen möchte ich durch "Sie ist mir als Fachfrau bekannt" ersetzen. Viele Ihrer Artikel und Bücher stehen natürlich auch in meiner Bibliothek.
MfG.
violetta
Nun, da muß ich mir wohl auch mal paar Bücher von ihr zulegen.
Für gute Bücher habe ich immer etwas übrig.
MfG Acader
Hat mir schon des öfteren bei Problemen mit Debian bzw. Linux weitergeholfen, eine echte Empfehlung!
Das Buch "Das Debian System" ist eigentlich für Administratoren gedacht.
Bei Debian ist man in gewisser Weise sein eigener Administrator .
Eine ganz ketzerische Frage bei dieser Gelegenheit... welche konkreten Vorteile hat man als Anwender, wenn man sich anstelle von Ubuntu "das Original" Debian installiert? Nach allem, was ich darüber gelesen habe, soll der Hauptunterschied darin bestehen, dass man bei Debian viele Pakete manuell nachinstallieren muss, die bei Ubuntu schon dabei sind, weshalb Debian eher für fortgeschrittene Linux-Anwender empfohlen wird. Also ist das auf Debian aufbauende Ubuntu doch *mindestens* so gut, oder habe ich etwas übersehen?
CU
Olaf
Das originale Debian soll (wie Unix) ein Universalbetriebsystem sein. Man kann sich den Rechner wahlweise als Internetserver oder als Desktoprechner konfigurieren.
Bei Debian etch (und lenny ?) gibt es einen Menüpunkt "Softwareinstallation" bei der Installation. Wenn man auf diesen Menüpunkt klickt wird ein Desktop und der XServer automatisch installiert.
Man kann diesen Menüpunkt auch überspringen , arbeitet die restlichen Menüpunkte ab , startet das System neu und kann sich mit aptitude den Rechner selbst einrichten , wie man ihn braucht (Server, Desktoprechner Router).
Bei Ubuntu wird der Desktop automatisch installiert (bei der Alternate Version wohl nicht). Man soll aus Sicherheitsgründen keinen Desktop und auch keinen XServer auf einem Internetserver installieren. Man installiert auf einem Server immer ein Minimalsystem, damit nicht durch Programmierfehler in ungenutzten Programmen der Server komprimitiert werden kann.
Ich glaube die Kompatibilität zur Linux Standardbase ist bei Debian besser als bei Ubuntu. Ich kann mich aber auch irren. Debian etch ist zur LSB 3.1 kompatibel und Debian lenny ist zur LSB 3.2 kompatibel.
Die Linux Standard Base garantiert eine Binärkompatibilität (die bei Unix leider fehlt) zwischen den Distributionen. Der Anwender kann dadurch Programme von anderen Distributionen installieren und die Programmierer müssen ihre Programme nicht ständig an die jeweilige Distribution anpassen.
Diese Binärkompatibilität ist vor allem für Desktopanwendungen wichtig.
Ubuntu versucht mit grafischen Programme wie dem Networkmanager die Konfiguration einfacher zu machen.
Bei Debian geht es in erster Linie um eine flexible Konfiguration des gesamten Systems.
Unixprogrammierer haben in der Unixphilosophie erklärt das man dem Administrator keine grafischen Programme (werden Captive User Interfaces genannt) für die Konfiguration vorsetzen soll, welche die Flexibilität behindern.
Ich kann dir das nicht so einfach erklären. Das steht alles in der Unixphilosophie erklärt:
http://sites.inka.de/mips/unix/unixphil.html
Ich würde mal behaupten das Debian ein System für Anwender ist die ein Betriebsystem wie ein Unix haben wollen.
Bei kommerziellem Unix gibt es Probleme mit dem Sourcecode oder es fehlen Standards für Desktopanwendungen u.s.w. Bei Unix gibt es auch ein paar Sachen die man verbessern müßte.
Was ich an Ubuntu nicht verstehe ist, das man versucht aus einem flexibel konfigurierbarem System wie Debian eine Art Desktopsystem zu machen. Das wird nicht funktionieren. Dafür wurde Debian nicht entwickelt.
Desktoprechner sind nicht kompliziert,egal ob mit Unix oder Debian GNU/Linux. Die meisten Anwender kommen von Windows oder Mac OS. Und Apple oder Microsoft haben dem Anwender die Illusion vermittelt das ein System unbedingt mit grafischen Programmen konfiguriert werden muß. Bei Unix oder Debian wird das System kaum mit grafischen Programmen konfiguriert. Das ist für viele Einsteiger ungewohnt . Deshalb empfehle ich Debian für fortgeschrittene Linuxanwender.
Ja, das ist so in etwa das, was ich mir gedacht hatte. Das heißt, für Anwender, die ein reines Desktopsystem, nicht Server einrichten und es ähnlich einfach und intuitiv wie in Windows oder Mac OS X haben wollen, wäre Ubuntu die bessere Wahl. So ungefähr hatte ich das auch eingeschätzt.
CU
Olaf
Hallo Olaf, laß dir folgendes gesagt sein:
Ubuntu ist im Desktopbereich z.Z. klar erste Wahl.
Die Entwickler tun in letzter Zeit sehr viel dafür und Ubuntu wird immer besser und stabiler und hat somit den anderen Desktop-Systemen schon lange den Rang abgelaufen, was sich auch in immer mehr in steigernden Zahlen der Anwender wiederspiegelt.
Debian sollte man deshalb vornehmlich im Serverbereich einsetzen.
Mfg Acader
Grüß dich Acader, danke für deine klaren Worte.
Das entspricht so ziemlich genau meiner Einschätzung, wie ich sie "aus dem Bauch" heraus getroffen hätte - schön zu lesen, dass das auch von erfahrenen Linux-Praktikern so bestätigt wird.
THX
Olaf
Hallo Olaf,
wenn Du um Lichtjahre hinterherhinken willst, dann nimm debian.(KarstenW läuft jetzt bestimmt Amok).
Zugegeben etwas sehr ketzerisch, aber es ist immer einer der großen Kritikpunkte geblieben.
Mit der letzten Veröffentlichung ist debian allerdings wieder ganz vorn dabei und es läuft unverändert stabil.
MfG.
violetta
Ich sage nicht das Debian für Einsteiger empfohlen werden kann.
In der Industrie braucht man so lange Releasezyklen, damit der Administrationsaufwand nicht so groß ist.
In München wurden 10.000 Rechner auf Debian GNU/Linux umgestellt. Wenn die Admins mit einem Upgrade auf etch fertig sind, dann ist wahrscheinlich schon wieder die lenny Version veraltet.
Der Herr Oberbürgermeister Ude will ja unbedingt Kosten reduzieren ;-).
Hallo KarstenW,
debian läuft bei mir ja auch auf den Servern.
Als desktop-Variante nehme ich opensuse, es kommt bei den usern einfach besser an.
Ude hat recht.
MfG.
violetta
Ich weiß nicht ob es wahr ist, aber ein bekannter hat mir erzählt:
Es ist oder war sogar ein Debian mit Freebsd Kernel geplant..
Da der Linux Kernel schon sehr groß sein soll, die "BSDs" aber sehr schwierig, ist dies vielleicht ganz gut.
Obwohl, für Profis gibt es wohl Debian Univention.
Für Schulen und Hochschulen soll aber das ganz Normale oft im Einsatz sein.
Ja das stimmt. Bei der nächsten Debian 6.0 Version kann man an Stelle des Linuxkernels auch einen FreeBSD Betriebsystemkern installieren.
Das System heißt ja auch GNU/Linux, weil im Prinzip Linux nur der Betriebsystemkern ist.
FreeBSD baut auf dem BSD Unix der 90er jahre auf. Und bei BSD Unix hatten sie schon seit den 70er Jahre Erfahrungen in der Entwicklung von Betriebsystemen.
Ich habe bei Pro Linux etwas darüber gelesen:
http://www.pro-linux.de/news/2009/14037.html
Wenn du mal FreeBSD testen willst, dann kannst du alle Programme die du von Linux kennst auch unter FreeBSD nutzen.
Unterschiede gibt es hauptsächlich beim Betriebsystemkern und der verwendeten Shell. Bei FreeBSD 6.0 war oder ist eine Bourne Shell als Standard Shell installiert (die BASH ist praktisch die Nachfolge Version von der alten Bourne Shell von Unix). Und für root wurde eine C - oder erweiterte C-Shell installiert.
Und bei FreeBSD gibt es keine init Scripte im alten System V Style (wie bei Linux) . FreeBSD hat den Initprozess von NetBSD übernommen.
Mir gefällt Debian als Distribution am besten. Aber ich würde Ubuntu einem Einsteiger eher empfehlen.
Ja, darauf bin ich auch schon gespannt !
Die erste Auflage von 2006 war jedenfalls große Klasse und hat natürlich auch heute noch Bestand.
Danke für deinen Hinweis.
MfG Acader
Habe ein frühes freebsd mal getestet, es hat aber seinen Kernel nicht gefunden.
Später, mit einem Nachfolger hat es dann ganz gut funktioniert.
Hat alles einen sehr professionellen und ausgereiften Eindruck gemacht.
Mit DesktopBSD und PC-BSD gibt es zwei die dem User entgegenkommen und
die Anwendung des Systems erleichtern sollen.
Linuxprogramme laufen sogar.
