Ich leiste nun schon einige Zeit Zuarbeiten für ein Tool, bekomme da Aufgaben und entwickle mich fast schon zum richtigen Kommandozeilen- Tipper.
Ich werde gebeten, verschiedene Konfigurationen vorzunehmen und dann eine sysinfo.txt zu erstellen.
Mache ich auf meinem Test- PC.
Was ich da so mache, verstehe ich nun langsam - was ich da aber für Informationen übermittle, nicht.
Ich hab die "sysinfo.txt" mal als pdf hochgelegt:
http://home.arcor.de/j120542/nickles/Lister_sysinfo.pdf
Meine Frage an Euch: was beinhaltet diese Datei?
Jürgen
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
In dieser Datei werden ausgewählte Inhalte von Dateien ausgelistet, die aktuelle Zustände des Systems anzeigen.
Im virtuellen Filesystem /proc legt das BS Informatione zu den gängigen Hardware- und Softwarezuständen an, die dann von diversen Tools ausgewertet werden können.
Auch von Hand geht dies, wenn man nämlich z.B.nach /proc/bus/usb wechselt, findet man dort eine Datei devices. Mit cat devices werden dann Informationen bezüglich Alles was mit USB zusammenhängt ausgegeben.
Siehe auch hier: http://www.oreilly.de/german/freebooks/rlinux3ger/ch057.html
"...Informationen zu den gängigen Hardware- und Softwarezuständen"
Und da kann sich dann der Entwickler daraus entnehmen, warum zum Beispiel ein bestimmter Festplattentyp nicht erkannt wird?
Jürgen
Er kann zumindest sehen, was verbaut war und ob dies benutzt wird und welche Fehlerzustände ggf. ausgewiesen werden.
Danke!
Ganz abgesehen davon, das auf diesem Test- PC sowieso weder etwas diffiziles installiert, noch etwas kritisches abgespeichert ist - es werden also keinerlei Daten über installierte Software oder abgespeicherte Dateien übertragen.
Hatte ich sowieso nicht erwartet - aber nun bin ich mir sicher.
Jürgen
Das /proc Verzeichnis dient für Programme als Informationsquelle. Der Linuxkernel schreibt verschiedene Informationen rein, zum Beispiel die erkannten PCI Geräte (Controller)und die verwendeten IRQs und Portadressen.
In der Systemsteuerung von Windows werden solche Sachen übersichtlicher dargestellt. Aber man kann sie auch mal versuchen selbst auszuwerten.
Für die Hardwareerkennung sind bei Linux verschiedene System zuständig. Mir sind nur ein paar Systeme bekannt.
-KMOD im Linuxkernel
-udev als Ersatz für das veraltete hotplug System
-und bei Debian gibt es noch discover
Die Hardwarerkennung ist vor allem für das automatische Laden eines Treiber (-moduls) zuständig und für die Konfiguration des Treibers. Dem Treiber müssen die verwendeten Ressourcen des jeweiligen Gerätes übergeben werden (IRQ Kanal und Portadresse).
Man kann diese Informationen auf in Scripten verwenden, um vielleicht ein Programm automatisch zu installieren.
"Und da kann sich dann der Entwickler daraus entnehmen, warum zum Beispiel ein bestimmter Festplattentyp nicht erkannt wird?"
Solche Informationen kann man sehr gut mit dem Unixbefehl dmesg herausfinden. dmesg gibt verschiedene Informationen des Linuxkernels aus, unter anderen auch die erkannte Hardware.
