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Torvalds_frage zu einer Aussage

zyklop66 / 13 Antworten / Baumansicht Nickles

Ich habe mir Codename Linux,ein Arte-Beitrag zum Thema Linux angesehen,und gegen Ende des Beitrages sagt Herr Torvalds dies hier:"Zweifelos wird Linux irgendwann vom Technischen Fortschritt überholt,die Frage ist nur wie lange es dauern wird".So jetzt frage ich mich wie er das meint,weil meiner Meinung ist es so das die Linux-Community sicherlich mit der Zeit gehen wird,und sich den technischen Erneuerungen nicht vorenthalten wird.Habt ihr ne Ahnung oder einen Erklärungsansatz für diese Aussage?

Ein gutes Leben,ist die beste Rache!!!
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REPI zyklop66 „Torvalds_frage zu einer Aussage“
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Eventuell so, dass es dann BS heutiger Prägung so nicht mehr geben wird, weil ggf. dann viel Funktionalität,welche heute vom BS abgewickelt wird, dann von der jeweiligen Hardwarekomponente und deren Firmware übernommen wird unabhängig davon, was im Gesamtsystem noch so werkelt.

Auch denke ich da an zukünftie Rechnergenerationen, die im atomaren Bereich (Nanorechner) angesiedelt sein werden. Wie dort dann das Zusammenspiel verschiedener Komponenten organisiert wird, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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Xdata zyklop66 „Torvalds_frage zu einer Aussage“
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Technischer Fortschritt ist nicht alles, auch ein modernes System mit wirkich guten
Ansätzen kann scheitern.So ist es zB. BeOs gegangen.

Linux ist fortschrittlich, es hat viele Konzepte die nicht geändert werden müssen.
Bis auf den X-Server vielleicht. Das es auch ohne geht zeigen MacOs und das nicht mehr weiter entwickelte Beos.

Also zumindest der reine Unix Unterbau ist ausgereift bei Linux. Eine Änderung
an dieser Stelle würde ein ganz neues System bedeuten.
Einen Machartigen Kernel kann Linus Torvalds auch nicht gemeint haben.
Erstens wird der von ihm nicht favorisiert und zweitens hatte wohl schon Tru64 so etwas Ähnliches.

Was genau er gemeint hat erscheint unklar. Es könnte das Dateisystem, die Mediafähigkeit oder die Installiermethode von Software gemeint sein...

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KarstenW zyklop66 „Torvalds_frage zu einer Aussage“
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Wenn ich die Foren so durchsehe, dann fällt mir eins immer auf.
Die meisten Anwender haben keine Zeit oder Interesse sich mit technischen Details des Betriebsystem zu beschäftigen.
Hier hat beispielsweise schon mal jemand gefragt ob er mit Linux einen DVD PLayer aufbauen kann.
Kauft man sich einen Rechner nur um DVDs anzuschauen ? Und dann soll alles irgendwie von allein gehen.

Ich sehe Linux als vollwertigen Unixersatz mit dem man mehr machen kann als nur Videos anzuschauen.

Ich meine, als ich in die Schlue ging, da lief Unix auf Rechnern die 30.000 $ kosteten und eine Unixlizenz hat etwa 1000 $ gekostet.

Linux wird technisch nicht überholt sein. Es ist ein sehr technisches Betriebsystem welches wie Unix funktioniert und bei verschiedenen Distributionen dem Anwender die Wahl läßt, ob er seinen Rechner als Internetserver oder Desktoprechner konfigureren möchte, eben wie kommerzielles Unix.

Windows wurde für einfache Computeranwender konzipiert die mit einem Unix wie SunOS oder Solaris überfordert sind.
Aber man kann auch die Konfiguration von Unix lernen, wenn man will.
Aber ich glaube nicht das sich dieser Lernaufwand für einen DVD-Player ( was für Unsinn !) lohnt.







Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Xdata KarstenW „Wenn ich die Foren so durchsehe, dann fällt mir eins immer auf. Die meisten...“
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Da ist schon was dran.
Es gibt den Satz Geniale Konzepte reifen nie.
Trotzem ist das Unixkonzept glaube ich flexibel genug an
moderne anforderungen angepaßt zu werden.
Das "Passive" ist ja bei Unix und auch bein modernen Linux gewollt.

Es sollte aber Außnahmen geben:
Bei Debian ist man bei einer neuen Netzwerkarte aufgeschmissen.
Man kommt nicht ins Internet.
Bei Ubuntu Mandriva und Anderen wird die neue Karte weitgehend
übernommen. Man kommt ohne weitere Änderungen ins Internet.
Um nur ein Beispiel zu nennen.

Automatismen sind nicht immer gut, an so "schwierigen Stellen"
wie Netzwerkarten aber schon.

Das man aus Linux so etwas spezielles wie einen DVD Player machen kann zeigt doch Zum Teil dessen Modularität.

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KarstenW Xdata „Da ist schon was dran. Es gibt den Satz Geniale Konzepte reifen nie. Trotzem ist...“
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Die meisten Anwender wollen so eine intuitive Benutzerführung wie bei Windows haben. Und dafür sind Unixsysteme nunmal nicht entwickelt worden.

Desktoprechner sind eh' nicht kompliziert und ich versteh ehrlich nicht was an Windows so einfach sein soll.
Ich weiß nicht mal wie die Datei des Windowskernels heißt, oder für welchen Prozessor der Windowskernel übersetzt worden ist.

"Das man aus Linux so etwas spezielles wie einen DVD Player machen kann zeigt doch Zum Teil dessen Modularität."
Klar kann man mit Linux DVDs anschauen. Aber da muß man auch erstmal lernen wie das geht. Und einen richtigen DVD Player kann man einfach einschalten und eine DVD abspielen.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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gelöscht_189916 KarstenW „Die meisten Anwender wollen so eine intuitive Benutzerführung wie bei Windows...“
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Da kann man auch sagen, nichts ist ewig.
So wie DOS, OS2, (hoffentlich) Windows in seiner jetzigen Form bald überlebt ist, so wird auch Linux irgendwann den Weg von allem gehen, darüber muß man sich einfach im Klaren sein.
Linux ist jetzt eben das Betriebssystem, das sich von einer "Freaksoftware für Eingeweihte" zu einer echten Konkurrenz für das marktbeherrschende Windows gemausert hat, unter anderem auch deshalb, weil in Redmond niemand daran glaubte, das die Kraft der Masse ein Monopol angreifen kann und Linux deswegen relativ unbeachtet blieb, Apple wurde da wohl mehr als Konkurrenz gesehen.
Vermutlich hat sowohl Microsoft als auch Apple angenommen, das mit der digitalen Gängelung über DRM und Closed Source Linux nicht konkurrenzfähig wird.
Aber wer weiß heute schon, wie die Zukunft des PC, der IT und damit auch die der Betriebssysteme überhaupt aussieht?
Die Dampfmaschine war auch mal ein Fortschritt und ist jetzt museale Technik.
Ich denke, da muß man den Hut vor Torvalds ziehen, wenn er den Alleinherrschungsanspruch auf diese Art bereits von sich weist.

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KarstenW gelöscht_189916 „Da kann man auch sagen, nichts ist ewig. So wie DOS, OS2, hoffentlich Windows in...“
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Windows ist nicht schlecht weil es von Microsoft kommt.
Ich kann mich nähmlich auch nicht mit Solaris 10 richtig anfreunden, weil es von Sun Microsystems kommt. Ich denke nicht das Sun Microsystems besser als Microsoft ist.

Windows ist deshalb Schrott weil es unflexible, wenig transparent und nicht erweiterbar ist.
Das fängt mit diesen Schei* dynamischen Bibliotheken an und hört mit den APIs im Betriebsystemkern auf.
Die großen Softwarekonzernen programmieren alles nur so wie sie es wollen und nicht wie es die Anwender gerne hätten. Ich meine mit Anwender keine Computerspieler, sondern die Programmierer.

Und wenn ich mir unter Solaris 10 einen eigenen Betriebsystemkern übersetzen möchte, dann gucke ich auch in die Röhre, weil Sun Microsystem für Solaris 10 den Sourcecode auch nicht rausrückt.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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Olaf19 zyklop66 „Torvalds_frage zu einer Aussage“
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Hi Zyklop,

ich kann natürlich nur vermuten, was Linus Torvalds gemeint haben könnte, denke aber, dass Repis Ansatz der richtige ist - dass wir irgendwann in einer Welt leben, in der Betriebssysteme in ihrer heutigen Form gar nicht mehr gefragt sind. Das gälte dann allerdings nicht speziell für Linux, sondern in gleichem Maße für Mac OS und Windows.

Vielleicht wird der Computer als solcher in Zukunft überflüssig, weil es etwas Besseres gibt? Ohne Computer jedenfalls braucht es auch keine Betriebssysteme. Vielleicht ist es das, was Linus gemeint hat.

CU
Olaf

P.S. ich schreibe jedes Mal "Linux" und muss dann das x durch ein s ersetzen :-D

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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zyklop66 Olaf19 „Hi Zyklop, ich kann natürlich nur vermuten, was Linus Torvalds gemeint haben...“
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Hallo und Danke für die Meinungen,


Bei näherer Betrachtung halte ich dies auch für den richtigen Lösungsweg,allerdings würde ich dies schade finden,da ich dann nix mehr zum basteln habe,vielleicht werden ja die Gehirne im Allgemeinen gepimpt und dann ist das BS unser Geist,fänd ich wiederum auch net schlecht.Vielleicht mit automatischer Frisurenerkennung damit ich irgendwann den Unterschied lerne,wenn meine Frau wieder beim Friseur war.


Danke

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Synthetic_codes zyklop66 „Hallo und Danke für die Meinungen, Bei näherer Betrachtung halte ich dies auch...“
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und wiedermal ein altbekanntes lieblingszitat von mir:

Macht korrumpiert.
Absolute Macht korrumpiert absolut.
Das ist ein Problem -
wenn man selbst keine Macht hat.

Irgendwann geht auch linux diesen weg.
Dabei ist der hersteller eines systems vollkommen egal, sobald er die möglichkeit hat wird er versuchen seine konkurrenz auszuschalten. und da macht auch linux keine ausnahme. Ein ansatz dieses Machtspielchens zeigt sich doch schon im neuen kernel, in dem versucht wird, closed source Treiber(module) auszusperren. Das ist ein beispiel, wie linux seine über die jahre gewonnene macht in muskelspielchen ausnutzt, da es inzwischen genug akzeptanz hat, die hersteller zu diktieren, und nicht umgekehrt. Das diese neuerung für den User positiv ist, will ich gar nicht bestreiten, es geht ums prinzpip dabei.

Auch linux wird irgendwann ausgelebt sein, denn der Trend des Computings geht ganz klar richtung zentralisierung. Sprich ich könnte mir vorstellen dass wir eines tages aufwachen und nur noch vor thin clients sitzen. alles andere macht dann ein Server von Google, M$, RedHat oder wem auch immer(die namen sind hier austauschbar). das wäre zb der zeitpunkt, an dem ein System wie linux, windows oder generell jedes system vom technischen fortschritt überholt ist.

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Olaf19 Synthetic_codes „und wiedermal ein altbekanntes lieblingszitat von mir: Macht korrumpiert....“
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Hi Syn'Codes,

dabei unterschlägst du aber einen ganz entscheidenden Punkt: Linux ist kein Produkt wie Windows oder Mac OS - Linux hat keinen Hersteller! Insofern hat auch niemand wirklich Macht über Linux; wenn dir die eine oder andere Distribution, SuSE oder Ubuntu z.B., zu mächtig erscheint, kannst du jederzeit zu einer anderen, kleineren wechseln.

CU
Olaf

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Borlander Olaf19 „Hi Syn Codes, dabei unterschlägst du aber einen ganz entscheidenden Punkt:...“
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Insofern hat auch niemand wirklich Macht über Linux
Die Entscheidungsträger bei der Kernel-Entwicklung haben schon eine gewisse Macht. Durch das Lizenzmodell wäre zwar rein Theoretisch eine Abspaltung eines unabhängigen Projektes möglich. Ein solches eigenes Projekt hätte es angesichts der inzwischen starken Verbreitung von Linux auch für kommerzielle Anwendungen schwierig. Spätestens dann wenn ich Inkompatiblitäten einstellen...

Gruß
bor
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Synthetic_codes Borlander „ Die Entscheidungsträger bei der Kernel-Entwicklung haben schon eine gewisse...“
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Es stimmt, olaf, linux hat keinen hersteller, linux hat distributoren, die einen gewissen einfluss, ähnlich einer lobby auf den linuxkernel haben. Linus muss ja irgendwo sein geld her beziehen, und ich denke dass die grossen distributoren ihn mindestens in form von Sponsoring unterstützen, denn ohne linus kein linux. Insofern sind die distributoren denke ich mit herstellern ähnlich zu setzen. von Mark shuttleworth(der "Erfinder" von Ubuntu) ist ja bekannt, dass er mit linus befreundet ist und ihn unterstützt. Mit den anderen distributoren wird es ähnlich aussehen

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