An dieser Stelle habe ich gleich mehrere Fragen.
Debian Etch Version mit 64bit lohnt sich das denn schon ?
Oder gibt es da mit vielen Software Paketen Probleme ?
Und wie sieht es mit der Hardware Erkennung aus ?
Wenn man ein Dual Core System 2x2,5 GHz mit 4GB Ram hat, ist doch die 64bit Version eigentlich angesagt, denn sonst wäre schon der 4GB Speicher überflüssig.
Mich würde interessieren wie Debian unter vergleichbaren Systemen
läuft.
MFG Acader
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Hallo, es läuft eigentlich schon recht gut,
aber nicht besser als die 32Bit Edition.
Mit AMD sogar etwas besser als zB mit einem D820, da ist wenn man auf ein Ordnersymbol klickt noch eine
merkwürdige Verzögerung.
-- ist aber der Einzige Fehler sonst geht es auch damit flott
Der Firefox funktioniert wohl auch schon gut.
Mit SidUx gibt es eine -- auch installierbare Live Version, auf Debian beruhend, die einige Optimierungen
für 64Bit enthält.
Es gibt sogar eine Itaniumversion von Etch die aber mangels Itaniumsystems kaum jemand getestet aben wird.
Ein 32 bit System kann nur 2^32 Adressen verwalten, zumindest ist das bei Windows so.
Ein Linux 32 bit Betriebsystemkern kann bis zu 64 GigaByte RAM verwalten, wobei nur 4 GByte bei einem 32 bit Prozessor zur gleichen Zeit "eingeblendet" oder verwendet werden.
Da gibt es im Linuxkernel eine Option High Memory. Da kannst du off,4 GigaByte oder 64 Gigabyte einstellen und das bei einem 32 bit Linuxkernel.
Das ist eine Kopie aus der Online Hilfe von der Konfiguration eines eigenen Kernels.(ist gar nicht so kompliziert einen eigenen Kernel zu übersetzen):
CONFIG_NOHIGHMEM: │
│ │
│ Linux can use up to 64 Gigabytes of physical memory on x86 systems. │
│ However, the address space of 32-bit x86 processors is only 4 │
│ Gigabytes large. That means that, if you have a large amount of │
│ physical memory, not all of it can be "permanently mapped" by the │
│ kernel. The physical memory that's not permanently mapped is called │
│ "high memory". │
│ │
│ If you are compiling a kernel which will never run on a machine with │
│ more than 1 Gigabyte total physical RAM, answer "off" here (default │
│ choice and suitable for most users). This will result in a "3GB/1GB" │
│ split: 3GB are mapped so that each process sees a 3GB virtual memory │
│ space and the remaining part of the 4GB virtual memory space is used │
│ by the kernel to permanently map as much physical memory as │
│ possible. │
│ │
│ If the machine has between 1 and 4 Gigabytes physical RAM, then │
│ answer "4GB" here. │
│ │
│ If more than 4 Gigabytes is used then answer "64GB" here. This │
│ selection turns Intel PAE (Physical Address Extension) mode on. │
│ PAE implements 3-level paging on IA32 processors. PAE is fully │
│ supported by Linux, PAE mode is implemented on all recent Intel │
│ processors (Pentium Pro and better). NOTE: If you say "64GB" here, │
│ then the kernel will not boot on CPUs that don't support PAE! │
│ │
│ The actual amount of total physical memory will either be │
│ auto detected or can be forced by using a kernel command line option │
│ such as "mem=256M". (Try "man bootparam" or see the documentation of │
│ your boot loader (lilo or loadlin) about how to pass options to the
kernel at boot time.)
Also wenn du unbedingt 4 GigaByte RAM brauchst, dann kannst du auch einen 32 bit Linuxkernel installieren und müßtest eventuell einen eigenen Betriebsystemkern übersetzen, da wahrscheinlich der Standard Betriebsystemkern diese Option High Memory nicht aktiviert hat.
Ich würde auf jeden Fall noch ein 32 bit System installieren, wenn du Programme wie Staroffice 8, Adobe Acrobat Reader , einen Flashplayer oder auch den Realplayer 10 unter Linux nutzen willst.
Diese Programme laufen nur mit 32 bit Bibliotheken und nicht mit den 64 bit Bibliotheken eines 64 bit Systems.
Du kannst diesen Server in die Datei /etc/apt/sources.lst einbinden, um den 32 bit Realplayer und den Adobe Acrobat Reader unter Debian zu installieren:
cat /etc/apt/sources.list
#
# deb cdrom:[Debian GNU/Linux 4.0 r1 _Etch_ - Official i386 kde-CD Binary-1 20070819-12:11]/ etch contrib main
deb cdrom:[Debian GNU/Linux 4.0 r1 _Etch_ - Official i386 kde-CD Binary-1 20070819-12:11]/ etch contrib main
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main non-free contrib
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ etch main non-free contrib
deb http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ etch/updates main contrib non-free
#Server um Realplayer 32 bit und verschiedene Codecs nachzuinstallieren
deb http://www.debian-multimedia.org etch main
Installiere mal bitte noch den entsprechenden Public Key wie hier erklärt wird:
http://www.debian-multimedia.org/
PS: Da merkt man schon das Linux kein abgespecktes Desktopsystem wie Windows ist;-).
Erstaunlich ist das Debian Etch sogar als
Itanium Version angeboten wird.
Hab mir mal versehentlich das falsche iso heruntergeladen.
Es scheint also schon 64Bit Anwender zu geben, wohl aber nicht im häuslichen Bereich.
@KarstenW, das mit dem Speicher ab oder über 4GB stimmt: Vor einiger Zeit gab es bei Kmshop ein OpteronServer Board das
-- wie auch immer ? 24GB adressieren konnte.
Es waren alte Linux und Windows 32Bit systeme als kompatibel angegeben.
ia64 steht für Itanium 64 bit und NICHT für Intel AMD 64 bit.
Darüber bin ich auch schon gestolpert.
Ich würde entweder einen Intel Dual Core oder Athlon 64 bit kaufen , weil diese Prozessoren auch noch mit einem 32 bit Betriebsystem laufen. Der Itanium und der Opteron Prozessor sind reine 64 bit Prozessoren. Da läuft kein 32 bit System mit diesen beiden Prozessoren.
Die Etch Version gibt es momentan für 13 Prozessor Architekturen:
http://www.de.debian.org/CD/torrent-cd/
Der POSIX Standard von Unix zu dem der Linuxkernel zu einem großen Teil kompatibel ist, ist extra für eine portable Programmierung entwickelt worden.
Microsoft hat einen riesigen Fehler gemacht, als es den POSIX Standard von Unix nicht übernommen hat.
@Acader hab eben nochmal mein K8N mit Nforce chipsatz und der SidUx Live CD angeworfen, es läuft schon ganz gut.
Aber wie Karsten sagt lohnt der Umstieg noch nicht da viele Anwendungen noch für 32 Bit optimiert sind.
Das Etch 13 CPu architekturen unterstützt könnte für einen Kollegen interresant sein der einen alten Sun Server ohne Bs rumzustehen hat.
Ich danke Euch für die Informationen.
Nachdem ich nun fast 9 Monate mit verschiedenen Distris geübt habe werde
ich nächste Woche meine Systeme total neu mit Debian Etch 32bit installieren.
Ich glaube das ich mit Debian in ferner Zukunft die besten Möglichkeiten haben
werde. Klar, muß ich eben noch eine ganze Menge lernen, doch das mußten Andere
auch einmal und immer noch.
MFG Acader
Gute Entscheidung, einiges ist sogar leichter als bei Kubuntu.
Viele Programme lassen sich mit apt-get install und dem korrekten Progamm-namen leicht per Internet installieren.
Beispiel, apt-get install mc und man hat den Editor mc falls er noch nicht installert war.
Urmpi von Mandriva ist da deulich schwieriger.
Viel Spaß mit deinem neuen Debian:-)
Man kann unter Debian verschiedene Programme (synaptic, aptitude oder apt-get install) nutzen um Programmpakete zu installieren.
Wenn du konsequent von Anfang an aptitude verwendest, dann kannst du auch Programme leichter wieder entfernen.
aptitude merkt sich welche Pakete automatisch mit installiert wurden um irgendwelche Abhängigkeiten automatisch aufzulösen.
Wenn du mit "apt-get install" Programme installierst ist das nicht falsch, aber du must dann umständlich mit
deborphan
und
debfoster
die Paket wieder entfernen.
Also installiere nach Möglichkeit alle Programme mit aptitude.
Mit PAE ist es auch mit i686 System möglich bis 64GB Speicher zu nutzen. Bei Windows wird dies allerdings nur von den Server-Versionen unterstützt (wie es bei Vista ausschaut weiß ich allerdings nicht genau). Das Mainbord muß da dann natürlich auch mitspielen...
Gruß
Borlander
