halllo!
Bin gerade vom LinuxFieber infiziert. Bevor ich mich aber endgültig für einen Umstieg von WinXP auf eine Linux-Distribution entscheide, muss ich wissen, ob es in einer Distribution möglich ist einen Sequenzer(MIDI) und Audio(WAV)gleichzeitig zu verwenden (Cubase). Ebenso wichtig für mich wäre das Einbinden von VST-Instrumenten in einem solchen Modus. Ich gehe mal davon aus, dass es prinzipiell möglich ist, ich mich als blutiger NeuUmsteiger aber wahrscheinlich erst einarbeiten muss, schließlich ist ja neben der Verwandtschaft von Linux zu Win ursprünglich auch die zu Mac bekannt. Bitte macht eine Antwort (noch)nicht zu kompliziert, mir reicht eine Aussage, dass ich zukünftig meine Produktionen auch unter Linux erstellen kann. Win und/oder Mac sind halt nur teure Alternativen!
MfG,
Olaf
Linux 15.069 Themen, 107.534 Beiträge
...das du unter Linux so ohne weiteres gar nicht zum Laufen bekommen wirst. Wenn überhaupt, dann geht es mit der Laufzeitumgebung WinE (vergleichbar einem Emulator) oder mit einer Virtual Machine. Inwieweit dann auch alle VST-Plugins laufen, kann ich dir nicht sagen.
Tipp: Schau dir die Linux-Distri UbuntuStudio an, mit Rosegarden als Sequencer... oder installiere dir erst Ubuntu und erweitere es anschließend um die Studio-Pakete.
> Win und/oder Mac sind halt nur teure Alternativen!
Auf Linux umzusteigen, nur um Geld zu sparen, ist prinzipiell der falsche Ansatz. Linux verfolgt ein grundsätzlich anderes Konzept, auch wenn einige moderne Distributionen schon sehr Windows/Mac ähnlich geworden sind. So wie du deine Situation beschreibst ("blutiger Neueinsteiger") bin ich etwas im Zweifel ob du damit froh werden wirst, zumindest im Hinblick auf rechnergesteuerte Musikproduktion.
CU
Olaf
Dank für die erste,schnelle Antwort!
hier noch einige Anmerkungen:
ich möchte nicht nur wechseln um Geld zu sparen, auch die Monopolstellung eines Bill Gates geht mir auf die Nerven und zusätzlich glaube ich nach einiger zeit unter Linux auch Beiträge zur "Gemeinschaft" beitragen zu können. Hierin bestehen auch meine Motivationen zu wechseln.
Als Neueinsteiger ist´s schon klar, dass ich nicht sofort losproduzieren kann, ist auch gar nicht mein Ziel. Aber schonmal gut zu wissen, dass es den Rosegarden gibt.
MfG,
Barney
Ergänzend zu Olaf möchte ich noch hinzufügen, das es bei einer ernsthaften Anwendung von Vorteil ist, den Echtzeitkernel zu verwenden, zu erkennen am Kürzel -rt- für Realtime, um den Zeitversatz von Soundkarte und anderen Geräten zu kompensieren.
Bezüglich den Anforderungen an Musikproduktion dürfte Linux theoretisch ziemlich top sein. Der Kernel kann auf möglichst geringe Latenzen oder auch auf Echtzeitverhalten (sprich: Reaktion innert garantiertem Zeitfenster) getrimmt werden. Mit Jack gibt es einen Echtzeit-Soundserver.
Die Unterstützung für Soundkarten ist ziemlich gut, semiprofessionelle sollten fast alle funktionieren. Auch USB-Soundkarten werden gut unterstützt. Wie's mit Firewire aussieht, kann ich nicht sagen.
Praktisch mangelt es aber an Anwendungen. Einen Cubase-Klon gibt es leider noch nicht, dafür tausende kleinerer Projekte. Als Schneideprogramm bietet sich Audacity an. Für die Soundgenerierung kannst du dir mal Aeolus (Orgelsimulator) und Hydrogen (Drumcomputer) anschauen. Daneben gibt's noch das von Olaf erwähnte Rosegarden sowie weitere.
Gitarren stimmen kannst du mit gtkguitune, ein Metronom bietet gtick, mit Songwrite lassen sich Noten schreiben.
Vorhanden wär eigentlich alles, nur der grosse Knaller fehlt halt noch. Vielleicht hilft der Link noch weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Freie_Audiosoftware
Hi BarneyBear,
das hier könnte interessant sein: http://ubuntustudio.org/
Grüße,
Mike
...passend zu diesem Thema: http://www.audio4linux.de/a4l - gerade für Einsteiger sehr zu empfehlen!
CU
Olaf
