habe folgendes Problem. Zur Zeit benutze ich noch XP-Home und Linux parallel. Möchte aber in naher Zukunft ganz auf Linux umsteigen. Welche Möglichkeit gibt es, oder besteht, meine gesamte Post aus Thunderbird XP incl. angelegter Konten und Kontakte Verlustfrei nach Thunderbird Ubuntu 7.10 zu übertragen?
unhold06
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Anleitung kommt sofort:
http://wiki.ubuntuusers.de/Thunderbird/Datenmigration?highlight=%28Thunderbird%29
Vielleicht hilft dir dieses Handbuch über Ubuntu auch noch weiter:
http://www.galileocomputing.de/openbook/ubuntu/
> dieser Anleitung eingebunden werden, falls noch nicht geschehen.
> An dieser Stelle wird von einer Einbindung unter /media/windows_c ausgegangen.
Könnte man stattdessen nicht einfach den ganzen Profilordner inkl. aller Einstellungen, Konten und E-Mails auf einen USB-Stick oder eine CD-RW kopieren, diese unter Linux wieder einlesen und das dort vorhandene Profil damit überschreiben? Sorry wenn das eine naive Idee ist, aber unter Mac OS hätte es so funktioniert.
CU
Olaf
Klar geht das. Aber wenn der USB Stick unter Linux nicht funktioniert dann hat man auch wieder Probleme.
Aber eine CD-R(W) wird doch funktionieren, denke ich.
Na wenn du beim Kernel-kompilieren das usb-storage-Modul nicht vergessen hast, dann gibt's keinen Grund, warum der nicht laufen sollte :-) Ausser der Stick ist defekt, aber dann beginnt das Problem schon früher.
Die Windows-Partition sollte in der Regel eigentlich erkannt und beim Starten automatisch eingebunden werden.
...wird bei der Ubuntu-Kiste von meinem Vater nicht einmal die zweite Festplatte, obwohl das eine "reinrassige" Linux-/ext3-Platte ist. Man muss jedes Mal unter "Orte" gehen, das Laufwerk mit dem Namen "73.1 GB" einbinden, dann erst kann man drauf zugreifen.
In Mike Nickles' Linux-Report steht eine Anleitung, wie man durch einen geeigneten Eintrag in die fstab einen Datenträger dauerhaft - d.h. so, dass er auch nach einem Neustart gleich wieder zur Verfügung steht - einbinden kann. King-Heinz hat dafür vor einiger Zeit eine davon etwas abweichende Anleitung gepostet. Beide haben eins gemeinsam: dass sie nicht funktionieren...
CU
Olaf, dessen Linux-Begeisterung sich mit einer gehörigen Portion Skepsis mischt
Hey Olaf,
würdest Du mir mal Deine fstab und die Daten zur Festplatte zukommen lassen?
Ich mach mich mal schlau ... vielleicht bringt es was.
Gibt es dazu schon einen Thread hier?
Grüße, Ingo
Hi Ingo,
das hatte ich seinerzeit in die fstab eingetragen:
/dev/sdb1 /media/Wechselplatte auto rw,sync,uid=1000,gid=1000,
hier der Vorschlag von King-Heinz:
/dev/sdb1 /media/Wechselplatte ext3 auto rw,sync,uid=1000,gid=1000
- geholfen hat beides nix. Das war seinerzeit der Thread (in dem es noch um andere Dinge ging):
http://www.nickles.de/static_cache/538302872.html
Die Platten sind eine 80-GB-Maxtor, sowie eine Seagate gleicher Größe - dies ist die Zweitplatte, welche mit eingebunden werden soll. Welche Typen es genau sind, könnte ich morgen nachgucken, wenn ich wieder bei meinem Vater bin. Ist das denn von Bedeutung?
CU
Olaf
Stimmt auch die Gerätedatei "/dev/sdb1" und existiert das Verzeichnis /media/Wechselplatte? Sonst geht's natürlich nicht. sdb tönt nach SATA oder USB-Platte.
Der Option sync ist nur dann nötig, wenn du den Schreibcache umgehen willst. UID und GID sind keine gültigen Optionen für ext-Dateisysteme, die brauchst du für Dateisysteme die keine POSIX-Attribute unterstützen, also FAT oder NTFS. rw ist sowieso eine Standardoption. Am Sichersten für prinzipielles Gelingen ist es, die Optionen auf den Standard zu setzen: defaults.
Die Des weiteren fehlen den fstab-Zeilen noch die Anweisungen für dump und pass, wobei da beide Werte auf 0 gesetzt werden können.
Die Zeile müsste also so aussehen:
/dev/sdb1 /media/Wechselplatte ext3 defaults 0 0
Welche Typen [..] Ist das denn von Bedeutung?
Die Schnittstelle ist von Bedeutung. IDE-Platten werden gewöhnlich als /dev/hdX angesprochen, SCSI, SATA und externe Platten als /dev/sdX. Allerdings kommt da bei den IDE-Platten die Schwierigkeit dazu, dass mit den neuen PATA-Treibern (in Entwicklung) auch diese als /dev/sdX angesprochen werden.
Sind aber beides IDE-Platten. Mich hat das übrigens auch gewundert, aber Ubuntu hat bei der Installation von sich aus die Bezeichnung "sdb" gewählt anstelle des gewohnten "hdb". Den Ordner "Wechselplatte" hatte ich extra für diese ganze Transaktion angelegt, das war also schon okay.
Was mich irritiert ist, dass jeder etwas anderes erzählt. King-Heinz hat mir etwas anderes vorgeschlagen als du, und im Nickles-Buch steht wieder etwas anderes. Von "Dump" und "Pass" habe ich noch nie etwas gehört, auch dass UID und GID nicht für ext geeignet ist, ist mir neu. Inzwischen muss ich ganz ehrlich sagen, ist mein Interesse auch etwas erlahmt - dann gehe ich eben jedes Mal, wenn ich die Platte brauche - ist ja nicht immer - auf Orte > Computer und wähle sie dort aus.
CU
Olaf
Dann ist für das Chipset auf dem Mainboard der neue libata-Treiber bereits zur produktiven Verwendung geeignet. Kein Grund zur Beunruhigung also :-)
King-Heinz hat mir etwas anderes vorgeschlagen als du,
Ich hab nur ein Bisschen aus man mount "vorgelesen". Und wenn du da mal ein Bisschen drin liest, wirst du sehen, dass uid und gid keine gültigen Mount-Optionen für ext3 sind. Sie stehen weder in der Sektion der allgemeinen Optionen, noch in der Sektion für ext3. sync würde ich bei einer internen Festplatte keinesfalls angeben, das bremst!
Der Vorschlag von K-H ist definitiv falsch. Schau dir nur mal die Syntax an (ist in man fstab beschrieben). Sie muss so lauten:
Gerät Mountpunkt Dateisystem Optionen Dump Pass
Die Zeile von K-H passt aber nicht in dieses Schema. Vermutlich sollte statt dem Leerzeichen zwischen "auto" und "rw,sync,uid=1000,gid=1000" ein Komma stehen (dann wär die Zeile wieder korrekt). Leerzeichen und Tab gelten als Feldtrennzeichen.
Dump/Pass steuern das Verhalten der Dateisystemprüfung, müssen aber anscheinend nicht zwingend spezifizert werden, wie mir ein kurzes Nachlesen grad zeigt. Allerdings empfiehlt es sich, dump auf 0 und pass auf 2 zu setzen (strikte nach man mount).
Das Nickles-Buch hab ich grad nicht zur Hand. In missionarischem Eifer habe ich es ausgeliehen :-)
Was passiert eigentlich, wenn du in sudo mount /media/Wechselplatte eingibst? Diese Fehlermeldung müsste eigentlich weiterhelfen.
Das ist so ziemlich der beste denkbare Grund, das Buch nicht zur Hand zu haben :-)) Denn auch wenn ich auf diesem Board mitunter etwas grummelig rüberkomme - ich halte immer noch sehr viel von Linux und habe weiterhin den Ehrgeiz, das System besser verstehen zu lernen.
Alles weitere probiere ich gern aus, wenn ich wieder bei meinem Vater bin - muss allerdings zugeben, dass ich im Augenblick einfach nur froh bin, dass alles so gut läuft, vor allem OpenOffice inkl. Drucker.
CU later
Olaf
"Die Platten sind eine 80-GB-Maxtor, sowie eine Seagate gleicher Größe - dies ist die Zweitplatte, welche mit eingebunden werden soll. Welche Typen es genau sind, könnte ich morgen nachgucken, wenn ich wieder bei meinem Vater bin. Ist das denn von Bedeutung?"
Normalerweise nicht, soweit ich weiß, aber vielleicht benötigen die einen speziellen Treiber oder spezielle Moduleinstellungen. Ich stehe bisher auch völlig im Dunkeln, aber ich vielleicht finde ich etwas heraus...
Mit
dmesg | grep drive
erhältst Du genauere Informationen über die Festplatten.
Vielleicht liegt es auch an den Jumpereinstellungen der Festplatte (Master, Slave, Auto) oder der Verkabelung und dem Mainboard.
Welchen Kernel nutzt Du?
Anbei: die msttcorefonts sind frei erhältlich und in den Paketen von ubuntu. Importieren in OOo geht mit dem Programm spadmin. Mit locate spadmin findest Du den Ordner, wo das Programm drinnen steckt.
Sehr schön ist auch die Schriftart Linux Libertine. Ich nutze die anstelle von Times New Roman. Die Laufweite ist genau gleich, so dass sich die Schiriftstücke in ihrer Länge nicht ändern.
Nutzt Du schon die 7.10 (gutsy gibbon) oder bist Du noch bei der 7.04 (feisty)? Vielleicht machst Du erst einen Update - manchmal hilft das schon, was man erst nicht vermutet.
Grüße, Ingo
Hi Ingo, und vielen Dank für deine Hilfe!
> aber vielleicht benötigen die einen speziellen Treiber oder spezielle Moduleinstellungen
Das kann ich mir noch schlechter vorstellen. Wenn dem so wäre, dürften die Platten doch gar nicht erkannt werden? Sie funktionieren aber beide tadellos. Nur furchtbar umständlich.
Ich bin noch bei 7.04, ein Update kann ich erst in ein paar Monaten machen, wenn mein Vater dann irgendwann hoffentlich auch Internet hat (war ihm zu viel, alles auf einmal von Anfang an). Nur: als das Buch von Mike Nickles erschienen ist, gab es noch nicht die Version 7.10, der Tipp bezieht sich also ganz offensichtlich auf 7.04 und älter. Daran dürfte es also auch nicht liegen. Welcher Kernel das war, weiß ich nicht aus dem Kopf - auf jeden Fall der, der zusammen mit der 7.04 ausgeliefert wurde. Da habe ich auch nichts upgedatet.
> Vielleicht liegt es auch an den Jumpereinstellungen der Festplatte (Master,
> Slave, Auto) oder der Verkabelung und dem Mainboard.
Siehe oben - dann dürfte sie gar nicht funktionieren, auch unter Windows hätte ich dann schon Probleme bekommen können.
Übrigens sind beide Platten als Master gejumpert, die eine an IDE 1, die andere an 2.
CU
Olaf
Oki. Danke. Ich mach mich mal schlau. Ich muss dafür auch nachlesen ...
Spannend, spannend. Wir schaffen das schon :)
Grüße.
...kann ich da eh nix unternehmen. Also lass dir ruhig Zeit!
Evtl. starte ich in der Zwischenzeit noch einen neuen Thread auf diesem Board, da noch einige weitere Fragen hinzugekomnmen sind. Aber allesamt nichts Ernstes! Es läuft schon alles recht gut bislang, gibt nur ein paar Nice-to-Haves... außerdem möchte ich gern etwas dazulernen.
CU
Olaf
Hallo Leute,
wieso mit USB-Stick oder CD?
Linux kann doch die Win-Partition lesen. Einfach kopieren und gleich TB testen.
Man öffnet den Windows-Ordner, kopiert die Thunderbird-Dateien aus Windows in den eigenen home-Ordner in Linux und startet Thunderbird. War alles richtig, funktioniert Thunderbird sofort so wie man es haben möchte - mit Emails, Konten und allem drum und dran.
Falls ein Fehler passierte, auch nicht schlimm, denn die Original-Dateien sind weiterhin auf der Win-Partition.
Naja, wie man sich fast denken könnte, warst Du bisher nicht der erste, der sein TB-Konto von Win zu Lin transportiert hat und daher gibt es natürlich auch eine Antwort in der FAQ:
http://www.thunderbird-mail.de/wiki/FAQ:Migration_mit_Thunderbird
Ist doch easy, oder?
Gruß, tuxus
P.S. Urks. Oder hast Du etwa 2 PCs? Dann geht natürlich für den Dateitransport nur mail, usb, CD, Diskette, externe Speicherchips, externe Festplatte oder LAN. ;-)
hab Eure Ratschläge und Tip's zu Gemüte geführt bzw. ausprobiert, ohne Erfolg. Meine Konten, Mail's und alle Einstellungen wurden nicht übernommen, schade, was nun?
Hat noch jemand eine andere Idee?
unhold06
Was hast du genau gemacht und in welcher Reihenfolge? An welchem Punkt scheitert es? Im Thread stehen tausende Tipps...
was habe ich gemacht - als erstes aus XP Anwenungsdaten.... den Eintrag Thunderbird incl. aller Einträge auf CD gesichert.
Als nächstes mir Thunderbird mit Synaptic Packetverwaltung auf den Rechner gezogen, den Eintrag Thunderbird Schreib und Leserrechte gegeben und anschließend die Daten von CD dort hinein kopiert.
Das war's, werde wohl etwas in der Reihenfolge falsch gemacht haben. Denn der Erfolg läßt nach wie vor auf sich warten. Bin halt noch kein Linux Profi.
unhold06
Das hat mit Linux Profi nichts zu tun.
Du musst nur die richtigen Dateien an die richtige Stelle kopieren. Wer das unter Windows kann, kann es auch unter Linux.
Wie ich sehe, hast Du nicht verstanden, welche Dateien Du wohin kopieren sollst.
Dort hinein -> home/DeinName/.mozilla-thunderbird/DeinUnterordner/...
Leider habe ich kein Windows mehr, um Dir genau schreiben zu können, von wo nach wo, was kopiert werden muss.
Wenn Du Dich etwas mit Linux beschäftigst, wirst Du merken, dass Linux total logisch funktioniert und wird auch Dir Spaß machen.
Ich denke, Du solltest Dich mal an die Linuxpaten wenden. Die helfen Dir kostenlos und individuell.
http://www.linuxpaten.de
Grüße und nicht aufgeben!
